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Damaskus: Zwei Christen verschleppt und ermordet

24. Oktober 2012 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Patriarch Laham zur Entführung und Ermordung zweier Christen: "Christen sind im Konflikt Mittel zum Zweck". Bei den beiden ermordeten Christen handelt es sich um den Bruder und den Cousin eines jungen griechisch katholischen Priesters aus Damaskus.


Damaskus (kath.net/Fidesdienst) Zwei Christen wurden gestern in Damaskus verschleppt und ermordet, während am gestrigen Abend ein Sprengsatz in der Nähe der St. Abrahams-Kirche im Stadtviertel Jaramana im Norden von Damaskus explodierte. Bei den beiden ermordeten Christen handelt es sich um den Bruder und den Cousin des jungen griechisch katholischen Priesters Salami aus Damaskus. Wie Beobachter dem Fidesdienst berichten, befanden sich die beiden auf dem Weg von Qusair nach Damaskus, als sie von einer bewaffneten Gruppe aufgehalten und verschleppt wurden. Die Entführer forderten von der Familie ein Lösegeld in Höhe von 30.000 Dollar. Zwei Stunden später teilten die Entführer mit, man habe die Geiseln getötet.


Am späten Abend wurden Christen und Drusen im Stadtviertel Jarama von einem Sprengstoffattentat aufgeschreckt. Bereits vor einem Monat waren in dem Viertel ähnliche Sprengstoffattentate verübt worden. Einheimische Beobachter berichten dem Fidesdienst von einer heftigen Explosion in der Nähe der griechisch-katholischen St. Abrahams-Kirche. Bei dem Attentat wurden auch Gebäude in der Umgebung beschädigt. Ob es Tote und Verletzte gab ist noch nicht bekannt.

Der griechisch-katholische Patriarch Gregor III. Laham, der derzeit an der Bischofssynode zur Neuevangelisierung im Vatikan teilnimmt, erklärt im Gespräch mit dem Fidesdienst: ,,Christen werden als Instrumente im Kampf gegen die Regierung benutzt. Es gibt keine Verfolgung und sie wurden nicht wegen ihres Glaubens ermordet, doch sie sind angreifbar und werden damit leicht zum Mittel für andere Zwecke". Der Patriarch erinnert auch daran, dass ,,der Bruder des Rektors unseres Priesterseminars bereits am 15. Juli verschleppt wurde. Es ist nicht bekannt, wo er sich aufhält. Solche Episoden verängstigen die Gläubigen".


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