Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Großbritannien: Muslime verändern die religiöse Landschaft

22. Jänner 2014 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Hohe Geburtenrate: Bald mehr gläubige Muslime als bekennende Christen? - Nach wie vor stellen aber Kleinkinder christlicher Eltern mit 1,5 Millionen oder 43 Prozent den größten Anteil


London (kath.net/idea) Die hohe Geburtenrate von Muslimen in Großbritannien könnte die religiöse Landschaft binnen kurzem grundlegend verändern. Es sei denkbar, dass die Zahl der religiös engagierten Muslime die der bekennenden Christen übersteige, sagte der Bevölkerungswissenschaftler Prof. David Voas von der Universität von Essex (Südengland) der Londoner Zeitung „The Times“. Fast jedes zehnte Kleinkind in England und Wales hat muslimische Eltern, wie aus einer Analyse des Nationales Statistikamtes hervorgeht.

Die bei einer Volkszählung im Jahr 2011 erhobenen Zahlen zeigen, dass von den insgesamt 3,5 Millionen Kindern unter fünf Jahren 320.000 muslimische Eltern hatten. Der Anteil liegt demnach über neun Prozent, während die gesamte muslimische Bevölkerung weniger als fünf Prozent ausmacht. Kleinkinder christlicher Eltern stellen freilich mit 1,5 Millionen oder 43 Prozent nach wie vor den größten Anteil.


Voas hält es deshalb für unwahrscheinlich, dass Muslime mittelfristig die Bevölkerungsmehrheit stellen werden. Dennoch übten die stark wachsenden muslimischen Familien einen zunehmenden Einfluss in der Gesellschaft aus. Schon jetzt gebe es beispielsweise 136 öffentliche muslimische Schulen und 1.600 Moscheen. Zunächst waren vor allem Muslime aus den früheren britischen Kolonien wie Pakistan und Bangladesch eingewandert, in jüngster Zeit aber auch zunehmend aus Ländern Afrikas und des Nahen Ostens.

Muslime: England ist unsere Heimat geworden

Der stellvertretende Generalsekretär des Muslimischen Rats Großbritanniens, Ibrahim Mogra, sagte, die hohe Geburtenrate sei ein Anzeichen dafür, dass Muslime sich in dem Land wohlfühlten und es als ihre Heimat betrachteten. Das müsse die übrige Bevölkerung nicht beunruhigen: „Es geht uns nicht darum, dass Großbritannien ein muslimisches Land wird, sondern darum, dass es die Ausübung des Islam ermöglicht; das verleiht den meisten Muslimen Zuversicht.“

In Bradford gebe es kaum noch Kneipen oder Klubs

Der anglikanische Pfarrer Dale Barton aus dem rund 300.000 Einwohner zählenden nordenglischen Bradford weist auf die weitreichenden Veränderungen hin. Vor 50 Jahren sei Bradford eine reine englische Arbeiterstadt gewesen; heute gebe es kaum noch Kneipen oder Klubs. Die meisten Geschäfte hätten muslimische Inhaber und blieben etwa auch an Weihnachten geöffnet. Er wolle sich aber darüber nicht beklagen, so Barton.

An den Schulen der mittelenglischen Großstadt Birmingham mit rund einer Million Einwohner werden mittlerweile nach Angaben der Stadtverwaltung 108 Sprachen gesprochen, darunter Urdu, Punjabi, Bengali und Somali.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 speedy 24. Jänner 2014 
 

niemand braucht sich darüber zu wundern das es soweit ist, england wollte immer viele Kolonien haben, und jetzt gibt's die Quittung.
wer das Christentum bekämpft, vernichtet sich selbst


2
 
 hapebo 22. Jänner 2014 
 

Analyse vernachlässigt wichtige Einflussfaktoren

Diese Schlussfolgerung, dass die Fertilitätsrate von der Religionszugehörigkeit abhängig sei ist aus meiner Sicht eine unzulässige Vereinfachung, die von aktuellen demographischen Untersuchungen nicht gestützt wird. Vielmehr müssten zusätzliche Faktoren mit einbezogen werden, die eine deutliche höhere Korrelation ergeben würden. So lässt sich beispielsweise nachweisen, dass je länger Migranten sich in einer Gesellschaft befinden und je besser sich deren wirtschaftliche Situation entwickelt, desto niedriger ist die Geburtenrate. Ich glaube eher, dass das Sinken der Geburtenrate mit dem zunehmenden Verfall religiöser Werte und der Hinwendung zu konsumorientiertem Verhalten korreliert.


3
 
 Stephaninus 22. Jänner 2014 
 

Solche Inforamtionsfragmente lassen oft mehr aus als dass sie beantworten

Okay 9% Kinder von Muslimen, 43% von Christen. Da bleibt die Frage nach dem Rest von fast 50%: v.a. konfessionslos und diverse kleine Denominationen oder in der Zusammensetzung unbekannt, da keine Angaben gemacht wurden??? Ausserdem: Auch den Muslimen dürften nicht alle bekennend sein und auf rund 5 bis 9 bekennende Christen dürften es die Kirchen in Grossbritannien insgesamt schon noch bringen.

Eines aber dürfte auch für UK sicher sein: Die Herausforderung ist weit weniger der Islam sondern die galoppierende (Selbst-)Säkularisierung.


6
 
 Ulrich Motte 22. Jänner 2014 
 

In NRW

liegt der Anteil der Kleinkinder mit islamischem Hintergrund nach allen Zahlen weit höher als in Großbritannien, wohl eher bei 18 %.


7
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Großbritannien

  1. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes
  2. Wollte gestohlenes Bild von Jesus zurückholen: Lebensschützer bei Marsch für das Leben verhaftet
  3. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  4. Deutsche Medien schweigen zum Bericht über Vergewaltigungsbanden in Großbritannien
  5. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  6. Pastor in London wegen Straßenpredigt verhaftet: Vorwurf der „Hassrede“ nach Kritik am Islam
  7. Reform UK will Umwandlung von Kirchen in Moscheen verbieten
  8. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt
  9. Großbritannien: Christlicher Pastor wegen Kritik am Islam und an Transgender verhaftet
  10. England und Wales: Katholische Erwachsenen- und Jugendtaufen steigen deutlich, Messbesuch leicht







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz