10 Januar 2013, 16:00
USA: Lebensschützer gewinnen Kampf um Abtreibung
 
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Den Lebensschützern sei es in den letzten vierzig Jahren gelungen, den Zugang zu Abtreibungen durch gesetzliche Einschränkungen zu erschweren. Die öffentliche Meinung sei zunehmend gegen Abtreibungen.

New York (kath.net/CNA/jg)
Lebensschützer gewinnen die Auseinandersetzung um die Abtreibung in den USA, schreibt das renommierte TIME-Magazine. Katie Pickert führt drei wesentliche Gründe dafür an. Zum einen sei es den Lebensschützern gelungen, auf Ebene der US-Bundesstaaten gesetzliche Regelungen durchzusetzen, die den Zugang zu Abtreibungen erschwerten. Neue Ultraschalltechnologien würden die ungeborenen Babies besser sichtbar machen und die öffentliche Meinung sei zunehmend auf Seite des Lebensschutzes.

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„Vor vierzig Jahren haben die Abtreibungsbefürworter einen historischen Sieg mit Roe vs. Wade gewonnen. Seither haben sie nur mehr verloren“, schreibt die TIME-Redakteurin. In vielen Teilen des Landes sei es heute schwieriger, eine Abtreibung durchzuführen als zu jedem anderen Zeitpunkt seit den 1970-er Jahren. Es gebe weniger Ärzte, die Abtreibungen durchführen würden und die Zahl der Abtreibungskliniken sei von 2.908 im Jahr 1982 auf 1.793 im Jahr 2008 zurückgegangen.

Zu den gesetzlichen Maßnahmen, die von den Lebensschützern initiiert worden seien, führt sie verpflichtende Beratung, Ultraschallbilder und Wartefristen an. Weiters gebe es Regelungen, welche Kliniken und welche Ärzte Abtreibungen durchführen dürften. Minderjährige, die eine Abtreibung durchführen lassen wollten, seien mehr und mehr verpflichtet, ihre Eltern zu informieren. Auch dies trage zu einem Rückgang der Abtreibungen bei, schreibt Pickert.

Zwar würden 75 Prozent der Amerikaner die Legalisierung der Abtreibung in einigen oder allen Fällen unterstützen, aber nur 41 Prozent würden sich selbst als Abtreibungsbefürworter („pro choice“) charakterisieren. In einer dynamischen Demokratie sei es immer schwerer, den status quo zu verteidigen, als ihn zu ändern, schreibt Pickert.

Die Lebensschützer würden gewinnen, weil sie gut organisiert seien und eine klare Strategie verfolgten.

kathTube-Video: TIME Explains - The Weakening Pro-Choice Movement


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