Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  2. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  3. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  4. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  5. Vatikan besorgt über Einbrüche im weltweiten Tourismus
  6. Die Welt heilen
  7. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah
  8. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  9. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  10. Ich glaube an … Engel?
  11. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie
  12. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  13. Papst fordert Abschaffung der Atomwaffen
  14. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  15. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche

Alice Schwarzer kritisiert Medien beim Umgang mit Missbrauch

12. August 2013 in Deutschland, 39 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Schwarzer kritisiert Grüne, Kreise der FDP, die «Humanistische Union» und auch Medien wie die Berliner «tageszeitung (taz)» CDU-Politiker Armin Laschet: Beim Missbrauchsskandal der katholischen Kirche sei man «nicht so gnädig» gewesen


Berlin (kath.net/KNA) Die Publizistin und Frauenrechtlerin Alice Schwarzer erhebt Vorwürfe gegen die Medien bei der Aufklärung des Pädophilen-Skandals im progressiven Milieu. In einer Talkshow zu Missbrauchs-Fällen in katholischen Internaten habe sie 2010 auch auf den Skandal in der Odenwald-Schule hinweisen wollen, doch ihr sei «hart das Wort abgeschnitten» worden, schreibt Schwarzer am Montag in ihrem Blog. «Es ist gut, dass endlich darüber geredet wird.»

Schwarzer fordert eine stärkere Auseinandersetzung mit dem «Zeitgeist»-Phänomen der Verharmlosung von Kindesmissbrauch in den 70er und 80er Jahren, welches besonders die Partei der Grünen betreffe. Auch gewisse Kreise der FDP hätten dem Gedankengut nahegestanden sowie die «Humanistische Union». Auch Medien wie die Berliner «tageszeitung (taz)» hätten diese Ansichten verbreitet. «Die propädophile Ideologie von damals wirkt bis heute nach, ja ist in der grenzenlos verbreiteten Pornografie inzwischen allgegenwärtig», so die Herausgeberin der Zeitschrift «Emma».


Unterdessen mahnte der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende Armin Laschet in der «Welt» (Montag) einen stärkeren «Aufklärungswillen» bei den Grünen an. Es sei zu wenig, vieles mit den zeitlichen Umständen zu erklären. Beim Missbrauchsskandal der katholischen Kirche sei man «nicht so gnädig» gewesen. Laschet wies darauf hin, dass die katholische Kirche Missbrauch «nie überhöht» habe «als besonderes Freiheitsempfinden». Laschet forderte von den Grünen, nach dem Beispiel der Kirchen einen Opferfonds einzurichten. Die Aufarbeitung dürfe nicht auf ein historisches Projekt reduziert werden, sondern müsse sich auch den Geschädigten annehmen.

Lesenswerter Beitrag im Blog von Alice Schwarzer

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: Alice Schwarzer;(c) Wikipedia/Michael Lucan, Lizenz: CC-BY 3.0/Wikipedia
http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/legalcode


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Prophylaxe 16. August 2013 
 

Warum man

bei der Odenwaldschule gnädig verfuhr, und dieses Thema in GEZ- Quasselrunden nicht einmal von Frau Schwarzer angeschnitten werden durfte, ist klar: Odenwaldschule stand für ''Reform''pädagogik- da muss Missbrauch progressiv gesehen werden.
Der vermutete Täter dort war schwul, ist mittlerweile verstorben und sein Freund der bekannteste Vertreter der ''Reform''pädagogik. Er habe von all' dem nichts mitbekommen, was die Medienmeute natürlich teilt, denn er steht ja für ''Reform'', also progressiv und jeder Pädagogikstudent muss seine Einstellungen verinnerlichen.


1

0
 
 Hadrianus Antonius 16. August 2013 
 

@Chorbisch Zeitgeist

Der hier inkriminierte Text erschien Anfang der 80er Jahren; 1985 wurde im belgischen Parochialblatt "KerkLeven" zur Unterstützung der Pädophilien aufgerufen; 1995 erschien dort ein Religionsbuch mit Texten und Illustrationen mit eindeutig pädophilem Einschlag.Die Autors und Autorinnen wollen davon alles nicht mehr wissen.
Interessant ist daß zu dieser Zeit mehrere niedrerländische Pädophilen ihren Wohnsitz an der belgische renze verlegten- war man in den Niederlanden durch die schon direkt postkonziliär auftretende kirchliche Beschädigung und den sexuellen Kalamitäten (schon in den 70er Jahren wurde ein bekannter Dichter von Kirchenliedertexten verurteilt hinter geschlossenen Türen wegen 2nicht angepaßten Verhaltens mit minderjährigen").Offensichtlich war man dort schon früher sensibilisiert für dieses Problem.
Es gibt der Zeitgeist, aber es gibt auch die Vernunft, der freie Wille, das Gewissen, und letzteres ist immer wieder am Glauben und der Hl.Schrift zu schärfen.


2

0
 
 Hadrianus Antonius 16. August 2013 
 

@Chorbisch In fundamentis II

Es sticht ins Auge, wie die Aussagen hinterher sich ähneln wie 2 Wassertropfen: fast hundertprozentig gleiche Sätze fielen bei der Aufdeckung des Pädophilieförderkreis in Belgien (1985, "Kerk&Leven"), womit der Antwerpener Dekan J.Barzin verknüft war; bei dem Gespräch von Kard.Danneels mit dem Opfer v. Brüggener Bischof v. Gheluwe( was zu einem schweren Aufruhr führte).
Vergebung kann nicht erzwungen werden, es ist eine Gnade, ein Geschenk, "gratis", aber nicht: billig.
Es fällt auf wie hier von den Tätern immer wieder etwas eingefordert wird was Bonhoeffer einmal die "billige Gnade" nannte- ein für die Opfer sehr tiefe Verletzung.
Meiner bescheidenen Meinung nach ist es gerade der dadurch demonstrierte Mangel an Empathie mit dem Opfer und mit den verletzten Naturgesetzen, der dieses Problem so schwierig macht.
Eine schwere/Todessünde wird nicht besser durch 30 Jahre braves Leben; ein Ermordete wird dadurch nicht wieder lebendig.


2

0
 
 Hadrianus Antonius 16. August 2013 
 

@Chorbisch In fundamentis

Geehrter @chorbisch,
Sie schreiben sehr zurecht daß immer der Kontext zu berücksichtigen ist.
Das Grundmuster bei der Aufdeckung dieser Problemen ist fast immer identisch:
1. Die Wahrheit wird mühselig preisgegeben,wie zäher Nasenrotz mühselig aus der Nase gepuhlt; unhaltbare Positionen werden entgegen vielen Beweisen,Spuren,Schriften, Fotos und Filme in Verblendung gehalten.
2. Alles wird über Jahrzehnten verdrängt, verschwiegen, vergessen: eine omèrta aus Selbstschutz und zugleich zur Ausschaltung der Opfer.
3. Bei der Aufdeckung dann eine Mischung von Selbstmitleid und Schuldabwälzung auf anderen (der Zeitgeist, Verführung durch "Päderasten"(sic), unglückliche jugend usw.), häufig auch kombiniert mit theatralischer abkehr von den früheren Fehlern.
4.Und zum Schluß: das Selbstvorbringen eines inzwischen längeres anständigen Lebens und die direkte Aufforderung zum Bekommen von Vergebung.


2

0
 
 Teekanne 15. August 2013 
 

Ich habe die EMMA abonniert. Frau Schwarzer

hat oft katholische Positionen:
z.B.
- starke Kritik an Pornografie, Frauenhandel, Kritik am alltäglichen Sexismus
- Kritik am Islam, Zwangsheirat, Scharia
- Kritik an Prostitutionsgesetze in D
- menschlicher Umgang mit Sexualität, mit weiblicher Körperlichkeit
- Familienthemen, Erziehung und Kinderwunsch durch Frau und Mann
- Mütterrente, Unterhaltsverpflichtungen,
- Treue in der Ehe
- Gleichberechtigung vom Mann und Frau unter Berücksichtigung der biologischen Unterschiede


2

1
 
 chorbisch 15. August 2013 
 

@ Hadrianus Antonius, Nachtrag

Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich bin kein Anhänger der "Alles-Verstehen-heißt-alles-Verzeihen-Ideologie".
Doch obwohl wir Christen wissen (sollten), was gut oder schlecht ist, sollten wir bei der Beurteilung des Verhaltens unserer Menschen die Umstände zumindest berücksichtigen, bevor wir uns eine Meinung bilden.
Die Gebote Gottes sind keine militärische Dienstvorschrift, die alles regelt und dem Soldaten das Denken abnehmen will.
@ Wischy: Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Schade, daß Sie dafür von manchen Usern "abgestraft" werden.


1

2
 
 chorbisch 15. August 2013 
 

@ Hadrianus Antonius

Mein "Respekt" für das Verhalten von Frau Döring bezog sich ausschließlich auf ihre Reaktion nachdem Prof. Walter sie mit ihren Äußerungen (und ev. auch Verhalten) in der Vergangenheit konfrontiert hatte: Dem praktisch sofortigen Rückzug ihrer Kandidatur. Nur darum geht es mir.

Ich weise nochmal daraufhin, daß andere Politiker oder in der Öffentlichkeit stehende Personen oft viel länger "an ihren Stühlen kleben" und keinerlei Unrechtsbewußtsein zeigen.
Sie schreiben, Sie wollten nicht richten, tuen es aber doch. Menschen neigen zum Verdrängen, immerhin hat sie ihr früheres Verhalten nicht geleugnet und nie zur eigenen Profilierung mißbraucht, wie Cohn-Bendit.
Ich halte es auch für möglich, daß sie, wie sie sagt, als junge Frau unter dem Einfluß eines von ihr vermutlich angeschwärmten Lehrers in solche Kreise geraten ist.
Das entschuldigt ihr Verhalten nicht, aber es erklärt es für mich zumindest teilweise.


2

1
 
 Hadrianus Antonius 15. August 2013 
 

@chorbisch Kein Respekt

Hochgeehrter @chorbisch,
Wir sollen als Mensch unsere Mitmenschen nicht richten; ich maße es mir über Frau Döring auch nicht an.
Aber Respekt kann ich hier nicht empfinden:
im jungen Alter abscheuliche Sachen schreiben (verba volant, scripta manent), sich dabei auch noch brüsten mit persönlichen Erfahrungen mit einem kleinen Mädchen; dann hinterher heiraten, 3 Kinder haben und die frühere Vergangenheit total vergessen; und dann bei der Aufdeckung eine wortreiche Erklärung abgeben um "Schaden von der Familie abzuwehren": Verzeihung, das ist Unsinn pur.
Das Opfer von damals wird überhaupt nicht erwähnt, ist offensichtlich total vergessen worden; und es war auch noch eine Notkonferenz der Partei notwendig um den Verzicht auf die Kandidatur zu bewirken; das sieht viel mehr nach einem Rausschmiss aus als nach demütiger und tätiger Reue.
Am Schlimmsten ist es jedoch für die Familie, die mit diesem Schlamassel zurechtkommen und weiterleben muß- Kyrie eleison.


2

0
 
 Wischy 15. August 2013 
 

Vielen Dank

für Ihre Ausführungen und Ihre klaren inhaltlichen Akzente, @chorbisch. Ihre wohltuende Sachlichkeit ist erfrischend!


2

2
 
 Hadrianus Antonius 15. August 2013 
 

Gegen den hartnäckigen Widerstand von Teilen des kirchlichen Establishments und des Apparats in den westlichen Ländern wurde schon lange diese Pest bekämpft- S.E. J.Ratzinger benutzte hierfür des öfteren das Wort "Epurierung"-"Aussäuberung"; mehrmals sprach er auch über das Schweigen vieler Hirte, "stumme Hunde" angesichts den Gefahren für ihre Herde.
Gerade hier hat die Presse, haben viele "modernistische" Hirten schwer versagt- und tun es leider noch immer: Danneels schweigt (auf dringlicher Empfehlung seiner Rechtsanwälte), in Antwerpen ist J.Barzin,einst Mitaufrichter einer Gruppe zur Unterstützung der Interessen der Pädophile (!),inzwischen Dechant und Verantwortlicher für Schulen(!); die Verdrängung ist gewaltig, das Schuldempfinden und die Scham sehr gering.
Die enorm wichtige, ja fundamentale Frage, in wieweit die modernistische Philosophien wie Personalismus, Relativismus und Rahner'schen Gedanken den Boden für diesen Schlamassel bereiteten, wird geschwiegen.


1

0
 
 Hadrianus Antonius 14. August 2013 
 

Die Hypokrisie der Pressemedien

D.Deckers, dessen kritische Haltung zu der römisch-katholischen Kirche inzwischen sehr gut bekannt is, schreibt tatsächlich,im Kontext der Aufdeckung starker pädophilen Tendenzen bei voranstehenden Grünen und FDP-Mitglieder, daß die katholische Kirche zu diesem Thema schweigt: eine Lüge kurzhin, wo Papst Benedikt XVI einen an Klarheit nicht zu übertreffenden Brief an die irische Bischöfe schrieb, der auch für alle andere betroffene Diözesen galt; wo gerade das erfolgreichste deutschsprachige katholische Internetmedium @kath.net äusserst sachkündig und ausführlich immer wieder berichtete und berichtet, wo auch der ungünstiger Zeitgeist von damals und die Indoktrinierung exzellent beschrieben wurden.
Konservative Kardinäle bekämpften damals diese Tendenzen : Wamala (Entebbe/Uganda),Vidal (Philipp.), Glemp(Warschau), Williams (Auckland/Neuseeland), Lopez Rodriguez(Santo Domingo), o'Connor(New York), Pio Laghi, Gagnon, Arinze, Meisner(Köln)und vor allem: J.Ratzinger.


3

0
 
 Hadrianus Antonius 14. August 2013 
 

Vergewaltigung der Natuergesetze

Es wird total verschwiegen daß bei dieser Pest gegen die Naturgesetze verstoßen wurde- eines der Hauptthemen von Papst Benedikt XVI: daß die Naturgesetze, die Vernunft, und der Glauben Hand in Hand gehen miteinander; daß es, auch von Ungläubigen, Heiden gut erkennbar, Grenzen gibt die nicht überschritten werden dürfen- was Naturreligionen sehr treffend "tabu" nennen.
Das Bankrott der hedonistischen, anderen und am Ende sich selbst zerstörenden Lebensphilosophie der 68er ist offensichtlich, wird von den Protagonisten jeglicher Couleur jedoch nicht zugegeben, verschwiegen und bis zum bitteren Ende verdrängt.
Typisch ist hier die Berichtgebung in der FAZ (10.08.2013): ein recht kleiner Artikel auf Seite 1 (ca. 15x20 cm)(zum Vergleich: Cave canem über den limburger Bischof (ca. 35x80 cm, dazu 2 riesige Fotobilder(etwa 20 mal mehr))), und daneben ein säuerlicher Kommentar von D. Deckers.


2

0
 
 Hadrianus Antonius 14. August 2013 
 

Sehr wichtige rolle von @kath.net

Einzelne pädophile Straftäter haben offenbar schon immer ihr Unwesen getrieben.
Das breite Betreiben von Pädophilie, das Fördern und als normal Erklären, das "Studieren" derselben ohne Rücksicht auf die unmündige Opfer und mit reiner Betonung der "Selbstverwirklichung" der Täter: diese Tendenz, in den 50er Jahren entstanden, wurde bei den den 68ern und ihren Nachfolgern zu einem Leitmotiv auf breiter Ebene und durchtränkte in den 80er und noch 90er Jahren leitunggebende Schichten de Gesellschaft.
Teile der Kirche wurden durch diesen Zeitgeist und mainstream stark infiziert- besonders schmerzhaft und abscheulich als hier zutiefst Antichristliches und Immoralisches verkündet und getan wurde.
@kath.net hat sich durch die viele Artikel und durch die sehr viele Kommentare äusserst verdienstlich gemacht um diesen Sumpf trockenzulegen;
die gedruckte Presse in Deutschland hat hier ein sehr trauriges Bild abgegeben.
Frau Schwarzers Feststellung trifft komplett zu.


2

0
 
 Cosinus 13. August 2013 
 

Alice Schwarzer hat in dieser Hinsicht wesentlich mehr Niveau

als die politisch korrekt Verblödeten.


1

0
 
 chorbisch 13. August 2013 
 

@ Sterblicher

Frau Döring verdient für ihre rasche Reaktion auf die gegen sie erhobenen Vorwürfe sehr viel Respekt. Schließlich sind Politiker trotz viel schlimmerer Vergehen nicht zurückgetreten.
Aber eine "bekannte FDP-Politikerin" ist sie meiner Meinung nach nicht. Sie ist (war?) Vorsitzende der "Liberalen Frauen Hessens" und Pressesprecherin. Die Kandidatur zum Bundestag, die sie nun zurückgezogen hat, war meines Wissens ihre erste Kandidatur für ein hervorgehobeneres Amt.
Und: Ja, die Medien bestimmen oft, was "Skandal" ist, und was nicht. Ein Grund mehr, daß die Kirche mit kompetenten Leuten versucht, darauf Einfluß zu nehmen.
Aber nur mit Dauerempörung, Geschrei über "Hetze", sobald die Kritik schärfer und polemischer wird, und Jammern über die bösen und unfairen Mainstreammedien erreicht man nichts im Sinne der Kirche, man macht sich nur lächerlich.


3

1
 
 chorbisch 13. August 2013 
 

@ Herbert Klupp

Wenn Sie sich das Ausmaß des sexuellen Mißbrauchs durch Kleriker in Irland oder einigen Diözesen der USA anschauen, dann geht es dort um mehr als "einige Fälle".
Daß die (ab-)wertende Öffentlichkeit auch schon Jahre zurückliegende Fälle zu Kampagnen gegen die Kirche nutzen kann, hat die Kirche dem Versagen der damals Verantwortlichen zu "verdanken". Wären die Fälle damals geahndet worden, könnte man sie nicht heute gegen die Kirche verwenden.
Im übrigen erhebt die Kirche den Anspruch einzigartig zu sein und weit über solchen vergänglichen Dingen wie den Grünen, EMMA, Linken usw. zu stehen und ewige Wahrheiten zu kennen. Hinzu kommt der ebenfalls einzigartige Status der Priester. Daran muß sie sich messen lassen, daher ist die Empörung zumindest teilweise verständlich.
Nochmal: Es gab und gibt eine Kampagne gegen die Kirche in dieser scheußlichen Sache. Aber das nur als "aufgebauschte, lang zurückliegende Einzelfälle" abzutun, wird diese Kampagne nicht stoppen, im Gegenteil.


4

1
 
 Sterblicher 13. August 2013 
 

Der Blogbeitrag von Frau Schwarzer ..

ist bemerkenswert, kein Zweifel. Wird er aber auch bemerkt? Nun, der Spiegel und die FAZ haben darüber berichtet, in der "Tagesschau" aber ist das keine Meldung wert. Immerhin hat die Protagonistin des Feminismus in Deutschland ihre politische Heimat auf das Schärfste öffentlich kritisiert! Eine bekannte FDP-Politikerin, Dagmar Döring, hat deshalb ihre Kandidatur zurückgezogen. Kein Thema? Was wäre, wenn beispielsweise Kardinal Marx auf diese Weise öffentlich gegen seine Kirche argumentieren würde (was gar nicht möglich wäre, weil derartige Vorwürfe in unserer Kirche gar keine Grundlage haben!)? Wäre das dann auch "kein Thema"?
Man soll sich keine Illusionen machen. Die Medien bestimmen, was zum Skandal wird, und was nicht.


1

0
 
 Herbert Klupp 13. August 2013 
 

Armleuchter

@chorbisch
Sie haben recht, den Opfern dürfte der Unterschied (Mißbrauch von "oben" oder "versteckt") ziemlich egal sein - er sollte aber der (wertenden) Öffentlichkeit NICHT egal sein !
Dazu die Fallzahlen:
Wahrscheinlich werden weltweit hunderttausende Kinder täglich mißbraucht, und auch bei uns gibt es diese Dunkelziffer (dazu verschwundene Kinder usw)
Wo regen sich EMMA, GRÜNE, LINKE, SOZIS, MEDIEN darüber auf ? Niemals ! Aber die paar katholischen Fälle - verstreut über 60 Jahre Vergangenheit - die haben die Talkshows mit hetzerischen Anklägern Woche für Woche, manchmal Tag für Tag, gefüllt - und das weit über ein Kalenderjahr lang !!!
Diese "Armleuchter" !!!)


2

1
 
 Chris2 13. August 2013 
 

Kronzeugin

Freuen wir uns doch, daß sich die Zeitzeugin und bekannteste Feministin deutschlands, die so vieles angerichtet hat, mutig für die Wahrheit einsetzt und sich nicht am allgemeinen Vertuschen und Verdrängen beteiligt. Die Linken und ihre ideologisch verbohrten Kampfgenossinnen werden es ihr sicher nicht danken, und ausgerechnet bei der Kirche wird sie sich auch kaum einschmeicheln wollen oder gar zur Kirchenlehrerin erhoben werden...


1

0
 
 Mariatheresia 13. August 2013 
 

Wo sie recht hat,

hat sie eben recht, da gibt es keine Diskussion. Die Wahrheit muß von jedem Absender angenommen werden. Damit sollten wir Katholiken keine Schwierigkeiten haben. Frau Schwarzer zeichnet sich in einschlägigen Diskussionen oft durch vernünftige Standpunkte und hohe Gesprächskultur, Gerechtigkeit, Geist und Witz aus. Das muß auch angesichts ihrer Irrtümer in Bezug auf den Lebensschutz festgestellt werden.


1

0
 
 Diasporakatholik 13. August 2013 
 

Zweierlei Maß

Eine in ihrer Jugend Pädophilie propagierende FDP-Politikerin legt ihre Bundestagskandidatur nieder.

Ein grüner Europapolitiker mit ähnlicher Vergangenheit wird öffentlich geehrt.


3

0
 
 Philalethes 13. August 2013 
 

@ quo vadis! „distinctio“

Die von Ihnen mit Recht eingeforderte distinctio gilt natürlich auch für den negativen Fall: Wer in einem Punkt Unrecht hat, muss dies nicht in allen Punkten haben. Erst recht nicht kann man dann dazu übergehen, eine Person hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit herabzusetzen. Hier wird der Grundsatz „Audiatur et altera pars!“ grob verletzt. Manche Kommentare sind nicht weit davon weg. Wenn dieser Grundsatz nicht durchführbar ist, dann kann man auch nicht anonym schreiben, sondern muss sich auf andere Weise an den vermeintlichen Delinquenten wenden.


6

3
 
 Marienzweig 13. August 2013 

Auch Frau Schwarzer kann einmal recht haben!

Wenn Alice Schwarzer auch nicht zu meinen "Freundinnen" zählt, so zolle ich ihr dennoch Respekt für ihre Aussagen.

Wie @Faustyna-Maria schon sagt, ist man in den entsprechenden Kreisen sicher mehr geneigt und bereit, auf die Kritik Alice Schwarzers zu hören, da sie in ihren Augen tatsächlich unverdächtig ist, sich mit der katholischen Kirche zu solidarisieren.

@girsberg74,
Sie sprechen etwas wichtiges an:
"Schön, dass der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende Armin Laschet das anmahnt, doch er hätte als Mitglied des Kuratoriums der Theodor-Heuss-Stiftung vielleicht etwas dagegen tun können, dass der Grüne Daniel Cohn-Bendit den diesjährigen Preis dieser Stiftung zuerkannt bekam."

Wie wahr!
Cohn-Bendit diesen Preis zu verleihen war absolut unverständlich, unnötig, ja geradezu geschmacklos.


6

1
 
 catholic86 13. August 2013 
 

So viel zum Thema Zölibat und Pädophilie. Wenn ich nur dran denke, was alles für Zusammenhänge vor kurzem konstruiert wurden.
Furchtbar!


2

0
 
 Dominik Pallenberg 12. August 2013 

@girsberg74

Ich kann Ihnen nur zustimmen. Die Unionsparteien müssen sich fragen lassen, warum sie bei bei diesem Thema die Grünen nicht frontal angreifen.

Aber potentielle Koalitionspartner möcjte man wohl nicht allzu sehr verärgern. Wenn es darum geht, an die Fleischtöpfe der Macht zu kommen, kennt man offenbar keine Schamgrenze mehr.


2

1
 
 Cosinus 12. August 2013 
 

Genauso ist es - die Pädophilisympathisanten

sind über die Kirche hergefallen.


4

1
 
 Faustyna-Maria 12. August 2013 
 

@Wolfgang Löhr

Einerseits ist Frau Schwarzer maßgeblich mitverantwortlich für all die vielen Abtreibungen in Deutschland, JA.

Aber, bezüglich der Prostitution und des Kindesmissbrauchs kommt von ihr kein ideologischer Schwachsinn. Kath.net informiert hier darüber. Das ist gut. Berichterstattung sollte umfassend sein, zum einen.
Des weiteren ist es gut, dass sie wenigstens bei diesen Themen vernünftig spricht. Wenn wir Katholiken das sagen, hört man uns nämlich noch weniger zu, als ihr. Für die Atheisten dieser Welt ist sie "ideologisch unverdächtig", weil sie eben eine Feministin und keine Christin ist.


3

0
 
 quovadis 12. August 2013 
 

distinctio

Wer auch immer etwas Richtiges behauptet, dem muss man zustimmen. Wenn man der Frau Schwarzer in diesem Punkt recht gibt, heißt das ja nicht, dass man alle ihre Aussagen gutheißt. - Es hat auch niemand von uns in ALLEM recht.


3

0
 
 Albertus Magnus 12. August 2013 
 

@Wolfgang Löhr

Gute oder Böse Taten sind nicht an eine bestimmte Person gebunden.


4

1
 
 Martyria 12. August 2013 

Bedenken

Der Gegner (Fr. Schwarzer) meines Gegners (Grüne) ist noch lange nicht mein Freund. Natürlich freue ich mich, dass sie ins gleiche Horn stößt, aber ich am überlegen, ob ich einer vehementen "Mein-Bauch-gehört-mir"-Befürworterin die Sorge um die Kinder abnehmen soll, die dann tatsächlich zur Welt kommen durften und dürfen.

Wenn es der Sache nutzen sollte, nun gut ...

@Wenzel: Es heißt "cui bono" (Wem nützt es?).


2

2
 
 girsberg74 12. August 2013 
 

„Unterdessen mahnte der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende Armin Laschet in der «Welt» (Montag) einen stärkeren «Aufklärungswillen» bei den Grünen an.“

Schön, dass der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende Armin Laschet das anmahnt, doch er hätte als Mitglied des Kuratoriums der Theodor-Heuss-Stiftung vielleicht etwas dagegen tun können, dass der Grüne Daniel Cohn-Bendit den diesjährigen Preis dieser Stiftung zuerkannt bekam.


6

0
 
 Wenzel 12. August 2013 
 

Oh ha, liest man richtig oder wie. Frau Schwarzer ist anderer Meinung als ihre grünen Helferinnen. Ob das aufrichtig gemeint ist, oder qui bono - vielleicht auch nur ein wenig eigenes Image pflegen .. nichts genaues weiß man nicht und aus rein menschlichem ermessen, glauben kann man dieser Frau auch nicht.


2

6
 
 Wolfgang Löhr 12. August 2013 

Warum gibt man Menschen wie Schwarzer hier ein Forum?

Es gibt sicher kaum einen Menschen in der deutschen Öffentlichkeit, der eine solche Mitverantwortung für soviel Leid und negative Entwicklungen in der Gesellschaft hat, wie Frau Schwarzer.


Ich denke hier z.B. an die vielen im Mutterleib getöteten Kinder, an das Leid der dazugehörigen Mütter, an das Leid das durch die Vergiftung des Geschlechterverhältnisses entstand und täglich neu entsteht (Scheidungen, Gewalt,...) uvm.

Fr. Schwarzer ist für mich der letzte Mensch, der sich anmaßen sollte, moralische Urteile zu fällen.



Bevor sie nicht ihre Fehler bereut, würde ich lieber den Kommentar eines x-beliebigen Passanten, den ich auf der Straße treffe lesen. Aber nicht die Auslassungen einer Person wie Alice Schwarzer.


Sexueller Mißbrauch ist ohne Zweifel eine schwere Sünde.


Aber die Überbewertung (im Vergleich zu ähnlichen Machtmißbräuchen ohne sexuellen Anteil), sowie die nicht selten vorkommenden Falschbeschuldigungen sollten hierbei nicht vergessen werden!


