Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  4. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  5. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  6. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  7. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  8. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  9. Der entschärfte Gott
  10. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  11. Realitätsverlust im Bistum Chur
  12. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  13. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  14. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  15. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!

Irland: Pro-Abtreibungsgesetzgebung noch vor Weihnachten

1. Dezember 2012 in Aktuelles, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Trotz offenkundiger Fehldarstellung des Falles der irischen verstorbenen Schwangeren, deren Todesursache ein antibiotikarestistenter Erreger gewesen war, wird damit weiter erfolgreich Lobbyarbeit zur Erweiterung der legalen Abtreibung gemacht.


Dublin (kath.net/KNA/red) Irlands Abtreibungsgesetzgebung soll noch vor Weihnachten überarbeitet werden. Das kündigte Premierminister Enda Kenny Medienberichten (Mittwoch) zufolge nach der Veröffentlichung eines Untersuchungsberichts an. Forderungen aus der eigenen Partei, das kontroverse Thema erst nach der irischen EU-Ratspräsidentschaft im kommenden Jahr anzugehen, wies er zurück.

Europaministerin Lucinda Creighton kritisierte den Zeitplan. Das schnelle «Durchpeitschen» einer Entscheidung sei unfair und unterdrücke eine nötige Debatte über das Thema, sagte sie laut der Tageszeitung «Irish Independent». Die Klärung der Rechtslage hatte durch den Tod einer 31-jährigen Frau, der Ärzte einen Schwangerschaftsabbruch verweigert hatten, neue Dringlichkeit erhalten.


Allerdings wurde in der öffentlichen Diskussion bisher nicht weiter beachtet, dass die Obduktion der Leiche von Savita Halappanavar ergeben hatte, dass die Blutvergiftung von einem antibiotikaresistenten Erreger ausgelöst worden war und dieses Problem durch eine Abtreibung nicht positiv beeinflusst worden wäre, kath.net hatte berichtet. Abtreibungs-Lobbyisten nutzen den Fall geschickt, um für die Erweiterung der legalen Möglichkeit zur Abtreibung zu kämpfen.

Vor zwei Jahren hatte der Europäische Menschenrechtsgerichtshof entschieden, die irische Abtreibungsgesetzgebung verletze wegen ihrer Unklarheit die Rechte von Frauen. In Irland ist Abtreibung verboten. Nach Musterurteilen kann eine Abtreibung aber bei Gefahr für das Leben der Mutter oder bei Suizidgefahr der Schwangeren erfolgen.

Die Expertengruppe, die die Regierung nach dem Straßburger Urteil eingesetzt hatte, legte in dieser Woche ihren Abschlussbericht vor. Darin werden mehrere Optionen von der Einführung nichtgesetzlicher Richtlinien bis zur Verfassungsänderung vorgestellt. Die Experten empfehlen eine umfassende Regelung durch gesetzliche Vorschriften.

Pro-Life-Vertreter kritisierten den Bericht, da er nicht die Möglichkeit eines Volksentscheids in Betracht ziehe. Dies sei aber der einzig richtige Weg, sagte die juristische Beraterin der Gruppe «Pro-Life Campaign» dem «Irish Independent». Ein Sprecher der Irischen Bischofskonferenz erklärte, die Bischöfe wollten sich in der kommenden Woche mit dem Bericht beschäftigen.

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Spanische Bischofskonferenz besorgt über „Tendenz, Abtreibung zum Status eines ‚Rechts‘ zu erheben“
  2. Christdemokraten für das Leben (CDL): Lebensschutz ist nicht verhandelbar
  3. Jesse Jacksons wechselnde Positionen zum Lebensschutz
  4. USA: Ist die katholische Privat-Universität Notre Dame noch katholisch?
  5. Puerto Rico ändert Strafrecht – Ungeborene als Menschen anerkannt
  6. US-Gesundheitsministerium setzt sich für medizinisches Personal ein, das Abtreibungen ablehnt
  7. Kalifornien: 90 Millionen US-Dollar für Planned Parenthood
  8. Influencerin: Entscheidung für Abtreibung war einfacher als Bestellung bei McDonalds
  9. ‚Seien Sie die Person, die eine Frau mit der Hoffnung verbindet!‘
  10. Aktuelle Umfrage zeigt: US-Amerikaner mehrheitlich gegen unbeschränkte Abtreibung






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  5. Realitätsverlust im Bistum Chur
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  8. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  9. Vom Elend der Fürbitten
  10. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  11. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  12. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  13. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  14. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  15. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz