20 Dezember 2012, 08:00
Älteste Bibeltexte im Internet
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Bibel'
Israelische Altertumsbehörde macht Qumran-Funde zugänglich

Jerusalem/Westerland (kath.net/idea) Die ältesten Bibeltexte stellt die israelische Altertumsbehörde mit Unterstützung des Online-Konzerns Google ins Internet (www.deadseascrolls.org.il). Es handelt sich um Fragmente von Schriftrollen aus einer Höhle nahe der Ruinenstätte Qumran am Toten Meer. Sie waren 1947 durch Zufall entdeckt worden. Unter den Funden sind Bibeltexte sowie Buchform sind sie seit längerem veröffentlicht; allerdings sind sie meist nur Experten in Bibliotheken zugänglich. Das Online-Archiv soll eines Tages alle Qumran-Schriften enthalten.

Werbung
kathtreff


Zurzeit sind 4.000 Abbildungen von Infrarot-Fotografien aus den fünfziger Jahren einzusehen sowie 1.000 Aufnahmen, die in einem speziellen Fotolabor angefertigt wurden. Dabei bediente man sich einer Aufnahmetechnik der US-Raumfahrtbehörde NASA mit höchster Auflösung.

Die Schriftrollen wurden auch mit Infrarotlicht aus verschiedenen Winkeln fotografiert; dadurch werden selbst unter Flecken verborgene Buchstaben sichtbar. Bis zum Jahr 2016 sollen alle Schriftrollen im Internet abrufbar sein. Bereits jetzt können Textteile auf Hebräisch oder in englischer Übersetzung betrachtet werden. Zudem ist es möglich, auf einer Landkarte die Fundorte einzusehen.

Auch deutsches Archiv genutzt

Bei den aktuellen Fotos wurde auch auf das Archiv des Qumran-Fachmanns Alexander Schick (Westerland/Sylt) zugegriffen. Er verfügt über eine der größten Fotosammlungen zu den Grabungen von Qumran. Für ihn ist die Internetseite ein großer Fortschritt. Jeder Wissenschaftler und jeder interessierte Laie könne nun die Texte einsehen. Sie seien die ältesten Belege für die Heilige Schrift und zeigten, „wie hervorragend und vor allem unverfälscht der Bibeltext in den Jahrhunderten überliefert wurde“, so Schick. Er hat die Qumran- und Bibelausstellung Sylt ins Leben gerufen, in der die Funde ausführlich vorgestellt werden. Bisher sahen über 500.000 Besucher die Ausstellung, die von Gemeinden ausgeliehen werden kann.

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!













Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben


 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Kardinal Pell freigesprochen! (88)

"Kirche, wo bist du?" (78)

Für alle, die sich um den ‚Day After’ der Pandemie sorgen (69)

Corona-Irrsinn im deutschen Jesuitenorden (63)

Österreichs Bischöfe sperren während Osterliturgie die Kirchen zu! (46)

'Gottesdienste sind mehr als stilles Gebet, gerade auch zu Ostern' (29)

Tück kritisiert Theologenvorschlag "Gedächtnismahl ohne Geweihte" (27)

kath.net in Not! (18)

Schönborn: Corona keine "Strafe Gottes", aber Nachdenkimpuls (18)

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein (18)

Katholiken aus Berlin klagen gegen Gottesdienst-Verbot (15)

Gottesdienste dürfen in Berlin weiterhin nicht stattfinden (14)

Vatican News: Coronavirus ist ‚Verbündeter der Erde’ (14)

Bischof von Frascati droht Strafe nach Messe mit 50 Personen (14)

Neues Vatikanjahrbuch: Papst nicht mehr "Stellvertreter Christi"? (14)