7

13
 
 Unverstellt 12. August 2013 
 

Frau Schwarzer...

zeichnete sich in den vergangenen 3 Jahren (insbesondere beiden Themen sexueller Missbrauch und verfehlter Einwanderungspolitik)durch vernunftgeprägte Stellungnahmen aus. Sie vermeidet ideologisches Geschwafel und bleibt sachlich. Sie ist in ihrer Einschätzung angenehm konstruktiv und gerecht. Wirklich faires Verhalten. Großen Lob an Frau Schwarzer.


5

2
 
 kmh 12. August 2013 
 

Frau Roth und Herr Oezdemir koennten sich doch auch mal mit den Opfern treffen, sich bei ihnen entschuldigen, oder?

In dem Zusammenhang Politik und Regeln finde ich auch immer wieder ein ganz heisses Eisen, dass es in der Landesverfassung von Hessen immer noch die Todesstrafe gibt. Es gibt genug Menschen, die danach schreien. Allein dass Bundesgesetz vor Lansesgesetz geht, setzt diesen Paragraphen ausser Kraft. Und wie lange noch?


3

2
 
 Herbert Klupp 12. August 2013 
 

Der Unterschied

Bei der Odenwaldschule und erst recht bei den von den Grünen begünstigten Pädophilenverbänden kommt das Unheil VON OBEN. Hochintellektuell bzw von der Leittung (Gerold Becker) selbst wird der Kindesmißbrauch verharmlosend rechtfertigt. Bei der Kirche gabs das NIE ! Die "Fälle" sind GEGEN die Lehre der Kirche erfolgt.

Das ist der Unterschied !


6

0
 
 kmh 12. August 2013 
 

Alice Schwarzer

ist intelligent. Und man kann ihr gewiss keinen schlechten Willen andichten in dem Bestreben, Frauen und Maedchen vor Missbrauch zu schuetzen. Wer die Wahrheit will, wird sie finden.

Opferfonds, geniale Idee!

Die Welt sollte sich ein Beispiel daran nehmen, wie die Katholische Kirche es mit der Aufarbeitung der schlechten Dinge und dem barmherzigen Umgang mit den Menschen vorsieht.


8

2
 
 carl eugen 12. August 2013 

Ich hätte nie im Leben geglaubt, dass ich das mal schreibe,...

aber ich muss Frau Schwarzer 100%ig zustimmen. Ich habe den Beitrag auf Frau Schwarzers Blog gelesen, und möchte ihr auch herzlich dafür danken.


7

2
 
 Albertus Magnus 12. August 2013 
 

Ich bin angenehm überrascht. Ehrlich gesagt, diese Präzision und dieses emotionsfreies Folgern hätte ich Frau Schwarzer nie und nimmer zugetraut.


6

2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. BDKJ richtet Kommission zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt ein
  2. USA: Gegen Ex-Kardinal McCarrick werden neue ungeheuerliche Vorwürfe erhoben
  3. Experte: Vatikan drängt stärker auf Anzeige von Missbrauch
  4. BILD berichtet über Viganòs schwere Vorwürfe gegen einen deutschen Prälaten
  5. Verbot von Kinder-Sexpuppen!
  6. Bistum Limburg ließ Vertuschungsstrategien bei Missbrauch rekonstruieren
  7. Argentinischer Nacktselfie-Bischof arbeitet wieder im Vatikan
  8. Pentin: „Keine Vatikan-Antwort auf Nachfragen nach McCarrick-Report“
  9. Lyon: Fünf Jahre Haft für Ex-Priester wegen Missbrauchs
  10. Köln: Pressekonferenz zur „Unabhängigen Untersuchung“ wird verschoben








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  2. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  3. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  4. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  5. Benedikt XVI. und Franziskus haben offenbar dasselbe Grab gewählt
  6. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  7. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  8. Tödlich verunglückt: Trauer um zwei Seelsorger
  9. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  10. Vatikanist Edward Pentin: Franziskus-Nachfolger ist „wahrscheinlich konservativ“
  11. Kathedrale von Sheffield löst um „Inklusion“ willen traditionsreichen Kirchenchor auf
  12. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  13. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  14. LEHRMÄSSIGE NOTE zur Abänderung der sakramentalen Formel der Taufe
  15. Dichter Reiner Kunze: Sprachgenderismus bringt Sexualisierung und Verarmung der Sprache 

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz