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| ![]() Katholiken kritisieren Presserats-Stellungnahme zu Papsthäme10. Juni 2013 in Deutschland, 7 Lesermeinungen Deutscher Presserat: Die Überschrift 'Juntakumpel löst Hitlerjungen ab' ist nur ein Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht Bonn (kath.net/KNA) Mit scharfer Kritik hat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) auf eine Stellungnahme des Deutschen Presserates zur Papstberichterstattung reagiert. Das Selbstkontrollorgan der deutschen Presse hatte am Donnerstag zwar die Berliner «tageszeitung» (taz) wegen einer Überschrift zum Amtsantritt von Papst Franziskus gerügt, dabei aber lediglich von einem groben Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht gesprochen. Die Zeitung habe mit der Überschrift «Junta-Kumpel löst Hitlerjunge ab» eine «nicht bewiesene Tatsachenbehauptung» verbreitet und Jorge Mario Bergoglio ohne ausreichende Belege eine Nähe zu einer mörderischen Diktatur unterstellt, so der Presserat. ZdK-Generalsekretär Stefan Vesper kritisierte am Freitag in Bonn, dass der Presserat zugleich eine Rüge wegen der Verletzung religiöser Gefühle ablehnte. Laut dem Presserat sind Bewertungen wie «Alter Sack I. folgte Alter Sack II.» oder «esoterischer Klimbim» als Bezeichnung für katholische Dogmatik «zwar provokativ und polemisch»; sie seien jedoch vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt. Vesper bezeichnete diese Sicht als «völlig unangemessen». Es handele sich um eine «erhebliche Verletzung von religiösen Gefühlen vieler katholischer Christen». Der Presserat müsse seine Entscheidungskriterien überdenken. Gerade in einer säkularen und offenen Gesellschaft, die vom gegenseitigen Respekt vor den Überzeugungen des anderen lebe, müsse man Respekt gegenüber den Religionsgemeinschaften pflegen, so der Generalsekretär. Gegen die taz-Berichterstattung waren nach Angaben des Presserates rund 50 Leserbeschwerden eingegangen. So hatte ZdK-Präsident Alois Glück die taz scharf kritisiert und Beschwerde beim Presserat eingereicht, weil er die religiösen Gefühle vieler Katholiken verletzt sah. Auch die Speyerer Bistumszeitung «Der Pilger» hatte Beschwerde eingelegt. Deren Chefredakteur Norbert Rönn erklärte dazu am Freitag, er begrüße die Rüge durch den Presserat, kritisiere aber, dass beleidigende Passagen nicht beanstandet worden seien. «Diese berühren sehr wohl die menschliche Würde und verletzen religiöse Gefühle», wie zahlreiche Rückmeldungen von Lesern des «pilger» zeigten. (C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuMedien
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