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Tagung: Christen in Afrika haben Muslime überholt

23. September 2012 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
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In nur zehn Jahren wird die Gemeinschaft aller afrikanischen Getauften die größte kontinentale Gruppe von Christen weltweit bilden, größer als jene in Europa oder den beiden amerikanischen Halbkontinenten.


Rom/El Jadida (kath.net/KNA) In Afrika hat das Christentum den Islam als mitgliederstärkste Religionsgemeinschaft abgelöst. Nach Zahlenangaben, die bei einer Fachtagung im marokkanischen El Jadida verbreitet wurden, stellen Christen inzwischen 46,53 Prozent der Bevölkerung des Kontinents; 40,64 Prozent seien Muslime und 11,8 Prozent Anhänger afrikanischer Religionen, schreibt der Vatikan-Journalist Andrea Tornielli in seinem Blog (Freitag) über den laufenden Kongress.


In 31 der 59 Staaten Afrikas überwiegt demnach die christliche Bevölkerung. 21 Länder seien mehrheitlich islamisch, 6 Länder vorwiegend von traditionellen Religionen geprägt. Während Afrikaner 1900 gerade einmal 2 Prozent aller Christen weltweit repräsentierten, sind es heute den Angaben zufolge 20 Prozent.

In zehn Jahren werde die Gemeinschaft aller afrikanischen Getauften die größte kontinentale Gruppe von Christen weltweit bilden, größer als jene in Europa oder den beiden amerikanischen Halbkontinenten.

Schon jetzt sei die Zahl der praktizierenden, kirchennahen Christen in Afrika größer als die in Europa, zitiert Tornielli den Soziologen Massimo Introvigne, Gründer des Instituts CESNUR, das den Kongress veranstaltet.

Auf lange Sicht werde das nicht nur Afrika verändern, sondern auch das Christentum. Das hätten auch die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. verstanden, so Introvigne.

Die Tagung «Religion in einem globalisierten Kontext: Der Mittelmeerraum und die Welt» wird organisiert vom Institut CESNUR mit Sitz in Turin sowie marokkanischen und internationalen Forschungseinrichtungen. Er findet von Donnerstag bis Samstag an der Universität von El Jadida statt.

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: Lalibela, Äthiopien


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