Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ein unvermeidliches Schisma?
  2. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  3. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  4. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  5. „Die große Würde des Priestertums besteht …“
  6. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  7. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  8. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien
  9. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  10. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  11. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  12. Ein Sämann ging hinaus, um zu säen – Eine Hoffnungsgeschichte für uns
  13. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  14. Das sakrale Abenteuer als Zukunft der Kirche
  15. Frankreich verzeichnet Anstieg an antichristlichen Vorfällen

'Woche für das Leben' der Bischöfe - Für Lebensschutz kein Platz!

18. April 2013 in Kommentar, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wert und Würde des Lebens sind heute vor allem durch die Abtreibung bedroht. Doch davon ist in der "Woche für das Leben" der Deutschen Bischofskonferenz keine Rede mehr. Ein Kommentar von Johannes Graf


Mannheim (kath.net/jg)
Vom 13. bis 20 April findet in Deutschland die diesjährige bundesweite Woche für das Leben statt. Unter dem Titel „Engagiert für das Leben: Zusammenhalt gestalten“ gibt es eine Vielzahl von Veranstaltungen, die „Denkanstöße geben“ möchten, „wie Menschen in einer zunehmend komplexen Gesellschaft selbst aktiv werden können, um die Lebensumstände in ihrem Umfeld zu verbessern“.

Die Woche für das Leben fand erstmals im Jahr 1991 statt. Damals lautete das Thema „Schutz des ungeborenen Kindes“. Davon ist dieses Jahr keine Rede mehr. Erzbischof Zollitsch bedauert beim ökumenischen Eröffnungsgottesdienst die europaweit auseinandergehende Schere zwischen Arm und Reich und die zunehmende Jugendarbeitslosigkeit. Damit tut er wirklich niemandem weh. Der evangelische Landesbischof Ulrich Fischer ruft die Menschen zu eigenverantwortlichem Handeln auf, um das Zusammenleben in der Stadt in Zeiten der Pluralisierung und Individualisierung zu verbessern. Auch er bewegt sich mit dieser Aussage im gesellschaftlichen Mainstream.


Die Woche für das Leben hat es sich selbst zur Aufgabe gemacht, einen Beitrag „für den Wert und die Würde des menschlichen Lebens“ zu leisten. Warum wird die Bedrohung für Wert und Würde des menschlichen Lebens schlechthin nicht einmal thematisiert? Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 100.000 gemeldete Abtreibungen durchgeführt. Das entspricht der Einwohnerzahl einer Stadt wie Trier oder Jena. Was würde die katholische Deutsche Bischofskonferenz und der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland als Veranstalter der Woche für das Leben tun, wenn jedes Jahr eine Stadt dieser Größenordnung ausgelöscht würde? Das sind nur die gemeldeten Abtreibungen. In Wirklichkeit dürfte die Zahl weit höher sein.

Wenn sie die Verteidigung der Würde des menschlichen Lebens Ernst nehmen würden, müsste die Abtreibung ein Hauptthema jeder Woche für das Leben sein. Hier wären alle, die sich Christen nennen, aufgerufen, aufzustehen und Zeugnis abzulegen für das Leben und gegen einen Staat, der die Abtreibung nicht einmal bestraft, der sie sogar über die verpflichtende Krankenversicherung bezahlt. Leider haben sich die Veranstalter für ein harmloses „Mainstream-taugliches“ Thema entschieden. Sie sind damit der ursprünglichen Intention der Woche für das Leben untreu geworden.

Man kann nicht über Wert und Würde des menschlichen Lebens sprechen, wenn man nicht gleichzeitig die größte Bedrohung des menschlichen Lebens bekämpft. Was nützen alle Initiativen und Einrichtungen zur sozialen Gerechtigkeit, wenn das fundamentalste aller Rechte, das Recht auf Leben, durch Abtreibung und – was zu befürchten ist – bald durch Euthanasie ausgehöhlt wird? „In Europa ist zuerst der Begriff der Menschenrechte formuliert worden. Das grundlegende Menschenrecht, die Voraussetzung für alle anderen Rechte, ist das Recht auf das Leben selbst. Das gilt für das Leben von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende. Abtreibung kann demgemäß kein Menschenrecht sein - sie ist das Gegenteil davon. Sie ist eine ‚tiefe soziale Wunde’, wie unser verstorbener Mitbruder Kardinal Franz König zu betonen nicht müde wurde." Das sind die Worte Benedikts XVI. bei seinem Besuch in Österreich 2007.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  2. ‚Marsch fürs Läbe‘: Organisatoren beharren auf Kundgebung in der Zürcher Innenstadt
  3. Knappe Mehrheit der US-Amerikaner für Abtreibung nur in wenigen Ausnahmen
  4. Erbprinz Alois von Liechtenstein kündigt Veto gegen mögliche Fristenregelung an
  5. Gallup Umfrage: Mehr Amerikaner sehen Abtreibungen als moralisch nicht akzeptabel
  6. Abtreibung mit Holocaust verglichen? Geistlicher vom Religionsunterricht freigestellt
  7. Pensionierter Pastor in Nordirland nach Predigt in Schutzzone um Abtreibungsklinik verurteilt
  8. Fluglinie zahlt Stewardess fast eine Million Dollar nach Kündigung wegen pro-life-Ansichten
  9. Weniger Zeit zum Nachdenken, höherer Druck – was die Abtreibungszahlen aussagen
  10. ALfA: Antrag zur „Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen“ verfehlt wirkliche Hilfe für Frauen






Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  5. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  6. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Ein unvermeidliches Schisma?
  9. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  10. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  11. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  12. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  13. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  14. „Was, wenn sich herausstellt, dass Ann Widdecombe eine Märtyrerin war?“
  15. Leipzig: Christliches Café schließt nach 26 Angriffen von Linkextremisten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz