Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  2. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  3. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  4. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  5. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  6. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  7. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  8. MAGNIFICA HUMANITAS
  9. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  10. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  11. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  12. Yoga-Kongress am Geburtsort des heiligen Franz Xaver
  13. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
  14. Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 ‚beunruhigend‘ und ‚verblüffend‘
  15. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“

'Wir sind Kirche' hält Abtreibung und Frühsexualisierung die Stange

26. Oktober 2013 in Familie, 37 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Antirom-Gruppe "Wir sind Kirche" hat den Estrela-Bericht, der EU-weit Abtreibung als Grundrecht samt 'tabufreier interaktiver Sexualerziehung für alle Schulkinder' verlangt, gegen „so genannte Lebensschützer“ verteidigt.


München (kath.net) Die antirömische Gruppierung „Wir sind Kirche“ Deutschland hat in einer Presseaussendung den „Estrela-Bericht“ des EU-Parlaments verteidigt und sich von der Kritik daran distanziert. Das berichtet das Portal „Freie Welt“. Der Estrela-Bericht spricht sich für die europaweite Legalisierung von Abtreibung aus, wertet sie als Gesundheitsversorgung und empfiehlt sie den EU-Mitgliedsstaaten als Grundrecht.

In Österreich bezeichnete etwa die Aktion Leben die Forderungen als "inakzeptabel", zumal sie gegen geltende nationale und Grundrechte verstoßen würden, die besondere Situation des Schwangerschaftskonfliktes missachteten und bedenklichen Gesellschaftstendenzen Vorschub leisteten. Der Katholische Familienverband Österreich bezeichnete den Entschließungsantrag als "demokratiepolitisch bedenklich" und als "Provokation", besonders angesichts der noch laufenden EU-Bürgerinitiative "One of us" und ihren bereits 1,3 Millionen Unterstützern.


Die Bewegung „Wir sind Kirche“ nennt ihre Presseaussendung „Zur irreführenden Kampagne sogenannter „Lebensschützer“ gegen die EP-Resolution A7-0306/2013“ und teilt mit, dass sie „die Zielsetzung des Europäischen Parlaments, das mit einer Resolution einen gerechten und gleichberechtigten Zugang zu medizinischer Versorgung auf dem Gebiet der Gynäkologie für alle Frauen in der EU fordern will – besonders auch für Frauen in Not- und Konfliktsituationen, auch und gerade, wenn dieser Zugang in einem betreffenden Mitgliedsstaat legal nicht möglich ist“ unterstützt. „Gleichzeitig distanziert Wir sind Kirche sich von irreführenden Kampagnen sogenannter „Lebensschützer“ gegen das Europäische Parlament und die demnächst zur Abstimmung stehende EP-Resolution A7-0306/2013.“

Wir sind Kirche beruft sich auf das „Prinzip der freien Gewissensentscheidung“ und spricht sich für die Haltung „Pro Choice“ aus. „Auch im Falle einer Schwangerschaft, die eine Frau als persönliches Problem erlebt, sollte sie ihrem Gewissen folgen können und selber die letzte Entscheidung darüber haben können, ob sie Mutter wird oder nicht. Wir sind Kirche unterstreicht, dass der menschliche Embryo ein schutzbedürftiges rechtliches Gut ist; doch es ist augenscheinlich, dass dieser Embryo nur mit der schwangeren Frau und nicht gegen sie geschützt werden kann. Jeder Mensch hat ein ‚Recht auf Leben‘; ein ‚Recht auf Abtreibung‘ wird auch von Wir sind Kirche abgelehnt: Wir fordern aber das Recht auf Gewissensfreiheit.“

Es folgt ein Hinweis auf die sechs zu „Wir sind Kirche“ gehörenden Schwangerschaftsberatungsstellen (Verein Frauenwürde), die gegründet wurden, nachdem die katholische Kirche nach Weisung Johannes Pauls II. aufgehört hatte, Schwangerenberatungsscheine auszustellen, die für eine Abtreibung notwendig sind. Der Verein Frauenwürde stellt diese Scheine aus.

Ebenso unterstützt Wir sind Kirche allgemein die Forderung nach Sexualaufklärung in der Estrela-Resolution. Darin wird die Einführung einer verpflichtenden “tabufreien interaktiven” Sexualerziehung für alle Schulkinder verlangt. Dazu sagt Wir sind Kirche: „Achtung vor der Würde jedes einzelnen Menschen und Achtsamkeit im Miteinander sollten Grundlage menschlicher Beziehungen sein. Gerade die römisch-katholische Kirche hat hier noch viel Nachholbedarf, um ein Beispiel für die Gesellschaft zu werden.“



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Pensionierter Pastor in Nordirland nach Predigt in Schutzzone um Abtreibungsklinik verurteilt
  2. Fluglinie zahlt Stewardess fast eine Million Dollar nach Kündigung wegen pro-life-Ansichten
  3. Weniger Zeit zum Nachdenken, höherer Druck – was die Abtreibungszahlen aussagen
  4. ALfA: Antrag zur „Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen“ verfehlt wirkliche Hilfe für Frauen
  5. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  6. Prag: Tausende Demonstranten fordern bessere Hilfen für Schwangere
  7. Zwangsfinanzierung von Abtreibungen in Krankenversicherungen? Untersuchungen in 13 US-Bundesstaaten
  8. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  9. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt
  10. Umfrage: Nur 23 Prozent der US-Amerikaner für Abtreibung ohne Einschränkung






Top-15

meist-gelesen

  1. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  2. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  3. MAGNIFICA HUMANITAS
  4. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  5. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  6. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  7. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  8. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  9. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  10. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  11. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  12. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“
  13. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
  14. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  15. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz