Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  9. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  10. Was auch immer Synodalität sein soll
  11. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  12. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  13. „Warum bin ich Christ“
  14. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  15. Was eine Messe wiegt

Entspannt euch!

14. August 2013 in Kommentar, 19 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wir brauchen nicht noch mehr Krippenplätze, wir brauchen endlich eine Politik, die Freiräume schafft. Die gemeinsame Zeit auch finanziell möglich macht. Zur Debatte um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Von Birgit Kelle (idea)


Kempen (kath.net/idea) Deutschlands Mütter geraten zunehmend unter Stress. Das melden verschiedene Krankenkassen, das Müttergenesungswerk und der aktuelle Lebenslagenbericht 2012 der Diakonie. Die Zahl der Mütter, die eine Mutter-Kind-Kur angetreten hat, explodiert nahezu. Allein in Baden- Württemberg ist seit dem Jahr 2010 ein Anstieg um 45 Prozent zu verzeichnen. Erschöpfungszustände bis hin zu einem Burn-out, Angstzustände, Schlafstörungen oder depressive Episoden wachsen rasant. Die klinischen Befunde klingen steril, man könnte auch einfach sagen: Die Mütter sind zunehmend überfordert, reiben sich auf zwischen den Ansprüchen, die wir neuerdings an sie stellen.

Was die Gesellschaft heute alles von Müttern verlangt

Ist ja auch kein Wunder, würde ich als berufstätige Mutter mit vier Kindern sagen. Was verlangen wir heute nicht alles von Müttern? Sie sollen Kinder kriegen, dabei in Topjobs berufstätig sein, den Haushalt schmeißen, dabei die Familie nicht vernachlässigen, die Kinder fördern, den Mann bei Laune halten und selbstverständlich sollen sie dabei tiefenentspannt sein und fabelhaft aussehen.


Klingt wie eine Bedienungsanleitung für Burn-out. Früher reichte auch schon mal einer der Faktoren für ein erfolgreiches Frauenleben.

Dazu werden uns in den Hochglanzmagazinen als Vorbild erfolgreiche Frauen à la Angelina Jolie präsentiert, die neben der Karriere sechs Kinder großzieht. Oder Frauen wie Ursula von der Leyen, die neben den sieben Kindern auch noch einen Ministerposten und einen dementen Vater bewältigt. Selbstverständlich mit links.

Was soll uns gestressten Normalmüttern das sagen? Stell dich nicht so an, bei den anderen klappt das doch auch!

Das sind nur Nebelkerzen

Tut es aber nicht! Wir Frauen rennen Idealbildern aus den Medien hinterher, die so rein gar nichts mit dem Alltag und den finanziellen Möglichkeiten von ganz normalen Familien zu tun haben.

Entspannt euch Mütter, das sind alles nur Nebelkerzen. Es ist eine der größten Lügen unserer Politik und auch der Frauenbewegung, dass wir einfach nur mehr „Vereinbarkeit“ von Familie und Beruf bräuchten, und alles wäre in Butter.

Es gibt nichts zu vereinbaren, es gibt nur zu addieren. Jede berufstätige Mutter weiß das. Weil die Bedürfnisse von Kindern sich nicht in kleine Zeitfenster pressen lassen und unsere eigenen auch nicht.

Dass immer mehr Frauen unter diesem Perfektionsdruck zusammen brechen, sollte uns alarmieren. Übrigens auch, dass immer mehr Kinder in psychische Behandlung geraten, auch dazu gibt es beunruhigende Zahlen.

Wir brauchen nicht noch mehr Krippenplätze, wir brauchen endlich eine Politik, die Freiräume schafft. Die gemeinsame Zeit auch finanziell möglich macht. Für Mütter, Kinder, Väter – für Familien eben. Denn wir sind keine Maschinen, wir sind Menschen.




Die Autorin, Birgit Kelle (Kempen/Niederrhein), ist Journalistin, Mutter von vier Kindern und
Vorsitzende des Vereins „Frau 2000plus“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Familie

  1. CDL kritisiert Pläne zur Abschaffung der Mitversicherung von Ehepartnern
  2. „Menschliches Leben ist Geschenk und muss mit Respekt, Fürsorge und Dankbarkeit angenommen werden“
  3. Zehn Gespräche, bevor man „Ja“ sagt
  4. Katholischer 'Familienverband Wien' wirbt mit gleichgeschlechtlichen Paaren
  5. US-Bundesstaat Oregon verweigert Adoption für christliche Mutter
  6. Texas: Adoptionen im letzten Jahr um 30 Prozent gestiegen
  7. US-Unternehmen führt Babybonus für Mitarbeiter ein
  8. Kroatien: Regierung will Sonntagsöffnung deutlich einschränken
  9. Neigung vor Gott und Zuneigung zum Menschen
  10. Lebenslänglich für zwei Menschen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Astrochemikerin Karin Öberg erhält Pius-XI.-Medaille von Papst Leo XIV.
  3. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  4. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  5. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  6. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  7. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  8. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026
  9. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  10. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  11. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  12. Aktionäre fordern FedEx auf, den Versand von Abtreibungspillen einzustellen
  13. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  14. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  15. „Du trägst Gottes Bild“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz