Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  3. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  6. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  7. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  8. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  9. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  10. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  11. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  12. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  13. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  14. Der Bischof und der Denunziant
  15. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!

Neues Buch: Übergriffe auf Christen so schlimm wie noch nie

18. November 2013 in Buchtipp, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Publizistin Christa Chorherr beleuchtet in neuem "Styria"-Band "Im Schatten des Halbmonds" Christenverfolgung in islamischen Ländern einst und jetzt


Graz (kath.net/KAP) "Die Übergriffe auf Christen haben weltweit ein nie gekanntes Ausmaß erreicht." Diese "unbequeme Wahrheit" belegt die Wiener Publizistin Christa Chorherr in ihrem neuen Buch "Im Schatten des Halbmonds" mit harten Fakten: Geschätzte 100 Millionen Menschen würden derzeit in mehr als 50 Ländern bedrängt, diskriminiert und verfolgt, weil sie sich zum christlichen Glauben bekennen, heißt es im Klappentext des neuen "Styria"-Bandes. Kritischer Nachsatz: "Und die Welt schweigt."

Das Buch sei "kein Anti-Islam-Buch", stellte Styria-Geschäftsführerin (und Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich) Gerda Schaffelhofer bei der Buchpräsentation am Mittwochabend in Wien klar. Der Dialog mit dem Islam solle nicht gefährdet oder infrage gestellt werden, doch sei es für ihn nötig, "Dinge anzusprechen, die nicht geduldet werden können". Weiters sei es wichtig, eigene Sichtweisen und Standpunkte einzubringen, "vorausgesetzt, man hat solche und hat darüber auch reflektiert". Dazu könne das Buch einen Beitrag liefern.

"Unbequeme Wahrheit"

Dass ein Anprangern der Verbrechen des Islamismus keine Islamophobie sei, betonte auch Johannes Marte, Präsident der Stiftung "Pro Oriente": "Es ist so wenig eine Phobie wie das Anprangern der nazistischen oder kommunistischen Verbrechen." Es sei eine "unbequeme Wahrheit", dass von den 90 Prozent aller Terrorakte, die religiös motiviert sind, wiederum 90 Prozent islamische Täter hätten und 60 Prozent der Opfer Christen seien. Westliche Regierungen und Medien würden hier viel zu oft wegsehen, "aus Eigeninteresse oder Feigheit", wie Marte konstatierte.


Das Buch dokumentiere das "Wunder, dass es im Orient überhaupt noch Christen gibt", zumal Christen in islamischen Ländern stets Bürger zweiter Klasse gewesen seien und ihr Christsein heute für sie selbst gefährlicher sei denn je, so der "Pro Oriente"-Präsident. Zugleich mahne es jedoch alle Christen zur Solidarität auf allen Ebenen, da die orientalischen Christen vor allem aus der Solidarität ihre Glaubensstärke und Würde bezögen. Marte: "Leidende müssen mehr Stimme bekommen, ohne Rücksicht auf eigene Interessen, denn die Wahrheit ist den Menschen zumutbar."

Kritik am "doppelten Maß" der UNO äußerte der VP-Politiker und frühere Nationalratspräsident Andreas Khol: Während Berichte des UNO-Menschenrechtsrats etwa die Dauer österreichischer Asylverfahren kritisierten, schwiegen sie zu systematischen Christenverfolgungen in vielen Mitgliedsländern des Rates. Dies sei darauf zurückzuführen, dass nur in den Mitgliedsländern selbst erstellte Meldungen in die Berichte einfließen, wobei in islamischen oder kommunistischen Ländern entsprechende Meldestellen zur Registrierung von Christenverfolgung oft fehlten.

Verschlimmerung durch "9/11"

Besonders in den Staaten des "Arabischen Frühlings" hat sich laut Christa Chorherr, die seit 2010 bereits drei Bücher zu religiösen Themen verfasste, die Situation verschärft. Extremisten seien auf dem Vormarsch, Scharia und Toleranz gegenüber Andersgläubigen stünden im Widerspruch. Die gelernte Wirtschaftswissenschaftlerin beleuchtet die Geschichte der Christenverfolgung von der islamischen Expansion im siebenten Jahrhundert bis heute und geht Fragen nach wie: Wie konnte es dazu kommen, dass aus einem christlichen Territorium - in dem letztlich auch die Wiege der Christenheit stand - ein islamisches wurde? Welchen Repressalien sind christliche Minderheiten in islamischen Ländern heute ausgesetzt?

Das weitaus längste Kapitel des Bandes zeigt auf, wie sich seit den Terrorakten von "9/11" die Lage in muslimisch dominierten Staaten von Marokko über den Nahen Osten, den Irak und Iran, Pakistan, Indonesien bis zum vermeintlichen "Urlaubsparadies" Malediven entwickelt hat. Jedes einzelne Land wird einer genauen Analyse hinsichtlich der dortigen Religionsfreiheit unterzogen. Und Chorherr gibt auch Ausblicke darauf, wie es weitergehen könnte bzw. sollte. Dr. Christa Chorherr, Jahrgang 1935, studierte in Wien, Fresno und New York und war im IT-Bereich für die Creditanstalt, später Bank Austria, tätig. Sie ist verheiratet mit dem katholischen Publizisten Thomas Chorherr. Zuletzt brachte Chorherr bei Leykam die Bände "Wer wirft den ersten Stein? Unterdrückung von Frauen durch Religion, Judentum - Christentum - Islam" (2010) und "Halbmond über Österreich" (2011) heraus.

kath.net-Buchtipp
Im Schatten des Halbmonds
Christenverfolgung in islamischen Ländern

von Christa Chorherr
288 Seiten; 246 mm x 180 mm
2013 Styria Premium
ISBN 978-3-222-13393-0
24.99 EUR

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:

- Link zum kathShop

- Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus:
Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]
Für Bestellungen aus der Schweiz: [email protected]
Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und dem RAPHAEL Buchversand (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch entstehen nur Inlandsportokosten.

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.
Foto Chorherr © www.christachorherr.at
Foto Titelblatt © Styria Verlag


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  2. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  3. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  4. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  5. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  6. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  7. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  8. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  9. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  10. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  5. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  6. Bistum Limburg: Franziskaner verlassen nach mehr als 150 Jahren Kloster Marienthal
  7. Kardinal Aveline: „Der christliche Glaube hat heute viel mit Widerstand zu tun“
  8. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  9. Ein Fall für den Staatsfunk: Wie Georg Restle Verschwörungsmythen als „Haltung“ verkauft
  10. Frankreich: Massenansturm auf Kartenreservierungen für die Papst Leo-Reise!
  11. Karekin II. – persönliche Erinnerungen und der Versuch einer nüchternen Bilanz
  12. Trauer im Bistum Hongkong: Ältester Trappist der Welt im Alter von 108 gestorben
  13. Jugendliche: Mladifest in Medjugorje "Tankstelle für den Glauben"
  14. Katholisches College erwirbt Freimaurertempel
  15. Generalstaatsanwalt von Texas: „Baby Gabriel verdient eine Chance auf Leben“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz