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Der ‚Kölner Klinik-Skandal’ war eine Medienkampagne

15. Jänner 2014 in Chronik, 28 Lesermeinungen
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Die Medienanalyse zu der Behandlung einer Vergewaltigten in Köln vor einem Jahr ergibt, dass die Presse mit Falschaussagen und Verdrehungen eine anti-kirchliche Rufmord-Kampagne orchestrierte. Ein Gastkommentar von Werner Rothenberger


Köln (kath.net)
I. Rekonstruktion der zugrunde liegenden Tatsachen:

Am 16. Dezember 2012 wurde eine vermutlich vergewaltigte Frau in einer Kölner Notfallambulanz erstbetreut. Die diensthabende Ärztin stellte ihr nach Notfall-Erstversorgung und Beratung ein Rezept für die ‚Pille danach’ aus. Anschließend suchte sie telefonisch nach einem Krankenhaus, wo eine gerichtsverwertbare Spuren-Sicherung vorgenommen werden könnte.

Es gibt seit Sommer 2012 in Köln fünf Kliniken, in denen die heute übliche forensische Untersuchungen zur sogenannten „Anonyme Spuren-Sicherung“ (ASS) vorgenommen werden. Bei solchen gynäkologischen ASS-Untersuchungen werden alle medizinisch-kriminologisch relevanten Daten dokumentiert und archiviert, ohne dass das Opfer sofort Anzeige erstatten muss. Da der Betreiber des ASS-Netzwerkes, der Verein „Frauen gegen Gewalt“, verlangt, dass die entsprechenden Krankenhäuser auch die Abtreibungspille danach verschreiben, mussten die beiden kirchlichen Häuser Vinzenz-Hospital und Hl. Geist im Sommer 2012 die Spurensicherungs-Praxis aufgeben. Die ASS-Untersuchungssets wurden aus den beiden Krankenhäusern abgeholt .

Die beiden kirchlichen Kliniken haben am 7. November 2012 eine Richtlinie verabschiedet, nach der alle Präparate mit abtreibender Wirkung, zu der auch die ‚Pille danach’ gerechnet wird, nicht verabreicht werden dürfen, da der Mensch von Anfang an ein Recht auf Lebensschutz habe. Alle anderen Heilbehandlungen und medizinischen Untersuchungen werden gewährleistet. Unter dem Prinzip der „Autonomie“ sollen Patientinnen nach Wunsch auch zur ‚Pille danach’ beraten werden, aber sie wird eben nicht verschrieben. So war die offizielle Beschlusslage in den beiden kirchlichen Krankenhäusern, die von der Notfallärztin am 16. Dez. 2012 zwecks Nachuntersuchung der mutmaßlich vergewaltigten Frau angerufen wurden.

Zur Bewertung der Vorgänge: Es gibt bezüglich der Verschreibung der ‚Pille danach’ weder eine gesetzliche noch ethische Pflicht. Auch eine Notfallhilfepflicht der Klinik war im vorliegenden Fall nicht angezeigt, da die Frau schon in der Notfallambulanz versorgt worden war. Nach den Richtlinien der beiden Kliniken sollen vergewaltigten Frauen alle notwendigen Heilbehandlungen und medizinischen Untersuchungen gewährleistet werden.

Als die Notärztin am 16. 12. in der gynäkologischen Abteilung des Vinzenz-Krankenhauses anrief, verwies die Klinik sie auf die ASS-Krankenhäuser, da das Haus weder technisch in der Lage war, die forensische Spurensicherung durchzuführen, noch dazu von Seiten des Trägervereins die Befugnis hatte. Wenn die Patientin ins Vinzenz-Hospital für eine gynäkologische Untersuchung aufgenommen worden wäre, hätte sie anschließend noch einmal die Prozedur in einem ASS-Krankenhaus über sich ergehen lassen müssen. Vor dieser unnötigen Doppeluntersuchung wollte die Klinik die Patientin verschonen – so der Klinik-Direktor Prof. Dr. Dietmar Pennig in der WDR-Sendung ‚Lokalzeit’ am 22. 1. 2013.

Die telefonisch kontaktierte Klinikärztin von St. Vinzenz handelte also korrekt, als sie der Notfallärztin mitteilte, dass das Vinzenz-Hospital nicht die richtige Anlaufstelle für eine forensische Spurensicherungsuntersuchung sei und auf die zuständigen ASS-Krankenhäuser verwies. Sie gab allerdings eine mehrfach falsche Begründung dazu ab, dass das Haus auch aus ethischen Gründen keine eigene Behandlung vornehmen dürfte. Diese Aussagen – auch von einer zweiten Klinik gleichen Trägers – entsprachen nicht den Richtlinien der katholischen Krankenhausträger (s.o.).

Die Notfallärztin hat sich später den Medien gegenüber empört zu der sinnvollen Überweisung der Patientin in ein ASS-Krankenhaus geäußert. Möglicherweise wollte sie damit ablenken von der eigenen Vernachlässigung ihrer Dienstpflicht, nach der sie sich über die aktuellen ASS-Krankenhäuser hätte informieren müssen. Die entsprechende Sachlage war und ist auf der Homepage der Stadt Köln erläutert.

Zu ergänzen ist: Die Hälfte aller Notfallpatienten im Bundesland Nordrhein-Westfalen werden in Einrichtungen mit katholischer Trägerschaft behandelt. Da stellt sich dem unbefangenen Betrachter die Frage: Wo ist in dieser transparenten, schlüssigen und gesetzeskonformen Konstellation ein Skandal zu entdecken? Wo besteht ein Ansatz zur Empörung?

II. Der Kölner Stadtanzeiger löste ein Medienrascheln im Blätterwald aus

Am 16. 1. 2013 publizierte der Kölner Stadtanzeigers über diese Vorfälle einen skandalisierenden Artikel. Der Beitrag stützte sich allein auf die subjektive Sicht und Bewertung der behandelnden Notfallärztin. Ein seriöser Journalist würde die vagen Mitteilungen und gewagten Thesen der Notärztin gegenprüfen – etwa im Kontakt mit den Gynäkologen des Vinzenz-Hospitals und der Klinikleitung. Nicht so der KStA-Redakteur, der die Kontroll-Recherche offensichtlich vermied, um seinen Skandal-Ansatz zu retten. Auch bei der Darstellung ging der Kölner Redakteur mit unlauteren journalistischen Methoden vor. Er stellte eine ungeprüfte These als Tatsachenbehauptung sogar in die Überschrift: „Kirche setzt Ärzte unter Druck“.

Weitere Fehler im Artikel des Kölner Stadtanzeigers:

• Gleich der erste Satz ist eine Falschbehauptung, die im Widerspruch zur Klinik-Richtlinie steht (s. o.): „Katholische Krankenhäuser dürfen Vergewaltigungsopfer nicht über die Pille danach aufklären.“

• Unsinnig ist auch die Behauptung, das angebliche Beratungsverbot zur Pille danach sei der Grund für die Nichtdurchführung der forensischen ASS-Untersuchung.

• Ebenfalls ist nicht zutreffend, dass die Ethik-Kommission sich in dieser Frage mit Joachim Kardinal Meisner „zusammengesetzt“ hätte.

• Falsch ist die These: „Beweissicherung und gynäkologische Untersuchung seien unter Androhung der fristlosen Kündigung untersagt.“

• Schließlich entspricht es nicht den Tatsachen, dass einer Klinik-Ärztin „wegen des Übergehens dieser Dienstanweisung bereits gekündigt worden“ sei. Zum einen gibt es die Dienstanweisung in dieser Form gar nicht, zum andern korrigierte der Klinik-Direktor die Kündigungsthese in der WDR-Sendung „Lokalzeit“ vom 22. 1.


Bei den Medienberichten der nächsten Tage, die auf den KStA-Artikel aufbauten, zog keiner der Journalisten die Ursprungsthesen und –behauptungen in Zweifel oder überprüft sie. Im Gegenteil fügten die folgenden Medienberichte noch weitere Verzerrungen hinzu: Aus dem Telefonkontakt von zwei Ärztinnen und dem Verweis auf andere Zuständigkeiten konstruierte man ein Hilfe-Verweigerungsdrama: „Katholische Krankenhäuser lehnen Vergewaltigungsopfer ab“ (Tagesspiegel’ am 17. 1.); „Katholische Ärzte weisen Vergewaltigte ab“ (Mitteldeutsche Zeitung) – so als wenn das Opfer mit der Notärztin vor den Türen katholische Kliniken gestanden hätte und gnadenlos abgewiesen worden wäre. Zu dieser Leser-Manipulation gehört auch die dramatisierende Phantasie-Schilderung, dass die Patientin „aufgelöst, mit verschmutzter Straßenkleidung, seelisch verletzt, erschüttert, weinend, vermutlich betäubt und vergewaltigt“ dagestanden hätte.

Als der SPIEGEL am Tag danach die Skandalgeschichte aufkochte, da spritzten die Fett-Wörter der Überschrift gleich bis in den Himmel: „Abweisung in Gottes Namen“.

Mit den Sekundär-Berichten breiteten sich die primären Lügen und Falschbehauptungen potenziert aus. Bei der dritten und vierten Berichtswelle wurden die Kommentare von inkompetenten Nicht-Wissern abgeladen: SPD-Kirchenbeauftragte Kerstin Griese warf den beiden Klinken „unterlassene Hilfeleistung“ vor. Der Katholikenausschuss in Köln nahm die Witterung einer „Atmosphäre der Angst“ auf, die er „im Umgang mit Opfern sexueller Gewalt“ zu erschnuppern glaubte. Frau MdB Ursula Heinen-Esser (CDU) fand den Skandal geradezu „skandalös, dass der Frau die Untersuchung verweigert wurde“.

Schließlich kamen die Ideologen zu Wort, die die künstlich erzeugte Empörung über einen angeblichen Skandal auf ihre Mühlen umleiten wollten: Die Grünen im Bundestag forderten als Konsequenz aus dem Kölner Vorfall, das kirchliche Arbeitsrecht auf den Prüfstand zu stellen. Der Beratungs- und Abtreibungsverband ‚pro familia’ meinte schlitzohrig, „die Pille danach sei gar keine ‚Abbruchmethode’, sondern eine ‚Nachverhütung’“. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert forderte die Rezeptfreiheit für die Pille danach. Die NRW-Landesvorsitzende vom Beratungsscheinverband „Donum vitae“ stichelte: „Die rigide Haltung der katholischen Kirche zur Pille danach könne sie nicht nachvollziehen.“ (Dazu ein Blogger: Das ist doch einfach nachvollziehbar, denn die Pille danach beendet beginnendes Leben. Das ist jedenfalls die aktuelle Einschätzung und auch medizinisch begründbar.)

III. Gnadenloses TV-Tribunal gegen die Kirche in der Sendung ‚Günther Jauch’

Mehr als zwei Wochen nach den ersten Presse-Berichten griff Günther Jauch in seiner Sonntagabendsendung vom 3. Februar 2013 das von den Medien verzerrte Thema auf. In seinem Einleitungsstatement bezog sich der Moderator ausdrücklich auf das Medienereignis ‚Kölner Klinik-Skandal’, indem er auf die entsprechenden „Schlagzeilen“ (gegen die Kirche) hinwies. Wer aber erwartet hatte, dass der öffentlich-rechtliche Sender eine kritische Sichtung der einseitigen Medien-Darstellung vorgenommen hätte, sah sich getäuscht. Es wurde nicht einmal eine sachliche Erörterung der Vorfälle geboten. Die ARD-Sendung setzte die bisherige Mediendarstellung im Boulevard-Stil fort.

Der Titel „In Gottes Namen…“ war vom SPIEGEL übernommen. Der zweite Teil der Titelzeile „…wie gnadenlos ist der Konzern Kirche?“ zeigte die Richtung an, wie man vorgehen wollte: Es sollte nicht das Pro und Kontra erörtert werden, ob oder inwieweit die Kirche vereinzelt gnadenlos vorgehen würde. Der Sendungstitel vermittelte den Eindruck, dass das Vor-Urteil über kirchliche Gnadenlosigkeit schon vor der Sendung gesprochen war. Die Talk-Show sollte sich laut Titel nur noch um das ‚Wie?’ drehen, also um den Grad der vermeintlichen Gnadenlosigkeit der Kirche. Die Sendung schien zu einem Medien-Tribunal gegen die Kirche angelegt zu sein. In diesem Sinne war die Jauch-Sendung zugleich Höhepunkt und Abschluss der vorhergehenden Medienkampagne, die die Kirche in ihrer angeblichen Herzlosigkeit und Hilfeverweigerung schon ausführlich plattgetreten hatte.

Als Kronzeugin der Anklage gegen die Kirche wurde zu Beginn der Sendung wieder die Notfall-Ärztin aufgeboten, die am 16. 12. 2012 die mutmaßlich Vergewaltigte erstbetreut hatte. In den Kernaussagen war die bei Jauch erzählte Geschichte der Ärztin identisch mit dem Zeitungsartikel des Kölner Stadtanzeigers vom 16. 1. Aber ein Filmbericht kann noch eine ganz andere Suggestionswirkung entfalten: Indem die Notfallärztin Sachaussagen mit emotionaler Betroffenheit und persönlichen Wertungen vermischte, wurden die Zuschauer von vornherein distanzlos und unreflektiert für eine Empörungshaltung gegen die vermeintlich gnadenlose Kirche vereinnahmt – beziehungsweise dahingehend manipuliert.
Während man dem KStA-Journalisten mangelnde Kontroll-Recherche vorwerfen muss, war beim Sendetermin knapp drei Wochen nach der Erstveröffentlichung schon durch die Medien selbst bekannt, dass die Version der Notärztin nach Aussagen, Folgerungen und Wertungen in verschiedenen Punkten nicht der Wirklichkeit entsprach. Günther Jauch und seine Redaktion machten sich aber nicht die pflichtmäßige Mühe, die tatsächlichen Hintergründe des Vorfalls zu recherchieren – etwa das System und die Kliniken der „Anonymen Spuren-Sicherung“ (ASS). Nicht einmal die einschlägigen Berichte in den Medien nahm Jauch zur Kenntnis – z. B. das aufschlussreiche Interview im WDR mit dem Direktor des betroffenen Vinzenz-Krankenhauses. Offensichtlich wurden diese kritischen Medien-Informationen von der ARD-Redaktion gezielt ausgeblendet, weil sie nicht ins einseitige Anklage-Konzept der Sendung passten.

Der Moderator konnte oder wollte anscheinend nicht nachfragen, als die Notärztin „erschüttert und fassungslos“ von dem damaligen Telefongespräch mit der Klinik-Ärztin erzählte. Auch ihre Wertungen mit den üblichen Empörungsformeln wie „menschenunwürdig“ und „diskriminierend“ konnte sie unhinterfragt dem Millionenpublikum ins Gemüt setzen. Ebenso ließ Jauch die Stimmungsmache der Medizinerin gegen die Kirche mit dem pauschalen „Gefühl wie im Mittelalter“ auf die Zuschauer einwirken. Schließlich verstieg sich die Ärztin zu subjektiven Spekulationen und Folgerungen über die Gefühlslage der Ärztin am anderen Ende der Leitung: „Die Kollegin war sehr unsicher. Ich hatte das Gefühl, sie hätte gerne die Untersuchung durchgeführt. Sie sah sich aber in der Bredouille, da von Arbeitsgeberseite die Untersuchungen verboten waren. Sie hatte wohl auch Angst um ihren Arbeitsplatz.“ Zum Zeitpunkt der Sendung war eindeutig erwiesen, dass die eingeschlossene Tatsachenbehauptung - „Von Arbeitgeberseite waren die Untersuchungen (nach Vergewaltigungen) verboten“ – falsch war bzw. nicht den Klinikrichtlinien entsprach. Es wäre die Pflicht eines seriösen und unabhängigen Moderators gewesen, auf diesen Widerspruch hinzuweisen bzw. das Publikum über die falschen Tatsachenbehauptungen aufzuklären.

So wurde die Sendung zu einem niederträchtigen TV-Tribunal im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auf dem Niveau der Boulevard-Medien. Es ist schier unglaublich, dass Günther Jauch auf der Basis einer Einzelerfahrung, die im Stil einer dramatisierten Emotionsgeschichte nach dem Muster der Boulevard-Medien vorgeführt wurde, ernsthaft das gesellschaftliches Konflikt-Thema ‚ärztliche Behandlung von Vergewaltigten’ debattieren wollte.

Aber Jauch vernachlässigte nicht nur seine journalistische Pflicht zum kritischen Nachfragen zu der unstimmigen Erzählung der Notärztin sowie den Umständen des Vorfalls. Der Moderator verfestigte sogar die vorurteilsbehaften Folgerungen der Interviewten, indem er ihr eine unzulässige – in diesem Fall erwiesen falsche – Verallgemeinerung in den Mund legte: „Weil zwei Kliniken identisch reagieren, spricht das nach Ihrer Meinung für eine klare Weisung von oben, hier generell so zu handeln?“

Die Jauch-Sendung führte hier vor Millionen Zuschauern ein falsches Spiel auf: Die Talkschau-Redaktion musste aus mehreren Zeitungsveröffentlichungen schon einen Tag nach dem KStA-Artikel wissen, dass es von Seiten des Erzbistums Köln „keine einheitliche Richtlinien über den Umgang mit Vergewaltigungsopfern in kirchlichen Häuser“ (KNA vom 17. 1.) gab und gibt. Die ethischen Weisungen der beiden betroffenen Krankenhäuser dagegen enthalten genau das Gegenteil von dem, was Jauch mit seiner Suggestivfrage aus der Notärztin herauskitzeln wollte: Die hauseigene Handlungsempfehlung der kath. Krankenhäuser sieht neben den notwendigen gynäkologischen Untersuchungen und entsprechenden Heilbehandlungen auch eine weitere Beratung über die Pille danach vor, wenn es die Patientin wünscht. Die ‚klare Weisung’ von Seiten der Krankenhausleitung bestand also darin, gerade nicht so zu reagieren, wie die beiden von der Notfallärztin kontaktierten Klinik-Kolleginnen ihre Absage begründeten – und das konnte und musste die Jauch-Redaktion auch wissen. Denn die bestehende Weisung der Klinik bestätigte auch das nordrhein-westfälische Sozialministerium laut dpa-Meldung vom 23. 1.: „Der Krankenhausträger konnte zwischenzeitlich unter anderem durch Vorlage einer internen ethischen Bewertung vom 7. November 2012 deutlich machen, dass die Ablehnung der Aufnahme der Frau auch dem Selbstverständnis des Trägers widerspricht.“ Es gab also eine ‚klare Weisung von oben’, in solchen Fällen ‚generell nicht so zu handeln’, wie die beiden kontaktierten Klinik-Ärztinnen es taten.

Aus den Medienberichten über die ethische Richtlinie der Klinik wie auch aus den verschiedenen Darstellungen von kirchlichem und klinischen Leitungspersonen geht eindeutig hervor, dass die beiden telefonischen Abweisungen von Untersuchungen auf fehlerhafte Entscheidungen von Einzelpersonen in den Kliniken zurückgingen, die entgegen den bestehenden Weisungen der Klinikleitung handelten. Diese Einzelfälle eigneten sich also nicht für eine Verallgemeinerung und erst recht nicht für eine Skandalisierung der Kirche.

