Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. So nicht, Mr. Präsident!
  6. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  7. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  8. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  9. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  10. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  11. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  12. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft
  13. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  14. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  15. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet

Journalist Scalfari: Teile des Papst-Interviews waren erfunden!

22. November 2013 in Chronik, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Unter anderem habe Franziskus die Bezeichnung des vatikanischen Hofstaates als «Lepra des Papsttums» nicht gesagt. Der Gründer von "La Repubblica" hatte das Interview ohne Notizen und Mitschnitt aus dem Gedächtnis veröffentlicht


Vatikanstadt (kath.net/KNA) Der italienische Journalist Eugenio Scalfari hat Papst Franziskus in seinem Interview Anfang Oktober einige pointierte Aussagen in den Mund gelegt. Die Bezeichnung des vatikanischen Hofstaates als «Lepra des Papsttums» habe Franziskus so nicht gesagt, zitierte das Internetportal «Vatican Insider» am Freitag den Journalisten und Kirchenkritiker. Er habe sie hinzugefügt, damit der Leser «besser verstehe», was für ein Mensch Franziskus sei.

Scalfari, 89-jähriger Gründer und Herausgeber der Tageszeitung «La Repubblica», hatte das nach seinen Angaben eine Stunde und 20 Minuten lange Gespräch mit dem Papst ohne vorherige Notizen oder Mitschnitt aus dem Gedächtnis niedergeschrieben. Er verteidigte diese Praxis mit dem Hinweis, er verfahre seit 49 Jahren so bei Interviews. Scalfari sagte weiter, er habe von Franziskus' Sekretär Alfred Xuereb zweimal die Genehmigung erhalten, den vorgelegten Text zu veröffentlichen. Der Papst habe laut ihm sein Einverständnis gegeben und eine vorherige Lektüre nicht für nötig befunden.


Der Vatikan hatte das am 1. Oktober in der «Repubblica» erschienene Interview vergangene Woche von seiner Internetseite gelöscht. Vatikansprecher Federico Lombardi sagte, es handle sich nicht um einen offiziellen Text, sondern um einen Medienbeitrag über eine Begegnung mit dem Papst. Schon kurz nach der Publikation hatte Lombardi erklärt, das Interview habe keinen lehramtlichen Charakter und sei nicht mit einer Enzyklika zu vergleichen.

Scalfari sagte laut «Vatican Insider», Franziskus habe das Interview nicht dementiert. Als Beleg wies Scalfari einen Brief des Papstes vom 23. Oktober vor, in dem dieser seinen Wunsch zu einem weiteren Treffen bekundete, «wenn die Vorsehung uns einen freien Augenblick lässt».

Während Scalfari einen möglichen Irrtum auch bei einem Passus zu einem mystischen Erlebnis des Papstes nach seiner Wahl einräumte, bekräftigte er die Authentizität einer anderen umstrittenen Aussage. Dabei ging es inhaltlich um die Forderung des Papstes, auch ein Nichtglaubender müsse auf sein Gewissen hören und «sich dafür entscheiden, dem Guten zu folgen und das Böse zu bekämpfen, so wie er es versteht». Genau dies habe Franziskus gesagt, sagte Scalfari laut «Vatican Insider».

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  2. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  3. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  4. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  5. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  6. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  7. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  8. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  9. Vatikan prüft Teilnahme an Trumps Friedens-Rat für Gaza
  10. Kurienerzbischof Gallagher: Leihmutterschaft ist eine „neue Form des Kolonialismus“







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  5. So nicht, Mr. Präsident!
  6. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  7. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  8. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  9. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  10. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  11. Visitation im Stift Heiligenkreuz abgeschlossen
  12. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  13. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  14. Gleichgültigkeit und Dekadenz – Die größte Hoffnung für iranische und russische Diktatoren
  15. Sieg der „rebellischen Nonnen“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz