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Priester ist Diener des Messritus

21. Juli 2012 in Aktuelles, 64 Lesermeinungen
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Priester sollten nicht glauben, sie müssten die Liturgie verbessern. Sie seien Diener des Messritus, nicht dessen Protagonisten und hätten sich an die Rubriken und Messbücher zu halten. Dies sagte Kardinal Burke, Präfekt der Apostolischen Signatur.


Cork (kath.net/CNA/jg)
Ein Priester solle die Messtexte nicht durch eigene Formulierungen oder Gebete ersetzen, sagte Kardinal Raymond Burke, Präfekt der Apostolischen Signatur. Wörtlich sagte er, der Priester sei nur „Diener des Ritus, nicht dessen Protagonist – das ist Christus.“ Er kritisierte die Sorge vieler Priester, bei den Gläubigen gut ankommen zu wollen. „Es ist völlig falsch wenn ein Priester denkt: ‚Wie kann ich das interessanter machen?’ oder: ‚Wie kann ich das besser machen?’“ Es sei absurd, zu glauben, man könne die Liturgie verbessern, die seit Jahrhunderten in der Kirche tradiert werde, sagte er. Deshalb verpflichte das Kirchenrecht die Priester, sich an die vorgegebenen Rubriken und Bücher für die Liturgie zu halten, sagte Burke in einem Interview während der internationalen liturgischen Konferenz in Cork.


Der Kardinal sprach sich auch gegen „übertriebene“ Konzelebrationen aus. Wenn ein Priester zu oft in Gemeinschaft mit anderen die Messe lese, könne seine unersetzliche Rolle in der Liturgie in Vergessenheit geraten, befürchtet der Kardinal. Er könne den Eindruck haben „ein weiterer Teilnehmer zu sein und nicht der Priester, der das Messopfer darbringt“, sagte Burke in dem Interview. Ähnliche Befürchtungen hatte Kardinal Antonio Canizares, Vorsitzender der Kongregation für den Gottesdienst, im März dieses Jahres geäußert.


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