Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  3. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  4. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  5. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  6. Der entschärfte Gott
  7. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  8. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  9. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  10. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  11. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  12. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  13. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef
  14. UNO: Vatikan fordert weltweites Aus für Leihmutterschaft
  15. „Gesellschaftliche Zeitbombe“: BKA-Studie warnt vor Radikalisierung junger Muslime in Deutschland

Kirchentag: Bundespräsident Gauck äußert sich kritisch zur Abtreibung

3. Mai 2013 in Deutschland, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gauck: Manche Menschen machten sich die Frage danach, ob ein Kind geboren werden solle oder nicht, „einen Tick zu leicht“ – Gauck traf im Gespräch auf den querschnittsgelähmten Samuel Koch („Wetten, dass…?“)


Hamburg (kath.net/idea) Bundespräsident Joachim Gauck hat sich kritisch zur Abtreibungspraxis in Deutschland geäußert. Manche Menschen machten sich die Frage danach, ob ein Kind geboren werden solle oder nicht, „einen Tick zu leicht“. Dazu trage eine in Teilen der Gesellschaft verbreitete Auffassung bei, die „nichts abverlange“ und von einem lockeren Leben und einer Vermeidung von Risiken geprägt sei. „Wir haben abgetrieben, wenn es überhaupt keinen Grund gab abzutreiben“, sagte Gauck am 2. Mai auf einer Veranstaltung des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Hamburg. Er unterstrich: „Leben hat ein Recht auf Dasein, und zwar von Anfang an.“


Das Staatsoberhaupt würdigte ferner den Beitrag der Behinderten für die Gesellschaft. Sie seien „Vorbilder in Lebensfreude und Lebensbejahung, und genau das braucht unser Land“. In schwierigen Lebenssituationen könne die Gesellschaft von ihnen lernen, sich nicht hängenzulassen. Schwere Lebensumstände könnten die Bedeutung eines Menschen für die Gesellschaft steigern. Mit Blick auf den 2010 in der ZDF-Sendung „Wetten, dass..?“ verunglückten und seitdem vom Hals ab querschnittgelähmten Samuel Koch – er nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil – sagte Gauck: Er wisse nicht, ob der Sportler und Schauspielstudent für ihn vor dem tragischen Ereignis ein interessanter Gesprächspartner gewesen wäre: „Jetzt – in dieser seiner Verfasstheit – ist er für viele Menschen hier im Raum unglaublich wichtig.“

Glaube als „lebenserhaltende Maßnahme“

Koch berichtete, dass er sich nach dem Unfall trotz aller Unterstützung durch seine Familie, Freunde und Pfleger manchmal mit seinen Fragen allein gefühlt habe: „Für mich war der Glaube eine lebenserhaltende Maßnahme nach meinem Unfall.“ Menschen in seiner Situation könnten auf ihre Situation mit Rückzug oder Tyrannei gegenüber den Pflegenden reagieren. Wichtig sei es aber, sich zu überwinden und die eigene „Komfortzone“ zu verlassen. Das werde manchmal durch die Reaktionen von Menschen aus dem Umfeld erschwert, die „von einer körperlichen Behinderung auf eine geistige Rückschlüsse“ zögen.

Inklusion als Wahlmöglichkeit

Kontroverse Meinungen wurden auf der Veranstaltung zur Inklusion vertreten. Der siebenfache Paralympics-Teilnehmer und Bonner Pfarrer Rainer Schmidt sprach sich für das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung in Schulen aus. Dies ermögliche gemeinsame Erfolgs- und Bildungserlebnisse. Zugleich sollten die Schulen jedoch differenzierte Abschlüsse anbieten. Die Kölner Sozialpädagogin Monika Labruier forderte dagegen neben Inklusionsangeboten auch Rückzugsräume für Menschen mit Behinderungen: „Wenn wir es schaffen, inklusive Wahlmöglichkeiten zu schaffen, dann sind wir richtig.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 speedy 6. Mai 2013 
 

herr gauck ist eine symbolfigur, wie zb . eine weinprinzessin-
vielleicht steht für das absinkende deutschland?


0
 
 willibald reichert 4. Mai 2013 
 

girsberg 74

Leider datiert meine 3.Auflage aus 2001
(Edition Kirchliche Umschau)


0
 
 girsberg74 4. Mai 2013 
 

@ willibald reichert

Sie zitieren Erik Mørstad; können Sie auf „Mein Weg …“ die 4. Auflage von 2006 (oder eine spätere) zugreifen?


2
 
  4. Mai 2013 
 

Wahlkampf auf allen Linien

Politiker sollten sich von Kirchentagen möglichst fernhalten. Alle Politiker!


3
 
 willibald reichert 3. Mai 2013 
 

christit

Dominique hat völlig recht! Im Katechis-
mus der katholischen Kirche steht, daß die
Tötung vorgeburtlichen Lebens ein verab-
scheuungswürdiges Verbrechen ist. Offen-
sichtlich sind für Sie Ungeborene noch keine
Menschen mit einer unantastbaren Würde.
Wenn die Würde des Menschen relativiert
wird, dann befindet man sich auf einer
schiefen Bahn. Hier nochmals dazu ein
Zitat von Erik Moerstadt, lutherischer
Konvertit aus Norwegen: Glaube und Ethik
bedürfen k r i s t a l l i n e r Klar-
heit!!!


3
 
  3. Mai 2013 
 

Lauheit

Liebe Mitchristen,
Ich glaube, dass Herr Gauck sich sehr wohl bewußt ist, dass Abtreibung Tötung eines Menschen bedeutet, nur ist er zu feige, dies so auszudrücken. Lieber schwimmt er mit dem Strom.
Gruß
Matthäus 5


4
 
  3. Mai 2013 
 

Politisch Korrekte

dürfen das Wort Abtreibung nicht in den Mund nehmen, insofern ist dieser Präsident angepasst. Von dieser Warte her gesehen ist seine Feststellung, daß es sich die Menschen zu leicht machen ob sie Ungeborene töten oder am Leben lassen bereits bemerkenswert.
Schräge Ethik ist wohl richtig beobachtet, denn er hat nicht gegen Abtreibung geäußert, moniert lediglich, daß man es sich zu leicht macht.
Armer Mann.


4
 
 christit 3. Mai 2013 
 

@dominiquqe

Wann immer Sie so brutal über die Gesinnung von Menschen urteilen, haben Sie selbst "ein Ding laufen", glauben Sie mir das... Verurteilung kommt aus Selbsturteil. Aber ich kann Ihnen gar nicht weg gehen mit Herrn Gauck, denn ich bin Ihnen doch gar nicht damit gekommen. Sie müssen doch solche Beiträge nicht aufrufen :-) und von Abtreibungsbefürworter kann jawohl keine Rede sein, wenn Sie den Text noch einmal aufmerksam lesen.


3
 
 dominique 3. Mai 2013 
 

@christit - Genau das Argumentationsmuster lesen:

Manche Menschen machten sich die Frage danach, ob ein Kind geboren werden solle oder nicht, „einen Tick zu leicht“.

Die fundamentale Frage ist nicht, ob ein Kind geboren werden soll oder nicht geboren (= ein Euphemismus für abgetrieben), sondern ob ein Kind gezeugt oder nicht gezeugt werden soll (= dort ist der wirkliche Anfangspunkt verantwortlichen Handelns). Und dieses Gesäusel vom "Tick zu leicht", das ist ja wohl das Letzte. Gehen Sie mir also bitte weg mit diesem Abtreibungsbefürworter.


6
 
 christit 3. Mai 2013 
 

@dominique

Wie arrogant schreiben Sie & von welchem Ross herab tun Sie das? Erlaubt es Ihr Glaube, so über Menschen zu urteilen? Das stellt Sie selbst in ein ganz "schräges" Licht.


6
 
 dominique 3. Mai 2013 
 

Wen interessiert die schräge Ethik

dieses Abtreibungsbefürworters?


9
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt
  2. Umfrage: Nur 23 Prozent der US-Amerikaner für Abtreibung ohne Einschränkung
  3. Spanische Bischofskonferenz besorgt über „Tendenz, Abtreibung zum Status eines ‚Rechts‘ zu erheben“
  4. Christdemokraten für das Leben (CDL): Lebensschutz ist nicht verhandelbar
  5. Jesse Jacksons wechselnde Positionen zum Lebensschutz
  6. USA: Ist die katholische Privat-Universität Notre Dame noch katholisch?
  7. Puerto Rico ändert Strafrecht – Ungeborene als Menschen anerkannt
  8. US-Gesundheitsministerium setzt sich für medizinisches Personal ein, das Abtreibungen ablehnt
  9. Kalifornien: 90 Millionen US-Dollar für Planned Parenthood
  10. Influencerin: Entscheidung für Abtreibung war einfacher als Bestellung bei McDonalds






Top-15

meist-gelesen

  1. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  3. Vom Elend der Fürbitten
  4. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  5. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  6. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  7. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  8. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  9. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  10. Der entschärfte Gott
  11. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  12. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  13. Achtung, Christfluencer!
  14. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  15. Brasilien: 26-jähriger Seminarist stirbt – hinterlässt beeindruckendes geistliches Testament

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz