Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  11. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  12. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  13. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Franziskus und Tawadros betonen Willen zur Einheit

10. Mai 2013 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst Franziskus beim Besuch des koptischen Papst-Patriarchen im Vatikan: "Wir ersehnen den Tag, an dem wir Gottes Willen erfüllen und gemeinsam an dem einen Kelch teilhaben werden"


Vatikanstadt (kath.net/KAP/CNA) Papst Franziskus und der koptisch orthodoxe Papst-Patriarch Tawadros II. (siehe Foto) haben ihren Willen zur Einheit der katholischen und der koptisch-orthodoxen Kirche betont.

Die Gläubigen seien durch die eine Taufe verbunden, sagte Franziskus am Freitag im Vatikan. "Wir ersehnen den Tag, an dem wir Gottes Willen erfüllen und gemeinsam an dem einen Kelch teilhaben werden", so Franziskus. Schon jetzt verbinde die römisch-katholische und die koptisch-orthodoxe Kirche ein brüderliches und fruchtbares Verhältnis. Gemeinsam müssten die Kirchen für Vergebung, Frieden und Versöhnung in der Welt eintreten.

Tawadros sagte im Gespräch mit Papst Franziskus: “Das wichtigste Ziel für die katholische und die koptische Kirche ist die Förderung des ökumenischen Dialoges, um das meistangestrebte Ziel zu erreichen: die Einheit”.

Nach Franziskus' Worten besitzen die Kopten ein "unschätzbares Erbe von Märtyrern, Theologen, heiligen Mönchen und gläubigen Jüngern Christi". Das Evangelium hätten sie oft auch in Situationen großer Widerstände bezeugt. Der Papst sicherte Tawadros II. die Solidarität der Katholiken mit den Kopten zu, die in Ägypten "täglich leiden". "Es gibt auch eine Ökumene des Leidens", so Franziskus. Auf dem Weg zur kirchlichen Einheit sei das Mitgefühl ein wichtiges Element.


Der Papst dankte Tawadros II. bei der 20-minütigen herzlichen Begegnung für die deutlichen Signale, die er in seiner erst kurzen Amtszeit für die Ökumene gesetzt habe. Besonders hob er die Gründung des "Nationalen Rates Christlicher Kirchen" in Ägypten hervor, für die sich Tawadros II. eingesetzt hatte. Er lobte den Einsatz, den die Kopten für eine friedliche Entwicklung im Sinne der gesamten ägyptischen Gesellschaft zeigten.

Als Geschenk überbrachte der Patriarch dem Papst ein ostkirchliches Pektorale, ein Brustmedaillion mit dem Bild der Gottesmutter, sowie eine Christus-Ikone. Franziskus revanchierte sich mit der Kopie eines alten Codex aus den vatikanischen Museen.

Der fünftägige Besuch des koptischen Papstes im Vatikan erinnert an die gemeinsame christologische Erklärung beider Kirchen vor 40 Jahren. Im Mai 1973 hatten Tawadros' Vorgänger Schenuda III. und Papst Paul VI. in dem Dokument bekannt, beide Kirchen teilten den gleichen Glauben, trotz unterschiedlicher Formulierungen.

Franziskus würdigte das damalige Ereignis als Meilenstein der Ökumene nach Jahrhunderten des Misstrauens und als Ausgangspunkt für eine Annäherung der Katholiken an die ganze Familie der Ostkirchen.

Franziskus hat "eines der wichtigsten Ämter"

Auch Tawadros II. lobte die "exzellenten Beziehungen" zwischen beiden Kirchen. Er hoffe, dass sie im Dienste des Friedens in der Welt immer enger würden, sagte er in seiner Rede. Wichtigstes Ziel des Dialogs bleibe die Einheit der Kirchen. “Das wichtigste Ziel für die katholische und die koptische Kirche ist die Förderung des ökumenischen Dialoges, um das meistangestrebte Ziel zu erreichen: die Einheit.”

Papst Franziskus gratulierte er zu dessen Wahl im März. "Es ist eines der wichtigsten Ämter der christlichen Gemeinschaft", so Tawadros II. Er betonte den wichtigen Beitrag der Kopten für die Entwicklung des Christentums. Die Patriarchen und Päpste von Alexandria, die sich auf den Evangelisten Markus zurückführen, hätten in der Theologie eine führende Rolle gespielt.

Tawadros II. schlug in seiner Rede vor, den 10. Mai zum festen Gedenktag zur Erinnerung an die koptisch-katholische Erklärung vor 40 Jahren zu erheben. Neben dem Gespräch beider Päpste war auch ein gemeinsames Gebet vorgesehen.

Koptischer Gottesdienst am Sonntag

Am Freitagmorgen waren Tawadros II. und seine Delegation zu einem Treffen mit Vertretern des päpstlichen Rates für die Einheit der Christen eingeladen. Für den Nachmittag stand eine Begegnung mit Roms Bürgermeister Gianni Alemanno auf dem Programm.

Am Wochenende sind ein Treffen mit koptischen Gläubigen in Rom und die Feier einer "Göttlichen Liturgie" vorgesehen. Der Rom-Besuch endet am Montag mit einem Gespräch mit dem Präfekten der Ostkirchenkongregation, Kardinal Leonardo Sandri.

Die koptischen Christen bilden die größte nichtmuslimische Minderheit in Ägypten. Ihr Anteil unter den 80 Millionen Bürgern wird mit rund zehn Millionen angegeben.

Koptischer Patriarch Tawadros II. wird von Papst Franziskus empfangen (Rome Reports)


Der koptische Patriarch Tawadros II. direkt vor der Begegnung mit Papst Franziskus (Unkommentiertes Video)


Foto der Begegnung:


Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 placeat tibi 10. Mai 2013 
 

@Einsiedlerin

Ja, veni!

Bitte jetzt noch einmal so einen Sprung wie vor 40 Jahren. Es wäre ein Segen für Kopten und Katholiken!


1
 
 Einsiedlerin 10. Mai 2013 
 

*Freu*

Wie schön! Hoffentlich kommt wirklich ganz bald die volle Gemeinschaft mit unseren orthodoxen Geschwistern. Komm, Heiliger Geist!


3
 
 lolly 10. Mai 2013 
 

ein kleiner Unterschied ist,...

dass der koptische Papst unbehelligt und unerkannt auf der Straße vor dem Ökumenerat stehen kann :-D


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kopten

  1. Koptisch-Orthodoxe Kirche nimmt Dialog mit Rom wieder auf
  2. Ägypten: Mindestens 41 Tote bei Brand in koptischer Kirche in Kairo
  3. Kinofilm zum Schicksal der 21 christlich-koptischen Märtyrer in Libyen: Drehbeginn steht bevor
  4. Hausmeister in Ägypten wegen Tötung eines Priesters angeklagt
  5. Koptischer Papst-Patriarch Tawadros II. besucht Saudiarabien
  6. Kopten öffnen auch nach Attentat weiterhin ihre Kirchen
  7. Kopten-Papst weiht in den USA 68 neue Kirchen
  8. Koptische Kirche verbietet Mönchen das Twittern
  9. 25 Jahre koptisches Kloster in Höxter
  10. Ägypten: Zu Weihnachten Weihe der größten Kirche des Nahen Ostens







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  3. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  4. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  5. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  6. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!
  9. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  10. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  11. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  14. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  15. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz