Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  2. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  5. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  6. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  7. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  8. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  9. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  10. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  11. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  12. Viel Lärm um nichts?
  13. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  14. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  15. "Derselbe Polarstern"

Bischöfe warnen wegen Abtreibungsreform vor Kulturwechsel in Irland

9. Juli 2013 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die katholischen Bischöfe Irlands haben sich erneut entschieden gegen die geplante Reform des Abtreibungsgesetzes gewandt - Vier Pro-Life-Politiker wurden aus Partei ausgeschlossen, weil sie sich nicht an den Fraktionszwang hielten.


Dublin (kath.net/KNA/red) Die katholischen Bischöfe Irlands haben sich erneut entschieden gegen die geplante Reform des Abtreibungsgesetzes gewandt. Eine Annahme des Gesetzentwurfs wäre ein «fundamentaler Eingriff in die medizinische Praxis in Irland» und ein «Kulturwechsel», stellten sie in einer am Montag veröffentlichten Erklärung der Irischen Bischofskonferenz. Eine Liberalisierung des Gesetzes würde akzeptieren, dass Abtreibung eine «angemessene Antwort auf Selbstmordgedanken» sein könne. Zudem würde sie «ernste moralische, gesetzliche und verfassungsmäßige Konflikte im Bereich der Gewissens- und Religionsfreiheit schaffen».

Vor einer Woche hatte das irische Parlament in erster Lesung mit großer Mehrheit eine Reform des Abtreibungsgesetzes angenommen. Der Entwurf sieht eine Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen im Fall einer Gefährdung des Lebens der Mutter vor. Für diese Woche steht die endgültige Abstimmung an. Nach einer Testperiode soll die neue Rechtslage dann später noch einmal überprüft werden.


Mit der Reform will die Regierung ein Grundsatzurteil des höchsten irischen Gerichts umsetzen. Es hatte bereits 1992 entschieden, dass eine Abtreibung gerechtfertigt sein könne, wenn so das Leben der Mutter gerettet werden könnte. Die Regelung blieb aber umstritten und fand keinen Eingang in das entsprechende Gesetz. Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg verlangte daher 2010 eine Klärung des Abtreibungsgesetzes; die Rechtsunsicherheit stelle angeblich eine Verletzung der Menschenrechte irischer Frauen dar.

Neu angestoßen hatte die öffentliche Diskussion der Fall einer im Krankenhaus verstorbenen jungen Frau. Die 31-jährige Inderin Savita Halappanavar war im Oktober 2012 wegen einer Harnwegsinfektion eingeliefert worden, kath.net hat berichtet. Sie hatte sich mit einem antibiotikaresistenten Stamm von E. coli-Bakterien infiziert und starb wenige Tage später an Blutvergiftung. Sterbend hatte sie noch um Abtreibung gebeten, dieser Bitte war seitens der Ärzte nicht entsprochen worden. Der Ehemann verklagte die Universitätsklinik unterdessen wegen medizinischer Fahrlässigkeit. Prolife-Expertin Stephanie Gray hatte dazu angemerkt: „Man fragt sich, wie die Abtreibung von Halapanavars Baby Prasa den Erreger E. coli hätte töten sollen“. Trotzdem wurde der Todesfall zum Türöffner in der Diskussion um die Liberalisierung des Abtreibungsverbotes hochstilisiert.

Die Bischöfe verlangen weiter eine Aufhebung des Fraktionszwangs bei der weiteren Entscheidung in dieser «grundsätzlichen moralischen Frage». Eine freie Abstimmung gehöre zur Meinungsfreiheit und zu den Prinzipien einer demokratischen Gesellschaft. Am Tag nach der ersten Lesung waren vier Abgeordnete der regierenden Fine-Gael-Partei wegen ihres Widerstands gegen die Abtreibungsreform aus ihrer Partei ausgeschlossen worden. Sie hatten sich dem Fraktionszwang widersetzt. Dennoch wurde die Reform mit 138 zu 24 Stimmen angenommen.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Irland

  1. „Möge die Hand Gottes uns schützen“
  2. Trendwende in Irland? Beginnt eine Rückkehr zum Glauben?
  3. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit
  4. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  5. Irische Ärzte, die Abtreibungen durchführen, erhalten dafür im Durchschnitt 21.000 Euro pro Jahr
  6. "Im Laufe der neun Monate hat Jesus Stück für Stück mein Herz verändert und geheilt!"
  7. Holy Family Mission – ein missionarisches Projekt zur Erneuerung der Kirche in Irland
  8. Irischer Priester verweigert Pro-Abtreibungspolitiker die Kommunion
  9. Der zukünftige irische Premierminister ist kein Freund der Katholiken
  10. Irland: Wähler lehnen Verfassungsänderung zu Familie und Rolle der Frau ab







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  3. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  4. "Derselbe Polarstern"
  5. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  6. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  7. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  8. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  9. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  10. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  11. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  14. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  15. „Die Generation Z, die in Manhattan zur Messe kommt, sucht keine alternative Clubszene“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz