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Erfahrungen einer Ärztin mit der Mundkommunion

23. August 2012 in Kommentar, 80 Lesermeinungen
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Als ich auf der Mundkommunion beharrte, drehte sich der Zelebrant um „und ging zurück zum Altar, ohne mir die Kommunion zu spenden“ - Wie stehe ich als Ärztin zur Hygienefrage? - Ein Gastkommentar von Dr. Christa Wiesenberg


Spilamberto/Modena (kath.net)
Mundkommunion oder Handkommunion? Diese Thematik ist zu einem heißen Eisen geworden, an dem sich gern die Gemüter erhitzen. Ich selbst erinnere mich sehr genau daran, wie ich in meiner Heimat-Pfarrei [damals noch in Leipzig] zum Altar ging, um, wie gewohnt, die hl. Kommunion zu empfangen und erstmals die Erfahrung machte, dass mir die Hostie verwehrt wurde. Es war in den späten 60er Jahren, das II. Vatikanische Konzil war inzwischen beendet, das wir mit größtem Interesse in der Diaspora und „heimlich, wegen der Stasi“ verfolgten; immerhin hatten wir unter unseren Priestern des Oratoriums des Hl. Phillip Neri einen „Konzilsvater“ (und das war schon etwas ganz besonderes für uns in der damaligen „DDR“!).

Es ereignete sich dann ganz unerwartet während einer hl. Messe – damals noch in der denkwürdigen Universitätskirche zu Leipzig -, dass wir vor dem Kommunionempfang durch den zelebrierenden Priester aufgefordert wurden, uns in einer Reihe hintereinander aufzustellen, zum Altar zu kommen und vor ihm stehen zu bleiben. Bei den heiligen Messen zuvor noch knieten wir an der Balustrade nieder, der Priester kam mit dem Leib des Herrn an jedem vorüber und spendete uns die Hostie in den Mund. Ich stand dann vor dem Priester, einem unserer jüngeren Kapläne, der mir „auf die Sprünge half“: ich solle meine Hände vor ihm aufhalten, dann lege er mir die Hostie in die Hand. Ich war völlig verdutzt, behielt meine Hände wie gewohnt gefaltet, wurde plötzlich schroff aufgefordert zu gehen und „die anderen in der Reihe nicht aufzuhalten“. Ich trat, der priesterlichen Aufforderung folgend, zur Seite, machte vor dem Allerheiligsten eine Kniebeuge und ging.

Das jedenfalls war meine ganz persönliche „erste Begegnung mit der Handkommunion“…

Ich glaube fest und unbeirrt, dass es sich bei der heiligen Kommunion um den Leib des Herrn handelt, in dem das historische Opfer Jesu auf geheimnisvolle, unblutige Weise bei jeder Wandlung in der hl. Messe Gegenwart wird. „Geheimnis des Glaubens“ – „Mysterium fidei“ – sind die Worte des Priesters unmittelbar nach der Wandlung, was auf die Anwesenheit der Gottheit verweist, die jetzt in den Gestalten von Brot und Wein zugegen ist. Während also die Eigenschaften von Brot und Wein erhalten geblieben sind, verwandelte sich die Substanz der eucharistischen Gaben in den Leib und das Blut unseres Herrn Jesus Christus.

Der Priester, dessen Handflächen bei seiner Ordination gesalbt werden und der durch seine Weihe zu gottesdienstlichen Handlungen bestellt ist, ist am Altar selbst Christus [alter Christus] und unterscheidet sich von daher ganz entscheidend zu uns Gläubigen. Ob wir daran immer denken, wenn wir einer Heiligen Messe beiwohnen und an der Heiligen Kommunion teilnehmen?

Für mich persönlich ergibt sich aus alledem, dass ich den Leib des Herrn nur als „Mundkommunion“ empfangen kann, die „Handkommunion“ ist für mich einfach nicht vollziehbar. Es wäre vermessen, würde ich nun demjenigen, der für sich entscheidet, die Handkommunion zu empfangen, weniger Ehrfurcht, Respekt und Hochachtung vor dem Allerheiligsten Altarssakrament unterstellen, wenn er zum Tisch des Herrn geht. Und doch sind zwei Dinge ganz klar zu nennen, die diese Praxis mit sich bringt.

Zum einen ist davon auszugehen, dass winzig kleine Teilchen, ja, mikroskopisch kleine Partikelchen der Hostie auf der Handfläche und an den Fingern zurückbleiben, jedenfalls hätte eine kriminalistische bzw. gerichtsmedizinische Spurensicherung damit keinerlei Beweisnot. Wir aber glauben, dass auch in dem allerkleinsten Partikel einer konsekrierten Hostie der GANZE LEIB CHRISTI enthalten ist!

Zum anderen ist ja doch zu bedenken, ob die Verehrung der wirklichen, realen GEGENWART CHRISTI durch die Berührung mit unseren Händen erschöpfend ausgedrückt werden kann, die eucharistische Frömmigkeit, wie sie vor einer tatsächlichen GEGENWART GOTTES zum Ausdruck gebracht werden soll. Etwas mit der Hand aufzunehmen, mit den Fingern zu greifen, sich zurechtzulegen, zum Mund zu führen und zu essen, das ist doch eher eine alltägliche, um nicht zu sagen „profane“ Handlungsweise, die strenggenommen weniger eine rituell-religiöse Bedeutung zum Ausdruck bringt. Ich glaube schon, dass es im Empfinden gegenüber dem heiligsten Sakrament einen Unterschied macht, ob man es direkt von der Priesterhand auf die Zunge gespendet oder in die Hand gelegt bekommt. Seit Fronleichnam 2008 erteilt Papst Benedikt XVI. die Kommunion ausnahmslos den Kommunizierenden, die sich zuvor auf einer eigens dazu aufgestellten Kniebank niederknien, direkt auf die Zunge. Das sollte doch irgendwie zu denken geben.

Ich erlebte einmal, wie eine Frau mit ihrer in der Hand empfangenen Hostie vom Altar in ihre Bank zurückkam, ein kleines Stückchen von diesem LEIB CHRISTI wegbrach und es in ein sauberes Taschentüchlein wickelte. Ich ließ die Dame nicht mehr aus dem Blick, folgte ihr nach dem Schlußsegen auf dem Fuß und sprach sie auf diese Handlung an. Sie erklärte, ein kleines Stück der empfangenen Hostie abgebrochen zu haben, die sie ihrem Hund bringen wolle, der daheim in seinem Körbchen liege und „alt, schwach und krank“ sei und „einer Stärkung bedarf“. In offenbar lauterem Ansinnen handelte diese Frau, sie war geistig durchaus nicht einfach strukturiert und wusste, dass sie „am Tisch des Herrn teilgenommen“ hatte (wie sie selbst es nannte). Ich will diese Episode nicht weiter ausführen, aber es zeigt doch, wie leicht die konsekrierte Hostie zum Symbol herabstilisiert wird, anstatt die Realpräsenz des Herrn tatsächlich anzuerkennen und sich diese zu vergegenwärtigen.


Bekanntgeworden sind leider auch Fälle, in denen nach empfangener Handkommunion die konsekrierten Hostien nicht in den Mund, sondern in irgendein anderes Behältnis (meist in eine Hosentasche) wanderten und damit dann grober Unfug getrieben wurde, der bis hin zu Handel und Versteigerungen, ja selbst bis zu Satanismus-Zeremonien reicht. Erst im April dieses Jahres berichtete kath.net von rätselhaften Missbräuchen in Italien bezüglich des Diebstahls konsekrierter Hostien, darunter auch über deren „Erwerb“ nach vollzogener Handkommunion. Auch aus der Schweiz, aus Österreich und aus Deutschland ist mir über ähnliches berichtet worden. Die Handkommunion erhöht zweifellos das Risiko, dass mit dem Allerheiligsten Altarsakrament Schändungen und Gotteslästerungen sehr viel leichter betrieben werden können und eher dazu verleiten. Gewiss, es ließe sich argumentieren, dass letztendlich auch die Mundkommunion einen solchen Missbrauch nicht verhindern könne. Doch ist nachvollziehbar, dass es damit nicht so leicht funktionierte.

Nachdem sich im Laufe der Jahre auch in meinem Heimatland Deutschland die Handkommunion fast ausschließlich durchgesetzt hat, ist ein würdiger und ehrfürchtiger Empfang der Hl. Kommunion in beiden Formen möglich. So sagt es uns die Kirche. In der
Pfarrei, der ich bis zu meinem Weggang in die Mission angehörte, war das nie zu einem „Problem“ geworden. Es gab hier seit vielen Jahren bereits die Eucharistische Anbetung rund um die Uhr und bestens unter den Anbetern organisiert. Unser Pfarrer hatte sich zu keinem Zeitpunkt von seinem Gemeinderat überstimmen lassen und behielt somit sozusagen die Fäden in der Hand. Jeder konnte die Kommunion empfangen, wie es ihm zusagte, allerdings ergab es sich dabei, dass zahlenmäßig die Mundkommunion an der Spitze lag. Nach seinem Ableben übernahm ein anderer Priester die Pfarrei, es änderten sich die Dinge dann sehr rasch. Die „ewige“ Eucharistische Anbetung fiel diesem Wechsel leider als erstes zum Opfer, bei einem Heimatbesuch nach guten fünf Jahren erkannte ich das ganze Gemeindegefüge fast nicht mehr wieder. Zum Kommunionempfang gingen die Gläubigen zum Altar, um diesen herum und bedienten sich nun selbst an den konsekrierten Hostien, titschten diese dann mit ihren Fingern in den Kelch und somit in das BLUT CHRISTI, machten danach ein sichtbares Kreuzzeichen und eine angedeutete Verbeugung und marschierten dann wieder in Richtung Bank. Der Zelebrant saß auf einem Sessel hinter dem Altar, rechts und links von ihm Ministranten und Ministrantinnen. Obwohl ich von Anfang an der Hl. Messe beiwohnte, habe ich es mir jedoch versagt, mir die Sakramente unter solchen Umständen und auf diese Weise „zuzuführen“. Ich verzichtete darauf und ging somit ein weiteres Mal „leer“ aus, was mich schon sehr bedrückte! Nach dem Schlußsegen ging ich in die Sakristei, wurde dort sehr herzlich empfangen und begrüßt, doch als ich das Thema der Hl. Kommunion und die soeben erfahrene aktuelle Praxis auch nur ansatzweise ansprach, wurde ich sehr abrupt unterbrochen und sehr deutlich und barsch hinausgebeten.

Wenn irgend möglich, besuchte ich die Hl. Messe täglich, je nachdem wie es mein Klinikdienst zuließ entweder am Morgen oder gegebenenfalls am Abend. Auch wenn ich zu Kongressen unterwegs gewesen bin, erkundigte ich mich nach einer katholischen Kirche und wann dann am Abend eine Messfeier irgendwo im näheren Umkreis erfolgte. Mit dem Auto sollte es kein Problem sein, dorthin zu gelangen, um dann wieder den Abend mit Kollegen zu verbringen. Ich beobachtete allerdings an mir selbst, dass ich – sobald die Gabenbereitung erfolgte – zunehmend Herzklopfen bekam und unbewusst mit einer inneren Angst kämpfen musste: „Werde ich die Mundkommunion im Knien erhalten oder nicht?“. Um niemanden zu behindern oder aufzuhalten, stellte ich mich als Letzte in die Reihe der Kommunizierenden, ich beabsichtigte nicht zu „provozieren“, sondern meiner persönlichen Andacht zu genügen und hatte bald sehr schnell begriffen, dass man mit dem Empfang der Mundkommunion sehr leicht auf Widerstand stößt. Einmal – ich kniete bereits als letzte Kommunikantin vor dem Priester – wurde ich aufgefordert, mich zu erheben und meine Hände bereitzuhalten. Ich schüttelte den Kopf und verharrte mit gefalteten Händen in meiner Position. „Bei uns ist das nicht üblich!“, wurde ich zurechtgewiesen, der Zelebrant drehte sich um und ging zurück zum Altar, ohne mir die Kommunion zu spenden. Und schlagartig fühlte ich aller Blicke auf mich gewendet. Ich kann auch heute nicht sagen wie ich mich fühlte: irgendwie elend, doch irgendwie auch „tapfer“ in meiner bescheidenen Nachfolge im Herrn Jesus Christus. Ich empfand auch, „Mut“ zu unserem Heiligen Vater, Benedikt XVI., bewiesen zu haben, dessen besonders innige Liebe zu Christus in der Heiligen Eucharistie ich sehr persönlich kennenlernen durfte.

Auch heute erfahre ich es immer wieder, wenn ich in einer anderen Stadt bin und eine Kirche zum Messbesuch aufsuche, wie ungewollt – je näher der Moment der Hl. Kommunion heranrückt - ein zunehmendes Herzklopfen meine innere Andacht stört, weil ich nicht weiß, ob ich erneut wegen MEINER PERSÖNLICHEN WAHL zur Mundkommunion und MEINER PERSÖNLICHEN DEVOTION vor dem göttlichen Herrn auf Widerstände stoße. Bisher hatte ich von Vorkommnissen in Deutschland gesprochen (es waren auch leider nicht die einzigen dieser Art geblieben…), auch in Italien ist mir selbst einmal am Wallfahrtsort des Heiligen Pio von Pietrelcina [den meisten als hl. Pater Pio bekannt] die Kommunion zunächst verweigert worden, doch besann sich offenbar der Kapuzinerpater dann doch und legte mir die Hostie auf die Zunge.

Die Frage der Hygiene

Ja, und nun möchte ich gern zu der so oft zitierten Frage bezüglich der „Hygiene“ etwas sagen, die doch gern als Einwand gegen die Mundkommunion vorgebracht wird.

Dazu ein kurzer Überblick zum allgemeinen Verständnis:

Krankheitserreger, also pathogene Keime wie Viren, Bakterien, Pilze und/oder Parasiten, können durch sogenannte „Tröpfcheninfektion“, „Schmierinfektion“ oder „Kontaktinfektion“ von erkrankte auf gesunde Personen übertragen [lat. inficere = hereinbringen] werden.

Bei der „Tröpfcheninfektion“ werden Bakterien oder Viren durch mikroskopisch kleine Sekrettröpfchen freigesetzt, die aus den menschlichen Atemwegen [vor allem aus der Nasenschleimhaut] stammen, durch die Luft fliegen und somit direkt über die Atmung eines anderen Menschen aufgenommen werden. Der Kranke bzw. infizierte Mensch gibt „seine“ Erreger durch HUSTEN, NASEPUTZEN oder NIESEN an seine Umgebung ab, dabei kann ein Umfeld von 1 bis 3 Metern betroffen sein. Ein Beispiel ist die Influenza [das ist die „echte“ Virusgrippe], aber auch Erkältungskrankheiten [als häufigstes und meist auch Jahreszeiten abhängiges Beispiel mit Nasen- und Rachenentzündungen sowie Atemwegsinfektionen schlechthin] sind da zu nennen.

Bei der „Schmierinfektion“ erfolgt eine indirekte Übertragung von Krankheitserregern [Viren, Bakterien, Pilze] durch Gegenstände, die mit Körpersekreten erkrankter Personen [Speichel, Urin, Stuhlpartikel] kontaminiert, also verunreinigt bzw. verseucht wurden, die dann vom Gesunden als „Fremdkörper“ aufgenommen werden. Im Vordergrund stehen dabei sogenannte fäkal-orale Verbreitungswege, bei dem mit dem Stuhl ausgeschiedene Erreger über den Mund aufgenommen werden. Meist sind hierbei auch verunreinigtes Trinkwasser, kontaminierte Lebensmittel und mangelnde Hygiene verantwortlich [typisch z.B. für eine Hepatitis-A-Übertragung oder Typhuserkrankungen]. Speichel spielt bei der Übertragung von Krankheitserregern vor allem durch Milben, Flöhe, Läuse und Zecken eine Rolle! Die krankmachenden Keime geraten durch deren Biss in die menschliche Blutbahn und können dann dort entsprechende Infektionskrankheiten verursachen. Im menschlichen Speichel hingegen befinden sich anzahlmäßig viel zu wenige Erreger, um damit unmittelbar eine Übertragung auf andere Menschen zu bewirken [diesbezüglich wird die Frage oft gestellt beim Vorliegen einer HIV-Infektion/AIDS, darüber informiert einschlägige Literatur und geben Beratungsstellen Auskunft, die gerade hierbei „grünes Licht“ bezüglich der Sorge wegen möglicher Speichelkontamination/Speichelübertragungen geben].

Eine ebensolche indirekte Übertragung von Krankheitserregern kann über den Kontakt mit der Haut erfolgen. Dann ist von einer „Kontaktinfektion“ die Rede, die insgesamt gesehen die häufigste ist. Ihr lässt sich bekanntlich durch Hygienemaßnahmen (Händewaschen), das Tragen von Handschuhen und gegebenenfalls Schutzkleidung begegnen.

Kurz noch etwas zur „Kontagiosität“. Das ist ein Begriff, der die Ansteckungskraft bzw. die Übertragungsfähigkeit eines Krankheitserregers beschreibt. Diese ist in hohem Maße von der „Erregerkonzentration“ in einem erkrankten Menschen abhängig. Eine hohe Kontagiosität weist in der Regel Blut auf, gefolgt von Fäkalien. Für den Speichel hingegen trifft zu, was oben schon gesagt wurde, da ist die Quantität, also die Anzahl der darin vorhandenen Erreger, meist und fast immer zu gering.

Ich möchte gern zur Funktion, den der Speichel hat, etwas Näheres sagen. Die verschiedenen Inhaltsstoffe, die in ihm sind [Lysozyme, Histatine, Peroxidasen und eine ganze Anzahl weiterer Substanzen], erfüllen sehr vielfältige Aufgaben. So sei hier im Besonderen darauf hingewiesen, dass eine wesentliche Aufgabe die Abwehr und Spaltung von pathogenen Keimen, also von Krankheitserregern (Viren, Bakterien und Pilze), ist. Ebenso ist der Speichel für die Neutralisation von Toxinen, also von Giften, zuständig. Dass unser Speichel auch für den Schutz und die Reparatur der Mundschleimhaut verantwortlich ist wissen wir alle recht gut, wenn wir feststellen, wie schnell kleine Wunden und Verletzungen narbenlos wieder verheilen, die wir uns z. B. durch einen Biss beim ungeschickten Kauen oder durch anderweitige Verletzungen innerhalb der Mundhöhle oder der Wangenschleimhaut zugezogen haben.

Vielleicht war nun das Letztere für den einen und den anderen auch recht wichtig. Denn es kommt in vereinzelten Fällen vor, dass der Priester beim Spenden der Mundkommunion die Zunge oder die Lippen des Kommunizierenden berührt und das ganze dadurch einen unappetitlichen Beigeschmack bekommen kann. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass ein solcher „Nebeneffekt“ äußerst selten auftritt, dass die Hostie vom Zelebranten zur Hälfte auf die Zunge gelegt wird und ein Kontakt gar nicht zustandekommen muss. Ich kenne Priester, die ein zweites Kelchtüchlein über dem Handgelenk tragen und im Falle, dass es doch zu Berührungen gekommen ist, sich die Finger daran abwischen. Jedenfalls sehe ich hier viel zu viele Ängste aufkommen, die offenbar auch ein Zeichen unserer Zeit sind [kleine Kinder „dürfen sich nicht mehr schmutzig machen“, das körpereigene Immunsystem wird demzufolge nicht mehr gefordert und „zieht sich beleidigt zurück“, mit dem Erfolg, dass heutzutage Allergien mehr und mehr zunehmen und zum Problem unserer Zivilisation werden etc.]. In den 1.100 Jahren, in denen die Mundkommunion praktiziert worden ist, ist zumindest die Menschheit nicht ausgestorben. Das Penicillin ist dagegen noch keine 100 Jahre alt, andere medizinisch-medikamentöse Heilmethoden gegen Krankheitserreger sind um ein Vielfaches jünger. Der Heilige Geist Gottes aber wacht und regiert über uns alle seit eh und je – IHM sollten wir auch noch ein wenig zutrauend begegnen...

Mein früherer Beichtvater, der Geistliche Rat Pfr. Heinrich von Gleissenthall (leider schon verstorben) berichtete mir selbst einmal während einer Reise nach Prag, dass ihn seinerzeit die beiden Kapläne seiner Pfarrei mit den Worten überraschten: "Nun ist endlich Schluss mit dieser Babyfütterei" - damit meinten die Kapläne die Mundkommunion - und sie wurden dazu von Julius Kard. Döpfner während eines Seminars ausdrücklich ermuntert und bestärkt. Seine Eminenz hatte allerdings vor seinem Tode dann selbst darunter zu leiden gehabt und hätte dies gern wieder rückgängig gemacht… Aber heute möchte ja niemand gern von alledem etwas hören.

Zur Diskussion im Forum: Handkommunion oder Mundkommunion – Welche Art des Kommunionempfangs bevorzugen Sie?

Dr. med. Christa Wiesenberg im kath.net-Interview: „Praktizierende Ärztin, praktizierende Katholikin: Zentral ist Jesus“

Papst Benedikt XVI. spendet die hl. Kommunion unter beiderlei Gestalt in der Osternacht 2012



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Lesermeinungen

 Claudia Caecilia 29. August 2012 
 

Nun doch noch einmal...

@Bücherwurm
Es ging nicht um Sie. Ich möchte mir den \"Austausch\" mit @Idemar nicht mehr antun. Dass Sie auf das Schreibverhalten hinweisen ist völlig in Ordnung, nur kann ich nicht ganz verstehen, warum meine Posts unfreundlich `rüberkommen. Es ist offensichtlich schwieriger zu schreiben, als sich mündlich auszutauschen. Wie schon geschrieben, ich vertrete meine Meinung deutlich, aber mit Liebe und wenn das hier falsch ankommt, will ich mir das nicht mehr antun.


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 Medugorje :-) 29. August 2012 

Liebe/[email protected] Ihre Frage ist eine berechtigte FRAGE:-)an die Priester der Gemeinden?Ja Ihr Lieben wo sind die KOMMUNIONSBÄNKE geblieben?!?Europaweit/Weltweit
Sie sind leider nicht an dem ORT wo sie sein sollten:-)Vor dem ALTAR :-)
Liebe Priester Weltweit BITTE VOR JEDEN ALTAR DIE KOMMUNIONSBÄNKE wieder HINSTELLEN:-)DANKE:-)
Gottes und Marien Segen


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 bücherwurm 29. August 2012 

Liebe Claudia Caecilia,

ich halte die Bitte um Reflexion über das eigene Schreibverhalten für zumutbar - Sie dürfen mich jederzeit um das Gleiche bitten - ich werde deshalb nicht aufhören zu posten, versprochen! :)


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 Claudia Caecilia 28. August 2012 
 

@bücherwurm

Ich ziehe mich zurück.
Mir sollte der Austausch Freude machen und wenn mir hier nun unterstellt wird, dass ich aggressiv austeile, muß ich mir das nicht weiter antun. Ich teile nicht absichtlich aus, habe vielleicht nur in manchem eine andere Meinung, und keine Lust mich beschimpfen zu lassen. Wenn Idemar gerne austeilt und einsteckt - ich brauche das nicht. Im \"normalen\" Leben stehe ich auch ohne Angst zu meiner Meinung. Hier möchte ich mich austauschen, aber in einem freundl. Ton. Idemar hält mich jetzt vermutlich für ein \"Sensibelchen\", aber das ist mir ziemlich egal. Ich habe mich hier gerne beteiligt, aber nun ist (vorläufig?) Schluß.


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 Idemar 28. August 2012 
 

Überaus freundliche Replik ( :-)))))

@ bücherwurm
Selbstverständlich liegt mir nichts näher, als Ihnen Freude zu bereiten. Doch im Text \"Holde Frau\" @ Claudia Caecilia habe ich mich bereits dem Höchstmaß an Kultiviertheit angenähert. Mehr ging nicht angesichts des Wortfeldes, das ich spaßeshalber in den letzten 14 Tagen von @ CC gesammelt habe. Und da redet die Holde von der allgemeinen Gehässigkeit anderer. Auf dieser Frauenebene ist mir @ Claudia Caecilia voraus. Wenn ich sachbezogen deutlich werde, bin ich auch bereit, einzustecken, um wieder auszuteilen, aber da müssen Thema und Gegner schon den Aufwand lohnen. Abwertende Adjektive über andere Poster wie Vogelfutter in die Gegend streuen und auf gleichgesinnte Vögelchen warten, die es lobend aufpicken, ist meine Sache nicht.


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 medpilger89 28. August 2012 

Wer hat

mir meine Kommunionbank weggenommen? Ich war es nicht. Es war die Amtskirche. Und sie sagt: \"Du kannst dich ja trotzdem hinknien\" Was ist das nur für eine Kirche?


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 medpilger89 28. August 2012 

@Placeat tibi

Da möchte ich voll beipflichten. Wir erleben, wie ein großer Teil der Gläubigen dem Diktat der Toleranz verfällt. Alles muss toleriert werden, nur nicht die Tradition und das Lehramt der r.k.Kirche. Was hat Jesus da nur falsch gemacht, als er die Tische im Tempel umstieß und die Pharisäer \"Schlangenbrut und Heuchler \" nannte. Selbst Petrus musste sich bei Cäsarea Philipi \"Satan\" nennen lassen. Wir haben das klare Ja zu Gott verlernt und huldigen dem schleimigen Toleranzgebot, um ja keine Farbe bekennen zu müssen. Am Ende dieser Entwicklung steht die Handkommunion, und zynisch behauptet man, man könne auch so Ehrfurcht zeigen. Zu Deutsch heißt das: \"Es reicht, wenn ich vor Gott stehe, eine Kniebeuge ist bei ihm nicht nötig\", man muss ja darauf achten, dass man die \"fortschrittlichen\" und damit vernünftigen Christen nicht vor den Kopf stößt. Nur, gerade da könnten wir wieder ein klares Ja zu Gott bezeugen, wenn wir die höchste Form der Ehrfurcht praktizierten, die


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 placeat tibi 28. August 2012 
 

@JCC - Nein, ich nehme nichts zurück

Wenn @weltwait knieenden Kommunikanten eine nostalgisierende Macke und dann noch tendenzielle Heuchelei unterstellt, weswegen man doch besser gleich auf alle äußeren Gesten der Ehrfurcht verzichten möge und stattdessen \"liebevoll und vertrauensvoll\" zur Messe gehen solle, -was also sagen will, wir seien lieblos und skeptisch und tun deshalb so fromm- , ist das (mindestens) Quatsch und eine böswillige psychologisierende Unterstellung.
@weltwait möge sich doch bitte direkt beim Papst beschweren, der die Glaubigen bittet, seinem Beispiel zu folgen.
Und @JCC: Sie wollen hier doch nicht behaupten, Sie praktizierten knieende MK und seien jetzt durch @weltwaits Beitrag nachdenklich geworden???
Aber bitte, ich berücksichtige Ihre Anmahnung: :..\"braucht hier auch keiner AUSSER JCC und Claudia Caecilia\". Mir reicht die liturgische Ordnung und der Papst.


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 bücherwurm 28. August 2012 

@Idemar, @ClaudiaCecilia:

auch der Moderation liegt sehr an einem kultivierterem Umgangston. Deshalb meine Bitte: Wenn Sie beide sich jetzt bitte nicht in der Frage zerstreiten, wer von Ihnen recht und wer unrecht hat. Sondern wenn Sie sich beide (und zwar jeder für SICH und nicht für den anderen) darum bemühen, in Zukunft behutsamer und freundlicher zu posten, dann würde ich mich sehr darüber freuen und sicher nicht nur ich :)


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 Idemar 28. August 2012 
 

Holde Frau....

@ Claudia Caecilia
Sie sonnen sich im eigenen Heiligenschein, wenn Sie kritteln: „Ich kann wirklich nicht nachvollziehen, warum hier ein so gehässiger Ton mitschwingen muß“.
Sie können nicht „nachvollziehen“? Das ist verwunderlich, angesichts Ihrer eigenen „liebreichen“ Wortwahl gegenüber anderen Kommentatoren: Unerträglich, selbstgerecht, abstoßend, engstirnig, erschreckend, widerlich, gehässig, fanatisch, gestört. Nur eine kleine Auswahl aus Ihrer\" Wortwahl\". Wie war das mit dem Balken im eigenen Auge?


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 Claudia Caecilia 28. August 2012 
 

@JCC

In Ihrer Meinung unterstütze ich Sie ausdrücklich. Ich kann wirklich nicht nachvollziehen, warum hier ein so gehässiger Ton mitschwingen muß.
@Waeltwait
Ich teile Ihre Ansicht und habe selber auch schon erfahren, dass MK nicht immer die ihnen zustehende Demut zeigen. Bei uns kann man im Dom wirklich so kommunizieren wie man möchte. Keiner wird schräg angeguckt - normalerweise. Ich habe es noch nie erlebt, dass sich ein HK über einen MK aufgeregt hat, aber das Umgekehrte. Eine besonders \"fromme\" MK meinte, dass sie sich beim Orgelnachspiel lautstark darüber auslassen müßte, dass HK vom Teufel sei. Wie kann man den Leib des Herrn mit dem Teufel in Verbindung bringen? Solche fanatischen MK - Befürworter sind für mich reichlich gestört.


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 Idemar 27. August 2012 
 

Ungut?

@ JCC
Ihre auch!


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 JCC 27. August 2012 
 

@placeat tibi

Ich distanziere mich eindeutig von Ihrer Reaktion @weltwait.
Neben unfreundlichen Worten, bestimmen Sie über andere User und mich mit Ihrer Aussage:..\"braucht hier auch keiner\". Ich lese gerne andere Meinungen und möchte somit selbst entscheiden, was ich brauche oder nicht. Ihre Art und Weise zu kommunizieren halte ich für bedenklich und ungut.


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 Bethlehem333 27. August 2012 

Offenbarungen über die Priester ( Teil 4 )

...Wäre es Mein Wille gewesen,so hätte ich wohl auch einen Engel zu diesem Amte erlesen können,allein Meine Liebe zu den Priestern war so gross,dass ich nur ihnen allein,nur ihnen allein, diese Auszeichnung verliehen und verordnet habe..... .

Ich denke heute ist es mit der Ehrfurchtslosigkeit gegenüber des allerheiligsten Sakraments noch viel schlimmer bestellt.Der Herr wird sich das nicht mehr lange gefallen lassen.Gott sei Dank richtet sich auch unser lieber Papst nach dem Herrn.Das genügt aber leider nicht.Ihr Priester alle:Schaut auf den hl.Vater und ahmt ihm nach.

Ich möchte hier auch noch erwähnen dass die Kommunionhelfer auch viel zu oft eingesetzt werden wo es gar nicht von Nöten ist.Es heisst ja nicht umsonst Ausserodentliche Kommunionhelfer.

Gottes und Marien`s reichsten Segen an alle!


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 Bethlehem333 27. August 2012 

Offenbarungen über die Priester ( Teil 3 )

...Wie sehr Jesus seine Priester liebt und wie er sie auserwählt hat,zeigen uns diese Worte anBrigitta; ,,Höret es,meine Engel und das ganze Heer Meiner Heiligen! Die Priester habe ich Mir vor allen Engeln und Gerechten auserwählt und ihnen die Vollmacht erteilt,das Sakrament Meines Leibes zu verwalten.Ich habe sie Mir zu näheren und vertrauteren Freunden erwählt als die Propheten,denn sie vernehmen nicht bloss Meine Worte,sondern sie dürfen mit Händen berühren,was keiner der Propheten oder Engel je durfte.


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 Bethlehem333 27. August 2012 

Offenbarungen über die Priester ( Teil 2 )

... Jetzt aber verfahren sie mit mir wie die Juden.Sie sind schlimmer wie Judas; sie veruntreuen Mich wie Diebe und Verräter.``

Diese Klage des Ewigen Hohenpriesters durch eine Heilige vermittelt,verfehlte damals ihre Wirkung nicht bei Klerus und Volk. Im Auftrag des Herrn musste Brigitta über due Zustände des Klerus an Papst Urban V. schreiben,wo der Herr mit den Worten schliesst:,,...denn es ist Gott lieber,dass an manchen Orten keine Messe gelesen wird,als dass unwürdige und unreine Hände seinen allerheiligsten Leib berühren.``


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 Bethlehem333 27. August 2012 

Offenbarungen über die Priester ( Teil 1 )

Seinen grossen Schmerz wegen des sittenlosen Lebens seiner Diener zeigte Jesus der hl.Brigitta von Schweden oft.Einmal sagte er zu ihr:,,Siehe,meine Tochter,meinen Priestern,welche ich vor allen Engeln und Menschen auserwählt habe,als ich von der Welt schied,habe ich dasjenige anvertraut,was mir das Teuerste ist,und ich habe ihnen fünf Gaben hinterlassen;
erstens meinen Glauben; zweitens die beiden Schlüssel zu der Hölle und zu dem Himmel; drittens die Kraft,aus einem Feinde Gottes einen Engel zu machen; viertens die Gewalt,meinen heiligsten Leib zu konsekrieren,was kein Engel tun kann; fünftens das Vorrecht,meinen allerheiligsten Leib mit ihren Händen berühren zu dürfen.


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 placeat tibi 26. August 2012 
 

@Weltwait - das ist Quatsch!

Zum einen geht der Katholik davon aus, daß der Herr in sein Inneres schaut, also auch sieht, wenn er Ehrfurcht nur vorheuchelte. Sorry, mir scheint, Ihnen muß man das eigens sagen.
Zum anderen geht mir die dämliche Psychologisierei von knieenden Mundkommunikanten auf den Geist, und Ihre anmaßenden Ratschläge, was \"besser\" ist, als innerere Ehrfurcht in konkretem, würdigen äußeren Ausdruck zu zeigen, braucht auch keiner.


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 Waeltwait 26. August 2012 
 

Ich habe das Gefühl

dass die oft sehr starke Beführwortung der Mundkommunion als einzig wahre und würdige Weise den Leib des Herrn zu empfangen reine Nostalgie.
Es kommt auf den Glauben, auf die Liebe und auf die Hochachtung an mit der man den Leib des Herrn empfängt. Auf sonst nichts.
Knien an der Kommunionsbank ist nicht unbedingt ein Zeichen von Ehrfurcht. Ich kann dabei auch sehr hochmütig sein.
Es ist besser vertrauensvoll und liebevoll zur heiligen Messe zu gehen und zur Kommunion zu gehen als durch die Körpersprache Zeichen zu geben von einer seelischen Einstellung die evt nicht vorhanden ist.


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 Christine 26. August 2012 

7. Die Gläubigen sollen nicht gezwungen werden,...

die Handkommunion zu praktizieren; jeder kann frei entscheiden, auf welche Art er kommunizieren möchte. Diese Richtlinien und jene, die in den oben genannten Dokumenten angegeben sind, sollen an die Pflicht der Ehrfurcht vor der Eucharistie und deren Anwendung erinnern, unabhängig von der Art des Kommunionempfangs. Diejenigen, die in der Seelsorge tätig sind, sollten nicht nur auf die notwendigen Vorkehrungen für einen fruchtbaren Kommunionempfang dringen, der in gewissen Fällen ein Zurückgreifen auf das Sakrament der Versöhnung verlangt, sondern auch auf eine äußere Haltung, die im allgemeinen ein Empfingen von Ehrfurcht ausdrückt und im einzelnen den Glauben der Gläubigen an die Eucharistie.

Aus dem Dekret über die Handkommunion, Kongregation für den Gottesdienst, 3. April 1985


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  24. August 2012 
 

Die Art der Handkommunion,

wie sie derzeit in der Katholischen Kirche praktiziert wird, hat es tatsächlich noch n i e gegeben und hat ihren Ursprung in den Niederlanden, wo sich in völligem Ungehorsam gegen die Kirche die c a l v i n i s t i s c h e Auffassung einer Austeilung von Brot als symbolische Erinnerung an das Abendmahl auf die linke Hand und praktisch vollzogener Selbstfütterung durchsetzen konnte.

Nach dem VKII haben sich fünf Kardinäle, u.a. K. König und K. Döpfner den päpstlichen Indult zur Handkommunion vom Papst ertrotzt und dies, obwohl dies von mehr als zweidrittel des Weltepiskopats abgelehnt worden war. Und genau die Dinge, die als Gründe gegen eine Änderung der immer noch ordentlichen Praxis der knienden Mundkommunion angesehen wurden sind inzwischen eingetretenen, u.a. Partikelverlust, Ehrfurchtslosigkeit, Missbrauch, sakrilegische Handlungen, Glaubensverlust etc.
In „Domius est“ von Weihbischof Athanasius Schneider, sind diese umstürzlerischen Vorgänge genau beschrieben.


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 Chris2 24. August 2012 
 

Innere und äußere Haltung

Wenn wir es eilig haben, nehmen wir doch möglichst ein schnelles Verkehrsmittel. Warum sich also gerade bei Gottes Gnade (kostenlos!) selbst ausbremsen, indem man z.B. den Leib des Herrn unnötig in die Hand nimmt (um die Mundkommunion kommt man ja ohnehin nicht herum)? Oder bei Fürbitten und Segen vor dem Herrn stehenbleibt? Oder die großartige Spiritualität der klassischen Liturgie bewußt verschmäht? Sicher, man kann auch mit der Handkommunion katholisch sein und bleiben, wenn die innere Einstellung stimmt. Aber es ist sicher schwieriger, wenn Gesten und innere Haltung auseinanderlaufen. Und man sollte auch an die unzähligen Katholiken denken, die (immer) schlechter \"informiert\" sind und daher stärker durch \"Äußerlichkeiten\" beeinflußt werden.
Im Übrigen wurde den Ordensschwestern an meinem Heimatort noch vor wenigen Jahren die Mundkommunion von der damaligen Oberin strikt verboten. Soviel zum Thema Toleranz bzw. Glaube und Gehorsam...


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 placeat tibi 23. August 2012 
 

@Claudia C und @fuoco celeste

Man sollte wirklich nicht Gläubigen per se mangelnde Ehrfurcht unterstellen, nur weil sie die damals leider eingeführte HK praktizieren (manche kennen gar nichts anderes).
Und das sage ich als jemand, der niemals eine Hostie mit den Fingern berühren würde.

Andererseits: @fuoco celeste unterstellt hier möglicherweise anderen voreilig mangelnde Ehrfurcht, was aber auch nicht zwingend heißt, daß er deswegen \"von seiner eigenen Heiligkeit so überzeugt\" sein müßte, wie Sie meinen, @Claudia Caecilia ;-)

Was aber gar nicht zu dulden ist, daß die kMK in irgendeiner Kirche behindert oder gar unterbunden wird, so wie im Artikel geschildert.


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 fuoco celeste 23. August 2012 
 

Dominus est

Es sei nur hingewiesen auf das vor etwa fünf Jahren erschienene Büchlein \"Dominus est, es ist der Herr\" von Athanasius Schneider, der in hervorragender und prägnanter Weise den Ursprung und die Schönheit, vor allem aber die tiefe Würdigkeit der Mundkommunion herausstellt. Ganz großartig! Wer nach dieser Lektüre immer noch auf dem unwürdigen Empfang der Handkommunion beharrt, ist schlicht unbelehrbar, ängstlich, da er ja nicht dem Zeitgeist entgegenstehen will, oder es mangelt an echter demütiger Gottesverehrung, wenn er sich mit seinen sündhaften Händen am Leib Christi vergreift.


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 TheresevonLisieux 23. August 2012 

Pro Mundkommunion

Ich nehme die Mundkommunion. Es ist dem, was der Empfang des Allerheiligsten Sakramentes ist, mehr als angemessen, dass man den HERRN nicht mit den Händen berührt; - man kann sich ihn nicht nehmen, man muss ihn sich schenken lassen.
Ich bedauere, dass so wenige Kirchen ein Kommuniongitter oder eine sonstige Möglichkeit haben, so dass sich auch körperlich beeinträchtigte Gläubige hinknien können. Ich sehe, wie sehr das dort genutz wird, wo es diese Möglichkeit gibt.
Mundkommunion und Knien gehört für mich untrennbar zusammen. Wennman es nicht mit den Knien kann, sollte man es im Herzen tun.
Die kniende Mundkommunion ist Ausdruck von Hingabe, Empfangsbereitschaft; - ja Liebe und Demut.
Überdies ist sie Bekenntnis zur Haltung des Heiligen Vaters.
TvL


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 Christine 23. August 2012 

die Zunge

Lieber M.Schn-Fl, bitte sehen Sie sich das verlinkte Video mit den Mundkommunionen beim Papst und bei den austeilenden Priestern an. Die überwiegende Mehrheit der Kommunizierenden streckt die Zunge nicht über den Mund hinaus. Das ist auch gar nicht nötig. Im Gegenteil - es bietet mehr Sicherheit. So ist es möglich, den Leib Jesu zwischen Gaumen und Zunge festzuklemmen; so kann die Hostie nicht runterfallen. Lässt der Spender los, zieht man die Hostie ganz rein. Also unsere Priester und Kommunionhelfer können das problemlos. Und die \"Neulinge\" unter den Kommunionhelfern lernen es recht schnell. Ich habe ausserdem den Eindruck, und es deckt sich mit meinen Erfahrungen, daß die ausgestreckte Zunge eher unangenehme Kontakte forciert. (siehe Beispiel im Video) Bei sehr alten Damen und Herren, die die Zunge weit herausstrecken, fällt die Hostie manchmal mitsamt dem Speichel auf die Patene (sofern vorhanden) herunter.


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 argus 23. August 2012 
 

Eine klare Erkenntnis für mich persönlich:

Ich liege in Gottes Hand und nicht umgekehrt.


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 queenbix 23. August 2012 

die ordentliche Form

Nachdem ich herausfand, dass die MK die ordentliche Form des Kommunionempfangs ist, die HK aber die außerordentliche, hab ich mir gedacht:
Ich möchte für mich die ganz normale, ordentliche Form wählen. Ich bin nicht außerordentlich, daher ist die außerordentliche Form eigentlich nichts für mich. So hab ich mich als junge Erwachsene ganz bewusst für die ordentliche Kommunionempfangs-Form entschieden.
Und es \"passt\" wirklich zu mir ... ich muss mir nach der Kommunion nicht mehr Sorgen drum machen, ob noch Partikel auf meiner Hand sind etc., sondern kann mich innerlich völlig auf die Anwesenheit des Herrn ausrichten.


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 dora 23. August 2012 
 

Ausdruck der Einheit

Die Mundkommunion ist für mich auch Ausdruck meiner Verbundenheit mit dem hl. Vater. Mein kleiner praktischer Beitrag zur Einheit, wenn der Priester zuvor sagt: „...vereint mit unserem Papst Benedikt....“


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 ursiii 23. August 2012 
 

@ Kirchenmaus

da haben Sie recht, ich haette da einen Unterschied machen muessen. Ich habe auch nie behauptet, die Suende der Scheidung wuerde nie vergeben, das ist wahrlich nicht mein Glaube. Ich habe gesagt, jede Suende wird mir vergeben und damit auf Gudrun\'s Kommentar reagiert. Wir haetten das natuerlich genauer ausdruecken muessen, dass das Thema die wiederverheirateten/verpartnerten Geschiedenen betrifft, da haben Sie recht. Mir war es nur wichtig, auszudruecken, dass die Kirche jetzt nicht ihren Standpunkt aendern wird und soll, nur, weil immer mehr Ehepaare auseinandergehen und andere Partner finden. Dieses Thema hat aber wirklich nur am Rande mit dem kommentierten Artikel zu tun, also werd ich mich nun zurueckziehen :)


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 Kirchenmaus 22. August 2012 

@Gudrun [email protected]

Bitte unterscheiden Sie doch mal zwischen Geschiedenen und Geschiedenen Wiederverheirateten. Es ist einfach unsinn, wenn behauptet wird, dass Geschiedene von der Kommunion ausgeschlossen seien!!! Ferner ist es seltsam zu lesen, dass die \"Sünde\" der Scheidung nicht vergeben werden könne - wo haben Sie das denn her? Vielleicht sollten wir es hier doch lieber mit der Lehre der Kirche halten!
Zur Frage der Mundkommunion: Wie bereits von einem Vorposter geschrieben, ist dies keine Frucht des 2. Vatikanums, sondern eine Frucht einer bestimmten Ideologie, die sich des Vat2 in missbräuchlicher und unzulässiger Form bedient. Es macht sich aber letztlich immer an der inneren Disposition des einzelnen Gläubigen fest, ob die Kommunion würdig empfangen wird. Ich selbst praktiziere beide Formen: Dort, wo die Mundkommunion üblich ist, empfange ich den Herrn gerne auf diese Weise. Dort, wo dies nicht üblich ist, kommuniziere ich auch mittels Handkommunion, um unnütze Konflikte zu vermeiden.


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 Faustyna-Maria 22. August 2012 
 

Ich wusste nicht, wie viel Glück ich habe.

Die Priester in meiner Stadt geben mir alle \"brav\" die Mundkommunion im Knien.

Ich bin 29 und habe mich mit der Zeit von der Handkommunion getrennt und mich entschieden, dass mir egal ist, ob mich andere in der Kirche für verrückt, altmodisch oder was weiß ich halten. Es ist erstaunlich, dass Priester die Ausgabe des Leibes Jesu Christi an Menschen die in Todsünde leben fordern, denjenigen, die Ihn von Herzen lieben und Ihm ganz besonders ehrfürchtig begegnen, verweigern sie Ihn. Schlimm! Ich hoffe mal, ich habe weiterhin \"Glück\".

Ich finde es auch erstaunlich, wie wenig Glauben die Menschen haben. Sie empfangen den LEIB JESU CHRISTI, den ERLÖSER selbst, und haben in SEINER Gegenwart Angst vor ein paar mikroskopisch kleinen Lebewesen. Würde Gott zulassen, dass jemand durch den Mund-Kommunionempfang krank wird. - Ich glaube an den ALLMÄCHTIGEN GOTT :-)

Gelobt sei ER in Ewigkeit! Danke für dieses Zeugnis!


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 placeat tibi 22. August 2012 
 

Volle Zustimmung @FranciscoL

und tiefsten Dank an den Papst!
Es steht immer noch die Frage im Raum, Konzil hin oder her, warum diese im katholischen völlig neue Form des Kommunionsempfangs so geredazu handstreichartig durchgepeitscht wurde, begleitet von einer unfaßbaren Verachtung und Unduldsamkeit der knieenden MK gegenüber, an der sich über so viele Jahrhunderte hinweg kein Katholik je störte.
Und was diese Leute ritt, auch den wunderbaren Kommunionssegen, bei dem der Priester über dem Gläubigen ein Kreuzzeichen mit der Hostie macht mit den Worten: \"Der Leib des Herrn Jesus Christus bewahre deine Seele zum ewigen Leben\" zu streichen, der einem so unmittelbar vor dem Empfang so unmittelbar konkret verdeutlicht, um was es bei der Kommunion letztlich geht, kann nichts gutes gewesen sein.
(bei allem Respekt vor denen, die in der neuen Form würdig zu sein versuchen)


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 Evalyne 22. August 2012 
 

Interessantes Thema - Artikel viel zu lang


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 Aventin 22. August 2012 
 

Lieber Waldi,

an dem, was Sie in Ihrem letzten Beitrag schreiben, zweifle ich nicht. Mir geht es aber doch darum, deutlich zwischen dem Konzil und seinen Abschlussdokumenten einerseits und dem, was interessierte Kreise andererseits daraus gemacht haben, zu unterscheiden. Seien wir unserem Papst dankbar, der überaus deutlich gemacht hat, dass das II. Vaticanum im Lichte der Tradition zu verstehen ist und eben nicht als Bruch mit der Tradition. Deswegen ist dieses ewige Gerede von \"vorkonziliar\" und \"nachkonziliar\" ja auch so verfehlt.


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 Anita-Therese 22. August 2012 
 

@ templer

Auf Ihre Frage nach der Scheidung:
es ist gestattet getrennt vom Ehepartner zu leben, wenn es die Umstände erfordern.
Es ist jedoch nicht erlaubt, eine neue Partnerschaft einzugehen, da die Ehe aufrecht bleibt bis zum Tod eines der beiden.
Wenn Sie meinen, das wäre ungerecht:
das Kreuz Jesu war auch nicht gerade gerecht, oder? Gott stellt im Himmel die Gerechtigkeit her. Hier auf der Erde sind der Gerechtigkeit Grenzen gesetzt.
Die Ehe ist ein Abbild der Treue und Liebe Gottes, der den anderen nicht im Stich lässt, auch wenn dieser sich von ihm abwendet. Das ganze Alte Testament erzählt ja davon!

PS: Und wenn einer von seinem Ehepartner betrogen wird, bleibt noch immer die Frage, ob er sorgfältig genug seinen Ehepartner ausgesucht hat ...


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 Esperanza 22. August 2012 

Kindern beide Formen lernen

Es ist erstaunlich, wie Kinder reagieren, wenn ihnen beide Formen des Kommunionempfanges erklärt werden. Bei der Frage an Kinder, welche Form sie vom Herzen wählen würden, ist erstaunlich, dass sich die Mehrheit für die Mundkommunion entscheidet.

Wichtig ist, das man den Kindern beide
Formen erklärt und sie den Weg ihres Herzens folgen dürfen. Grösste Sorgfalt und und Ehrfurcht beim Kommunionempfang verstehen die Kinder, manchmal besser als wir Erwachsenen.

Leider gibt es nicht viele Kommunionbüchlein, in welchen beide Formen erklärt werden.
Gute Literatur ist ganz wichtig:
http://www.kathtube.com/player.php?id=21936


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 jadwiga 22. August 2012 

Ich glaube an Gott den allmächtigen....

Ich muss schon sagen, dass ich sehr traurig bin, wenn man über Krankheiten redet, mit denen der allmächtige Gott leicht fertig werden kann. Meine einzige Sorge ist, wenn ich zu Kommunion gehe, ob ich genung mein Gott geliebt habe. Der Rest ist unwichtig. Wann und woran ich sterbe, entscheidet nur Er.


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 Waldi 22. August 2012 
 

Lieber FranciscoL,

bleibt immer noch die unbeantwortete Frage: Warum ist die katholische Kirche nicht ihrer Sorgfaltspflicht nachgekommen um die Konzilsbeschlüsse in von ihr kontrollierte Bahnen zu lenken? Warum hat sie die Umsetzung der Beschlüsse innerkirchlichen Verwüstern und Verfälschern überlassen, die auch heute noch tatkräftig am Werk sind und fleißiger als jene die dazu berufen sind das Evangelium zu verkünden und die Menschen für den Glauben zu gewinnen! Sind den alle blind geworden gegenüber den Häresien, die die Kirche von innen heraus verstümmeln?


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 SierraVictor 22. August 2012 

Für mich...

...ist die Handkommunion eine sehr ehrfurchtsvolle Angelegenheit, die ich kaum in Worte fassen kann.
Ich habe es einmal versucht:
http://echoromeo.blogspot.de/2012/08/noch-einmal-hochgeholt-warum-ich-die.html


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 Nazianz 22. August 2012 
 

Mmmh halbe Wahrheit

Nun ja HIV und Hepatitis B sind tatsächlich auf diesen Weg praktisch nicht übertragbar. Dies konnte durch Studien belegt werden. Anders schaut es allerdings mit Tröpfcheninfektionen aus wie z.B. Lippenherpes oder Pfeiffersches Drüsenfieber. Aber ich denke, dass das Risiko bei jeder Maß im Bierzelt höher ist ;-). Wer Krank ist sollte allerdings auf Rücksicht und Nächstenliebe auf die Mundkommunion verzichten.


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 FranciscoL 22. August 2012 

@Liebr Waldi

Mit Verlaub.Es stimmt schon,mit dem Zweiten Vatikanischen Konzill und auch ursprünglich mit der NOM hat die Handkommunion (um die es hier geht)nichts zu tun.Vielmehr wurde sie dem darüber äußerst unglücklichen Papst Paul VI mit bemerkenswerter Hinterlist von holländischen und deutschen Bischöfen abgepresst.

Es gibt viele gute und überzeugende Gründe für die Mundkommunion.Daher wäre ich sehr dankbar,wenn aus dieser Diskussion nicht eine ablenkende Debatte über das Wesen des 2.Vatikanums gemacht würde.

Viele Grüße


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 Waldi 22. August 2012 
 

Lieber Aventin,

wenn das II. Vatikanum mit Hilfe des Heiligen Geistes wohlgeordnet alle erdenklichen Vorkehrungen getroffen hat, die Kirche und ihre Glieder, die Katholiken, wieder in neuem Glaubensglanz erstrahlen zu lassen, warum ist dann das erhoffte Resultat so diffus, stumpf und ohne jede Strahlkraft für den Glauben und die Menschen? Ich habe aus mehreren Büchern von honorigen Historikern erfahren, was hinter den Kulissen des II. Vatikanums an Intrigen, Machenschaften und Grabenkämpfen, den Augen des Kirchenvolkes verborgen, sich abgespielt hat. Diese Kritiker sind keine Atheisten, sondern tiefgläubige Katholiken, die die innerkirchliche Zerreibung unter den Katholiken bitter beklagen. Es gilt nur noch vorkonziliar oder nachkonziliar, ein versöhnender Mittelweg ist nicht in Sicht!


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 FranciscoL 22. August 2012 

Mit dem Körper beten

Es ist nämlich so,dass der Mensch,ein sinnliches Wesen, auch mit dem Körper betet.Äußere Zeichen der Ehrfurcht,der Anbetung,wirken zurück auf Geist und Seele.Das ist eine uralte Erfahrung.
Daher,und hier weiß ich mich einig mit Papst Benedikt und dem Präfekten der Liturgiekongregation,Kardinal Cañizares,bedauere ich das Verschwinden der Kommunionbänke und die Möglichkeit des Indultes für die Handkommunion.Diese Änderungen ignorieren uralte Erfahrungen der Spiritualität.


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 FranciscoL 22. August 2012 

Meine Erfahrung

Ich lebe heute in einer Gegend in Spanien,wo sich die Handkommunion nicht so flächendeckend durchgesetzt hat,obwohl das Indult ,die Handkommunion zu wählen,schon seit langem erteilt wurde.In meiner Gemeinde machen zwei Drittel Mundkommunion.Gleichzeitig geht ,ich sehr es jeden Sonntag, nur etwa die Hälfte der Versammelten zur Kommunion,weil sich die anderen nicht dispositioniert fühlen.
Ein Zeichen der Ehrfurcht vor dem allerheiligsten Sakrament.
Ich denke,meine beiden Beobachtungen hängen zusammen.


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 argus 22. August 2012 
 

Nicht zu vergessen

der unmittelbar davor mit dem Händeschütteln vielfach ausgeführte Friedensgruss.


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 SpatzInDerHand 22. August 2012 

Noch eine Anmerkung zur Hygienefrage bei Handkommunion:

Noch eine vorsichtige Anmerkung zur Hygienefrage:
Ich lasse mir nicht gern die hl. Eucharistie auf eine Hand legen, in der sich vorher das Geld für den Klingelbeutel gefunden hat. Zu Hause würde ich mich nach dem Anfassen von Geld die Hände waschen.
Mit ungewaschenen Händen zu essen, nachdem ich Geld berührt habe, finde ich unter dem Hygieneaspekt sehr unappetitlich. Vom Aspekt meiner Ehrfurcht vor dem Eucharistischen Herrn ganz zu schweigen!
Vorschlag: Die Klingelbeutelsammlung könnte bei Handkommunion ersatzlos entfallen ;)


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 Cosmas 22. August 2012 
 

Kelchkommunion und Kommunionspender sind Problem

Ich sehe ein massives Hygieneproblem bei der Kelchkommunion für alle. Während sich der Priester in der Sakristei die Hände und rituell beim Lavabo Daumen und Zeigefinger wäscht, kommen die Laien aus der Kirche ohne vorheriges Wasche zur Kommunionspendung. Die haben vielleicht viele mit Handschlag begrüßt. Das finde ich rein hygienisch bedenklich. Rein religiös halte ich die Handkommunion im Stehen neben dem Volksaltar für eines der nachkonziliaren Krebsübel mit verheerender Wirkung auf die Eucharistische Frömmigkeit.


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 templer 22. August 2012 

Die Sünde der Scheidung wird nicht vergeben? Und was ist wenn die Frau den Mann betrogen hat und zwar mehrmals und dauerhaft - soll der Mann in einer Hölle von Ehe leben, keinen Sex haben können, keine Ehe führen und auf Kinder verzichten weil die Ehefrau es nicht will? Das ist Ungerecht.

Was Gott zusammenbringt kann niemand auseinandernehmen oder so ähnlich - was ist wenn das Bösartige Verhalten der Frau oder des Mannes ein Zeichen für den Willen Gottes ist dass er etwas auseinander nimmt?

Templarii


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 GudrunOOE 22. August 2012 
 

@Ursii

Ja diese Sichtweise teile ich auch. Aber die Sünde der Scheidung wird ja nicht vergeben - das Mahl am Tische Gottes - die Komunion bleibt ihnen verwehrt. Und líeber nehmen Geschieden am Leben in der Kirche teil, als das sie sich verstossen fühlen, auch wenn sie nicht an der Komunion teilnehmen sollen, sollen wir sie mit in unsere Mitte nehmen und nicht mit dem Finger auf sie zeigen. In vielen Fällen verstehe ich das sich Paare scheiden lassen, gerade wenn Alkohol, Gewalt etc. im spiel war


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 ursiii 22. August 2012 
 

Liebe Gudrun

Da moechte ich schon was dazu sagen: da ist ja dann schon grundsaetzlich eine falsche Einstellung dahinter, wenn ich mich dann weigere, in die Kirche zu gehen, weil mir die Kommunion verweigert wird aufgrund meiner Suende. Die Kirche kann ja nix dafuer, dass ich die Suende begangen habe. Sie klaert mich auf, mehr noch, Gott vergibt mir meine Suende! Was Schoeneres gibt es doch gar nicht. Aber zu sagen:\'das passt mir nicht, da geh ich dann gar nicht hin\' - das ist ja dann schon mal ein falsches Verstaendnis des Sakraments der Kommunion und der Ehe. Es ist spaet hier, ich hoff, ich hab mich verstaendlich ausgedrueckt :) Gottes Segen :)


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 Aventin 22. August 2012 
 

Lieber Waeltwait,

ich empfehle Ihnen doch eine gewisse Vorsicht mit solchen Thesen. Wir Menschen dürfen Jesus nicht nach unseren eigenen begrenzten Maßstäben betrachten und daraus Schlussfolgerungen ziehen, was er heute tun oder sagen würde. Bedenken Sie, dass nach rein menschlichen Maßstäben Jesus selbst nicht alle Tassen im Schrank hatte. Denn wer läßt sich schon freiwillig todbringend ans Kreuz nageln?


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 ursiii 22. August 2012 
 

super Vorbild

Liebe Frau Dr Wiesenberg!
Danke fuer diesen Artikel. Ich hab auch das Interview gelesen und moechte nur sagen, dass ich jetzt eine neue Heldin habe. Sie sind so ein tolles Vorbild fuer jede Frau. Ich dank Ihnen fuer Ihre Offenheit und auch fuer Ihr Zeugnis und die Weitergabe Ihrer Kenntnisse.

zu Gudrun OOE moecht ich nur sagen: nur, weil heutzutage so viele Menschen geschieden sind, heisst das noch lang nicht, dass die Einstellung der Kirche falsch ist.
Ich geh auch nicht zur Kommunion, wenn ich mir einer Suende bewusst bin. Wenn jemand das Sakrament der Ehe empfangen hat aber bricht, dann ist das eben nach kirchlicher Lehre Suende. Da ist es egal, wie viele es betrifft. Leider sind es eben heutzutage viele Ehen, die auseinandergehen, aber das macht das Sakrament der Ehe nicht unwirksam.

Dr Wiesenberg\'s Ausfuehrungen find ich nachvollziehbar und sie haben mich zum Umdenken gebracht, da ich bisher auch nur Handkommunion empfangen habe. Gottes Segen :)


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 GudrunOOE 22. August 2012 
 

Weihwasser

Wie ist das wirklich ?
Wie oft wird das nachgefüllt ?

Gerade wasser das lange steht, wo (hoffentlich) viele Menschen täglich ihre(n) Finger eintauchen - bei den jetzt wärmeren Temperaturen in den Kirchen ist ja ein ideler Nährboden für Keime aller Art


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 Waeltwait 22. August 2012 
 

@Theobald

wie recht sie doch haben.
Wenn Christus heute als Mensch zu uns käme-nur mal so - um nach seiner Kirche Ausschau zu halten, würde er bestimmt die Kontrahenten in dieser Sache fragen ob sie noch alle Tassen im Schrank haben.
Da bin ich mir ziemlich sicher !


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 GudrunOOE 22. August 2012 
 

@ Spatz in der Hand

Ich halte es auch für einen Fehler geschiedenen per se den Emofang des Leib Christi zu verwehren ! Die Kirche kann froh sein das trotz Scheidung die Person zur Kirche steht und ihnen der Empfang wichtig ist. Wenn man so liest wie viele Menschen geschieden sind, gäbe es ja fast keine Komuninwürdige !


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 Seramis 22. August 2012 
 

@AlbinoL:

Vom Weihwasserbecken ganz zu schweigen, in das jeder Kirchenbesucher seine Hand tunkt; eine ideales Medium für die Weitergabe von Krankheitserregern. Im Weihrauch sollen übrigens auch krebserregende Stoffe zu finden sein... [/Ironie]

Man kann\'s auch übertreiben.


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 Fred Frosch 22. August 2012 

Handkommunion

Wer heute noch Handkommunion nimmt hat leider nicht begriffen wie ernst die Lage ist. Nur weil es alle machen muss es nicht richtig sein!


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 Theobald 22. August 2012 
 

laaangweilig

Dieses Thema kocht ja in schöner Regelmäßigkeit hoch.
Nur hardliner, die sich nicht vor Augen führen, dass Jesus selbst Unreinen die Hand aufgelegt hat, können sich daran ergötzen.
Ob Hand oder Mund - wenn das Herz nicht stimmt, kann beides zum Schaden gereichen.


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 M.Schn-Fl 22. August 2012 
 

Liebe Christine

Sie müssen die Zunge so weit vorstrecken, dass der Priester den Leib Christi auf Ihre Zunge legen kann, ohne diese zu berühren. Bitte informieren Sie sich.


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 AlbinoL 22. August 2012 

zu bedenken wäre bei der Handkommunion natürlich

die Keimübertragung beim Friedensgruß.^^
Trotzdem schließe ich mich M.Schn-Fl und Grazerin an..es geht hier nicht um Hygiene..


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 Christine 22. August 2012 

gebotenes Zeichen der Ehrerbietung bei der Hl. Kommunion

Wer macht schon wenigstens eine Kniebeuge vor oder nach Empfang der Hl. Kommunion? So ist es in der Instruktion aus dem Jahre 2004 von Rom vorgesehen.

Für meinen Teil nehme ich ausschließlich die Mundkommunion. Wenn es nicht anders geht, auch im Stehen, nachdem ich zuvor eine Kniebeuge gemacht habe. Es sind immer ein paar Leute, die so zur Kommunion gehen.

Allerdings strecke ich dem Priester oder dem Kommunionhelfer NIE die Zunge aus. (Das würde ich mir gar nicht erlauben ;o)))
Das ist Art und Weise des Ausspendens, den Mund nicht zu berühen!!! Lieber M.Schn. Fl.., bitte informieren Sie sich!!!


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 Waldi 22. August 2012 
 

Diese ehwürdige Frau Dr. Wiesenberg...

vermittelt mir mehr Mut und Kraft zum Glauben, als der gesamte säkularisierte deutsche Klerus. Diese Frau ist durch ihre überzeugende Ehrfurcht vor dem Leib Christi ein funkelnder Edelstein in einem Haufen zu Geröll gewordenen Deutsch-Christentum. Ich bin überzeugt, dass dieses edle Geschöpf für sich die Forderung nach Frauenpriestertum noch nicht einmal gedanklich gestreift hat. Diese verabscheuungswürdige Verweigerung der Mundkommunion - und das sage ich aus voller Überzeugung - ist das Resultat des II. Vatikanischen Konzils. Das kann mir niemand ausreden - nicht einmal der Papst, den ich sehr verehre; und der würde es auch nicht tun, denn die faulen Früchte dieses Konzils sind in der heutigen Kirche in ihrem desolaten Zustand nicht mehr zu übersehen. Auch wenn ich dafür gescholten werde, bleibe ich bei dieser meiner tiefsten Überzeugung. Man denke an den allgemeinen Aufruhr gegenüber einem Priester, der die Hankommunion verweigern würde!


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 Aventin 22. August 2012 
 

Ich bewundere die Autorin für Ihre Mut zum Beharren auf der Mundkommunion.

Ich selbst muss bekennen, dass ich inzwischen -ich bin \"nachkonziliar\" aufgewachsen- die Mundkommunion als angemessener empfinde, mir aber leider der oft der Mut fehlt, dies auch einzufordern.
Der ehemalige Pfarrer der Gemeinde meiner Eltern in Münster/Westf. hat zu allem Überfluss eingeführt, dass die Hostien, welche am Eingang ausliegen, um vom Messbesucher in eine Schale für die Gabenbereitung gelegt zu werden, dort in gebrochener Form liegen. Das hat zur Konsequenz, dass die Hostien den Gläubigen bei der Kommunion in gebrochener Form in die Hände gegeben werden. Hier ist das Abfallen von Partikeln und sogar kleinen Krümeln zum Programm geworden.


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 Damiana 22. August 2012 
 

Pro Mundkommunion

Auch aus zahnärztlicher Sicht ist der Mundkommunion Vorrang zu gewähren, die Übertragungsgefahr ist bei den Handflächen signifikant größer als über die infimen Speichelspuren.Aber viel erschreckender ist die Tatsache, daß sich die Kommunikanten über die Realpräsenz nicht im Klaren sind.Nun können wir im Jahr des Glaubens einiges überdenken,es ist ein willkommenes Repetitorium.


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 Christine 22. August 2012 

INSTRUKTION Redemptionis sacramentum: Die Spendung der heiligen Kommunion

91. Bezüglich der Austeilung der heiligen Kommunion ist daran zu erinnern, daß «die geistlichen Amtsträger [...] die Sakramente denen nicht verweigern» dürfen, «die zu gelegener Zeit darum bitten, in rechter Weise disponiert und rechtlich an ihrem Empfang nicht gehindert sind».[177] Jeder getaufte Katholik, der rechtlich nicht gehindert ist, muß deshalb zur heiligen Kommunion zugelassen werden. Es ist also nicht gestattet, einem Christgläubigen die heilige Kommunion beispielsweise nur deshalb zu verweigern, weil er die Eucharistie kniend oder stehend empfangen möchte.

90. «Die Gläubigen empfangen die Kommunion kniend oder stehend, wie es die Bischofskonferenz festgelegt hat», deren Beschluß vom Apostolischen Stuhl rekognosziert werden muß. «Wenn sie stehend kommunizieren, wird empfohlen, daß sie vor dem Empfang des Sakramentes eine angemessene Ehrerbietung erweisen, die von denselben Normen festzulegen ist».

94. Es ist den Gläubigen nicht gestattet, die heilige Hostie oder


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 wegweiser 3 22. August 2012 
 

Ergänzung

Wenn es natürlich nicht möglich ist, von einem Priester die Kommunion zu empfangen, gehe ich notgedrungen zu einem Laien. Was mir zu diesem Thema noch einfällt:Je näher die Kommunion rückt, desto gelassener werde ich. Es ist egal, was andere über mich denken, wenn ich Mundkommunion praktiziere, denn es ist schließlich Jesus, der in dieser Gestalt zu mir kommt, und ER hat Worte des ewigen Lebens. Und SEINE Worte sind schärfer als zweischneidige Schwerter.


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 SpatzInDerHand 22. August 2012 

@Schlegl:

Sie haben also offensichtlich bereits mehrfach, in glaubwürdigen Schilderungen aus erster Hand, davon gehört, dass in den letzten Jahren Gläubigen die Mundkommunion und/oder die kniende Kommunion verweigert wurde.
Interessant. Soviel zum Thema \"Toleranz\" und \"Barmherzigkeit\" seitens (vermutlich) liberalerer Kreise unserer Kirche.


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 wegweiser 3 22. August 2012 
 

Mundkommunion

Das Problem der heutigen Zeit sind die Priester .Viele halten sich für sehr demütig, aber glauben nicht so Recht daran, dass JESES mit den Menschen spricht (Wenn ich das nicht glaube, dann glaube ich auch nicht wirklich, dass JESUS von den Toten auferstanden ist). Ich gehe jeden Tag zur Hl.Messe, ich fahre auch öfters weiter weg, um bei einem guten Priester die Messe mitzufeiern. Wenn eine Kommunionbank vorhanden ist, nehme ich die hl.Eucharistie im knien und NUR vom Priester (Jesus nahm das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es seinen Jüngern. ER und kein Laie).Deshalb ist es für mich ein himmelweiter Unterschied, ob man Hand- oder Mundkommunion nimmt, aber dies muß jeder nach seinem Gewissen entscheiden. Da ich behindert bin, sagte mir mal ein Priester in der Beichte, dass es etwas mit Demut zu tun hat, wenn ich die Kommunion im Stehen nehme, da keine Kommunionbank vorhanden war. Nach längerem Zögern stimmte ich zu und seither nehme ich die Kommunion im Stehen.


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 bernhard_k 22. August 2012 
 

@AlbinoL

\"Ich denke nicht dass sich an der Art des Kommunionempfangs
das Schicksal der Kirche entscheidet.\" (AlbinoL)

Hier muss man tiefer blicken und differenzieren. Es ist v.a. die Grundhaltung (Ehrfurcht vor dem Leib Christi,...) die über das \"Schicksal\" der einzelnen Gläubigen immer auch (mit-)entscheiden wird.

Die Kirche selbst kann jedoch nicht zerstört werden (vgl. das Jesus-Wort \"bis zum Ende\").


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 M.Schn-Fl 22. August 2012 
 

@oraetlabora

Ich glaube, daß hier oft nur Unwissenheit vorherrscht.
Natürlich gibt es auch Priester wie Gläubige, die aus dem Kommunionsempfang eine (kirchenpolitische) Demonstration machen wollen. Hier möchte ich mich der @Grazerin anschliessen. Das Wichtigste ist das bereite Herz, das \"sursum corda\", \"erhebet die Herzen\". Wenn ich mein Herz wirklich ein für alle mal dem Herrn gegeben habe, dann brauch ich auch nicht im Chor zu lügen: \"wir haben sie beim Herrn.\"


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 Victor 22. August 2012 
 

Mißbrauch der hl. Eucharistie- überall, flächendeckend

Vorgestern begab ich mich zum Empfang der hl. Kommunion (wie immer Mundkommunion) und direkt neben mir war ein Mann (Herr würde hier nicht passen), der in seiner rechten Hand zwischen zwischen Mittel-und Ringfinger einen Strohhut hatte. Er stand dann beim Priester direkt einen halben Schritt seitlich vor mir und dieser Priester schob ihm die hl.Kommunion zwischen Daumen und Zeigefinger dieser rechten Hand. Uuuunglaublich! Welch ein Kunststück! Was für Priester auch!. Da nutzt auch Kopfschütteln nichts mehr angesicht solcher Ehrfurchtslosigkeit beider Parteien, des Priesters sowie des Kommunikanten.


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 SCHLEGL 22. August 2012 
 

Kommunion

Es ist ein großes Unrecht, wenn ein Priester jemand, der die heilige Kommunion in den Mund empfangen möchte, oder dabei knien möchte, die Kommunion verweigert! Hier muss das bischöfliche Ordinariat informiert werden, geschieht nichts, kann man über die Nuntiatur die Kongregation für den Gottesdienst angehen.
Wenn ich im Stephansdom bei der Beichte oder Aussprache von solchen Dingen höre, fordere ich die Leute immer auf, sich schriftlich an das Ordinariat und den zuständigen Bischofsvikar zu wenden.
Übrigens ist die Salbung der Hände des Priesters bei der Weihe eine sekundäre Ausgestaltung aus der karolingischen Zeit, in ALLEN orientalischen Riten ist die Salbung der Hände bei der Priesterweihe unbekannt. Damit kann man jedenfalls NICHT gegen die Handkommunion argumentieren.Msgr. Franz Schlegl


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 M.Schn-Fl 22. August 2012 
 

Fortsetzung

Es wäre also wichtig, daß die jüngeren Priester und die Gläubigen wieder lernen, wie man die Mundkommunion richtig handhabt.


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 M.Schn-Fl 22. August 2012 
 

Dank für diese Darstellung

Wir haben in unserer Pfarrei schon vor Jahren die Kommunionbank wieder eingeführt
Ein Problem möchte ich aber doch benennen. Viele mundkommunionswillige Gläubige und Priester wissen gar nicht mehr, wie man die Mundkommunion ausfürt.
Man kann sie als Priester nur korrekt ausführen, wenn der (die) Gläubige die Zunge weit genug heraustreckt ohne den Mund mit seinem Speichel zu berühren. Viele Gläubige öffnen nur den Mund und rücken die Zunge an die Zähne des Unterkiefers.
Wir wurden noch im Religionsunterricht belehrt, wie man die Kommunion mit dem Munde empfängt.
Auch viele Priester wissen nicht, wie man die Kommunion auf die Zunge spendet.
In unserer großen Kirche, in der bei den Sonntagmessen bis zu 500 Gläubige anwesend sind, bedarf es der Kommunionhelfer. Als solcher wußte ich mir manchmal nicht anders zu helfen als zu sagen:\"Zunge bitte raus\", weil der Gläubige nur den Mund öffnete. Das stört natürlich die Andacht.


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 oraetlabora 22. August 2012 
 

Danke

für dies Interview. Ich glaube, die Abschaffung der Mundkommunion ist dem Einfluß von Menschen zuzuschreiben, die die Hl. Messe immer weiter profanisieren wollen - die Ehrfurcht abtöten und den Glauben auslöschen wollen, weil sie selber keinen mehr haben.


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 AlbinoL 22. August 2012 

Ich denke nicht dass sich an der Art des Kommunionempfangs

das Schicksal der Kirche entscheidet.


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 SpatzInDerHand 22. August 2012 

Man hört doch immer nur,

dass man den wiederverheirateten Geschiedenen und den evangelischen Christen \"aus Barmherzigkeit\" oder so nicht die Kommunion verweigern darf.
Wird wirklich von möglicherweise denselben Kräften in der Kirche den Frommen die Kommunion verweigert???
Hat noch jemand solche Erfahrungen gemacht?


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 Grazerin 22. August 2012 

Auf das bereitete Herz

und die im Stand der Gnade befindliche Seele kommt es letzendlich wirklich an:
http://www.kathtube.com/player.php?id=28239
Im Zweifel für die GEISTIGE KOMMUNION !


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 bernhard_k 22. August 2012 
 

Vergelt\'s Gott

Und wenn eine katholische Ärztin für die Mundkommunion eintritt, zählt das doppelt! Herzlichen Dank.


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