Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  13. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  14. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  15. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'

Kinderschändung: Britische Kirche will BBC-Star Orden aberkennen

30. Oktober 2012 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der vor einem Jahr verstorbene exzentrische BBC-Moderator und TV-Star Jimmy Savile soll laut Polizeiangaben über einen Zeitraum von über 40 Jahren mindestens 300 Mädchen und Jungen missbraucht haben.


London (kath.net/KNA) Nach dem Missbrauchsskandal um den verstorbenen BBC-Moderator Jimmy Savile bemühen sich britische Kirchenvertreter um die Aberkennung des päpstlichen Gregoriusordens. Der exzentrische Moderator und TV-Star Savile, der vor genau einem Jahr im Alter von 84 Jahren starb, soll laut Polizeiangaben über einen Zeitraum von über 40 Jahren mindestens 300 Mädchen und Jungen missbraucht haben. Der katholische Erzbischof von Westminster, Vincent Nichols fragte britischen Presseberichten zufolge schriftlich in Rom an, dort die Möglichkeit einer Rücknahme der päpstlichen Ehrung zu prüfen.

Unterdessen sagte Vatikansprecher Federico Lombardi am Wochenende englischsprachigen Medien, ein Entzug des Gregoriusordens sei nicht möglich, da kein offizielles Register geführt werde, aus dem der Name gestrichen werden könnte. Ohnehin handle es sich um eine Ehrung auf Lebenszeit, die mit dem Tod erlösche. Auch im Jahrbuch des Heiligen Stuhls werde diese Auszeichnung nicht vermerkt.


Der nach Papst Gregor I. benannte Gregoriusorden, ein achtzackiges Kreuz aus roter Emaille mit Goldrand, ist eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes für Laien. Der praktizierenden Katholik und Fernsehstar Savile, der auch Kindersendungen moderierte, wurde 1990 von Johannes Paul II. für sein soziales Engagement geehrt.

Die 1831 von Papst Gregor XVI. gestiftete Auszeichnung ist eine der höchsten Ehrungen, die der Papst an Laien verleiht. Schon 1834 wurde er allgemein «für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion» als Ritterorden verliehen. Seinen Namen erhielt er nach Papst Gregor I., der den Ehrentitel «der Große» trägt (590-604). Während seines Pontifikates gelang es ihm, durch politisches Geschick und gute Verwaltung des kirchlichen Besitzes die Grundlagen für den späteren Kirchenstaat zu schaffen. Papst Johannes Paul II. (1978-2005) erneuerte den Orden 1993; seitdem wird der Orden auch an Frauen verliehen.

Auch der schottische Kardinal Keith O'Brien befürwortete laut einem Bericht der Tageszeitung «Daily Record» eine Aberkennung der päpstlichen Auszeichnung. Er sei lange Jahre mit Savile befreundet gewesen, habe aber nichts von dessen dunkler Seite geahnt. Ein solcher Schritt sei nun eine «angemessene Antwort», so ein Sprecher O'Briens.

Zu den Unterstützern Saviles gehörten Medienberichten zufolge auch Lady Diana und die frühere Premierministerin Maggie Thatcher. Im Sender BBC sollen die pädophilen Neigungen des Stars ein offenes Geheimnis gewesen sein.

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  6. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  7. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  8. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  9. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  10. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz