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Mehr denn je für die Rechte der Ungeborenen in den USA kämpfen

9. November 2012 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
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Katholiken der USA sind enttäuscht über den Wahlausgang. Man hatte gehofft, die Wahl würde alle Katholiken wachrütteln und im Kampf für die Ungeborenen und die Religiöse Freiheit vereinen. Ein Gastbeitrag von Edith Breburda


Washington D.C. (kath.net) In den Tagen nach der Wahl reden die Menschen nur noch davon. Ein alter Mann schimpft auf Joe Biden, der ihm zu katholisch sei, trotzdem habe er Obama gewählt. Die ältere Dame, mit der er sich unterhielt, fand es unakzeptabel, wie die Republikaner Planned Parenthood behandeln. Eine andere Dame mexikanischer Herkunft, schwärmt im Café, sie hätte am Montag beinahe Obama die Hand geschüttelt, als er in Madison/Wisconsin vorbeikam. Doch kurz vor dem persönlichen Highlight drehte sich der Präsident um, sagte sie enttäuscht. Der Cafébesitzer lächelte und fragte die Frau, ob sie daraufhin Romney gewählt habe. Die Frau verneinte und lobte den Präsidenten. Sie strahlte so wie die Demokratischen Wahlhelfer, die in den letzten Tagen von Tür zu Tür gingen und aufforderten, Obama zu wählen.

Am Radio hört man eine konservative Sprecherin, die erläutert, dass die Leute die komischsten Kriterien heranzögen, um jemanden zu wählen. Es lag bestimmt nicht an den Kandidaten betont sie. Es seien einfach die Lügen gewesen, welche die Republikaner nicht zurückgewiesen hätten.

Die Katholiken fühlen sich besiegt, obwohl sie hart gekämpft haben. Eine Frau, die seit einem halben Jahr jeden Donnerstagabend vor dem Kapitol von Madison mit vielen anderen für einen guten Ausgang der Wahl gebetet hatte, sagte, sie fühle sich seit Dienstag sehr elend. Father Pavone, der Gründer-Priester "Für das Leben", ist entsetzt wieviele Katholiken Obama gewählt haben. "Viele Kirchenführer sprachen sich gegen das neue Gesundheitsgesetz aus. Über die Wahl sagten sie aber nichts. Sie riefen die Polizei, um Leute zu verjagen, wenn sie auf Kirchenparkplätze, Hintergrundinformationen über die Kandidaten an den Windschutzscheiben befestigten. Wir werden uns weiterhin für das Leben einsetzen. Die Verlierer dieser Wahl sind die Ungeborenen. Nur einige Bischöfe warnten davor, einen Kandidaten zu wählen, der Abtreibung, embryonale Stammzellforschung und Homoverbindungen favorisiert. Der Kollisions-Kurse der katholischen Kirche mit der Obama Administration hätte am Dienstag beendet sein können, aber nun hat sich der Konflikt noch verstärkt." Deal Hudson, Präsident des Pennsylvania Catholic's Network, äußerte sich enttäuscht über den meist fehlenden oder zu späten Rückhalt seitens einiger Bischöfe. Hudson hatte so gehofft, die Wahl würde alle Katholiken wachrütteln. Besonders jene, die bisher über das neue Gesundheitsgesetz geschwiegen hatten und ihren Mitkatholiken nicht zur Seite gestanden waren, als diese ihre Religionsfreiheit verteidigten. Er hatte gehofft, dass diejenigen, welche die Führung in diesem Streit übernommen hatten, solange ihre Position halten würden, bis sich die Ängstlichen schließlich angeschlossen hätten.


"Der Präsident habe absichtlich ‚sogenannten‘ Katholiken wie dem Vizepräsidenten Joe Biden und der Kongressabgeordneten Nancy Pelosi hohe Ämter gegeben. Alle diese Leute sprechen sich vehement für Abtreibung und ihre Finanzierung aus", fährt Hudson fort. "Damit handeln sie gegen die Lehre der Kirche und sind gar nicht mehr katholisch. Öffentliche Sünder sind nach den Kirchengesetzen nicht zu den Sakramenten zugelassen und man sollte ihnen nicht die Hl. Kommunion spenden. Ein anderer prominenter katholischer Abtreibungsbefürworter war z. B. John Kerry, der 2004 Präsidentschaftskandidat der Demokraten der USA war. Trotz allem zögern viele Bischöfe, solchen Herrschaften die Sakramente zu verweigern".

Kardinal Raymond Burke, Präfekt des Obersten Kirchengerichtes, findet diese Rücksichtnahme abwegig. "Hohe Politiker, die sich durch ihre Ansichten selber von der Kirche entfernt haben, legen es regelrecht darauf an, unter den Augen der Öffentlichkeit die Hl. Sakramente zu empfangen, um damit die lauen Gläubigen zu verwirren. Sie wollen nicht nur die Hl. Kommunion von einem Bischof empfangen, sie wollen auch noch, dass ein Bild davon im Time Magazin erscheint, damit Leute, die das sehen sich denken: er muss seine Sachen in Ordnung haben, sonst würde er nicht die Hl. Kommunion empfangen. Solche Leute benutzen die Hl. Eucharistie als ein politisches Werkzeug. "

"Liebe Pro-Life-Kämpfer, bleibt unerschütterlich und kämpft weiterhin den guten Kampf. Gebt niemals auf. Amerikas Ungeborene haben heute mehr denn je einen Grund zum Zittern. Die Wähler haben beschlossen, dass weitere vier Jahre ein Krieg gegen die Ungeborenen geführt wird. Gegen unsere Mitmenschen, die am wehrlosesten und unschuldigsten sind. Wir hatten so sehr gehofft, dass diese Wahl dazu führen würde, den Ungeborenen mehr Schutz zukommen zu lassen", schriebt Peter Baklinski in "LifeSiteNews" am 7. November. "Trotzdem müssen wir mehr denn je versuchen, uns für die Rechte der Ungeborenen einzusetzen und dürfen uns nicht vom Ausgang der Wahl entmutigen lassen".


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