Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  2. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. Vom Benehmen mit Majestäten
  5. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  6. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  7. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  8. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  9. Ein Moment zum Schämen
  10. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  11. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  12. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  13. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  14. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  15. Ein Akt der Demut?

'Unterstützen die Schweizer Bischöfe Abtreibung?'

1. Februar 2013 in Schweiz, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mit einer Stellungnahme weist Josef Seifert, Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben, einen Ausweg aus der Pattsituation zwischen der Volkinitiative „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“ und den Schweizer Bischöfen. Von Petra Lorleberg


Liechtenstein (kath.net/pl) „Unterstützen die Schweizer Bischöfe Abtreibung?“ Dies fragte der Philosophieprofessor Josef Seifert, Gründer und Präsident der Internationalen Akademie für Philosophie in Liechtenstein, der ordentliches Mitglied der „Päpstlichen Akademie für das Leben“ ist. In seiner bisher nur auf Englisch zur Verfügung stehenden Stellungnahme ging er auf die öffentlich ausgetragenen Differenzen zwischen der Schweizer Volksinitiative „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“ und der Schweizer Katholischen Bischofskonferenz (SKB) ein, kath.net hat mehrfach berichtet, und machte konkrete Lösungsvorschläge. Die Volksinitiative „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“ wurde u.a. vom St. Gallener Bischof Markus Büchel (damals schon designierter Vorsitzender der SKB) und vom Einsiedler Abt Martin Werlen öffentlich kritisiert.

„Die Hauptziele der Initiative“ sollten, führte Seifert aus, von den Bischöfen selbstverständlich „vollständig und mit ganzem Herzen unterstützt werden, denn sie beruhen auf der Tatsache, dass Abtreibungen keine Gesundheitsmaßnahme und kein Heilmittel sind und dass Schwangerschaft keine Krankheit ist“ und dass weiterhin die erzwungene Mitfinanzierung sowohl die Gewissensfreiheit wie auch die Religionsfreiheit verletze. „Die Kritik, dass die Schweizer Bischöfe nicht unmissverständlich und einhellig ihre Übereinstimmung mit diesen Zielen erklärt haben, scheint gerechtfertigt zu sein. Ich denke, dass die Bischöfe jetzt mit einer unmissverständlichen und klaren Position gegen solche Abtreibungsfinanzierung an die Öffentlichkeit gehen sollten“. Die Tatsache, dass die bisherige Formulierung der Volksinitiative nicht genüge, rechtfertige keineswegs, dass sich die Schweizer Bischöfe „in diesem Punkt so vage ausdrücken“, urteilte Seifert. Das absolute Nein zur Finanzierung der Abtreibung durch die Öffentlichkeit oder durch die verpflichtende Gesundheitsversicherung sollte von jedem gesprochen werden, „besonders aber von den katholischen Bischöfen“.


Seifert erläuterte in seiner Stellungnahme im Einzelnen, wo er die gegenwärtigen Begründungen der Volksinitiative tatsächlich als unzulänglich formuliert einstuft und dass diese Formulierungen eine Unterstützung durch die katholischen Bischöfe unwahrscheinlich machten. Die Formulierung „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“ wirke „wie ein tragischer Fehler“, korrekt wäre die Formulierung „Verpflichtende Gesundheitsversicherungen dürfen keine Abtreibung finanzieren“ gewesen. Eine solche Finanzierung zur Privatsache zu erklären sei nicht kompatibel zu ihrer Verurteilung als Verbrechen. Außerdem führe die Volksinitiative „nicht nur zweitrangige sondern sogar unwürdige Argumente als Hauptvorteile dieser Entscheidung auf“. Da die Volksinitative „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“ aber schon als Volkinitiative im Sinne des Schweizerischen Gesetzes anerkannt worden ist, bedeute dies für die Volksinitiative einen neuen Anlauf mit grundsätzlicher Neuformulierung.

Seifert schlug vor, dass sich die Bischöfe jetzt „mit jenen vereinigen, die die Initiative vorantreiben“, statt leise zu bleiben und sich „durch ihre Stille zu Mitarbeitern des Verbrechens der Abtreibung“ zu machen“. Es gehe darum, nun zu tun, was schon vor dem ersten Gang der Pro-Life-Vertreter an die Öffentlichkeit hätte geschehen sollen: „gemeinsam nach einem sinnvollen Text für eine Volksinitiative zu suchen, nach einem Text, dem beide Seiten zustimmen können. Dies sei wichtig, damit die Bischöfe nicht „den öffentlichen Eindruck“ hinterließen, „dass sie die guten Pro-Life-Leute im Stich lassen“ oder gar, dass sie dies „tatsächlich tun“.

Die Stellungnahme im englischen Original in voller Länge: „Do the Swiss Bishops Support Abortion?”


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Schweizer Bischofsko

  1. Schweizer Bischöfe bei Papst Franziskus
  2. Aktive Sterbehilfe? – Keine Antwort ist auch eine Antwort!
  3. Schweiz: Strenge Schutzmaßnahmen für öffentliche Messfeiern
  4. Schweizer Bischöfe: 10.000 Franken für umstrittene 'Seenotrettung'
  5. Kriminalisierung des christlichen Menschenbildes?
  6. Schweizer Bischöfe wollen über Begleitung Sterbewilliger reden
  7. Auch die Schweizer Bischöfe planen umstrittenen synodalen Weg
  8. Die Schweizer Bischöfe und Abt Urban vom Stift Einsiedeln
  9. Schweizer Bischofskonferenz wirbt für „Mission Manifest“
  10. Kein Sonntagsverkauf am Heiligabend






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  5. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  6. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  7. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!
  8. Besuch einer LGBTQ-Gemeinde
  9. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  10. Überraschendes Blutwunder in Neapel bei Papstbesuch
  11. 'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'
  12. Wenn die Wahrheit unglaubwürdig ist: Bankmitarbeiterin beendete Telefonat mit Papst Leo
  13. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  14. Völliger Realitätsverlust bei deutscher Ministerin
  15. Ein Moment zum Schämen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz