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Für ihr Baby verschob sie die Krebstherapie

26. Juni 2012 in Spirituelles, 7 Lesermeinungen
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Chiara Corbella sah ihr Kind noch die ersten dreizehn Monate aufwachsen. „Ich gehe in den Himmel. Du bleibst hier bei Papa“, schrieb sie ihrem Sohn Francisco im Abschiedsbrief eine Woche vor ihrem Tod.


Rom (kath.net/CNA/pl) Sie hat die Krebstherapie verschoben, um ihr ungeborenes Kind zu retten: Chiara Corbella sah ihren Sohn noch die ersten dreizehn Monate aufwachsen. Mitte Juni erlag die 28-jährige italienische Katholikin (Foto) ihrer Krebserkrankung.

Chiara Corbella und ihr Ehemann Enrico Petrillo hatten bereits zwei Kinder kurz nach der Geburt verloren. Über die wenigen kostbaren Minuten, welche sie mit diesen beiden Kindern namens David und Maria (Maria war ein Anencephaliekind gewesen) teilen konnten, berichteten sie auf Pro-Life-Veranstaltungen.

Im Jahr 2010 wurde Chiara wieder schwanger und die Ärzte sagten, das Kind entwickle sich diesmal normal. Doch dann wurde bei Chiara ein aggressiver Krebs diagnostiziert und man riet ihr zu einer Therapie, welche ein Risiko für die Schwangerschaft bedeutet hätte. Chiara entschied sich, das Baby zu schützen und die Therapie auf die Zeit nach der Geburt zu verschieben. Francisco wurde im Mai 2011 geboren.


Die Krebserkrankung schritt schnell fort. Chiara verlor die Sehkraft eines ihrer Augen. Dann, 13 Monate nach der Geburt ihres Sohnes, verlor sie den Kampf gegen ihre Krankheit. „Ich gehe in den Himmel, um für Maria und David zu sorgen, und du bleibst hier bei Papa. Ich werde für dich beten“, schrieb Chiara im Abschiedsbrief an ihren kleinen Sohn eine Woche vor ihrem Tod.

Chiaras Ehemann sprach davon, er habe „eine Liebesgeschichte am Kreuz“ erlebt. Er sagte in „Radio Vatikan“, Chiara und er hätten von ihren drei Kindern gelernt, dass es keinen Unterschied gebe zwischen einem Leben, welches 30 Minuten oder welches 100 Jahre dauere. „Es war wundervoll, zu entdecken, dass diese Liebe angesichts der Probleme mehr und mehr wuchs.“ „Wir wuchsen mehr und mehr in der Liebe zueinander und zu Jesus. Wir waren nie enttäuscht von dieser Liebe und aus diesem Grund verloren wir keine Zeit, obwohl die Menschen zu uns sagten: ‚Wartet, seid nicht in Eile, ein weiteres Kind zu haben‘“.

„Die Wahrheit ist“, erläuterte der junge Witwer weiter, „ dass dieses Kreuz – wenn man es mit Christus umarmt – aufhört, derart hässlich zu sein wie es aussieht. Wenn man in Ihn vertraut, stellt man fest, dass dieses Feuer, dieses Kreuz, nicht brennt, dass man Frieden im Leid und Freude im Tod finden kann.“ Die Familie habe gesehen, dass Chiara „nicht friedlich, aber fröhlich“ starb, „was ein totaler Unterschied“ sei, so Enrico. Wenn sein Sohn heranwachse, werde er ihm erklären, wie schön es sei, „sich von Gott lieben zu lassen, denn wenn man sich geliebt fühlt, kann man alles tun“. Das „Wichtigste im Leben ist: Sich lieben zu lassen, um zu lieben und um fröhlich zu sterben“.

Bei der Trauerfeier in einem Vorort von Rom drängten sich hunderte Trauernde in die Kirche, auch das Regionalfernsehen machte Filmaufnahmen. Der geistliche Leiter von Chiara, Padre Vito, sagte in der Predigt, Chiara sei „ein Zeugnis, welches so viele andere Menschen retten könne“. Agostino Kardinal Vallini, welcher der Messe vorstand, verglich Chiara mit der heiligen Gianna Beretta.

Kurzvideo mit und über Chiara Corbella mit vielen Fotos, in italienischer Sprache



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Lesermeinungen

 M.Schn-Fl 27. Juni 2012 
 

Warum strahlt diese Mutter so mit dem sicheren Tod vor Augen?

\"Die auf Ihn schauen,deren Antlitz wird leuchten.\"
Psalm 34
Die strahlen noch angesichts des Todes und des sicheren Abschiedes von einem kleinen Kind und dem geliebten Mann im Besusstsein dessen, was der Herr ihnen verheissen hat.
Warum leuchten wohl bei uns so wenige Antlitze?


2
 
  27. Juni 2012 
 

Danke lieber Himmlischer Vater für eine Heilige Seele wie Sie Chiara Corbella
schon zu Lebenszeiten gewesen ist :-)

Gottes und Mariens Segen


2
 
  27. Juni 2012 
 

Menschen wie in diesem Artikel haben eine heilige, weil zutiefst liebende christliche Grundeinstellung, ja, sie sind wie die in der Verfolgung treu bleibendenChristen von echtem und wahren Glauben erfüllt, Vorbilder für die gesamte Christenheit in Liebe zu Christus und dem menschlichen Leben und eine permanente Anklage gegen den nihilistischen Lebensstil der \"Spaß- und Fungesellschaft\", die es in ihrer selbstmörderischen Unkultur auf immer neue dekadente Höhepunkte treibt, während Millionen von Ungeborenen \"gesetzlich legal\" gewaltsam dem Tode überantwortet werden.

Das ist wohl die vollkommenste Gottesliebe, die Menschen überhaupt erreichen können. Von der Liebe zu ihren Kindern ganz zu schweigen.


3
 
 M.Schn-Fl 27. Juni 2012 
 

\"Das Schwerste und Beseligenste ist, das Leben zu lieben selbst, wenn man leidet: denn das Leben ist alles. Gott ist das Leben und das Leben lieben, heisst Gott lieben.\"
Leo Tolstoi in : Krieg und Frieden


2
 
 rosenberg 26. Juni 2012 

Das wichtigste im Leben.

Das „Wichtigste im Leben ist: Sich lieben zu lassen, um zu lieben und um fröhlich zu sterben“.

Welch ein wunderbarer Glaube, welch ein wunderbares Zeugnis. Die Familie Corbella sei gesegnet dafür.


1
 
 speedy 26. Juni 2012 
 

es gibt noch Hoffnung auf der Welt, das es noch uneigennützige Mütter gibt, diese mama muß einfach im Himmel sein, denn sie hat ihr leben für ihr baby gegeben, das ist die größte liebe auf der Welt, das einer sein leben freiwillig aus liebe für den nächsten hingibt,
lieber Gott bitte beschütze immer das kind dieser Frau


6
 
 tünnes 26. Juni 2012 
 

Was für ein Leuchtfeuer der Liebe Gottes in einer Zeit, wo Millionen Kinder abgetrieben werden.


8
 

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