Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  4. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  5. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  6. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  7. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  8. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  9. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  10. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  11. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  12. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  13. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  14. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  15. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang

Christenverfolgung: Fackelzug durch die Wiener Innenstadt

11. Dezember 2013 in Österreich, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


3.000 Teilnehmer bekundeten Solidarität mit verfolgten Christen in aller Welt und protestierten gegen Untätigkeit des Westens - "Christian Solidarity International"-Generalsekretär Kuhn: "Menschenrechte sind nicht teilbar"


Wien (kath.net/KAP) Mit einem Fackelzug durch die Wiener Innenstadt und einem Gottesdienst im Stephansdom haben am Dienstagabend rund 3.000 Teilnehmer gegen die Christenverfolgung in vielen Ländern der Welt und die Untätigkeit des Westens protestiert. Der "Fackelzug" wurde von der Plattform "Solidarität mit verfolgten Christen" getragen. An der Spitze marschierten der Wiener Weihbischof Franz Scharl, der syrisch-orthodoxe Metropolit Mar Eustathios Matta Roham und der syrisch-orthodoxe Chorepiskopos Emanuel Aydin.

"Die Menschenrechte sind nicht teilbar, vor allem nicht das grundlegende Menschenrecht auf Religionsfreiheit", betonte der Generalsekretär der österreichischen Sektion von "Christian Solidarity International" (CSI), Elmar Kuhn. Er erinnerte daran, dass vor 65 Jahren - am 10. Mai 1948 - die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte proklamiert wurde. Trotzdem würden diese Menschenrechte ständig "mit Füßen getreten"; zum Beispiel in Ägypten, wo nach wie vor allwöchentlich minderjährige koptisch-christliche Mädchen entführt, vergewaltigt und zwangsislamisiert werden. "Ohne Religionsfreiheit gibt es keinen Frieden und keinen Wohlstand", betonte Kuhn, der für einen "Pakt mit moderaten Muslimen guten Willens" plädierte. Religionsfreiheit müsse "überall" - auch in Saudiarabien und anderen muslimisch dominierten Ländern - "voll und ganz lebbar sein", forderte der CSI-Generalsekretär.


Zum Abschluss des "Fackelzugs" fand im Stephansdom ein ökumenischer Gottesdienst statt. Pfarrer Gregor Jansen erinnerte dabei an die vielen Christen, die um ihres Glaubens willen verfolgt werden. Zugleich rief er zum Gebet für alle auf, "für die Verfolgten und für die Verfolger". Ebenso appellierte er an die "Verantwortungsträger", dass sie ihre Stimme für die Religionsfreiheit erheben. Im Verlauf des Gottesdienstes wurde vor allem für Ägypten, Irak und Syrien gebetet.

Die aus der Türkei stammende syrisch-orthodoxe Nonne Hatune Dogan berichtete über ihre dramatischen Erfahrungen bei der Hilfe für christliche Mädchen im Irak und für christliche junge Soldaten in Syrien. Insgesamt könne man im "fruchtbaren Halbmond" von "Völkermord an den Christen" sprechen, so Schwester Hatune laut einer Presseaussendung der Stiftung "Pro Oriente". Sie appellierte an die Christen in Europa, ihre Stimme zu erheben, aber auch "materiell, moralisch und vor allem im Gebet" ihre christlichen Schwestern und Brüder im Nahen Osten zu unterstützen. Zugleich betonte die Nonne, dass ihre Hoffnung und ihr Gebet der Bekehrung der radikalen Islamisten gelte, damit sie "wie Saulus zu Paulus werden".

CSI-Generalsekretär Kuhn war wenige Stunden vor dem Fackelzug von einem Lokalaugenschein in Nigeria zurückgekommen. Dabei sei er, so Kuhn, mit dem Leid von Millionen christlicher Flüchtlingen aus dem Norden des Staates konfrontiert war, die von fanatischen Milizionären der islamistischen "Boko Haram"-Milizen aus ihren angestammten Heimatorten vertrieben wurden. Kuhn erinnerte daran, dass Nigeria ein Staat ist, in dem es 50 Prozent Christen und 50 Prozent Muslime gibt und dass die aus dem Ausland geförderten "Boko Haram"-Leute sich nur auf eine kleine Minderheit stützen können.

Der Plattform gehören u.a. CSI-Österreich, die Kategoriale Seelsorge der Erzdiözese Wien, Pro Oriente, Kirche in Not, der Malteserorden, Open Doors Österreich, der Österreichische Kartell Verband, und die Vereinigung der Frauenorden Österreichs an.

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Christa Dr.ILLERA 12. Dezember 2013 
 

@domus

Quatsch! Weihnachtsmarkt. Ich war bei dieser Kundgebung dabei, und es waren viel mehr Menschen als im Vorjahr, obwohl es nicht - auch nicht in der Wiener Kirchenzeitung - angekündigt war. Und bis heute habe ich kein Kommentar - auch nicht in der Zeitung "Die Presse" oder gar bei kath.press, dem offiziellen Online Portal der Erzdiözese - einen kurzen Bericht darüber gelesen. Scheinbar nach dem Motto: ". . . nicht einmal ignorieren!"
Für mich unfaßbar! Aber da müssen wir durch und dürfen uns nicht entmutigen lassen.


3
 
 macie 11. Dezember 2013 
 

Solidaritt

Wäre es auch möglich, in Deutschland so Solidarität zu verfolgten Christen zu zeigen? Könnte man auch in Deutschland etwas organisieren.


3
 
  11. Dezember 2013 
 

Danke für den Bericht

Ich möchte mich gerne mit den Teilnehmern solidarisieren und wenn möglich, demonstriere ich hiermit im Geiste mit.
Denn es ist ja so wichtig Flagge zu zeigen.


6
 
  11. Dezember 2013 
 

3.000 Teilnehmer ?

könnte auch der Weihnachtsmarkt gewesen sein...


0
 
 treuesKreuz 11. Dezember 2013 
 

Von Saulus zu Paulus

Die Medien sollen endlich anfangen ausführlich davon zu Berichte , ohne Angst zu haben, als Islamiphob zu wirken.

Die Vorstellung "von Saulus zu Paulus" ist sehr schön. Dazu wird es aber schwer kommen, da die Muslime durch den Koran sehr stark antichristlich "geimpft" sind. Wer den Koran kennt, weiß wovon ich spreche.

Diese Leiden der Schwestern und Brüdern muss endlich an die Öffentlichkeit.

Wir haben viel zu beten!


12
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  2. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  3. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  4. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  5. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  6. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  7. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  8. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  9. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  10. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  5. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  6. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  7. "Die meisten kommen wegen der Sozialleistungen"
  8. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  9. Grösse
  10. Angeklagt, weil er einen schismatischen Bischof nicht rehabilitierte: Armeniens Patriarch Karekin II
  11. Scharfe innerorthodoxe Kritik an Kyrills Atomwaffen-Predigt
  12. „Ich spüre die Berufung zu pilgern“ – Andrzej Kurek pilgert seit 65 Jahren nach Tschenstochau
  13. Salzburg: Opernstar bereitete Franziskus-Rolle im Kapuzinerkloster vor
  14. Ceuta: Integrationsministerin Bauer fordert mehr Außengrenzschutz und effektive Rückführungen
  15. ALfA startet „von-Galen-Projekt“ zum 85. Jahrestag der Predigt von St. Lamberti

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz