Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  2. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  3. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  4. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  5. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  6. Papst will für 2033 Treffen aller Kirchen in Jerusalem
  7. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  8. 'Für mich gilt: Mein Leben liegt in der Hand Gottes'
  9. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  10. "Hassprediger und Hofnarr"
  11. R.I.P. Martin Lohmann
  12. Salzburg: Die drei Goldensteiner Ordensfrauen dürfen im Kloster bleiben, ABER...
  13. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  14. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  15. Drei Brücken zum Licht. Vom Zion zum Bosporus: Erneuerung der Einheit

Die Schönheit ist das Siegel der Wahrheit

23. Februar 2013 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Benedikt XVI. zum Abschluss der Fastenexerzitien für die Römische Kurie: Glauben ist nichts anderes als in der Nacht der Welt die Hand Gottes berühren und so – in der Stille – das Wort hören, die Liebe sehen


Rom (kath.net/as)
kath.net veröffentlicht die Worte Papst Benedikts XVI. zum Abschluss der Fastenexerzitien der Römischen Kurie

Liebe Brüder!
Liebe Freunde!

Am Ende dieser geistlich so dichten Woche bleibt allein ein Wort: danke! Dank an euch für diese betende und zuhörende Gemeinschaft, die mich in dieser Woche begleitet hat. Dank vor allem an Sie, Eminenz, für diese so schönen „Spaziergänge“ im Universum des Glaubens, im Universum der Psalmen. Der Reichtum, die Tiefe, die Schönheit dieses Universums hat in uns Faszination erweckt, und wir sind dankbar, da das Wort Gottes erneut zu uns gesprochen hat, mit neuer Kraft.

„Kunst des Glaubens, Kunst des Betens“ war der rote Faden. Mir ist die Tatsache in den Sinn gekommen, dass die mittelalterlichen Theologen das Wort „Logos“ nicht nur mit „verbum“ übersetzt haben, sondern auch mit „ars“: „verbum“ und und „ars“ sind gegenseitig austauschbar. Nur in beiden zusammen tritt für die Theologen des Mittelalters die ganze Bedeutung des Wortes „logos“ hervor. Der „Logos“ ist nicht nur mathematische Vernunft: der „Logos“ hat ein Herz, der „Logos“ ist auch Liebe. Die Wahrheit ist schön, Wahrheit und Schönheit gehören zusammen: die Schönheit ist das Siegel der Wahrheit.


Und dennoch haben Sie – ausgehend von den Psalmen und von unserer alltäglichen Erfahrung – deutlich hervorgehoben, dass dem „sehr schön“ des sechsten Tages – wie dies der Schöpfer zum Ausdruck bringt – in dieser Welt ständig widersprochen wird, vom Bösen, vom Leid, von der Korruption. Und es scheint gleichsam, als wolle der Teufel ständig die Schöpfung beschmutzen, um Gott zu widersprechen und seine Wahrheit und Schönheit unkenntlich zu machen.

In einer derart vom Bösen gezeichneten Welt müssen der „Logos“, die ewige Schönheit und die ewige „Ars“ wie ein „caput cruentatum“ erscheinen. Der menschgewordene Sohn, der fleischgewordene „Logos“, ist mit einer Dornenkrone gekrönt; und dennoch beginnen wir gerade so, in dieser leidenden Gestalt des Gottessohnes die tiefste Schönheit unseres Schöpfer und Erlösers zu sehen; dennoch können wir in der Stille der „finsteren Nacht“ sein Wort hören.

Glauben ist nichts anderes als in der Nacht der Welt die Hand Gottes berühren und so – in der Stille – das Wort hören, die Liebe sehen.

Eminenz, danke für alles, und wir wollen weitere „Spaziergänge“ in diesem geheimnisvollen Universum des Glaubens unternehmen, um immer mehr fähig zu sein, anzubeten, zu beten, zu verkündigen, Zeugen der Wahrheit zu sein, die schön ist, die Liebe ist.

Zum Schluss, liebe Freunde, möchte ich euch allen danken, nicht nur für diese Woche, sondern für diese acht Jahre, in denen ihr zusammen mit mir mit großer Kompetenz, Zuneigung, Liebe, Glauben die Last des Petrusdienstes getragen habt. In mir bleibt diese Dankbarkeit, und auch wenn jetzt die „äußere“, „sichtbare“ Gemeinschaft zu Ende geht, wie Kardinal Ravasi gesagt hat, so bleibt die geistliche Nähe, es bleibt eine tiefe Gemeinschaft im Gebet. In dieser Gewissheit gehen wir voran, des Sieges des Herrn gewiss, in der Sicherheit der Wahrheit der Schönheit und der Liebe.

Danke euch allen.

Deutsche Übersetzung: © kath.net


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Benedikt XVI.

  1. Benedikt XVI.: "Das Kommen des Herrn ist einmalig"
  2. Vorweihnachtliches Lichtermeer
  3. Stardirigent Riccardo Muti erhält Ratzinger-Preis
  4. Was macht die Menschenwürde unantastbar?
  5. Jesus klopft an die Tür unseres Herzens, und er bittet uns einzutreten, für immer!
  6. Dokumentation über Papst Benedikt XVI. gewinnt Emmy
  7. Gänswein leitet Messe im Petersdom zum Gedenken an Benedikt XVI.
  8. Die Eucharistiefeier, ein Werk des »Christus totus«
  9. Jesus geht in die Nacht hinaus
  10. Was war das Problem bei der „Regensburger Rede“?






Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Martin Lohmann
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  4. Fairer Streiter für die Wahrheit – Ein Nachruf auf Dr. h.c. Martin Lohmann (14.3.1957-24.11.2025)
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  7. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  8. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  9. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  10. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  11. "Hassprediger und Hofnarr"
  12. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  13. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  14. "Was kümmert es den Mond, wenn ihn der Hund anbellt"
  15. Papst will für 2033 Treffen aller Kirchen in Jerusalem

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz