Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. „Wir werden erwartet“
  10. Wir machen da was mit Medien
  11. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  12. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  13. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  14. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  15. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich

Papst grüßt den 'leidenden Nahen Osten'. Der Dialog: eine Priorität

9. September 2012 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Benedikt XVI. zum Angelus: ‚Effata’ – Öffne dich: die Zusammenfassung der Sendung Jesu Christi. Die Sprache der Liebe lernen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Einen Gruß an den Libanon und an alle Menschen, die den Papst erwarten, der das nachsynodale Schreiben zur Bischofssynode über den Osten überreichen wird, richtete Benedikt XVI. in französischer Sprache nach dem Gebet des Angelus an die Pilger und Besucher in Castel Gandolfo. Dabei ging der Papst auch auf die dramatische Situation ein, die das Volk dieser Region lebe, die seit zu langer Zeit von unaufhörlichen Konflikten gequält sei.

In dem auch in arabischer Sprache veröffentlichten Text erklärte Benedikt XVI., dass er die Angst der vielen Bewohner des Nahen Ostens verstehe, die mit tagtäglichem Leid aller Art konfrontiert seien, das leider bisweilen das Leben der Einzelnen und der Familien tödlich treffe: „Mein besorgter Gedanke gilt jenen, die auf der Suche nach einem Raum des Friedens ihr Familien- und Berufsleben verlassen und die Erfahrung der Prekarität von Exilanten machen. Auch wenn es schwierig erscheint, Lösungen für die unterschiedlichen Probleme zu finden, die die Region betreffen, darf man sich nicht mit der Gewalt und der Ausuferung der Spannungen abfinden. Der Einsatz für den Dialog und die Aussöhnung muss eine Priorität aller betroffenen Parteien sein, und er muss von der internationalen Gemeinschaft unterstützt werden, die sich der Bedeutung für die Welt eines stabilen und dauerhaften Friedens in der gesamten Region immer bewusster wird“.


„Meine Apostolische Reise in den Libanon“, so der Papst „und damit verbunden in den gesamten Nahen Osten stellt sich unter das Zeichen des Friedens, indem sie das Wort Christi aufnimmt: ‚Meinen Frieden gebe ich euch’. Gott segne den Libanon und den Nahen Osten! Gott segne euch alle!“.

Vor dem Gebet des Angelus beschäftigte sich Benedikt XVI. in seiner Katechese mit dem Evangelium des heutigen 23. Sonntags im Jahreskreis, das von der Heilung eines Taubstummen berichtet. Ein zentrales Element des Textes bestehe in der Betonung der Verschlossenheit des Menschen, seiner Isolierung, die nicht allein von den Sinnesorganen abhänge: „Es gibt eine innere Verschlossenheit, die den tiefen Kern der Person betrifft, das, was die Bibel das ‚Herz’ nennt“. Jesus sei gekommen, um eben dieses Herz zu öffnen, es zu befreien, „um uns fähig zu machen, in Fülle die Beziehung mit Gott und den anderen zu leben“. Jesus „ist gekommen, um uns für die Liebe zu öffnen“.

Der Taubstumme öffne sich dank des Eingreifens Jesu. Vorher sei er unfähig zur Kommunikation gewesen. So habe die Heilung für ihn eine „Öffnung“ dargestellt. Benedikt XVI. betonte, dass Christus Mensch geworden sei, „damit der in seinem Innern durch die Sünde völlig taub und stumm gewordene Mensch fähig wird, die Stimme Gottes zu hören, die Stimme der Liebe, die zu seinem Herzen spricht, und damit er so lerne, seinerseits die Sprache der Liebe zu sprechen und mit Gott und den anderen zu kommunizieren“.

„Effata“ – öffne dich: dieses Wort sei Teil des Taufritus, „wenn der Mensch sozusagen beginnt, den Heiligen Geist zu ‚atmen’, jenen Geist, den Jesus vom Vater mit einem tiefen Seufzer erbeten hatte, um den Taubstummen zu heilen“. Hierfür „ist Maria das Vorbild: sie ist stets ‚offen’ für das Wort“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Gerne heiße ich alle Gäste und Gläubigen aus den Ländern deutscher Sprache willkommen. „Effata! – Öffne dich!“, sagt Jesus im heutigen Evangelium zum Taubstummen (Mk 7,34). In der Taufe wird dieses Wort auch uns zugerufen. Christus will uns Ohren und Mund öffnen, damit wir in Gemeinschaft mit Gott und so in Gemeinschaft mit unseren Mitmenschen treten können. Bitten wir den Herrn, daß er uns von aller Schwerhörigkeit im Glauben und von aller Sprachlosigkeit heile, und daß er uns hörend und sehend mache für die Menschen um uns, die unser Wort und unsere Hilfe brauchen. Dabei stärke und leite uns der Heilige Geist.




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  10. September 2012 
 

Papst grüßt den \'leidenden Nahen Osten\'

Gott segne unseren lieben Papst I LOVE MY CHURCH :-)

Danke Herr Dr.Schwibach Gott segne Sie:-)


0
 
  10. September 2012 
 

scheinheilig und hinterhältig

@Helgard Wenn ich 2 ungleich starke Parteien in einem Konflikt, in dem die stärkere Partei vollendete ungerechte Tatsachen geschaffen hat, und obendrein auch überhaupt nicht verhandlungsbereit ist, dazu auffordere sich auf den Dialog zu beschränken, helfe ich den Zustand des Unrechtes zu stabilisieren und es stellt schon eine Verhöhnung der Opfer dar.


0
 
  9. September 2012 
 

Mal gespannt

Ob die ewigen Nörgler auch hier monieren, dass nicht dezidiert auf das Leid der verfolgten Christen im Nahen Osten hingewiesen wurde. Bei Zöllitsch ist das ja so schön einfach, das wird hier schnell applaudiert...

Ja, der Papst hat Recht, die Lösung für dauerhaften Frieden kann nur im DIALOG liegen!!


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Neue Vatikan-Kommunikationschefin Montserrat Alvarado gibt Einblick in ihre Ideen
  3. „Alles wieder in den Urzustand versetzen“: Das Oxford Oratory wird wieder einen Hochaltar errichten
  4. Wenn das Scrollen in die Gnade eintaucht
  5. Äthiopien: Mehr als 60 Tote bei Angriffen auf Christen
  6. Venezuela: Machado kehrt zurück und besucht Marienheiligtum
  7. Waffenruhe für Oleschky: Papst-Appell für besetzte Stadt greift
  8. Vatikan-Außenminister: Papstreise nach USA 2027?
  9. “As a bishop, my duty is to proclaim the faith of the Church”
  10. Erzbischof Marini über Johannes Paul II.: Er war für mich ein zweiter Vater
  11. ‚Ghost Soldier‘ – Action-Film mit Jim Caviezel in der Hauptrolle und Gebet zum Erzengel Michael
  12. ‚Big Bang Theory‘-Produzent warnt: Gesellschaften ohne Gott fallen in Tyrannei
  13. "Österreich-Feier" im Stephansdom mit Lichterprozession und Pummerin
  14. Pakistan: Gericht prüft erneut Fall von entführter Christin
  15. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz