Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  4. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  5. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  6. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  7. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  8. Hostienmangel in Kuba: Kirche in Panama und Puerto Rico senden Hilfe
  9. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"
  10. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  11. Vatikan veröffentlicht Programm der Kardinalsversammlung
  12. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  13. WM-Public-Viewing in katholischer KIRCHE - (K)eine gute Idee?
  14. Priesterboom in den USA - Erneut mehr als 400 katholische Neupriester
  15. CSU-Generalsekretär Huber kritisiert den "Bayrischen Rundfunk" wegen Bericht über muslimische Mode

Kardinal: Treffen Johannes Pauls II. mit Maciel war ein Fehler

6. November 2013 in Chronik, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


«Der Heilige Vater hätte diesen Menschen nicht empfangen sollen», sagte Stanislaw Dziwisz über das Treffen mit dem später als Pädophilen entlarvten Ordensgründer - Treffen sei ein Beispiel für schwere Kommunikationsmängel in der römischen Kurie


Washington (kath.net/KNA) Der frühere Privatsekretär von Johannes Paul II. (1978-2005) hat es als Fehler bezeichnet, dass sich der Papst 2004 mit dem später als Pädophilen entlarvten Ordensgründer Marcial Maciel Degollado traf. «Der Heilige Vater hätte diesen Menschen nicht empfangen sollen», sagte Stanislaw Dziwisz, inzwischen Kardinal von Krakau, in einem an diesem Mittwoch erscheinenden Interview-Band über sein Leben mit dem Papst. Das Treffen sei nur ein Beispiel für schwere Kommunikationsmängel in der römischen Kurie.

Gegen den mexikanischen Priester Maciel (1920-2008), Gründer der «Legionäre Christi», liefen seit 1997 Vorwürfe um, er habe sich an jungen Seminaristen sexuell vergangen. Die US-amerikanische Zeitschrift «National Catholic Reporter» (Dienstag) zitiert Dziwisz dazu aus dem Buch: «Als der Heilige Vater ihn traf, wusste er nichts, absolut nichts. Für ihn war er immer noch der Gründer eines großen Ordens, das ist alles. Niemand hatte ihm irgendetwas gesagt, nicht einmal über die Gerüchte, die im Umlauf waren.»


Dies sei «die Folge einer immer noch extrem bürokratischen Struktur» gewesen, in der wichtige Informationen teils nicht weitergeleitet worden seien, so Dziwisz, der dem Krakauer Erzbischof Karol Wojtyla und späteren Papst 39 Jahre lang als Privatsekretär diente. Johannes Paul II. habe eine Kurienreform versucht, aber damit damit keinen Erfolg gehabt, so Dziwisz. Mitverantwortlich machte der Kardinal Widerstände im vatikanischen Apparat: «Manche in der Kurie nannten ihn 'den polnischen Papst', und ich glaube nicht, dass sie es positiv meinten.»

Der Interview-Band des italienischen Journalisten Gian Franco Svidercoschi mit Dziwisz erscheint unter dem Titel «Ho Vissuto con un Santo» («Ich lebte mit einem Heiligen»). Johannes Paul II. soll am 27. April gemeinsam mit Johannes XXIII. (1958-1963) in Rom heiliggesprochen werden.

Der Gründer der «Legionäre Christi», Maciel, war nach anhaltenden Verdächtigungen in eine kircheninterne Untersuchung geraten. 2006 erlegte der Vatikan ihm ein zurückgezogenes Leben in Gebet und Buße auf. Inzwischen gilt als erwiesen, dass Maciel minderjährige Seminaristen sexuell missbrauchte und mit zwei Frauen drei Kinder zeugte. Sein Orden hat sich von ihm distanziert.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Johannes Paul II.

  1. KI-erstelltes Video animiert Fotos von Papst Johannes Paul II.
  2. Meloni besuchte neues Museum zu Ehren von Johannes Paul II. in Rom
  3. Polnische Bischofskonferenz: „Wir appellieren um Respekt vor dem hl. Johannes Paul II.“
  4. „Genossen, wir haben ein Problem“ – So reagierten die Kommunisten auf die Wahl Karol Wojtyłas
  5. „Johannes Paul II. – Prophet der Hoffnung“
  6. Kann uns eine möglicherweise erfundene Anekdote über Johannes Paul II. Wahres lehren?
  7. Karol Wojtyła 1976: „Wir stehen vor der finalen Konfrontation zwischen Kirche und Antikirche“
  8. Als Papst Johannes Paul II. gegen die „gay pride“ Parade in Rom protestierte
  9. Studie entdeckt ‚Johannes Paul II. – Effekt‘ auf Geburtenrate in Lateinamerika
  10. Die geheimnisvolle Nonne, die half, die Ermordung von Papst Johannes Paul II. zu verhindern






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - HEUTE ANMELDESCHLUSS!
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  4. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  5. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  6. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  7. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  8. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  9. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  10. Johannes Laichner neuer "Missio"-Nationaldirektor in Österreich
  11. Öffentlich-rechtliches Jugendformat Funk bringt Bibel als Beispiel für ‚Müll auf dem Mond‘
  12. Französische Sportmoderatorin: „Es gibt hunderte Spieler, die dafür töten würden“
  13. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  14. Das zweite Konsistorium Leos XIV.
  15. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz