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Papst über den Bethlehem-Stern: Der Kosmos spricht von Christus

22. Dezember 2012 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
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Benedikt XVI. beschäftigt sich im dritten Jesus-Buch mit astronomischer Forschung zum Weihnachtsstern - Himmelserscheinung ist eine "Absage an die Astrologie"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Im seinem dritten Jesus-Band zu den Kindheitserzählungen beschäftigt sich Papst Benedikt XVI. unter anderem mit dem Stern von Bethlehem - auch aus wissenschaftlicher Sicht. Die im Matthäusevangelium erwähnte Himmelserscheinung, die die "Sterndeuter aus dem Osten" zur Krippe führte, kann auch astronomisch erklärt werden, legt der Heilige Vater dar und fügt auch seine theologische Deutung hinzu: "Der Kosmos spricht von Christus", so das Resümee des Papstes.

Während frühe kirchliche Überlieferungen und Hymnen den Weihnachtsstern bloß bildhaft beschrieben - nämlich als etwas "Wunderbares", das "die Sonne an Schönheit und Leuchtkraft" übertrifft - so habe die moderne Astronomie die Frage nach dem Stern neu gestellt, stellt der Papst fest.

Er bringt hier zwei in Österreich wirkende Sternenforscher ins Spiel: Zuerst Johannes Kepler (1571-1630), der 1603 Zeuge der seltenen Begegnung von Jupiter, Saturn und Mars aus Sicht der Erde wurde. Wenig später dokumentierte Kepler an der gleichen Stelle einen plötzlich auftauchenden, hellen Stern, der nach einiger Zeit wieder verschwand.


Kepler konnte noch nicht wissen, dass es sich bei der letzteren Erscheinung um eine Supernova - also um die gewaltige Explosion eines sterbenden Sterns - gehandelt hat. Immerhin gelang ihm aber der rechnerische Nachweis, dass es auch im Jahr 7 v. Chr., dem vermuteten Geburtsjahr von Jesus, zu einer ähnlichen Konjunktion von Jupiter und Saturn gekommen war, was er als Hinweis auf die Existenz des Betlehem-Sterns deutete.

Als "interessantes Detail" führt der Papst an dieser Stelle den Göttinger Archäologen Friedrich Wieseler (1811-1892) an, der in chinesischen Zeittafeln den Verweis auf einen hellen, im Jahr 4 v.Chr. für kurze Zeit erschienenen Stern gefunden hat.

Als aktuellsten Erklärungsversuch der Wissenschaft führt der Papst jenen von Konradin Ferrari d'Ochieppo (1907-2007) an. Der Wiener Astronom verwarf zwar Keplers Supernova-These, behauptete aber, auch die Jupiter-Saturn-Konjunktion im Sternbild Fische genüge als Begründung, berücksichtige man die Symbolik beider Planeten: Jupiter habe einst den babylonischen Hauptgott Marduk verkörpert, Saturn hingegen das Volk der Juden. Somit sei die Planetenbewegung für die babylonischen Sterndeuter Hinweis "auf ein universal bedeutsames Ereignis, auf die Geburt eines heilbringenden Herrschers im Land der Juden" gewesen, zitiert der Papst d'Ochieppo.

Schöpfung gibt Hinweise auf Gott

"Die große Jupiter-Saturn-Konjunktion in den Jahren 7 bis 6 vor Christus scheint gesicherte Tatsache zu sein", so Benedikt XVI. wörtlich, und beginnt hier die theologische Darlegung. Denn vieles weitere bleibe offen - etwa die Frage, was den babylonischen Sterndeutern so viel Gewissheit gab, dass sie aufbrachen und nach Jerusalem und Bethlehem zogen. Sei das Sternenbild auch erster Anstoß dafür gewesen, hätten die drei Weisen dennoch auch auf andere Weise berührt gewesen sein müssen - "von der Hoffnung auf den Stern, der über Jakob aufgehen sollte", verweist der Papst auf das Buch Numeri (24,17) im Alten Testament.

Ebenso wie der Weg der drei Weisen die "Bewegung der Völker auf Christus hin" darstellen würden, zeigt der Stern, "dass der Kosmos von Christus spricht". In nie ganz zu enträtselnder Sprache gebe die Schöpfung Hinweise, wecke Hoffnung, dass Gott sich einmal zeigen werde und mache bewusst, dass der Mensch ihm entgegengehen könne und solle.

Absage an die Astrologie: Nicht der Stern lenkt das Kind, sondern das Kind des Stern

Der Betlehem-Stern sei zudem eine "Absage an die Astrologie", so der Papst: Das Christentum breche hier endgültig mit dem antiken Mythos und Kult, der die Gestirne als herrschende Götter verehrte. Ähnlich wie schon zuvor im Schöpfungsbericht Sonne und Mond als bloße "Lampen" bezeichnet worden seien, habe später auch Paulus betont, "dass der auferstandene Christus die Mächte und Gewalten in den Lüften besiegt hat und über das All herrscht", schreibt Benedikt XVI. wörtlich.

Genauso der Weihnachtsstern: Nicht er habe das Schicksal des Kindes beeinflusst, sondern das Kind habe den Stern gelenkt. Hier zeige sich, so der Papst, "dass der von Gott angenommene Mensch größer ist als alle Mächte der materiellen Welt und mehr als das ganze All".

Copyright 2012 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich. Alle Rechte vorbehalten.



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Lesermeinungen

 beertje 22. Dezember 2012 
 

Unser Papst:

einfach begnadet! Er IST erleuchtet.


1
 
 Albertus Magnus 22. Dezember 2012 
 

Ich bin sehr froh, dass der Heilige Vater sich gegen die Astrologie ausspricht.


1
 

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