Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  11. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  12. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  13. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Katholische Privatschule muss Religion 'neutral' unterrichten

20. Dezember 2012 in Aktuelles, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein Gericht in Kanada hat eine katholische Privatschule dazu verurteilt, den Unterricht über die verschiedenen Religionen neutral zu erteilen. Der katholische Glaube dürfe neben anderen Religionen verkündet, diesen aber nicht vorgezogen werden.


Montreal (kath.net/LSN/jg)
Eine private katholische High School in der kanadischen Provinz Quebec ist verpflichtet, ein säkulares Fach „Ethik und religiöse Kultur“ zu unterrichten, das Religionen neutral darstellt. Sie darf das Fach nicht mehr aus katholischer Perspektive unterrichten, wie sie es bis jetzt gemacht hat. Zu diesem Urteil kam das Berufungsgericht der Provinz Quebec.

Der Fall reicht bis ins Jahr 2008 zurück, als das Erziehungsministerium der von den Jesuiten betriebenen Loyola High School verbot, das Pflichtfach „Ethik und religiöse Kultur“ aus katholischer Perspektive zu unterrichten. Das Ministerium argumentierte, der Unterricht entspreche nicht den Vorschriften, weil er den Religionen nicht neutral gegenüber stehen würde. Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus, aber auch animistische Naturreligionen und der Atheismus müssten als gleichwertige Alternativen dargestellt werden. Die Loyola High School entgegnete, der von ihr verlangte Unterricht sei mit der katholischen Ausrichtung der Schule nicht vereinbar. Die Vorgabe des Ministeriums sei auch nicht wirklich neutral, weil sie die Ideologie des Relativismus vertrete.


Die High School ging gegen das Ministerium vor Gericht und erhielt 2010 Recht. Einer katholischen Privatschule einen säkularen Unterricht vorschreiben zu wollen, schränke die Freiheit der Religionsausübung ein, begründete der Richter das Urteil.

Das Ministerium wandte sich daraufhin an das Berufungsgericht. Dort wurde das Ersturteil aufgehoben. „Im Licht des politischen Willens, den Unterricht zu säkularisieren“ entspreche der Unterricht an der Loyola High School nicht den Vorgaben, die ein Unterricht in „Ethik und religiöser Kultur“ einzuhalten habe, heißt es in der Urteilsbegründung. Die Lehrer könnten selbstverständlich die Inhalte des katholischen Glaubens vermitteln ist dort weiter zu lesen, sie dürften allerdings ihre Meinung oder ihren Glauben nicht zum Ausdruck bringen.

Dieses Urteil werde dazu beitragen, dass die Schüler einer katholischen Privatschule den Glauben verstärkt in Frage stellen würden, fürchten Kritiker. Der säkulare Unterricht religiöse Inhalte „impft die Kinder gegen jeden Glauben, weil er ihnen beibringt, dass man sich seine Religion selber zusammenbauen kann“, sagt Marie Bourque vom Katholischen Elternverein von Quebec. Der kanadische Priester Raymond de Souza nannte es „totalitär“, wenn eine katholische Privatschule dazu verpflichtet werde, keinen Unterschied zwischen dem Christentum und heidnischen Hexenkulten zu machen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Schule

  1. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  2. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  3. YouTube-Star "MrWissen2go" räumt Fehler bei Corona-Berichterstattung ein
  4. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  5. Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
  6. Öffentliche Wiener Mittelschulen: Jeder zweite Schüler ist Moslem
  7. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  8. Italien verbessert Kinderschutz
  9. Anmeldeformular für Volksschule mit sechs Möglichkeiten bei Angabe des Geschlechts
  10. Katholische Grundschule mit Unisex-Toiletten







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  3. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  4. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  5. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  6. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!
  9. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  10. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  11. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  14. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  15. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz