
St. Pölten (kath.net)
In Österreich gibt es Aufregung rund um ein islamisches Gebet im Wiener Neustädter Dom (Niederösterreich). Laut dem Kurier gab es vor einigen Tagen einen interreligiösen Gottesdienst, an dem Katholiken, Muslime, Serbisch-Orthodoxe und die Neuapostolische Kirche beteiligt waren. Anlass war ein vor einiger Zeit gelegtes Feuer im Dom durch einen muslimischen Burschen, was von islamischen Glaubensvertretern immer bedauert wurde.
Für die jetzige Aktion gibt es Kritik von Katholiken, die ihren Unmut im Internet auch direkt bei den Verantwortlichen äußern. Auch auf politischer Ebene stößt der Gottesdienst auf Verwunderung. Der FPÖ-Stadtrat Udo Landbauer spricht von der "völligen Selbstgeißelung der Katholischen Kirche". "Tragisch ist für mich die Tatsache, dass nun auch die kirchlichen Würdenträger die Schmerzgrenze der political correctness ins Unerträgliche angehoben haben“, meint der FPÖ-Bezirksparteiobmann.
Hauptverantwortlicher für das Gebet ist Domprobst Monsignore Karl Pichelbauer. Gegenüber dem "Kurier" erklärte er: "Einigen islamistischen Vertretern hat es wirklich Leid getan, dass der Zündler, der hier das Feuer gelegt hat, ein muslimischer Junge war. Jetzt werfen mir einige Leute vor, ich habe mit der Aktion das Gotteshaus an die Islamisten verschenkt. So ein Blödsinn!" Laut Domprobst bestehe der interreligiöse Dialog schon seit mehr als einem Jahr. Für den Dompropst gehe es darum, dass all jene, die an einen Gott glauben, zusammenhalten.
Foto: (c) Screenshot Kurier
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