Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  6. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  7. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  8. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  9. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  10. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  11. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  12. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  13. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  14. Wir können NICHT schweigen!
  15. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare

Keine Pille danach ohne potentiell abortive Wirkung auf dem Markt

26. Februar 2013 in Weltkirche, 32 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Deutsche Expertin Sophia Kuby: Zustimmung der Bischöfe für ‚Pille danach‘ in Fällen von Vergewaltigung schafft eine „unrettbare“ Situation


Brüssel (kath.net/ACI) Die lateinamerikanische Nachrichtenagentur ACI-Prensa berichtet weiter über die unklaren medizinischen Erkenntnisse sowie die möglichen Folgen der DBK-Entscheidung zum Ja zur Pille danach, sofern sie keinen Embryo tötet, kath.net hat berichtet. kath.net zitiert einen ACI-Prensa-Artikel mit Aussagen von Sophia Kuby, Geschäftsführerin von „European Dignity Watch“ mit Sitz in Brüssel in Direktübersetzung:


Mit der Erlaubnis der deutschen Bischöfe, die ‚Pille danach‘ in Fällen von Vergewaltigung zu verabreichen, wurde eine unrettbare Situation geschaffen, die es nicht erlaubt, eine klare Trennlinie zu ziehen und die die Kirche in diesem europäischen Land in die 90er Jahre zurückversetzt, als sie umstrittene Positionen bezüglich der Abtreibung eingenommen hatte, erklärt eine deutsche Expertin in Sachen Lebensrecht.

Die deutschen Bischöfe vereinbarten, dass die „Pille danach“ in den katholischen Krankenhäusern in Fällen von Vergewaltigung verabreicht werden kann, „insofern sie eine verhütende und nicht eine abortive Wirkung hat“.

„Medizinisch-pharmazeutische Methoden, die den Tod eines Embryos bewirken, dürfen weiterhin nicht angewendet werden“, fügt die auf der Website der Deutschen Bischofskonferenz am 22. Februar veröffentlichte Erklärung hinzu.

In Erklärungen gegenüber ACI Prensa erklärte am 23. Februar die deutsche Geschäftsführerin von European Dignity Watch mit Sitz in Brüssel (Belgien), Sophia Kuby, dass „die Entscheidung der Deutschen Bischofskonferenz, die Verabreichung der ‚Pille danach‘ in katholischen Krankenhäusern in Fällen von Vergewaltigung zu erlauben, differenziert gelesen werden muss“.


„Vom theologischen Gesichtspunkt aus betrachtet haben die deutschen Bischöfe ihre Meinung nicht geändert, wenn sie sagten, dass, im Fall einer Vergewaltigung, eine ‚Pille danach‘ gegeben werden kann, dann, und nur dann, wenn sie die Schwangerschaft verhindert. Dies muss im Lichte dessen gelesen werden, was die katholische Lehre über den Beginn der Schwangerschaft lehrt, also mit der Befruchtung der Eizelle“.

Kuby erinnerte daraufhin daran, dass „nach deutschem Recht die Schwangerschaft mit der Einnistung beginnt. Das bedeutet, dass eine ‚Pille danach‘, die eine abortive Wirkung hat, weiterhin verboten ist. Und da liegt das Problem: Die deutschen Bischöfe beziehen sich auf eine ‚wissenschaftliche Erkenntnis‘ als Basis für ihre jüngste moralische und theologische Bewertung der ‚Pille danach‘; obwohl die wichtigste Studie, die ihnen dabei als Grundlage zu diesen scheint, nur die kontrazeptive Wirkweise der fraglichen Pille beschreibt“.

Doch, so erklärt die deutsche Expertin gegenüber ACI Prensa, "zeigt die massive Erkenntnis namhafter Experten weltweit, dass eine solche Pille nicht existiert, die nicht zusätzlich auch noch eine abortive Wirkung hat. Also ist diese unvollständige wissenschaftliche Erkenntnis, auf die sich die deutschen Bischöfe beziehen, gleichbedeutend mit einer falschen Annahme, weil genau die Wirkweise, die von der Studie nicht abgedeckt worden ist, das entscheidende Problem darstellt“.

„Eine ‚Pille danach‘ ohne eine potentiell abortive Wirkweise gibt es nicht auf dem Weltmarkt. Daher ist die Erklärung der deutschen Bischöfe, in der Tat, sehr problematisch und erteilt ihre moralische Zustimmung einer Sache, die einfach nicht existiert. Die Folge davon ist eine unrettbare Situation“.

Kuby fragt: „Wer kann mit aller Klarheit sagen, ob eine Befruchtung stattgefunden hat oder nicht? Welches katholische Krankenhaus wird von jetzt an einem Vergewaltigungsopfer noch die Verabreichung der ‚Pille danach‘ verweigern, wenn die Befruchtung vor einigen Stunden stattgefunden haben kann? Würden diese Stunden für die traumatisierte Frau irgendeinen Unterschied ausmachen?“

„Auf jeden Fall ist die Entscheidung der betroffenen Frau zu respektieren“, bekräftigen die Bischöfe in ihrer Erklärung, woraufhin Kuby darauf aufmerksam macht, dass "dies exakt dieselbe Sprachregelung ist, welche für die Pflichtberatung vor einer Abtreibung in Deutschland gilt“.

Für die Geschäftsführerin von European Dignity Watch "ähnelt die Situation besorgniserregend derjenigen des Dilemmas der Teilnahme der Katholischen Kirche an der Schwangerschaftskonfliktberatung vor einer Abtreibung in Deutschland in den 90ern, die im Jahr 2000 erst nach mehreren energischen und außerordentlichen Ermahnungen Papst Johannes Paul II. und der römischen Kurie endete“.

Mit der gestern veröffentlichten Erklärung, fährt Sophia Kuby fort, „haben die deutschen Bischöfe eine Situation geschaffen, die es nicht nur unmöglich macht, -medizinisch und moralisch- eine klare Trennlinie zu ziehen. Die Katholische Kirche war gerade dabei, aus der moralischen Lähmung in der Sache der Verteidigung des Lebens herauszukommen, die Folge der ‚cooperatio ad malum‘ (Mitwirkung beim Bösen, wie Johannes Paul II. sagte) bei der Schwangerschaftskonfliktberatung war.“

Kuby schließt mit dem Hinweis, dass „mit der Entscheidung für die Pille danach, auch wenn es kein theologisches Problem (mit der Erklärung) gibt, wenn sie völlig losgelöst vom aktuellen kulturellen und wissenschaftlichen Kontext gelesen wird, die Kirche in Deutschland zurück in den 90ern ist“.

Dieser Beitrag ist die Direktübersetzung des folgenden ACI-Prensa-Originalartikels : Experta alemana: Aprobación de obispos a píldora del día siguiente genera situación "insalvable"


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  2. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  3. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  4. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  5. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei
  6. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  7. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen
  8. US-Bischöfe rufen Amerikaner zu Gebet und Aktionen gegen Abtreibungspillen auf
  9. Zürcher ‚Marsch fürs Läbe‘ erneut nach Oerlikon verlegt
  10. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  3. Satire aus den USA: Ungeborene tarnen sich als Todestrakt-Häftlinge, um Schutz zu erhalten
  4. Verwandtenheirat: Darwin vs. Heilige Schrift - Die Bibel hat Recht!
  5. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  6. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  7. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  8. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  9. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  10. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  11. Neuer Eichstätter Bischof Würtz will jetzt beim deutsch-synodalen Irrweg mitmachen
  12. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  13. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  14. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  15. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz