Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  7. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  8. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  9. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  10. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  11. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  12. Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort
  13. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  14. Bischöfliche Spökenkiekerei zum Jahreswechsel
  15. Streit um Papstkreuz im Wiener Donaupark

Die verlorenen Millionen

28. Dezember 2012 in Kommentar, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Weint nicht über eure verlorenen Millionen, weint über euch und eure Kinder! Hat ein neuer Herodes sie getötet? Nein, wir selbst haben es getan, zugelassen und gut genannt, was böse ist! Ein KLARTEXT von Weihbischof Andreas Laun (Salzburg).


Salzburg (kath.net) Die Landeshauptfrau von Salzburg weint vor laufender Kamera über die verschwundenen Millionen, alle Salzburger weinen mit ihr, schimpfen über die Landesregierung und stellen ihre Vermutungen über die eigentlich „Schuldigen“ an. Kein Stammtisch, an dem das Thema nicht lautstark erregt abgehandelt würde.

Schlimm, das ist wahr, und moralisch auch deswegen höchst fragwürdig, weil bei diesen Spekulationen die Einen reich werden ohne Leistung und die Anderen arm ohne Fehler gemacht zu haben.

Und was denken wohl die Armen dieser Welt, wenn sie von den Salzburger Problemen und „Leiden“ hören? Oder gar, wenn sie sehen könnten, wie die Straßen der Stadt fröhlich im Konsum überquellen, während die Armen, die es dennoch gibt, so wie anderswo auch unsichtbar bleiben.

Soweit schlimm genug. Aber, und davon redet fast niemand: Die Menschen beweinen ihre verlorenen Millionen, aber sie beweinen nicht die verlorenen, ungeborenen Kinder, die nicht „einfach so verloren gegangen“ sind, sondern die absichtlich getötet werden in ganz Österreich, Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat und jedes Jahr wieder!


„Absichtlich getötet“? Ja absichtlich! In Österreich wurde dieses Töten schon vor Jahren offiziell zugelassen, leider in Salzburg noch leichter gemacht durch die erste politische Entscheidung derselben Landeshauptfrau, die jetzt über die Euro-Millionen weint.

Aber wie bei den Euro-Millionen: Sie ist dafür weder die Haupt- noch die Allein – Schuldige. Schuld sind die Vielen, denen Politiker fast aller Parteien entgegenkommen wollen, diejenigen, die schweigen, die keinen Finger rühren, wenn es nötig wäre, mit beiden Händen zu helfen.

Und wo leben diese Schuldigen, schuldig nicht am „Betlehemitischen Kindermord“, sondern am Österreichischen? Überall, sie durchsetzen die Gesellschaft, die Parteien, die Universitäten, die Multiplikatoren des medial verwalteten „Zeitgeistes“, sie sind auch in der Kirche und in allen anderen religiösen Gemeinschaften vorhanden.

Dabei ist die Situation weltweit gespenstisch: Von anderen Völkern fordert man - jedenfalls, wenn sie nicht mächtig sind - die Einhaltung der Menschenrechte: „Wir guten Europäer haben die Menschenrechte und verlangen ihre Achtung auch von Euch, die eben nicht so gut sind wie wir!“

Aber welche Verletzungen von Menschenrechten haben wir in Europa nicht schon „demokratisch“ legitimiert und dabei die Gebote Gottes über Bord geworfen!

„Rechtsstaatlichkeit“ und „Rechtssicherheit für den Bürger“ entstehen nicht durch bloße Mehrheiten, sondern durch die Anerkennung jenes Gottesrechtes, das über allen Menschen, über allen Politikern und ihren Gesetzen steht, diese legitimiert und sie begrenzt!

Man hat vergessen: Diese von Gott kommenden Rechte sind gemeint, wenn wir von Menschenrechten sprechen und damit jenes Recht meinen, das jedem Menschen zukommt, weil er Mensch ist und kein großer oder kleiner Zellhaufen!

Das ist der Skandal: Viele reden vollmundig von Menschenrechten, zugleich lassen sie die Massentötung der ungeborenen Kinder zu und verbieten, sie als das zu benennen, was es ist: ein himmelschreiendes Unrecht.

Wird der Himmel diesen Schrei hören? Ja, aber nicht so, wie sich das viele vorstellen, sondern so, dass Gott uns unseren Willen lässt und die Folgen unseres Handelns nicht aufhält.

Wer sehen will, sieht das Unheil ohnehin schon wie die Schaumkronen eines Tsunamis, dessen Zerstörungskraft noch nicht absehbar ist.

Man könnte Worte der Bibel abwandelnd sagen: „Weint nicht über eure verlorenen Millionen, weint viel mehr über euch und eure Kinder! Hat ein neuer Herodes sie getötet? Nein, wir selbst haben es getan, zugelassen und gut genannt, was böse ist!

Weinen sollte daher in Österreich zu hören sein, lautes Weinen und Klagen: Nicht nur Rahel, wir alle sollten weinen um „unsere“ Kinder und sollten uns nicht billig trösten lassen, denn sie sind dahin.“

Den Verlust der Millionen werden wir verkraften, den Verlust der Kinder nicht! Das wird sich auch durch Verdrängen, Verschweigen, Vertuschen und Diskussions-Verbote nicht verhindern lassen.

Dann wird es „schon wieder“ diejenigen geben, die sagen: „Das haben wir nicht gewusst! Wir haben doch geglaubt, „es seien nur Zellklumpen!“ Aber Hand aufs Herz: Haben wir das wirklich jemals geglaubt? Und wenn: Warum haben wir die „Anderen“ nur verlacht und ihnen nicht geglaubt?

Foto: (c) Erzdiözese Salzburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. CDL: „EU-Parlament entscheidet ein weiteres Mal gegen das Recht auf Leben“
  2. Katholische Bischöfe zeigen sich besorgt vor Abtreibungs-Abstimmungen des EU-Parlaments
  3. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  4. US-Arzt gibt Freundin im Schlaf Abtreibungspillen, Baby stirbt
  5. Abtreibungszentrum von Planned Parenthood in Manhattan geschlossen
  6. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  7. „Die Tragödie von 73 Millionen Abtreibungen jährlich weltweit ist zur Normalität geworden“
  8. Polizei räumt besetzte Kirche in Flensburg
  9. ALfA kritisiert FEMM-Beschluss zu Abtreibung als Angriff auf europäische Grundwerte
  10. 10.000 Teilnehmer bei Staffellauf für den Lebensschutz in den USA






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  4. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  5. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  6. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  7. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  8. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  9. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  10. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  11. Ein Frühstück für den Verleugner
  12. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  13. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  14. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  15. Warum zwei Kardinäle aus Afrika erst jetzt 80 Jahre alt werden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz