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Was Familien wirklich hilft

16. April 2013 in Familie, 5 Lesermeinungen
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Zur aktuellen Debatte über die Familienpolitik. Von Birgit Kelle (idea)


Berlin (kath.net/idea) Im September vergangenen Jahres war ich als Sachverständige vor den Familienausschuss des Bundestages geladen, um Argumente für ein Betreuungsgeld in Deutschland vorzutragen. Eine zutiefst frustrierende Veranstaltung.

Die Familien selbst waren nahezu nicht vertreten. Man hatte sie wohl vergessen, sie sind ja auch nur „Laien“ in Fragen von Erziehung und Kindern.

Stattdessen war es eine Schlacht zwischen Juristen, Wissenschaftlern und Verwaltungsexperten.

Alle wussten ganz genau was Sache ist: Betreuungsgeld schadet der Emanzipation der Frau und der Entwicklung der Kinder, außerdem ist es nicht bezahlbar.

Eltern wollen Zeit für ihre Kinder

Aber niemand interessierte sich dafür, was die Familien tatsächlich wollen, was sie brauchen, was sie sich wünschen. Ich konnte sehen, wie manchen im Raum die Gesichtszüge entglitten, als ich in meiner Stellungnahme daran erinnerte, dass Politik für die Menschen da sein solle und nicht der Mensch für die Politik. Es muss eine ganz ungeheuerliche Meinung dargestellt haben.


Dabei hätten es alle schon lange wissen können, was Eltern sich wünschen. Nicht erst seit der aktuellen Umfrage des Instituts Forsa im Auftrag der Zeitschrift „Eltern“, die für Politiker wahrlich Niederschmetterndes zutage brachte: Familien wollen Zeit für die Familie. Eltern wollen Zeit für ihre Kinder.

Die Mehrheit will das Betreuungsgeld

Familien wollen das Ehegattensplitting, sie wollen die kostenlose Mitversicherung in der Krankenkasse, die vor allem der Familie mit traditioneller Rollenverteilung hilft, und sie wollen zu 51% das Betreuungsgeld.

Sie wollen lieber Teilzeit statt Vollzeit erwerbstätig sein.

Was auch nicht verwundert, denn die Mehrheit der Eltern hält es für richtig, dass ein Elternteil zu Hause bleibt, bis das Kind mindestens drei Jahre alt ist. Mindestens!

Die Politik geht an der Realität vorbei

All das will die Politik jedoch nahezu einhellig abschaffen – und wie sich zeigt, geht es an der Lebenswirklichkeit und auch an den Wünschen der Familien völlig vorbei.

Was brauchen wir also im Sinne der Familien? Zuallererst müssen wir ihnen zuhören. Und dann müssen wir das umsetzen, was sie sich wünschen, anstatt ihnen vorzuschreiben, was für sie und ihre Kinder angeblich das Beste ist.

Wir müssen sie ermutigen, anstatt sie als erziehungsunfähig oder „Heimchen am Herd“ zu diffamieren.

Lasst den Familien ihr Geld!

Wir müssen ihnen auch ihr Geld lassen, anstatt es ihnen durch hohe Steuern abzunehmen, um uns anschließend zu loben, dass wir ihnen einen Teil ja in Form von „Förderung“ wieder zurückgeben.

Wir müssen sie in der Rente belohnen, weil sie die nächste Generation großziehen, anstatt sie – wie jetzt – mit Altersarmut zu bestrafen.

In den Ministerien und den Parlamenten sitzen die Laien.

Die wahren Experten sitzen zu Hause in den Wohnzimmern und Kinderzimmern, an den Küchentischen bei ihren Kindern.

Hört ihnen endlich zu!

Die Autorin, Birgit Kelle (Foto), ist Journalistin, Mutter von vier Kindern und Vorsitzende des Vereins „Frau 2000plus“

Video: Birgit Kelle - Gender-Mainstreaming ist ´wirre Ideologie´ (pro medienmagazin)


Foto Birgit Kelle: © Birgit Kelle


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Lesermeinungen

 Maxim 17. April 2013 
 

dominique

Ihre Analyse des "Zivilisationsstadium" unterschreibe ich ohne "wenn und aber".

Nur ein Gedanke weiter! Aufdrängen soll man sich sicherlich nicht! Aber sagte nicht
Christus: Gehet in alle Welt...sei es gelegen oder ungelegen...!


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 dominique 16. April 2013 
 

@Pamir

Wir leben in einem Zivilisationsstadium, das sich ideologisch dadurch auszeichnet, den Menschen ihre Individualität als Ring durch die Nase zu ziehen (= sie ihrer wirklichen individuellen Kraft und Würde zu entfremden), um sie gnadenlos zu manipulieren und im Morast des Konsumismus zu lähmen (= in geistige Würstchen, kindische Schreihälse oder bösartige Ideologen zu verwandeln). Ich gehe nicht mehr mit meinen religiösen Werten in der Öffentlichkeit hausieren, sprich: man kann wissen, dass ich sie kultiviere, aber wer dazu was wissen will, muss mich schon fragen. Und wenn es kein ehrliches Interesse ist, sondern Anmache, dann ist die Sache schnell erledigt (ich ignoriere). Also nehme ich die Sprache der Welt und würge ihr ihren eigenen Unrat mit ihren eigenen Worten rein. Erst einmal als klare Bestandsaufnahme des real existierenden geistigen Elends und dann schauen wir weiter. Wir Christen haben geistige Reserven mehr als genug. Dem Herrn sei's gedankt.


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 Maxim 16. April 2013 
 

dominik - Bergfried

Sie haben vollkommen recht. Ich bin auch überzeugt, dass die meisten kath,net Leser dieser Meinung sind und die Argumente kennen.
Schreiben Sie uns doch, was Sie dagegen unternehmen und zeigen Sie uns effektive Möglichkeiten auf, kurz und langfristig etwas dagegen zu unternehmen.


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 Bergfried 16. April 2013 
 

Zerstörung der Familie als Keimzelle der Gesellschaft

Es geht um alles.Die Familie als Keimzelle der Gesellschaft soll abgeschaft,oder der Beliebigkeit anheim gestellt werden.Somit will mandie Gesellschaft zerstören,um einen robothaft funktionierenden Menschen zu schaffen,was aber nicht geht,da er von Gott als denkendes Individuum geschaffen ist.Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbilde,und die Familie als die Urzelle der Gesellschaft.Gegen das zerstörerische Gendermeanstreaming kann nur Widerstand erfolgen,indem man als Familie ein Bild vom Menschen vermittelt,der aus dem Glauben an Gott lebt,und nach Außen,zur Gesellschaft hin ausstrahlt,wie in den urchristlichen Gemeinden.


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 dominique 16. April 2013 
 

Offenkundig ist man finster entschlossen,

der Familie jegliches Recht abzusprechen, überhaupt noch einen Pieps in eigener Sache vorzubringen. Die ideologische Verachtung der Familie schreit zum Himmel.


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