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Irland: Pro-Abtreibungsgesetzgebung noch vor Weihnachten

1. Dezember 2012 in Aktuelles, 9 Lesermeinungen
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Trotz offenkundiger Fehldarstellung des Falles der irischen verstorbenen Schwangeren, deren Todesursache ein antibiotikarestistenter Erreger gewesen war, wird damit weiter erfolgreich Lobbyarbeit zur Erweiterung der legalen Abtreibung gemacht.


Dublin (kath.net/KNA/red) Irlands Abtreibungsgesetzgebung soll noch vor Weihnachten überarbeitet werden. Das kündigte Premierminister Enda Kenny Medienberichten (Mittwoch) zufolge nach der Veröffentlichung eines Untersuchungsberichts an. Forderungen aus der eigenen Partei, das kontroverse Thema erst nach der irischen EU-Ratspräsidentschaft im kommenden Jahr anzugehen, wies er zurück.

Europaministerin Lucinda Creighton kritisierte den Zeitplan. Das schnelle «Durchpeitschen» einer Entscheidung sei unfair und unterdrücke eine nötige Debatte über das Thema, sagte sie laut der Tageszeitung «Irish Independent». Die Klärung der Rechtslage hatte durch den Tod einer 31-jährigen Frau, der Ärzte einen Schwangerschaftsabbruch verweigert hatten, neue Dringlichkeit erhalten.


Allerdings wurde in der öffentlichen Diskussion bisher nicht weiter beachtet, dass die Obduktion der Leiche von Savita Halappanavar ergeben hatte, dass die Blutvergiftung von einem antibiotikaresistenten Erreger ausgelöst worden war und dieses Problem durch eine Abtreibung nicht positiv beeinflusst worden wäre, kath.net hatte berichtet. Abtreibungs-Lobbyisten nutzen den Fall geschickt, um für die Erweiterung der legalen Möglichkeit zur Abtreibung zu kämpfen.

Vor zwei Jahren hatte der Europäische Menschenrechtsgerichtshof entschieden, die irische Abtreibungsgesetzgebung verletze wegen ihrer Unklarheit die Rechte von Frauen. In Irland ist Abtreibung verboten. Nach Musterurteilen kann eine Abtreibung aber bei Gefahr für das Leben der Mutter oder bei Suizidgefahr der Schwangeren erfolgen.

Die Expertengruppe, die die Regierung nach dem Straßburger Urteil eingesetzt hatte, legte in dieser Woche ihren Abschlussbericht vor. Darin werden mehrere Optionen von der Einführung nichtgesetzlicher Richtlinien bis zur Verfassungsänderung vorgestellt. Die Experten empfehlen eine umfassende Regelung durch gesetzliche Vorschriften.

Pro-Life-Vertreter kritisierten den Bericht, da er nicht die Möglichkeit eines Volksentscheids in Betracht ziehe. Dies sei aber der einzig richtige Weg, sagte die juristische Beraterin der Gruppe «Pro-Life Campaign» dem «Irish Independent». Ein Sprecher der Irischen Bischofskonferenz erklärte, die Bischöfe wollten sich in der kommenden Woche mit dem Bericht beschäftigen.

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 ivanka 1. Dezember 2012 
 

Post Abtreibung Syndrom (PAS)

Wenn der \" Post Abtreibung Syndrom (PAS)\" soviel Echo in den Medien bekommen wurde wie
Pro- Abtreibunginitiativen

da wurden sich einige Frauen, Ihre Manner bzw. Freunde, Eltern, Geschwister und Freunde fur das LEBEN und gegen die Abtreibung aussprechen.

Es ist traurig zu lesen mit welchen LEIDEN die Frauen und oft auch Manner nach der Abtreibung konfrontiert werden durch den Post Abtreibung Syndrom.

Hier kann man ein paar Zeugnisse lesen: www.nachabtreibung.de/erlebnisberichte/frauen


1
 
 Chris2 1. Dezember 2012 
 

Erinnert mich an einen Vortrag

bei dem der Redner - in einem völlig anderen Zusammenhang - plötzlich vorwurfsvoll sagte, in den USA seien schon Mehrere Menschen wegen Abtreibungen getötet worden. Und damit ein \"betroffenes\" Raunen im Publikum auslöste. Ich war viel zu baff (und vielleicht auch zu feige) um einem spontanen Reflex zu folgen und zu rufen: \"Mehrere? Ich dachte Millionen?\". Kultur des Todes...


0
 
 goegy 1. Dezember 2012 
 

Oberster Manipulant der Volksmeinung und Propagandist für Abtreibung ist die Tageszeitung \"Irish Times\" , die einst ein Blatt der englischen Okkupanten war und sich über die Befreiung Irlands hinaus mit finanzieller Hilfe von aussen am Leben erhalten konnte. Die Hintermänner sind protestantisch und eigentlich Feinde einer unabhängigen Irischen Republik. Sie sind auch verbissen anti-katholisch und reden einer lockeren Abtreibungspolitik das Wort.


1
 
 Stephaninus 1. Dezember 2012 
 

Totschlagende Mitleid

Ich habe mal von diesem Begriff gehört. Hier scheint er mir besonders zutreffend werden zu können.


0
 
 Ad Verbum Tuum 1. Dezember 2012 

Es schreit zum Himmel ...

u.a. jedes zukünftige in Irland getötete Kind.
Welche Flaschheit, welche Arroganz von Medien und Politik.
An einem Einzelfall - der zudem noch bewusst falsch promoted wird - soll ein Gesetz abgeleitet werden. Wo bleibt der Schutz der Vielen?.


4
 
 christawaltraud 1. Dezember 2012 
 

Abtreibungs-Lobbyisten genießen Narrenfreiheit...

... und wir alle schauen dabei seelenruhig zu. Eine solche Vorgehensweise müßte die Menschen auf die Barrikaden treiben! Denn es ist eine Interessengruppe, die über die Meinung der Menschen entscheidet, die gar nicht befragt werden. Warum bei diesem Thema kein Volksentscheid? Wir werden uns noch wundern. - - -


3
 
  1. Dezember 2012 
 

Pardon:\"zum\" heulen!


1
 
  1. Dezember 2012 
 

wie gerufen!

Ich vermute mal: Krokodilstränen über den Tod der bedauernswerten Frau werden vergossen, insgeheim werden es wohl Freudentränen gewesen sein.
Dieser Tod liefert der Abtreibungslobby den willkommenen Anlass zum Handeln.
Es ist doch prima, der schlimmen katholischen Kirche den schwarzen Peter zuschieben zu können.
Es funktioniert meistens!
Und die Presse spielt mit.
Warum sonst hat sie nicht in ausreichendem Maße und vollumfassend die Öffentlichkeit über die wahren Gründe informiert?


3
 
  1. Dezember 2012 
 

\"Noch vor Weihnachten\"...

schwitzt Jesus in Irlands Gethsemani BLUT! ...Zur heulen!


1
 

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