Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  4. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  11. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  12. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  13. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  14. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  15. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“

Die Lüge von der Karriere-Mutter

11. August 2012 in Kommentar, 31 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zu einer möglichen Trendwende in den USA - Ein Kommentar von Susanne Mockler.


St. Johann (www.kath.net/ idea)
„Hört mit dem Lügen auf“, überschrieb „Der Spiegel“ ein Interview mit der ehemaligen Planungschefin der US-Außenministerin Hillary Clinton. Anne-Marie Slaughter gab ihren Spitzenjob auf, nachdem sie erkannt hatte, wie sehr ihre Karriere ihren beiden Teenager-Söhnen schadete. Ihre Beweggründe erklärt sie in dem Buch „The myth of work-life-balance“ (Der Vereinbarkeitsmythos von Arbeit und Leben): Kinder brauchen ihre Mutter – Teenies genauso wie Säuglinge. Ihr wurde das bewusst, als ihr 14-jähriger Sohn in ernsthafte Schwierigkeiten kam. Schulschwänzen, Leistungsabfall, Ablehnung aller Hilfsangebote der Erwachsenen: Ihr Sohn brauchte sie dringend. Dann war sie nicht mehr bereit, ihre Familie auf dem Altar des Erfolges zu opfern.

Damit traf sie allerdings den feministischen Nerv, der vehement „Frauen an die Macht“ fordert, und löste einen Aufschrei der Empörung aus. Zugegeben: Dass es keine echte Vereinbarkeit von Kind und Karriere gibt, ist ein politischer Tabubruch – doch aus dem Munde einer Frau an der Spitze der Erfolgsleiter kann er nicht unbeachtet bleiben. Auch christliche Frauen stehen im Spagat zwischen Kindern und Karriere. Viele finden es schwer, sich entscheiden zu müssen; nur wenigen gelingt es tatsächlich, beides unter guten Bedingungen zu vereinbaren.


Wozu müssen wir unbedingt Karriere machen?

Was sind die Beweggründe, dass wir – Frauen wie Männer – Karriere so dringend brauchen? Ist es das Bedürfnis nach Anerkennung und Ansehen? Jesus lehrt uns andere Werte: „Wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener“ (Matthäus 20,26). Ist es das Streben nach Wohlstand? Auch das darf, wenn wir ehrlich sind, nicht unser Motor sein. Leider müssen immer mehr Frauen aus rein wirtschaftlichen Gründen einem Beruf nachgehen, weil sie alleinerziehend sind oder das Gehalt des Partners nicht reicht. Viele tun es mit schlechtem Gewissen und unguten Gefühlen, weil sie wie Frau Slaughter spüren, dass ihre Kinder zu kurz kommen. Das wäre ein weiteres Argument dafür, Familien finanziell zu stützen – anstatt Milliarden in den Krippenausbau zu stopfen.

Bei manchen mag der Wunsch nach Karriere dem Bestreben entspringen, die Gesellschaft prägen und beeinflussen zu wollen. Allerdings sind hierfür gerade die Jahre der Erziehungsarbeit perfekt investierte Zeit! Kinder, die in einer liebevollen Familie gute Werte lernen durften, sind ausgestattet, um die Gesellschaft positiv zu prägen. Ein viertes, häufig geäußertes Argument: Selbstverwirklichung. Viele Frauen können sich einfach nicht vorstellen, als „Nur- Mutter“ – was ja heute geradezu ein Schmähwort ist! – auf ihre Kosten zu kommen. Aber glauben wir wirklich, dass wir uns in der Chefetage irgendeines Konzerns besser selbst verwirklichen können? Die steigende Zahl an Burn-out- und Depressionserkrankungen zeugt davon, wie schwierig es ist, dort zu bestehen.

Mütter sind unersetzlich!

Ich plädiere nicht dafür, dass Frauen keine Karriere machen sollen. Frauen sind begabt, sie sind kompetent, haben gute Führungsqualitäten – Mütter allzumal. Erziehung ist eben etwas anderes als Betreuung. Sie fordert uns Mütter intellektuell, praktisch und emotional heraus, wir trainieren dabei Geduld und Durchhaltevermögen. Aber bleiben wir uns bewusst: Jeder Arbeitnehmer kann durch einen anderen ersetzt werden. Für unsere Kinder und ihre positive Entwicklung sind wir als Mütter dagegen nahezu unersetzlich. Daher muss auch die Lüge, dass die meisten Kinder in einer Krippe besser aufgehoben wären, endlich aufhören.

Die Autorin, Susanne Mockler (46) aus St. Johann bei Reutlingen, ist Mutter von 8 Kindern, Publizistin und Fachreferentin für Familienfragen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Familie

  1. CDL kritisiert Pläne zur Abschaffung der Mitversicherung von Ehepartnern
  2. „Menschliches Leben ist Geschenk und muss mit Respekt, Fürsorge und Dankbarkeit angenommen werden“
  3. Zehn Gespräche, bevor man „Ja“ sagt
  4. Katholischer 'Familienverband Wien' wirbt mit gleichgeschlechtlichen Paaren
  5. US-Bundesstaat Oregon verweigert Adoption für christliche Mutter
  6. Texas: Adoptionen im letzten Jahr um 30 Prozent gestiegen
  7. US-Unternehmen führt Babybonus für Mitarbeiter ein
  8. Kroatien: Regierung will Sonntagsöffnung deutlich einschränken
  9. Neigung vor Gott und Zuneigung zum Menschen
  10. Lebenslänglich für zwei Menschen







Top-15

meist-gelesen

  1. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  2. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  3. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  4. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  5. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  6. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  7. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  8. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  9. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  10. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  11. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  12. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  13. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  14. Über das Dämonische
  15. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz