24 Februar 2014, 10:30
Hat die Wissenschaft Gott begraben?
 
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Der englische Mathematiker Prof. John Lennox: „Ich schäme mich nicht, gleichzeitig Naturwissenschaftler und Christ zu sein“ - „Der Atheismus ist ein Märchen für diejenigen, die sich vor dem Licht fürchten.“

Wiedenest (kath.net/idea) Hat die Wissenschaft Gott begraben? Unter dieser Fragestellung hielt der englische Mathematiker Prof. John Lennox (Oxford) am 21. Februar einen Vortrag im Forum Wiedenest (Bergneustadt, Oberbergischer Kreis). Er ist dort bis 23. Februar im Rahmen der Wiedenester Gemeindetagung zu Gast. Die Zusammenkunft steht unter dem Thema „Gott im Fadenkreuz – Der neue Atheismus als Chance, profiliert den Glauben zu befolgen“.

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Wie der evangelikale Wissenschaftler vor den knapp 400 Zuhörern sagte, definieren Christen und Atheisten den Begriff Gott unterschiedlich. So meinten Atheisten wie der englische Physiker Stephen Hawking, dass Christen an einen „Lückenbüßer-Gott“ glauben: Er würde immer dann herangezogen, wenn sich ein Phänomen nicht naturwissenschaftlich erklären lasse. Dies sei eine falsche Herangehensweise. Lennox: „Wenn man Gott als Lückenbüßer definiert, dann muss man zwischen Gott und Naturwissenschaft wählen, weil man Gott so definiert hat. Aber diese Definition hat nichts mit dem Gott der Bibel zu tun.“

„Ich schäme mich nicht, gleichzeitig Naturwissenschaftler und Christ zu sein“

Der Gott der Bibel erkläre nicht nur das, was Menschen noch nicht verstünden. Vielmehr sei er Schöpfer von allem – von dem, was Menschen nachvollziehen und dem, was sie noch nicht nachvollziehen könnten: „Zwischen Gott als Schöpfer und Erhalter des Universums und der Naturwissenschaft muss man nicht wählen.“ Beides seien keine Gegensätze.

Er verdeutlichte das am Beispiel eines Autos: Je besser man verstehe, wie der Motor funktioniert, umso mehr bewundere man die Ingenieure, die ihn erfunden haben und nicht umso weniger: „Das wäre doch verrückt!“ Das lasse sich auch auf Gott und die Naturwissenschaft übertragen: Je mehr man von Schöpfung verstehe, umso mehr erkenne man den Schöpfer.

Lennox bekannte, sich nicht dafür zu schämen, gleichzeitig Naturwissenschaftler und Christ zu sein. Die Bibel sei zwar kein naturwissenschaftliches Lehrbuch. Aber sie mache Aussagen über dieselbe Welt, die auch die Naturwissenschaft studiere.

Er forderte die Zuhörer auf, kritisch mit Aussagen von Naturwissenschaftlern umzugehen. Dass sie weltbekannt seien, bedeute nicht automatisch, dass sie auch Recht hätten. So habe er auf die Aussage von Stephen Hawking „Die Religion ist ein Märchen für diejenigen, die sich vor der Dunkelheit fürchten“ geantwortet: „Der Atheismus ist ein Märchen für diejenigen, die sich vor dem Licht fürchten.“

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