Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  4. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  5. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  6. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  7. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  8. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  9. ‚Augustiner für den Frieden‘ – Der spätere Leo XIV. bei einer Friedensdemonstration in Rom 1983
  10. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  11. Finanzströme des Islam-Terrors: Hisbollah-Netzwerke bis nach Österreich aktiv
  12. Pater Karl Wallner warnt vor Naivität: 'Politischer Islam hat bei uns keinen Platz'
  13. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  14. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  15. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix

Der Amoklauf der Piusbruderschaft

15. Oktober 2013 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Piusbruderschaft hielt am Dienstag in der Nähe von Rom die Trauerfeier für NS-Kriegsverbrecher Priebke ab. Es gab Tumulte, als rund 20 Neofaschisten mit Sprechchören vor der Kirche erschienen


Rom (kath.net/KNA) Unter Tumulten ist der im Alter von 100 Jahren verstorbene deutsche NS-Kriegsverbrecher Erich Priebke am Dienstagnachmittag mit einem Gottesdienst der traditionalistischen Piusbruderschaft verabschiedet worden. Nach italienischen Medienberichten empfingen Demonstranten den Leichenwagen in Albano bei Rom mit Fausthieben und Tritten und spuckten auf den Wagen. Der Zeitung «Messaggero» (Onlineausgabe) zufolge kam es zu Spannungen, als rund 20 Neofaschisten mit Sprechchören vor der Kirche erschienen. Nur mit Mühe hätten Sicherheitskräfte beide Gruppen auseinanderhalten können.

Ein Geistlicher der Piusbruderschaft habe unter Polizeischutz die Kirche betreten. Der Kleriker sei von der Menge in Worten und Gesten beschimpft worden. Priebke solle nach der Trauerfeier wieder nach Rom überführt und dort eingeäschert werden, berichtete der «Messaggero» unter Berufung auf Albanos Bürgermeister Nicola Marini.


Der Bürgermeister der Kleinstadt südöstlich von Rom sagte laut der Zeitung, er habe um 16.00 Uhr Anordnung erteilt, den Leichenwagen nicht in den Ort zu lassen. Diese Verfügung habe der Präfekt von Rom, Giuseppe Pecoraro, jedoch wiederum aufgehoben. Der frühere SS-Hauptsturmführer Priebke solle «entsprechend dem Wunsch von Angehörigen» in Albano eine Trauerfeier erhalten. Priebke war am Freitag in seinem römischen Hausarrest gestorben. Anschließend kam es zu einem Streit über seine Bestattung. Das Bistum Rom hatte eine öffentliche katholische Begräbnisfeier untersagt; zugelassen seien nur Gebete für den Verstobenen in strikt privatem Rahmen. Die Stadt Rom verwahrte sich ebenfalls gegen ein Totengedenken im öffentlichen Raum.

Priebke war am 24. März 1944 maßgeblich an der Erschießung von 335 Italienern in den Ardeatinischen Höhlen im Süden Roms beteiligt und wurde 1998 von einem italienischen Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt. Zuletzt lebte er in Rom unter Hausarrest. Priebke war vor seiner Flucht nach Argentinien katholisch geworden und bezeichnete sich bis zuletzt als gläubigen Menschen.

Die jetzige Trauerfeier in Albano erfolgte am Vorabend des 70. Jahrestages der Räumung des jüdischen Viertels in Rom. Am 16. Oktober 1943 deportierten SS-Einheiten 1.022 römische Juden nach Auschwitz und weiter nach Buchenwald. Nur 16 überlebten.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 




Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Christus, das Licht der Jugend und der Familien
  4. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  5. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  6. Keine Bistums-Erlaubnis für Afrika-Madonna in der Gebetsstätte Marienfried
  7. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  8. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  9. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  10. "Einfach viel unverschämter vom persönlichen Glauben erzählen"
  11. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  12. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen
  13. Pater Karl Wallner warnt vor Naivität: 'Politischer Islam hat bei uns keinen Platz'
  14. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  15. Finanzströme des Islam-Terrors: Hisbollah-Netzwerke bis nach Österreich aktiv

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz