Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  2. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  3. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  4. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  7. Die Stunde der Heuchler
  8. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  9. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  10. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  11. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  12. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  13. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  14. Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition
  15. „Diese Einheit ist zutiefst begründet im gemeinsamen Glauben und in der einen Taufe“

Die Gefahr der falschen Religiosität des Wohlgefühls mit Gott

2. September 2012 in Aktuelles, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Gesetz – Gottes kostbarstes Geschenk – führt in das Land der wahren Freiheit. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Die große Gefahr für eine jede Religion besteht darin, sich auf praktische Übungen zu beschränken und das Hören auf das Wort Gottes zu vergessen. Mit diesen Worten wandte sich Papst Benedikt XVI. in seiner Ansprache vor dem Gebet des Angelus an die im Innenhof des Apostolischen Palastes von Castel Gandolfo versammelten Pilger und Besucher.

Benedikt XVI. ging in seiner Betrachtung von den Lesungen des 22. Sonntags im Jahreskreis aus, in denen das Thema des Gesetzes Gottes, seines Gebots hervortritt. Dabei handle es sich sowohl für die jüdische als auch für die christliche Religion um ein wesentliches Element, „in dem die Liebe ihre volle Erfüllung erlangt“. Das Gesetz, so der Papst, „ist keine Last, es ist nichts Formales, das es zu erfüllen gilt, es ist keine Beschränkung“. Vielmehr lasse es den Menschen aus seinem Egoismus herausgehen.


Das Gesetz „ist das kostbarste Geschenk des Herrn, das Zeugnis seiner väterlichen Liebe, seines Willens, seinem Volk nahezustehen, sein Verbündeter zu sein und zusammen mit ihm eine Geschichte der Liebe zu schreiben“. Als sich aber das Volk am Ende im Land niederlasse und Verwahrer des Gesetzes sei, „gerät es in die Versuchung, seine Sicherheit und seine Freude auf etwas zu setzen, das nicht mehr das Wort des Herrn ist: auf die Güter, die Macht, auf andere ‚Gottheiten’, die in Wirklichkeit leer sind, die Götzenbilder sind“.

Obwohl das Gesetz Gottes bleibe, sei es nicht mehr das Wichtigste, die Lebensregel. Es werde vielmehr „zu einer Verkleidung, zu einem Überzug, während das Leben anderen Straßen, anderen Regeln und oft egoistischen Interessen des Ichs oder der Gruppe folgt“. So gehe die Religion ihres echten Sinns verlustig, der darin bestehe, „im Hören auf Gott zu leben, um seinen Willen zu tun, und sie beschränkt sich auf die Ausübung von sekundären Gewohnheiten, die vielmehr das menschliche Bedürfnis befriedigen, sich mit Gott gut zu fühlen“. Dies stelle eine schwere Gefahr für alle Religionen dar, auf die Jesus in seiner Zeit getroffen sei. Zu dieser könne es aber leider auch in der Christenheit kommen.

So müssten die Worte des heutigen Evangeliums „auch uns nachdenklich machen“, so der Papst, der an die Worte des heiligen Jakobus aus der zweiten Lesung erinnerte, mit denen der Apostel vor den Gefahren einer falschen Religiosität warnt: „Hört das Wort nicht nur an, sondern handelt danach; sonst betrügt ihr euch selbst“ (Jak 1,22).


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Ein herzliches „Grüß Gott" sage ich den Pilgern und Besuchern deutscher Sprache. Im heutigen Evangelium spricht Christus von der wahren Reinheit des Herzens. Es geht nicht um äußeren Schein, sondern um, innere Lauterkeit. Und die beginnt bereits in unseren Gedanken. Die Seligpreisungen des Herrn, von denen wir heute zwei im Kommunionvers gesungen haben, weisen uns den Weg dieser Lauterkeit und eröffnen uns zugleich die frohmachende Gemeinschaft mit dem Herrn. Ich wünsche euch allen einen gesegneten Sonntag!

Papst Benedikt XVI.: Angelus in Castel Gandolfo (2.9.2012)




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  7. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  8. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Die Stunde der Heuchler
  11. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder
  12. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  13. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  14. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
  15. US-Vizepräsident J.D. Vance verurteilt klar Abtreibung: Wie heidnische 'Menschenopfer'!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz