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'Pille danach'-Debatte - Wurden Worte des Kardinals manipuliert?

8. Februar 2013 in Deutschland, 49 Lesermeinungen
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Simón Castellví, der Vorsitzende des „Weltverbandes Katholischer Ärztevereinigungen“, und Mitglied im „Päpstlichen Rat für die Pastoral im Krankendienst“, behauptet: Kardinal Meisner wurde bei "Pille danach" mit ungenauen Informationen versorgt


Rom-Köln (kath.net/ACI/EWTN) Die Debatte um die „Pille danach“ in der Erzdiözese Köln geht weiter und hat inzwischen ein weltweites Echo in katholischen Medien gefunden. Jetzt hat sich sogar J. M. Simón Castellví, der Vorsitzende des „Weltverbandes Katholischer Ärztevereinigungen“, zu Wort gemeldet und folgendes geäußert: „Auf jeden Fall hat die ‚Pille danach‘ in 70 Prozent der Fälle, in denen die Frau fruchtbar ist, eine antiimplantatorische Wirkung (welche die Einnistung des Embryos in die Gebärmutter verhindert)“. Der Arzt Dr. José María Simón Castellví, der auch Mitglied im „Päpstlichen Rat für die Pastoral im Krankendienst“ ist, sagte gegenüber der katholischen Agentur ACI, dass er den Eindruck habe, „dass die Worte des Kardinals manipuliert wurden“, außerdem sei Kardinal Meisner seiner Ansicht nach von einigen Forschern mit ungenauen Informationen versorgt worden.


Nachdem der Vorfall der angeblichen Abweisung einer eventuell vergewaltigten Frau durch zwei katholische Krankenhäuser in Köln in der Öffentlichkeit diskutiert worden war, habe sich Kardinal Meisner laut eigenen Angaben mit medizinischen Experten getroffen und mit ihnen über die „Pille danach“ gesprochen, erläuterte Simón Castellví. Diese Ärzte hätten Kardinal Meisner gesagt, dass die „Pille danach“ keine Wirkung habe, die die Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut verhindere.

Daraufhin hatte Kardinal Meisner dann am 31. Januar erklärt: „Wenn nach einer Vergewaltigung ein Präparat, dessen Wirkprinzip die Verhinderung einer Zeugung ist, mit der Absicht eingesetzt wird, die Befruchtung zu verhindern, dann ist dies aus meiner Sicht vertretbar“. Dies sei von der Presse damals weitestgehend als „Erlaubnis“ für die katholischen Krankenhäuser interpretiert worden, die „Pille danach“ unter Vergewaltigungsopfern zu verteilen.

Simón Castellví behauptet jetzt, dass die Studie, die Kardinal Meisner vorgelegt worden war, unter anderem von Kristina Gemzell-Danielsson durchgeführt worden war, die „in den Direktorien Medizinischer Berater von HRA-Pharma und Bayer in Angelegenheiten in Bezug auf die Notfallkontrazeption gedient hat“ (vgl. dazu: „Emergency contraception — mechanisms of action“, von Kristina Gemzell-Danielsson, Cecilia Berger, P.G.L. Lalitkumar).

Der Vorsitzende des „Weltverbandes Katholischer Ärztevereinigungen“, Dr. Simón Castellví, erläuterte seinerseits, dass Hersteller der „Pille danach“ zugeben, dass diese Hormongabe möglicherweise die Einnistung des Embryos in die Gebärmutter verhindere. Doch genau das sei nicht zu „akzeptieren, da sogar ein mikroskopisch kleiner Embryo eine Person mit Rechten, Würde und ein Kind Gottes ist“.

[Dieser kath.net-Artikel beruht auf dem spanischsprachigen Artikel von ACI Prensa/EWTN Noticias]

Foto Dr. José María Simón Castellví: (c) Rome Reports


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