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Effekthascherei und Wissenschaft. Zur Causa Christian Pfeiffer

18. Jänner 2013 in Deutschland, 6 Lesermeinungen
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Dass die deutschen Bischöfe nun wieder als „Vertuscher“ dastehen, „werde ihrem Willen zur echten Aufklärung nicht gerecht“, schreibt Daniel Deckers in der FAZ.


Bonn (kath.net/pl) Der Eklat zwischen dem Kriminologen Christian Pfeiffer und den deutschen Bischöfen sei „absehbar“ gewesen. So beurteilt Daniel Deckers in der „Frankfurter Allgemeinen“ das heftige Zerwürfnis im Zuge der von der DBK beim Kriminologischen Institut Niedersachsen in Auftrag gegebenen und zwischenzeitlich gekündigten Missbrauchsstudie. Denn der Wissenschaftler sei nicht nur dafür bekannt gewesen, „im Umgang mit Medien virtuos zu sein. Vor allem war er bei der Beurteilung von Jugendgewalt, Ausländerfeindlichkeit oder Kindstötungen mit Diagnosen und Ratschlägen schnell bei der Sache.“ Doch „mehr als einmal erwiesen sich seine Einschätzungen als vorschnell, wenn nicht gar grundfalsch, seine politischen Zuspitzungen durchaus seriöser Forschungsergebnisse als effekthascherisch und die schillernden Kausalketten als wenig belastbar – was nicht nur unter Fachkollegen Befremden über einen ‚inkontinenten‘ Kollegen hervorrief, sondern auch in der Politik zu Vorbehalten führte.“


Allein schon unter datenschutzrechtlichen Aspekten sei die geplante Studie ein „Aberwitz“ gewesen, konstatierte Deckers, sie „wäre im Fall einer Klage eines kirchlichen Mitarbeiters wohl vor jedem Arbeitsgericht gescheitert“.

Dass die deutschen Bischöfe nun wieder als „Vertuscher“ dastehen, „werde ihrem Willen zur echten Aufklärung nicht gerecht“.

Link zum FAZ-Artikel: „Ein absehbarer Eklat bei der Aufklärung“


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