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Zentralafrikanische Republik: 'Kein Tag ohne Gewalt'

26. Oktober 2013 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Christen fordern internationale Unterstützung gegen Rebellen: „Nach sechs Uhr abends ist niemand mehr auf der Straße, aber dann werden wir in unseren Häusern überfallen“


Bangui (kath.net/Open Doors) In der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) geraten Christen derzeit unter schweren Beschuss, wie das ökumenische Hilfswerk „Open Doors“ meldet. Die Rebellengruppe Seleka, die im März den Präsidenten gestürzt und aus dem Land vertrieben hat, soll für zahlreiche Übergriffe auf Christen verantwortlich sein. Pastoren wurden getötet, Frauen vergewaltigt, Kirchen zerstört, Häuser geplündert und niedergebrannt. 200.000 Menschen sind auf der Flucht. Allein im Oktober wurden während gewalttätiger Angriffe im Nordwesten des Landes etwa 30.000 Personen zu Binnenflüchtlingen. "Es vergeht kein Tag ohne Gewalt. Nach sechs Uhr abends ist niemand mehr auf der Straße, aber dann werden wir in unseren Häusern überfallen", schildert eine Kontaktperson aus der Hauptstadt Bangui die Lage.


Hilferuf an die Vereinten Nationen

Anfang Oktober verfassten christliche Vertreter (siehe Foto) die so genannte "Bangui-Erklärung", eine dringende Bitte an die internationale Gemeinschaft um schnelle Hilfe. "Sonst wird das Land in die Hände von religiösen Fanatikern und Extremisten fallen", heißt es in der Begründung. Franco Mbaye-Bondoi, Generalsekretär der Evangelischen Allianz, Nicolas Geurekoyame-Gangou, Vorsitzender der Allianz, Dieudonne Nzapalaiga, katholischer Erzbischof und Abbot Cyriaque Gbate-Doumal, Generalsekretär der anglikanischen Kirche, verlangen mit ihrer Unterschrift die schnelle Entsendung einer internationalen Streitmacht unter Führung der Vereinten Nationen "mit dem Auftrag, die Rebellen zu entwaffnen und die Zivilbevölkerung zu schützen". Zudem sollen die gestürzten staatlichen Streitkräfte wieder eingesetzt werden. Eine Übergangsregierung soll helfen, den Frieden im Land wieder zu ermöglichen.

Viele Christen haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Darum baten die Kirchenleiter die internationale Gemeinschaft auch um humanitäre Hilfe.

"Im Norden und Nordwesten des Landes haben Christen begonnen, sich mit eigenen Bürgerwehren vor weiteren Anschlägen zu schützen", heißt es in der Erklärung. Das führte jedoch nur zu neuen Auseinandersetzungen und beschleunigte die Spirale der Gewalt. So kommt es dadurch immer wieder auch zu Kämpfen zwischen Muslimen und Christen. Die Rebellen beantworten diese dann mit Tötungen.

Open Doors teilt die Einschätzung der Christen vor Ort, die sich in wachsendem Maß als Zielscheibe extremistischer Gewalt empfinden. Das christliche Hilfswerk ist seit einigen Jahren in der ZAR tätig.

www.opendoors.de

Foto: (c) Open Doors



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Lesermeinungen

 gertrud mc 27. Oktober 2013 
 

Und es ist ja nicht nur dort so.

Eine christliche afrikanische Freundin konnte aus ähnlichen Verhältnissen aus einem Nachbarland, dem Kongo fliehen. Hoffentlich nimmt dieser Wahnsinn bald ein Ende und es wird ihnen konkret geholfen!
Beten wir für diese armen Menschen, sie sind unsere Geschwister.


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