SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
- 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
- Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
- Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
- Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
- Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
- ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
- Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
- 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
- Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
- Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
- US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
- Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
- Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn
- 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
| 
Kardinal: Treffen Johannes Pauls II. mit Maciel war ein Fehler6. November 2013 in Chronik, 4 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
«Der Heilige Vater hätte diesen Menschen nicht empfangen sollen», sagte Stanislaw Dziwisz über das Treffen mit dem später als Pädophilen entlarvten Ordensgründer - Treffen sei ein Beispiel für schwere Kommunikationsmängel in der römischen Kurie
Washington (kath.net/KNA) Der frühere Privatsekretär von Johannes Paul II. (1978-2005) hat es als Fehler bezeichnet, dass sich der Papst 2004 mit dem später als Pädophilen entlarvten Ordensgründer Marcial Maciel Degollado traf. «Der Heilige Vater hätte diesen Menschen nicht empfangen sollen», sagte Stanislaw Dziwisz, inzwischen Kardinal von Krakau, in einem an diesem Mittwoch erscheinenden Interview-Band über sein Leben mit dem Papst. Das Treffen sei nur ein Beispiel für schwere Kommunikationsmängel in der römischen Kurie. Gegen den mexikanischen Priester Maciel (1920-2008), Gründer der «Legionäre Christi», liefen seit 1997 Vorwürfe um, er habe sich an jungen Seminaristen sexuell vergangen. Die US-amerikanische Zeitschrift «National Catholic Reporter» (Dienstag) zitiert Dziwisz dazu aus dem Buch: «Als der Heilige Vater ihn traf, wusste er nichts, absolut nichts. Für ihn war er immer noch der Gründer eines großen Ordens, das ist alles. Niemand hatte ihm irgendetwas gesagt, nicht einmal über die Gerüchte, die im Umlauf waren.» 
Dies sei «die Folge einer immer noch extrem bürokratischen Struktur» gewesen, in der wichtige Informationen teils nicht weitergeleitet worden seien, so Dziwisz, der dem Krakauer Erzbischof Karol Wojtyla und späteren Papst 39 Jahre lang als Privatsekretär diente. Johannes Paul II. habe eine Kurienreform versucht, aber damit damit keinen Erfolg gehabt, so Dziwisz. Mitverantwortlich machte der Kardinal Widerstände im vatikanischen Apparat: «Manche in der Kurie nannten ihn 'den polnischen Papst', und ich glaube nicht, dass sie es positiv meinten.» Der Interview-Band des italienischen Journalisten Gian Franco Svidercoschi mit Dziwisz erscheint unter dem Titel «Ho Vissuto con un Santo» («Ich lebte mit einem Heiligen»). Johannes Paul II. soll am 27. April gemeinsam mit Johannes XXIII. (1958-1963) in Rom heiliggesprochen werden. Der Gründer der «Legionäre Christi», Maciel, war nach anhaltenden Verdächtigungen in eine kircheninterne Untersuchung geraten. 2006 erlegte der Vatikan ihm ein zurückgezogenes Leben in Gebet und Buße auf. Inzwischen gilt als erwiesen, dass Maciel minderjährige Seminaristen sexuell missbrauchte und mit zwei Frauen drei Kinder zeugte. Sein Orden hat sich von ihm distanziert. (C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | 8. November 2013 | | | | Ich bin zwar nicht ganz so gut informiert wie @Veritate zu sein meint, aber Fakt ist, dass Papst Johannes Paul im Jahre 2004 schon seit Jahren schwer leidend war. Seine Amtsführung war nicht mehr auf der Höhe von 1985, und er war ganz sicher nicht mehr Herr seines Terminkalenders - das war, richtig, Stanislaw Dziwisz.
Unbeschadet der Frage, ob JPII. über die schweren Vorwürfe gegen Marcial Maciel informiert war oder wann er hätte informiert sein können und was er nach dieser Information hätte tun müssen und aus welchen Gründen er es nicht getan hat: das Treffen 2004 war ein Fehler von Kard. Dziwisz. Jetzt bitte nicht versuchen, sich hinter dem breiten Rücken eines Heiligen zu verstecken, werter Kardinal.
PS.
Ein gewisser Joseph Ratzinger hat die Endphase des Pontifikats von JPII aus der Nähe beobachtet. Hat es ihm vielleicht nicht gefallen, was er sah? War das vielleicht ein Grund für den "rechtzeitigen" Rücktritt und ein Grund für sein Einverständnis mit einem Nachfolger, der mit der Kurie "Schlitten fährt"? |  0
| | | | | 7. November 2013 | | | | Dziwisz ist ein Lügner Die Exkommuniktion dieses Typen wäre die einzig richtige Antwort. Er und sein Freund Sodano haben die ganzen Jahre die wahre Macht im Vatikan verkörpert. Diese zwei sind für alles verantwortlich. Alle Geldgeschäfte liefen über diese beiden Personen. Jegliches Wissen über pädophile Priester, insbesondere Marciel waren ihnen bekannt. Nur der Papst hätte über die Art und Weise, wie man mit pädophilen Priestern umgeht lösen können. Allein es fehlte der Wille von Johannes Paul dies zu tun und dahinter stand vor allem Dziwisz und Sodano mit ihren Seilschaften.Marciel war ein besonders guter Geldgeber. Als Cardinal Ratzinger Papst wurde, hat er Dziwisz zum Kardial kreiert und ihn nach Krakau geschickt, um ihm diese Macht zu nehmen. Sodano konnte er nicht los werden. Diese beiden Seilschaften, haben aber dafür gesorgt, das das Pontifikat von Benedikt 16. permanent torpediert wurde. |  1
| | | | | mirjamvonabelin 6. November 2013 | | | | Jetzt bin ich überfordert das was Maciel getan hat, ist so verwerflich, dafür gibt es keine Worte.
Was ich aber nicht verstehe, wieso war es ein Fehler von Papst Johannes PaulII den Menschen zu treffen?
Ich meine, vielleicht war es ein Fehler, aber voher soll ich das wissen?
Vieleicht hat Maciel gerade dadurch sich bekehrt und tiefe Reue empfunden.
Wer weiß das? |  1
| | | | | gertrud mc 6. November 2013 | | | |
Auch Heilige dürfen Fehler machen. Johannes Paul II. wurde nicht informiert, insofern ist es ja auch gar nicht sein Fehler gewesen. |  2
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zuJohannes Paul II.- KI-erstelltes Video animiert Fotos von Papst Johannes Paul II.
- Meloni besuchte neues Museum zu Ehren von Johannes Paul II. in Rom
- Polnische Bischofskonferenz: „Wir appellieren um Respekt vor dem hl. Johannes Paul II.“
- „Genossen, wir haben ein Problem“ – So reagierten die Kommunisten auf die Wahl Karol Wojtyłas
- „Johannes Paul II. – Prophet der Hoffnung“
- Kann uns eine möglicherweise erfundene Anekdote über Johannes Paul II. Wahres lehren?
- Karol Wojtyła 1976: „Wir stehen vor der finalen Konfrontation zwischen Kirche und Antikirche“
- Als Papst Johannes Paul II. gegen die „gay pride“ Parade in Rom protestierte
- Studie entdeckt ‚Johannes Paul II. – Effekt‘ auf Geburtenrate in Lateinamerika
- Die geheimnisvolle Nonne, die half, die Ermordung von Papst Johannes Paul II. zu verhindern
| 






Top-15meist-gelesen- Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
- Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
- Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista
- Drei katholische Bischöfe werden am Marsch für das Leben teilnehmen
- Archäologen ‚absolut‘ sicher: Bethsaida gefunden
- Vatikan erinnert neue Missionsbischöfe: „Liturgie ist nicht unser eigenes Werk“
- Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
- YouTube-Kanal der Erzdiözese Łódź wurde ohne Wissen oder Zustimmung der Administratoren entfernt
- 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
- Die Würde des Menschen ist unverfügbar
- US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
- Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
- 'Schweigen angesichts des Bösen ist selbst Böses'
- „Die fünfsaitige Lyra der Pentarchie neu zum Klingen bringen“
- Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
|