Doch genau zu diesem Skandalisierungszweck war die Notfallärztin offensichtlich in die Sendung eingeladen worden. Da man aber aus erwiesenen Ausnahmefällen oder Zuwiderhandeln von Einzelpersonen keinen Strick gegen die Institution Kirche und Kirchenleitung drehen kann, musste man die Sache anders hindeichseln. Die Jauch-Redaktion ignorierte einfach die Medien-Meldungen zur Entlastung der Kirche und insistierte auf die unzulässige Verallgemeinerung der beiden Ausnahmefälle, vorgetragen durch die Notfallärztin und verstärkt durch die Suggestiv-Frage von Jauch.

Mit dem suggestiven Vorhalt in scheinkritischen Frageform wurde also eine Falschaussage in den Raum gestellt. Da die Jauch-Redaktion aus den Medien offenbar wusste, dass die Notfallärztin den Verallgemeinerungsverdacht schon mehrfach geäußert hatte, wurde der Kronzeugin die Rolle zugeteilt, die anklagende Behauptung gegen die „mittelalterliche“ Kirche zu wiederholen. Es entlastet die Redaktion nicht, dass die Ärztin gegenüber dieser suggestiven Gesprächsregie auswich, indem sie die angeblich „klaren Weisungen von oben“ nicht bestätigte, sondern nur die vage Vermutung murmelte, dass hinter den Einzelfällen „mehr stecken“ könnte.

Die Gesprächsstrategie des Moderators, mit der Verallgemeinerungsfrage an die Ärztin die Gnadenlosigkeit der Institution Kirche darzustellen, war im Grund gescheitert, als die Notärztin seine Suggestiv-Frage nicht bestätigte. Doch kaum ein Zuschauer wird’s gemerkt haben. Denn die breite Fall-Darstellung mit emotionalisierten Betroffenheitsworten und Empörungsgesten hatte bei den Zuschauern schon seine Zielwirkung getan - Stimmung gegen die Kirche zu machen.

IV. Niederträchtige Gesprächsstrategie - zweiter Teil

Somit konnte sich Jauch den Gästen der Gesprächsrunde zuwenden. Mit Martin Lohmann und Prälat Peter Neher waren zwei kirchennahe Personen eingeladen, denen drei kirchendistanzierte Gesprächsgegner gegenübersaßen. Der Caritas-Direktor Neher, zu den vorgespielten Kölner Vorfällen befragt, konnte nichts Konkretes zur Aufklärung beitragen und erging sich in Allgemeinaussagen. Der Prälat aus Freiburg kannte offensichtlich die Kölner Verhältnisse nicht und war auch nicht mit den anschließenden Medienberichten vertraut. Da stellt sich die Frage: Warum hatte die Jauch-Redaktion nicht den Klinik-Direktor oder ein Vertreter des Kölner Kardinals eingeladen, die mit Kenntnissen über die Klinik-Richtlinien, ASS-Untersuchungen und der Notfallpraxis in Krankenhäusern diesen Konfliktfall sachlich und präzise hätten aufklären sowie die Aussagen und Spekulationen der Notfallärztin richtig stellen können? Auch bei diesem Punkt kommt wieder der Verdacht auf, dass die Redaktion anscheinend kein Interesse an einer sachgerechten Aufklärung der Vorfälle hatte und daher jemand einlud, der mit der Situation in Köln nicht vertraut war und daher diese Aufklärung im engeren Sinne nicht leisten konnte.

Dem zweiten Gesprächspartner aus dem kirchlichen Bereich, Martin Lohmann, Direktor eines katholischen Senders, wurde die Rolle des „Fundamentalkatholiken“ – so der SPIEGEL – zugewiesen. Lohmann ging in mehreren gut begründeten Beiträgen auf das weitere Thema im Zusammenhang mit den Klinik-Vorfällen ein – die sogenannte ‚Pille danach’. Er wies darauf hin, dass die Erklärung von Kardinal Meisner zur Vergabe der Pille danach bei Vergewaltigungen moraltheologisch korrekt, aber praktisch Verwirrung stifte, da es die rein verhütend wirkende Pille nicht gebe. In dieser Einschätzung wurde Lohmann später vom Frauenarzt Werner Harlfinger, Verbandsvorsitzender der rheinland-pfälzischen Gynäkologen, bestätigt. Lohmann verteidigte das vorrangige Grundrecht auf Leben der Ungeborenen von Anfang an und auch bei Vergewaltigungen.

Da Lohmann auf seinem Argumentationsniveau keinen echten Widerpart in der Gesprächsrunde hatte, so glaubte anscheinend der unparteiische Moderator, diesen parteiischen Gegen-Part übernehmen zu müssen. Jauch brachte ein Extrembeispiel als Totschlagargument gegen Lohmann in Stellung: Ob der nach einer Vergewaltigung seiner 13jährigen (!) Tochter wirklich die ‚Pille danach’ verweigern würde?

Dieser Beitrag des Moderators war in mehrfacher Hinsicht ein journalistischer Fauxpas:

• Bei einer Streitfrage im Gesprächsforum (‚Ist es erlaubt, nach einer Vergewaltigung ein Medikament mit möglicherweise Abtreibungswirkung zu verschreiben?’) sollte ein Moderator nicht Partei ergreifen für eine Seite, was Jauch jedoch ausdrücklich tat.

• Bei seiner Gegenrede zu Lohmann setzte Jauch nicht Sachargumente ein, sondern versuchte mit einem Hinweis auf die Privatsphäre seines Talkshow-Gastes diesen zu düpieren.

• Jauchs parteinehmende Stellungnahme, wonach die Verabreichung der ‚Pille danach’ bedenkenlos zu gewährleisten sei, geht nicht mit der deutschen Gesetzeslage konform, nach der eine Abtreibung oder Abtreibungspille nur nach ausdrücklicher ärztlicher Indikation und nur bei festgestellter Vergewaltigung verschrieben werden darf (§219 StGB).

• Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Oktober 2010 ist dem Embryo vom ersten Tag seiner Existenz Menschenwürde zu eigen – und damit das Recht auf Leben. Von einem seriösen Moderator im Öffentlich-rechtlichen Fernsehen sollte man erwarten, dass er in der entsprechenden Problemerörterung auf diesen einschlägigen Rechtstatbestand hinweist – statt sich zum Verfechter von Medikamenten mit möglicher Abtreibungswirkung zu machen.

Aus der medienkritischen Analyse der am 3. 2. 2013 ausgestrahlten Sendung ‚Günther Jauch’ mit dem Titel: „In Gottes Namen – wie gnadenlos ist der Konzern Kirche?“ ergibt sich, dass der für die Sendung verantwortlich ARD-Journalist Günter Jauch mehrfach gegen die ARD-Leitlinien 2013/14 verstoßen hat, insbesondere gegen die ‚maßgeblichen Qualitätskriterien des Genre Information’: Danach sind die Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu einer „unabhängigen Berichterstattung in Ausgewogenheit und Unparteilichkeit“ verpflichtet.

In der betreffenden Sendung war aber von ausgewogener Berichterstattung nichts zu spüren – in dem Sinne, dass neben den Meinungen und Anklagen der Ärztin auch ‚die andere Seite’ gehört wurde bzw. zur Sprache gebracht worden wäre, also die Klinikleitung und Vertreter des Kölner Kardinals. Von den geforderten Kriterien wie „investigative Recherche“, „journalistische Eigenleistung“ oder gar „Darlegung von Hintergründen“ trat in der Sendung ebenfalls nichts zu Tage – im Gegenteil: Die Jauch-Redaktion hat offensichtlich nicht einmal alle relevanten Pressemeldungen zur Kenntnis genommen, sondern in einseitiger Weise nur diejenigen berücksichtigt, die die Erstversion des Kölner Stadtanzeigers bzw. der Notfallärztin stützten. Die Redaktion machte sich auch nicht die pflichtmäßige Mühe, die tatsächlichen Hintergründe des Vorfalls zu recherchieren – etwa das System und die Kliniken der „Anonymen Spuren-Sicherung“ (ASS) bei Vergewaltigungen. Im Ergebnis können der Recherche zu dem Vorgang weder „Professionalität“ bescheinigt werden, noch in der Darstellung des Vorfalls „Richtigkeit“.

Zu der Gesprächsrunde ist festzustellen, dass der Moderator Jauch in eklatanter Weise gegen „journalistische Fairness“ (und Anstand) verstoßen hat, als er seinen Talkshow-Gast Martin Lohmann vor einem Millionenpublikum düpierte: Statt Sachargumente für seine Meinung vorzutragen, stellte der Moderator seinen Gast bloß, indem er ihn mit der Privatsphären-Konstellation ‚Vergewaltigung dessen 13jähriger Tochter’ und ‚väterliche Entscheidung’ konfrontierte.

Auch die Suggestiv-Fragen an die Notfallärztin entsprechen nicht einer professionellen Fragestellung bzw. Erörterung eines Themas.
Als Resümee dieser Darstellung ergibt sich folgende Einschätzung zu dieser Talkshow von Günther Jauch zu Vorfällen und Themen im kirchlichen Bereich:

Die Form der Gesprächsrunde täuschte eine ‚harte, aber faire’ Themenerörterung vor, bei der Jauch als unparteiischer Moderator zwischen den gleich verteilten Pro- und Kontra-Teilnehmern eine ergebnisoffene Debatte simulieren würde. In Wirklichkeit wurden mit den beiden emotionalisierenden Eingangsbeiträgen (Film und Gespräch mit der Notfallärztin) die vorverurteilende Stimmungsfront für die folgende Gäste-Diskussion so eingerichtet, dass die Kirche bzw. Kirchenvertreter sich wie bei einem Medientribunal auf der Anklageseite wiederfanden und die Würdigung ihrer Argumentationen bei dem auf diese Weise vor-eingenommenen Zuschauer-Publikum keine faire Chancen hatte.


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Lesermeinungen

 harryfrank37 21. Jänner 2014 

@ Kimusi

An @ Victor: Glauben Sie, dass es i Sinne des HL. Vaters ist, wenn Sie ständig über unsere Bischöfe herziehen? Ich finde das nur abstossend - Zitat-Ende
Lesen Sie einmal die Pastoralregel Papst Gregor des Großen. Darin heißt es, dass die Gläubigen verpflichtet sind ihre Vorsteher zu kritisieren wenn diese die Offenbarung bzw. die Lehre der Kirche nicht richtig verkünden, denn wenn man ihnen in so einem Fall zustimmen würde, würden diese mehr als hochmütig. Und auch Bischöfe sind Vorsteher. Also ist berechtigte Kritik bei Verstößen gegen Offenbarung bzw. Lehre der Kirche nicht nur zulässig sondern erforderlich.


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 Prophylaxe 20. Jänner 2014 
 

was man tun kann ?

GEZ- Verblödungsmüll nicht einschalten ( Jauch kassiert jährlich Millionen Euro von mehreren Milliarden, die den Bürgern Zwangsweise abkassiert werden zum sog. Informationsauftrag der Öffentlich- Rechtlichen ). Das hindert ihn freilich nicht, zu Millionenbauten in Limburg auf Skandal zu machen. Wäre er kein Systemling, käme er nicht ins Öffentlich- rechtliche und schon gar nicht sonntags um 21.45 Uhr.
Zweitens, alle Zeitungen, die diesen Skandalisierungs- Schrott wie der Kölner Stadtanzeiger mitmache, abbestellen.
Drittens,katholische Magazine und sonstige Zeitungen ( Leserbriefe ) auffordern, Richtigstellungen wie hier zu drucken. Ich glaube, unser Bistumsblättchen hätte dazu gar nicht den Mut.


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 Randolf 20. Jänner 2014 
 

@Kimusi

Was heißt denn über Bischöfe herziehen ? Bischöfe, die Meinungen vertreten, die nicht auf der Linie der Kirche liegen, sind selbstverständlich zu kritisieren. Die Zeiten, in denen Kirchenobere von Kritik Gläubiger auszunehmen waren, sind doch passe. Der im Übrigen gerügte Ausdruck ist in der Tat völlig unpassend.Das stimmt.


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 Kimusi 20. Jänner 2014 

@Victor

Ich hoffe, dass Sie nur einfach nicht wissen, was Sie geschrieben haben. "Den Löffel abgeben" bedeutet zu sterben.
Dies wünschen Sie doch hoffentlich nicht den Bischöfen. Glauben Sie, dass es i Sinne des HL. Vaters ist, wenn Sie ständig über unsere Bischöfe herziehen? Ich finde das nur abstossend.


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 speedy 18. Jänner 2014 
 

ich halte von allen gutmenschen sehr wenig.
das die medienkampagne in Köln stattfand ist kaum verwunderlich, gibt es doch in Köln eine grosse Loge,
ich dachte zwar die Freimaurer hätten ausgedient, aber scheinbar treiben sie noch immer überall ihr Unwesen


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 Victor 16. Jänner 2014 
 

Ein anderer Punkt

@Martin Lohmann betrifft naturgemäß die Frage der Örtlichkeit für die Schmutzkampagne.
Es liegt offen auf der Hand, daß man sich Köln aussuchte und nicht Mainz, Freiburg, Trier usw.
Man wollte also ganz gezielt den guten Herrn Kardinal Meisner beschädigen und indirekt sicherlich auch noch den Papst.

Das allerdings ist den Bösen nicht mehr gelungen. Konsequenterweise suchte man sich in Bischof Tebartz van Elst ein neues Opfer aus. Man könnte sich kringeln, wenns nicht ernst wäre. Diese armen Irren!


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 Martin Lohmann 16. Jänner 2014 
 

Was sind die (Berater)Hintergründe?

Vielleicht sollte man bei Gelegenheit auch mal fragen, wer zum Beispiel den Kölner Kardinal in dieser Angelegenheit genau so wie geschehen beraten hat - und aus welchen Gründen, aus welchem (eigenen?) Interesse, warum? Denn Kardinal Meisner war eigentlich in Fragen des Lebensschutzes stets klar und deutlich, wofür man ihm persönlich dankbar sein sollte und kann. Wurde er eventuell nicht ganz glücklich und gut beraten?


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 bellis 16. Jänner 2014 

eigentliches Ziel dieser Medienkampagne

Ich habe den Verdacht, dass die Kampagne bewusst inszeniert, zumindest aber instrumentalisert wurde - die "pille danach" sollte rezeptfrei werden. Dies wurde schon lange von Lobbyisten und bestimmten Politikern betrieben. Der Bundesrat hatte bisher nicht mitgespielt, dieser sollte unter Druck gesetzt werden. Nach dieser Kampagne griffen NRW und Baden-Württemberg das Thema vehement auf, in BW übrigen ist die grüne Ministerin Dozentin an der katholischen Fachhochschule in Freiburg, traurig, nicht? Jetzt hat der Bundesrat zugestimmt, die "Pille danach" wird ohne Altersbegrenzung rezeptfrei, es darf Werbung gemacht werden; die Bravo greift das bestimmt gleich auf und "pro familia" wird es in den Schulen verkünden. Bezahlt werden soll sie zumindest bis zum 18 Lebensjahr von den Krankenkassen, wir müssen den Tod zwangsfinanzieren. In den USA wehren sich Christen dagegen, die Deutschen sitzen vor dem Verblödungsfernsehen und interessieren sich für nichts. Wacht endlich auf!!!!


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 jacinta maria 15. Jänner 2014 
 

Medienkampagne

Das einzig positive daran, dass immer die römisch-katholische Kirche angegriffen wird, ist, dass es beweist, dass sie die wahre Kirche Jesu Christi ist.
Die einzige Institution in Deutschland, die die Missbrauchsfälle aufgearbeitet hat, ist die katholische Kirche. Wann arbeitet die evangelische Kirche die Missbrauchsfälle auf? Wann der Deutsche Sportbund? Die Odenwaldschule, die Grünen und die Missbrauchsfälle der Homosexuellen u. a. m.? Anscheinend hat kein Mensch Interesse daran, dass dies geschieht.


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 Victor 15. Jänner 2014 
 

Glaubenslose Hirten und Anpassler weithin

Die Medien haben es bei uns wirklich verdammmt einfach, ihre Desinformationen zu streuen und immer wieder der Kirche oder der sog. Amtskirche den Schwarzen Peter zu zeigen. Das ist den Bischöfen und Gremienleuten aber egal und sogar vollkommen recht. Denn sie hassen im Innern Christus, den Papst (egal wer) und Seine Kirche.
Wann wird endlich die Königssteiner Erklärung von den Bischöfen mannhaft zurückgenommen? Nie und nimmer. Sie bringen nicht mal die Änderung "für die Vielen" bei der Wandlung fertig.
Mit der verwunschenen Königssteiner Erklärung begann doch bereits das ganze Theater.
Wer sich nicht geistig orientiert, auf Gott schaut, wird immer wieder und wieder vorgeführt werden können. Und ein wenig das ist auch eigentlich gut so.
Aber sie lernen nichts, weil sie nur Verwalter sind und mit der Welt konform gehen.
Würde BK Merkel und die Parteien ihnen Beine machen, dann würden sie spuren.
Mit anderen Worten: sie taugen nicht viel und sollten endlich den Löffel abgeben.


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 Herbert Klupp 15. Jänner 2014 
 

Bewundernswert ...

... wie präzise Herr Rothenberger diesen Skandal aus der zeitlichen Distanz heraus übersichtlich rekonstruiert hat. DANKE !

Natürlich wissen "wir" alle, daß auch dieser Skandal im Kern darin besteht, daß eine geplante, unfaire und verleumderische Attacke auf die Kirche gestartet wurde, und ganz breit von allen öffentlich-rechtlichen Medien durchdekliniert wurde. Jederzeit spürbar war die Häme und die Lust, mit der sie die Kirche anklagen konnten.

WAS TUN ?
Vielleicht lohnt es sich, auf Differenzen zwischen den anklagenden Medien zu achten. Mein Eindruck damals war, daß allein der Deutschlandfunk etwas mehr Neutralität bewahrt hatte.

Wäre es daher eine gute Idee, dort einen Ansprechpartner zu suchen ( bspw den Intendanten ) und die obige Analyse dort einzubringen - mit der Bitte, das als "Fallbeispiel" einmal gegenüber den anderen Öffentlich-rechtlichen zu kommunizieren ?


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 wännä 15. Jänner 2014 
 

Um der Wahrheit willen

@Christa Dr.ILLERA: Wie können wir uns wehren?
Mal ein paar ganz praktische Tipps von einem, der sich mit dem Thema auskennt:
Zunächst: Jesus hat sich alles gefallen lassen. Gut. Die Kirche lässt sich alles gefallen. Nicht gut, denn wenn wir nichts für die Wahrheit tun, wird man uns gnadenlos weiterhin mit Dreck bewerfen. Das entmutigt uns und gibt den anderen Auftrieb. Nicht zurückschlagen, die Kirche sollte sich wehren um der Wahrheit willen.
Die obige Dokumentation sollte von einer autorisierten Persönlichkeit zur Bewertung und als Beschwerde an den Deutschen Presserat gehen. Verfolgen, was passiert!
Zeitnah hätte von der ARD die Veröffentlichtung einer Gegendarstellung verlangt werden müssen. Man braucht dazu u. U. einen im Presserecht versierten Anwalt, aber der sollte sich finden lassen.
Wenn alle Fakten, die eine Story relativieren oder als Fake entlarven, zusammengestellt sind, sollte von autorisierten Vertretern der Kirche eine Pressekonferenz veranstaltet werden.


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 Suarez 15. Jänner 2014 

Professionelle Propaganda

Presse und Fernsehen sind zu Werkzeuge der Propaganda einer Ideologie geworden, die ganz eindeutig darauf abzielt, das Denken der Menschen radikal gleichzuschalten. Da die katholische Kirche dieser Ideologie die Wahrheit des christlichen Glaubens entgegenstellt, wird sie zur Hauptzielscheibe des dumpfen Hasses vieler Medienschaffenden, die sich als Vorreiter des Zeitgeistes verstehen. Der Anspruch auf Seriosität in der Berichterstattung wurde zugunsten des ideologischen Kampf längst über Bord geworfen. Die Lüge ist im heutigen Journalismus fest verwurzelt und die Rezipienten der Medien erwarten gar nicht mehr, objektiv informiert zu werden, sondern wollen lediglich ihr Vorurteil bestätigt sehen. Es nimmt daher nicht Wunder, dass auch der angebliche Skandal um die Abweisungen einer Patientin durch zwei katholische Kliniken kein Skandal war, sondern nur geschickt inszeniert wurde. Nach dem Prinzip, steter Tropfen höhlt den Stein, malen weiter die Mühlen der Propaganda.


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 Christa Dr.ILLERA 15. Jänner 2014 
 

@sttn und @Martin Lohmann

Und wie können wir uns gegen so ewas wehren?
Das ist die eigentlich wichtige Frage.

Stimme mit Ihnen @sttn voll überein.

Daher die nächste Frage darf ich an Sie, Herr Lohmann, richten: wo oder warum nicht werden die Richtigstellungen/Ihre Darstellungen nicht veröffentlicht? Es kann doch nicht sein, dass die Kirche und/oder einflußreiche röm.kath.Bürger/Gläubige keinen Zugang zu irgendwelchen Medien haben, wo die Sachverhalte richtig und klar mit aussagekräftigen Formulierungen dargestellt werden, natürlich dort, wo man es liest und hinhören muß! Ich glaube, wir sollten uns längst um solche "Plattformen" kümmern und welche schaffen. Denn die Worte unseres Herrn, dass die Kinder der Finsternis klüger sind als die Kinder des Lichts, sollten eine mahnende Aufforderung für uns sein!!! Der Glaube schließt doch die Klugheit nicht aus, um Gottes Willen!!!Wir können doch nicht die Perlen vor die Säue werfen und noch zusehen, wie sie darauf herumtrampeln.Ich erhoffe und warte auf Ihre Antwort!


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 Martin Lohmann 15. Jänner 2014 
 

... die Wahrheit .....

Veritas liberabit vos.

Es war ja auch mehr als seltsam, dass diejenigen, die sich an der Wahrheit orientierten und souverän wie unbeirrt einfach nur richtige Fragen stellten (was doch eigentlich keine Frechheit ist, oder?), selbst aus der Kirche heraus perfide beschimpft und verunglimpft wurden! Ignoranz? Dummheit? Absicht?

Nun ja. Es ist gut, wenn jetzt rauskommt, dass die ganze Sache ein böser Medienskandal war - und leider viele (Kirchen)Leute übel darauf reingefallen sind und die ihnen zugedachten Rollen brav (mit)spielten - was eine letztlich aber eine lebensgefährliche Tragik birgt. Hoffentlich lernen die Verantwortlichen daraus. Bald. Wäre souverän. Und würde dem Leben dienen.


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 Martin Lohmann 15. Jänner 2014 
 

Die Wahrheit wird euch frei machen - und manchen wehtun.

Vielen Dank für diesen notwendigen und allseits aufklärenden Beitrag! Da müssten manche ja sehr nachdenklich werden - hoffentlich.

Bleibt noch zu ergänzen, dass die Notärztin mir gegenüber im Frühstücksraum des Berliner Hotels am Morgen nach der Jauch-Sendung ziemlich verunsichert und erklärungsarm wirkte, als ich sie fragte, ob sie tatsächlich nichts mitbekommen hatte vom Ausstieg der katholischen Krankenhäuser aus dem ASS. Meine Frage, warum sie denn ihre Patientin nacheinander gleich zu zwei katholischen Krankenhäusern schickte, nachdem doch allgemein der Ausstieg dieser Häuser bekannt war, beantwortete sie etwas stotternd und offensichtlich verunsichert mit der Behauptung, das sei ihr völlig unbekannt gewesen. Seltsam, obwohl die Dame ihre Praxis doch gleich nebenan hat! Meine Frage, ob es ihr gegen die katholische Kirche gehe und sie mit dieser womöglich noch eine Rechnung offen habe, verneinte sie - aber so, dass mir das nicht sehr glaubwürdig erschien.


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 Nada 15. Jänner 2014 
 

Hier bin ich HERR, sende mich HERR....

Das Internet spült uns täglich Kübel von Reizthemen in die Wohnstuben. Da könnte man 24h nur am Rechner hocken und sich die Finger wund schreiben. Wo bleibt dann noch Zeit für das not-wendende Gebet? Jeder hat seine Sendung im Reich Gottes und die liegt bei jedermann praktisch vor der Türe, vor den Augen. Briefeschreiben ist da und dort angesagt. Der HERR aber will Frucht sehen bei den SEINEN und da muss man sich handfest den Notlagen der Mitchristen und Nichtchristen annehmen.
Ich stimme Kardinal Meisner zu in seiner Aussage, dass die Kirche für alle, aber nicht für alles da sei. Machen wir uns doch nicht vor, die bezahlten Lohnschreiber in den Medien werden, speziell die katholische Kirche und ihr Lehramt, bis zum Jüngsten Tag in die Pfanne hauen. Die protestantische Seite bleibt weitgehend ungeschoren. Man weiß warum.


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 Marienzweig 15. Jänner 2014 

@Paddel

Ihren Kommentar habe ich mit Freude gelesen.
Sie beschreiben darin sehr gut, wie uns das gute Handeln im eigenen Umfeld froh, dankbar und auch innerlich unabhängiger machen kann.
Dennoch ist es wichtig, aufzupassen, denn Manipulations-Versuche, durch Medien entsprechend befördert, verlangen, dass wir uns dagegen wehren.
Ein erster Schritt dazu ist, dass wir sie als Versuche erkennen.
So können wir sie besser an uns abprallen lassen.

Die Ordensregel des hl.Benedikt hilft auch hier:
"Ora et labora!"
ora - beten und viel positives tun
labora: könnte hier nun auch bedeuten, sich gegenseitig ermutigen und sich zur Wehr setzen;
Leserbriefe, Kommentare zu schreiben, Petitionen zu unterzeichnen, wo es nötig erscheint und vieles andere mehr.
Wir tun es ja nicht für uns, wir tun es für IHN.


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 Victor 15. Jänner 2014 
 

@Kimusi

Da haben Sie mich nicht richtig verstanden. Die Kraft des Gebetes, falls Sie diese Kraft kennen, überwindet selbst Berge des Hochmuts und der Desinformation usw.
Wollen Sie etwa dem Herrn und Erlöser widersprechen?

Das Gebet ist DIE Voraussetzung, um überhaupt geistig in der lage zu sein, sich mit den Attacken der Bösen auseinanderzusetzen und sie zu überwinden. Jesus selbst suchte immer wieder den Kontakt mit dem Vater im Gebet. Ohne das Gebet hätte er sehr wahrscheinlich seine "Mission" nicht erfüllen können. Er hatte es andauernd mit bösen Menschen, ihren Anschuldigungen, den üblen Nachreden, der Hetze, den Wortverdrehungen und ganz konkret mit mit dem Teufel selbst zu tun.

Der hl. Pater Pio sagt(e): "unternehmt nichts, auch nicht die kleinste Sache, ohne euch vorher an Gott zu wenden."
Ein gutes Gebet ist schon 90%. Der Rest geht oft dann wie von alleine.


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 Paddel 15. Jänner 2014 

Apostel der Liebe

Manchmal hat man das Gefühl der Ohnmacht angesichts dieses sich immer wieder holenden Spieles. Gegenüber der Mächtigkeit von Medien und Interessengruppen verschiedenster Zielrichtungen empfinde ich oft Ohnmacht etwas dagegen tun zu können. Sicher, wehren ist wichtig, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mir besser geht ein Licht anzuzünden. Paulus sagt: Ich heilige mich selbst für sie. Das heißt persönliche reale kleine Opfer, Gebet und mit Freude den "säkularen" Menschen den Glauben verkünden. Als ich damit angefangen habe, stellte ich mit erstaunen fest wie fruchtbar diese "Arbeit" wurde und wie offensichtlich Gottes Segen darauf liegt. Wenn die Dunkelheit groß ist, dann zündet ein Licht an. Apostel sein heißt auch sich wehren, aber viel mehr Gutes tun. Es gibt Menschen, die warten darauf, in jedem Dorf. Das bringt Segen und man findet wieder zum inneren Frieden. Dies bedeutet aber auch nicht still zu sein. Die Wahrheit muss trotzdem verkündet werden. Jeder hat seine Sendung.


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 waghäusler 15. Jänner 2014 
 

Die ganze Geschichte von damals stank doch eh bis zum Himmel wie ein Bordell bei Ebbe.
Jeder der die Wahrheit wissen wollte merkte das.
Und natürlich ist Jauch Katholik.Genauso wie "Wir sind Kirche"oder Liebhaber von Kuh-und Kartoffelmessen in Limburg.


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 sttn 15. Jänner 2014 
 

@Kimusi, Victor, thomasunglaublich

Das Problem ist das es nicht ausreicht so etwas hier zu veröffentlichen. Solche Fakten müssen hochgekocht werden.
Denn das geschieht immer wieder und auch nicht nur mit der katholischen Kirche. Die ganze Presse ist voll mit Halbwahrheiten und bewusst schlecht recherchierten Berichten.
Der Limburger Skandal ist ja auch so ein Presse-Skandal, aber wohl auch viele Nahrungsmittelskandale und auch zum Thema Klimawandel gibt es viel Gefaktes.

Aber da die Presse durch die Pressefreiheit und mangelnde Kontrollgremien ungehindert tun kann was sie will, kann man sich nur wehren das man eine Gegenöffentlichkeit erzeugt.
Es gibt sie ja schon, diese Gegenöffentlichkeit. Man sieht es bei Kampagnen wie "ONE OF US" und der Petition in BW. Aber es sind immer noch zu wenig die man erreichen kann.


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 Victor 15. Jänner 2014 
 

Wie wehren? @sttn

Am besten ist immer das Gebet, zu Gott und Maria (etwa ein tägliches Weihegebet) und immer wieder sich und andere segnen. Das macht immun.
Dann befindet man sich wie in einer Schutzhülle.
Die Angriffe kommen zwar von bösen Menschen aus Fleisch und Blut, aber grundsätzlich steckt der Böse dahinter.
Die Angriffe, ob offen und meist auch versteckt, ereignen sich tagtäglich. Man muß sich das nur immer wieder klar machen.
Etliche Bischöfe und Priester machen ja häufig genug das "Spiel" der Medien mit. Das wird ja seit langem beklagt.

Wenn Angriffe kommen: immer dran denken, daß diese unbekannten Schreiber eines Tages vor ihrem Richter stehen werden.
Der Herr Jesus hat die Welt besiegt. Jeder, der glaubt, kann das ein wenig in ähnlicher Weise, denn ER ist mit uns.


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 thomasunglaublich 15. Jänner 2014 
 

Unerträglich!

Herrn Rothenberger gebührt großer Danke für seine fundierte Recherche.
Wir müssen nun lernen, auf solche Vorfälle schneller zu reagieren. Wir müssen fähig werden zur zeitnahen Gegenkampagne.
Und es muß endlich möglich sein, daß solche fachlichen Verfehlungen, wie sie Jauch und seine Redaktion begangen haben, ernsthafte Konsequenzen haben. In anderen Berufen gäbe es für solchen Pfusch eine Abmahnung. Wir Zwangsgebührenzahler können uns zwar beschweren, das bleibt aber folgenlos. Das ist unerträglich. Wer zahlen muß, muß auch mitentscheiden können.
Und wo bleibt die angebrachte Reaktion unseres Medienbischofs Fürst?


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 SpatzInDerHand 15. Jänner 2014 

Herr Motte, wahrscheinlich ist Jauch ungefähr so katholisch wie ZdK-Mitglied Kretschmann,

der in seiner Eigenschaft als Ministerpräsident von Baden-Württemberg Katholiken, die lehramtstreue Positionen verbreiten und deshalb die Petition gegen den Bildungsplan 2015 unterzeichnen, als "religiös imprägniert" bezeichnen kann. Kretschmann wird in der liberalen weltlichen Presse auch ganz gern als "praktizierender Katholik" bezeichnet.


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 Ulrich Motte 15. Jänner 2014 
 

Ist Günter Jauch

nicht römisch-katholisch, Sohn eines römisch-katholisch engagierten Journalisten und ehemaliger Schüler der römisch-katholischen St. Ursula-Privatschule in Berlin?


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 sttn 15. Jänner 2014 
 

Und wie können wir uns gegen so ewas wehren?

Das ist die eigentlich wichtige Frage.


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 Dismas 15. Jänner 2014 

Ich habe damals eine böse Manipulation vermutet...

aber man denkt schon selber, man darf von der Gegenseite nicht immer das Schlimmste denken. Aber leider bewahrheitet sich deren Heimtücke immer wieder. Ja, der Feind ist listig und verschlagen. Und Kardinal Meisner ist eben immer für den Feind und seine irdischen verblendeten Helfer ein Angriffszeile


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