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Islam und Demokratie – ein Gegensatz?

10. August 2013 in Interview, 14 Lesermeinungen
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Interview mit Christine Schirrmacher zum Erscheinen ihres gleichnamigen Buches.


Bonn (www.kath.net/BonnerQuerschnitte)
BQ: Frau Professor Schirrmacher, die Arabellion macht Ihr neues Buch Islam und Demokratie – ein Gegensatz? höchst aktuell. Welche Antworten geben heutige muslimische Theologen darauf?

Schirrmacher: Etliche muslimische Meinungsführer und Theologen lehnen die Demokratie rundheraus ab. Sie halten sie nicht nur für „unislamisch“, sondern warnen auch Muslime in westlichen Gesellschaften vor einer zu weitgehenden Integration. Sie rufen sie dazu auf, sich abzuschotten und sich ihrer endgültigen Beheimatung in Europa zu verweigern. Besonders die in die Schlagzeilen geratenen Salafisten fallen durch ihre lautstarke Ablehnung der Demokratie und westlichen Gesellschaft auf.

Andere Theologen und Sprecher der muslimischen Gemeinschaft bejahen die Demokratie zwar als ureigenes islamisches Prinzip, begründen dann jedoch nur Teilaspekte der Demokratie mit dem Islam, während sie andere ablehnen, wie zum Beispiel den freien Religionswechsel auch für Muslime. Damit vereinnahmen sie die Demokratie und deuten sie um, bis sie in ihren vorgegebenen Deutungsrahmen hineinpasst: Demokratie darf für sie nur das sein, was ihnen nützt (wie etwa die Freiheit zur Verbreitung des Islam), aber nicht, was ihren von der Scharia, dem islamischen Recht, geprägten Auffassungen widerspricht (wie die westliche Pressefreiheit, die auch die Veröffentlichung von Karikaturen mit einschließt).

Wieder andere Intellektuelle, Theologen oder Autoren haben verschiedene Modelle der Vereinbarkeit des Islam mit Freiheits- und Gleichheitsrechten sowie der Begründung der Demokratie aus dem Islam entworfen. Demokratien und demokratische Prinzipien vollständig zu bejahen ist jedoch nur möglich, wenn das klassische Schariarecht nicht als heute verbindlich anzuwendendes Recht betrachtet wird.

BQ: Sind Demokratien „christlich“ und daher nicht mit dem Islam kompatibel?

Schirrmacher: Eine Demokratie ist keine religiös legitimierte Herrschafts- oder Staatsform, von daher kann sie per se nicht „christlich“ sein. Sie besitzt allerdings einige Kennzeichen, die man als politische Umsetzung einiger christlicher Grundprinzipien bezeichnen könnte, auch wenn nicht alle Demokratien – das gilt vor allem für Indonesien und die Türkei – kulturell vom Christentum geprägt sind.

BQ: Inwiefern setzen Demokratien „christliche“ Prinzipien um?

Schirrmacher: Zum Beispiel die christliche Grundannahme, dass Menschen fehlbar sind und Macht zum Machtmissbrauch verleiten kann. Der Versuch, die Macht der Machthabenden zu beschränken, kommt innerhalb der Demokratie durch die Möglichkeit der Abwahl aller demokratisch gewählten Volksvertreter sowie durch das Vorhandensein von Kontrollgremien (wie etwa dem Parlament) zum Ausdruck.

Das Prinzip des allgemeinen und gleichen Wahlrechts, das jedem Bürger dieselbe Anzahl an Stimmen und dasselbe Gewicht seiner Stimme zumisst, kann als politische Umsetzung des biblischen Gedankens der Gleichheit aller Menschen vor Gott und der daraus abgeleiteten Menschenwürde betrachtet werden.

So wie der einzelne Mensch vor Gott frei ist in seiner Entscheidung und in erster Linie seinem Gewissen verpflichtet, so ist es auch der Bürger in einer Demokratie, in der freie und vor allem geheime Wahlen eine Manipulationen der Wahlentscheidung verhindern sollen.


BQ: Was bedeutet das in Bezug auf die Frage legitimer Herrschaft?

Schirrmacher: Vom Alten und Neuen Testament her kommt die Ablehnung der Auffassung her, dass sich in der weltlichen Herrschaft eine unhinterfragbare, quasi göttliche Autorität manifestiert. Herrscher unterstehen dem Gesetz und der für alle geltenden Ethik. Herrschende sind in Demokratien keine unfehlbaren und unhinterfragbaren Gottkönige, sondern korrekturbedürftige Verwalter in herausgehobener Position, deren Macht begrenzt und kontrolliert werden muss. Dies entspricht der biblischen Erkenntnis von der Anfälligkeit aller Menschen für Versuchungen sowie dem generellen Verbot, Menschen an die Stelle Gottes zu setzen.

Dass der Regierende hinsichtlich seines moralischen und strafrechtlichen Handelns nach denselben Maßstäben wie seine Bürger beurteilt wird, kann als politische Umsetzung des christlichen Menschenbildes betrachtet werden, das jedem Menschen dieselbe unveräußerliche Gottesebenbildlichkeit zuspricht. Wenn Machthaber zur Rechenschaft für ihr Handeln gezogen werden, könnte dies auch als Umsetzung des biblischen Gedankens der Haushalterschaft betrachtet werden, dem zufolge sich alle Menschen ohne Ansehen der Person vor Gott und Menschen für ihr Handeln verantworten müssen (Lukas 12,20). Logische Konsequenz aus der Gottesebenbildlichkeit des Menschen, seiner Würde und Freiheit ist auch seine Gewissens- und Religionsfreiheit.

BQ: Können im Islam Staat und Religion getrennt werden?

Schirrmacher: Der Korantext gibt selbst so wenig konkrete Auskunft über diese Frage, dass ihm kaum Regieanweisungen für eine als ideal betrachtete Herrschaftsform entnommen werden können. Zwar könnte aus der Rolle Muhammads als Heerführer, Gesetzgeber und Prophet geschlussfolgert werden, dass die ideale islamische Herrschaft geistliche und weltliche Herrschaft zugleich sein soll. Vor allem Führer aus dem islamistischen Spektrum haben dieses Modell als einzig legitime Herrschaftsform propagiert und auf die Umsetzung dieses Ideals mit allen Kräften hingewirkt.

Allerdings handelt es sich bei diesem Gedanken der Einheit von Staat und Religion vor allem um ein in die islamische Geschichte zurückprojiziertes Ideal. In Wirklichkeit musste sich die islamische Gemeinschaft spätestens nach der Regierungszeit der Muhammad nachfolgenden vier Kalifen (sie regierten 632–661 n. Chr.) in ihrer gesamten Geschichte mit der Tatsache auseinandersetzen, dass es einen einzigen Herrscher über die Gesamtheit der Muslime und eine Einheit von weltlicher und geistlicher Macht niemals mehr gegeben hat. Realität war vielmehr eine Vielzahl miteinander um die Macht ringender rivalisierender Familien, Dynastien und theologischer Gruppierungen, die sich gegenseitig bekämpften und sich den Herrschaftsanspruch beziehungsweise die Deutungshoheit über den Islam erbittert streitig machten.

BQ: Wie sah das konkret aus?

Schirrmacher: Schon unmittelbar nach Muhammads Tod 632 n. Chr. brach unter seinen Anhängern ein grundsätzlicher theologischer (und machtpolitischer) Streit um seine Nachfolge aus: Spätestens mit dem Jahr 680 n. Chr. – der für die muslimische Gemeinschaft so folgenschweren Entscheidungsschlacht von Kerbela im heutigen Irak – gilt die Gruppierung der Schiiten neben der Mehrheit der Sunniten als fest etabliert und die Gemeinschaft der Muslime als in grundsätzlichen Fragen gespalten. Sunniten wie Schiiten spalteten sich über die Jahrhunderte hinweg in weitere zahlreiche Gruppierungen und Untergruppierungen auf.

Während das Kalifat unter den vier ersten Nachfolgern Muhammads bis zum Jahr 661 n. Chr. noch eine gewisse Einheit von weltlicher und geistlicher Macht repräsentiert hatte, wurde in späteren Jahrhunderten die immer stärkere konfessionelle und machtpolitische Spaltung Realität. Von einer Einheit von weltlicher und religiöser Herrschaft oder auch nur von einer einheitlichen Beantwortung der Frage, wer berechtigt ist, die gesamte Gemeinschaft der Muslime zu regieren oder auch nur zu repräsentieren, kann vom ersten islamischen Jahrhundert an nicht mehr die Rede sein.

BQ: Wie begründen islamische Theologen die „Wiederfindung“ der Demokratie im Islam?

Schirrmacher Zur „Wiederfindung“ der Demokratie im Islam weisen muslimische Wortführer heute immer wieder darauf hin, dass schon der Koran eine Beratung des Herrschers befürworte, also die Einbeziehung mehrerer Stimmen in politische Entscheidungsprozesse von der Zeit Muhammads an. Zumeist werden für diese Sichtweise die Suren 3,159 und 42,38 angeführt, die empfehlen, dass sich die gläubigen Muslime untereinander „beraten“ sollen. Der Begriff „beraten“, der im Koran im Arabischen in beiden Versen Verwendung findet, besitzt dieselbe Wurzel wie der heute im politisch-islamischen Bereich oft verwendete Terminus der „Schura“ („Beratung“). Aus der Sicht islamischer Apologeten soll die Schura als eine Art „islamische Demokratie“ im Laufe der islamischen Geschichte etabliert worden sein.

BQ: Ist dem zuzustimmen?

Schirrmacher: Es ist zwar richtig, dass in der Geschichte des Islam die ersten vier Kalifen nach Muhammad aus einer Wahl hervorgingen; aber schon die Dynastie der Umayyaden machte das Kalifat ab dem Jahr 661 n. Chr. erblich. Sicher hat sich, wie die islamische Geschichtsschreibung erläutert, auch Muhammad mit seinen Vertrauten über Kriegszüge und Friedensschlüsse beraten. Realistisch betrachtet sind jedoch weder in der islamischen Geschichte noch in der Gegenwart – zumindest in arabischen Ländern – Elemente einer echten Demokratie nach oben beschriebener Definition nachweisbar. Es finden sich auch heute dort nicht einmal Gremien, die die Macht wirksam kontrollieren und einem westlich-demokratischen Parlament auch nur annähernd vergleichbar wären. Zwar tragen die Konsultativgremien einiger Länder, insbesondere in den Golfstaaten, den Titel »majlis ash-shura« (Konsultativrat; beratendes Gremium); dennoch sind gerade die Golfmonarchien in der Regel absolute Monarchien, in deren „Beratergremien“ die einflussreichen Familien des Landes Vertreter entsenden.

Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Gremien die absolute Macht der Herrscherfamilie begrenzen, kontrollieren, den Herrscher bei Rechtsverstößen zur Verantwortung ziehen oder sogar absetzen könnten. Die Herrschaftsform der Frühzeit des Islam ist das Kalifat, später die Autokratie, die absolute Monarchie oder das autokratische Präsidialsystem (ein de facto allmächtiger Präsident herrscht mit einem Scheinparlament), sowie in einigen wenigen Fällen die Theokratie. Echte Demokratien sind im arabischen Raum bisher jedoch nicht entstanden.

BQ: Können islamische Gesellschaften demokratisch sein?

Schirrmacher: „Der Islam“ als private Religionsausübung oder ethisches Wertegerüst wird einer Demokratie kaum entgegenstehen. Es gibt keinen Grund, anzunehmen, dass die Ausübung des Islam als Religion, zum Beispiel durch Gebet und Fasten, im unversöhnlichen Widerspruch zu einer Demokratie stehen sollte. Allerdings gilt das nur in Bezug auf den Islam als persönlicher Glaube, nicht in Bezug auf den Islam als Rechtssystem, das Gesetze, Werte und Normen bestimmt.

Wo das Schariarecht Gesetz, Gesellschaftsordnung und Rechtsprechung prägt, können keine umfangreichen Freiheitsrechte im Sinne der UN-Charta der Menschenrechte von 1948 zugelassen werden, denn das Schariarecht kann nach seiner traditionellen Auslegung weder Männern und Frauen noch Muslimen und Nichtmuslimen noch Religionswechslern oder Atheisten Gleichberechtigung zubilligen. Daher ergeben sich in Bezug auf eine islamische Gesellschaft, in der Scharianormen das Rechtssystem prägen, erhebliche Schwierigkeiten auf dem Weg in die Demokratie, so etwa auf den Gebieten des Ehe- und Familienrechts, in Bezug auf umfassende Menschenrechte, das Strafrecht sowie die Meinungs-, Gewissens- und Religionsfreiheit.

BQ: Ein Wort zum Schluss?

Schirrmacher: Bisher wird das Schariarecht als ein Kompendium von Geboten aus der Zeit des 7. bis 10. Jahrhunderts n. Chr. als unaufgebbares Gottesgesetz gelehrt und Muhammad gilt als nicht hinterfragbares zeitloses Vorbild, nicht nur in religiösen Belangen, sondern auch in seiner Funktion als Gesetzgeber und Heerführer. Solange das der Fall ist, werden Meinungs- und politische Freiheiten, Gleichheitsrechte von Frauen und Männern oder Muslimen und Nicht-Muslimen sich nicht entwickeln können, ebenso wenig wie Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit und Gewissens- und Religionsfreiheit.

Demokratie entsteht nicht einfach von selbst und kann von außen zwar unterstützt, aber nur sehr bedingt in eine Region hineingetragen werden. Demokratie braucht wirtschaftliche Entwicklungen, aber vor allem einen weltanschaulichen Humusboden, um wachsen und gedeihen zu können. Demokratien brauchen ideengeschichtliche Ableitungen und Begründungen, die auf übergeordneten, von einer Mehrheit anerkannten weltanschaulichen Grundlagen basieren und aus diesen heraus erklärt werden können – nur dann werden sie sich bei einer Mehrheit durchsetzen und gesellschaftlich etablieren können.

BQ: Herzlichen Dank für das Interview!


Christine Schirrmacher.
Islam und Demokratie – ein Gegensatz?
SCM Hänssler: Holzgerlingen, 2013.
Pb. 101 S.
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Lesermeinungen

 aprosdoketos 11. August 2013 
 

@dominique

Das ist aber kein spezifisch islamisches Problem! Es gibt auch in Europa zwei Staaten, welche die Menschenrechtskonvention bis heute nicht anerkannt haben. Einer davon ist Weißrussland.


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 Wendelmann 11. August 2013 
 

Merkel christlich?

@noir58 Ich gebe Ihnen vollkommen recht. Das letzte Argument für einen Christen ist nicht, ob ein Land demokratisch ist oder nicht, sondern, ob es Gottes Gebote hält oder nicht. Außerdem ist an Demokratien problematisch, wenn man mangels Alternativen gar nicht frei wählen kann, sondern höchstens das geringste Übel aussucht. Macht Angela Merkel wirklich eine christliche Politik? Wendet sie sich ernsthaft gegen Abtreibung und Homoehe? Ich glaube, wir brauchen eine echte, christliche Alternative.


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 eiss 11. August 2013 
 

Was ist Demokratie

nach der Aufdeckung der NSA-Überwachung durch Snowden?

Gibt es noch Demokratie im Sinne nationaler Souveränität oder im Sinne bürgerlicher Freiheiten? Oder sind das einfach nur wehmütige Erinnerungen an vergangene Zeiten? Und wenn dann noch das "Christentum" synonym zu setzen sein soll mit dieser Überwachungskultur, der Islam aber einen Gegensatz dazu darstellt (was in vielen Punkten richtig ist), dann hat nicht der Islam, sondern dann haben wir ein Problem.

Der amerikanische Krieg der Kulturen (Huntington 1996) hat nicht nur Leid und Verderben in die arabischen Staaten getragen, er hat auch unsere politische Kultur im Grundsatz verändert. Alles richtig gesagt über den Islam, aber der Ort von dem aus der Artikel spricht, existiert der noch?


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 Dismas 11. August 2013 

@Herbert Klupp

stimme mit Ihnen überein, nur den Hinweis auf "faschichtisches Prinzip" finde ich recht einseitig. Das ist allgemein dem totalitären "Sozialistischen Prinzip" eigen ob Nationalsozialismus oder Kommunismus: Einmal ist das Volk, dann die "Klasse" alles und die Partei hat immer recht. Dies alles widerspricht vollkommen dem christlichen individuellen Menschenverständnis, das aus der Ebenblidlichkeit GOTTES entspringt. Eine wahre Reigion kann mit "Demokratie" nicht in allen Punkten zurechtkommen. Denn die WAHRHEIT ist kein Gegenstand einer Mehrheitsabstimmung. Siehe z.B. die "demokratischt" legitimierte Abtreibungsmorde und Euthanasie...


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 Wiederkunft 11. August 2013 
 

Raqmadan

Heute in ORF Schlagzeilen:"800 Tote in Bagdad durch Anschläge zum Ende des Ramadan. Britisch Regierung warnt vor den vielen Zwangsverheiratungen junger Mädchen in den Ferienmonaten". Was hat der Islam wirklich schon gutes hervor gebracht? Eine Demokratie die den Menschen dient, die ihn achtet, die den Menschen seine Freiheit lässt sicher nicht. Von mir gibt es erst Grüße an die Religionsführer dieses Glaubens, wenn sie alle diese Werte einhalten, aufhören zu töten ,dann wird Gott vielleicht auch ihre vielen Gebete erhören und es kann in diesen Ländern endlich Frieden werden. Noch besser wäre es, wenn sie sich zu Jesus Christus bekennen würden, denn es gibt keinen anderen Namen unter diesen Himmelszelt!


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 mapa 11. August 2013 
 

Irak

Wenn es ja so klar sein sollte, daß sich der Islam mit der Demokratie nicht vereinbaren läßt, so frag ich mich, warum die USA gegen den Irak einen ungerechten Krieg geführt haben und nun einen der größten Scherbenhaufen der Geschichte hinterlassen haben.


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 demoslogos 10. August 2013 
 

@noir58

Nur weil die Nazis demokratisch gewählt wurden, waren noch lange nicht alle ihre Gesetzte und Handlungen demokratisch und legitim. Das erkennt man schon daran das es in einigen Kommunen und Ländern Widerstand gegen deren Auflösung und Gleichschaltung gab.
Außerdem gehören noch ein paar mehr Ursachen die zur Entstehung des Nazis-Reiches beitrugen, z.B. das das Böse geschaffen wurde.


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 ulmi 10. August 2013 
 

Islam und Demokratie - ein Gegensatz?

Diese Frage müsste eigentlich bereits durch die objektive Wahrnehmung der Realität beantwortet sein.
Ich frage mich, warum immer wieder über ein solches Thema polemisiert wird, anstatt einmal klar und deutlich NEIN zu sagen.
Ist es die Angst vor der zu erwartenden Gewalt? Wahrscheinlich.

Nicht umsonst haben die USA in fast allen islamischen Ländern ihre Botschaften zum Ende des Ramadan geschlossen, und selbst England und Deutschland haben im Jemen nachgezogen. Sicherlich nicht aus bilateralen demokratischen Erwägungen heraus.


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 noir58 10. August 2013 
 

Ist Demokratie christlich?

Das 3. Reich entstand als Folge demokratischer Wahlen. Das Ergebnis: Millionen ermordeter Menschen.

Unsere Abtreibungspraxis entstand als Folge demokratischer Wahlen.

Da muß sich der Islam noch sehr antrengen, um so viele Menschenleben zu vernichten, wie wir dies durch unser demokratisches System praktiziert haben und weiterhin praktizieren.

Sind die demokratische gewählten Führer wirklich die Menschen, die uns Gott als Führer unseres Landes geben würde? Das darf man bezweifeln.

"An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen" sagt uns Jesus.


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 willibald reichert 10. August 2013 
 

Herbert Klupp

Man sollte auch noch ergänzen, daß der
Islam bei einem Verstoß gegen den Willen
Allahs die Selbstjustiz legitimiert. Ein solches Rechtsverständnis ist diametral
zum jüdisch-christlichen und ist eine
Willkürermächtigung sondersgleichen.


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0
 
 stri 10. August 2013 
 

Eine Hoffnung

Trotz des schlimmen und menschenfeindlichen Bildes des Islam, möchte ich eine Hoffnung zur Diskussion stellen. Natürlich hat der Islam eine antichristliche oder allgemein gesagt menschenfeindliche Lehre und ist im Kern von Gewalt und Hass gegenüber Andersdenkenden geprägt. Aber: Laut verschiedenen Berichten haben immer mehr Menschen den Mut, den Islam zu verlassen und werden oft Christen. In arabischen Ländern gibt es eine wachsende Untergrungkirche. Muslime werden in Ägypten Kopten. Insgesamt steht die islamische Welt sehr unter Spannung und ich meine, dass durch die Gewaltausbrüche des Islams viele Menschen den Islam satt haben. Eigentlich hängt der Islam nur noch am Pedrodollar. Daher meine Prognose: Der Islam wird auseinanderbrechen, was allerdings noch lange dauern kann. In Europa wird er zunächst noch stärker, was zur Folge hat, dass die vielen Namenschristen aus der Kirche verschwinden werden. Solch eine verweltlichte Kirche wie im Westen gibt es unter Verfolgung nicht.


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 Herbert Klupp 10. August 2013 
 

Beweis durch Geschichte und Gegenwart

Ergänzend zu meinen vorigen Ausführungen empfehle ich noch den Blick auf Geschichte und Gegenwart des Islam:
1. die real existierenden islamischen Staaten sowie der geschichtlich faßbare Islam der letzten 1400 Jahre beweisen zusätzlich diese These
2. die Türkei war vielleicht ein "bischen demokratisch" als sie streng nach Atatürk (=unislamisch) regiert wurde. Jetzt sind sie auf dem Weg in den Islamismus. Von daher kann man GLATT VORHERSAGEN, daß sie das bischen Demokratie, das sie hatten, verlieren werden in den nächsten Jahren / Jahrzehnten. Man sehe sich heute schon dazu bspw die Massen verurteilter Journalisten an ...


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 Herbert Klupp 10. August 2013 
 

Demokratie unmöglich

Rein theoretisch könnte man sich einen "demokratischen Islam" denken. Aber es ist in Wirklichkeit unmöglich, es ist praktisch und politisch unmöglich.
Bekanntlich lebt die Demokratie von Voraussetzungen, die sie nicht selber produzieren kann.
Der Islam schafft nicht nur diese Voraussetzungen nicht, er negiert sie, und das sogar im Sinne einer gründlichen Gehirnwäsche.
1.) die Gehirnwäsche besteht in der Todesstrafe für Abweichler
2.) Unfreiheit, der Gehorsam gegenüber Allah, dem Koran, der Scharia und ihren jeweiligen Auslegern
3.) Du bist nichts im Islam, die Religion ist alles (faschistisches Prinzip)
4.) der Mensch ist NICHT das Ebenbild Gottes im Islam, sein Wert ist daher relativ
und vieles andere mehr ...


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 dominique 10. August 2013 
 

UN-Charta der Menschenrechte von 1948

Diese Charta wurde von den islamischen Staaten abgelehnt und erhielt durch die sog. "Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam" (1990) den islamischen Gegenentwurf (man beachte die alles auf den Kopf stellende Formulierung "im Islam" (= Unterwerfung der Menschenrechte dem Islam (Scharia) = die glatte Negierung und Zerstörung des Grundprinzips der Menschenrechte = für demokratisch denkende Menschen eine wertlose Formulierung, die abzulehnen ist, weil sie den Original-Gedanken untergräbt und verdunkelt = übrigens typisch für die islamische Vorgehensweise der Vereinnahmung und Sinnentstellung in der Geistesgeschichte = fängt schon mit dem Koran an, hat sich nie geändert und ist DAS geistige Markenzeichen des Islam).


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