Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  5. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  6. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  7. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  8. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  9. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  10. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  11. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  12. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  13. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  14. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  15. Ostern – oder die Frage, die wir vermeiden

Abba, Vater! Die Vaterschaft Gottes

23. Mai 2012 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Benedikt XVI. zum Gebet nach dem heiligen Paulus: die doppelte Gebetsrichtung. Gott kennt jeden Menschen persönlich. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) In der Katechese zur heutigen traditionellen Mittwochsaudienz fuhr Papst Benedikt XVI. vor rund 30.000 Pilgern und Besuchern fort, über das Gebet nach dem heiligen Paulus zu sprechen.

Für Paulus sei es der Heilige Geist, „der große Lehrer des Gebets“, der den Menschen unterweise, Gott als den liebevollen Vater – Abba – anzurufen, wie es Kinder bei ihrem leiblichen Vater täten. In zwei Briefen gehe Paulus auf diesen Geist der Kindschaft ein, der den Christen als Getauften gegeben sei.

Im Brief an die Galater sage Paulus: „Weil ihr Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unser Herz, den Geist der ruft: Abba, Vater“. Im Brief an die Römer „sind wir es, die zum Vater sagen: Abba – Vater“: „Ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht“. Das Beten gehe somit nicht nur in einer Richtung „von uns zu Gott, sondern es ist doppelseitig: Gott ergreift in uns die Initiative, und wir könnten gar nicht zu beten beginnen, wenn nicht die Initiative Gottes im Menschen vorhanden und eingeschrieben und durch die Taufe neu und stärker geworden wäre“.


Es sei der Heilige Geist, der den Menschen rufe, der seinen Verstand und sein Herz öffne, damit er überhaupt gewahr werde, dass es Gott gibt. So könne der Mensch anfangen, sich auf ihn auszustrecken. Das Gebet Jesu „wird damit unser Gebet, wir können eigentlich als Söhne beten. Der Heilige Geist, der Geist Christi, führt uns in eine Liebebeziehung mit dem Vater. In ihr werden unsere Wünsche und Haltungen gereinigt: Verschlossenheit, Selbstgenügsamkeit, Egoismus, die für den Menschen charakteristisch sind, überwunden und aufgelöst. Dazu dient das Beten, das immer wieder diese Verschlossenheit aufgerissen wird. Wenn wir mehr auf Gott hin offen werden, so werden auf füreinander offen“.

Vielleicht nehme der Mensch von heute die Schönheit, Größe und tiefe Tröstung nicht mehr wahr, die im Wort „Vater“ enthalten seien, da oft die Vaterfigur nicht ausreichend und positiv im alltäglichen Leben gegenwärtig sei, so der Papst. Gott „ist unser Vater, für ihn sind wir keine anonymen Wesen, sondern haben einen Namen“. Jeder Mensch „ist ein Wunder Gottes, ist von ihm gewollt und persönlich von ihm gekannt“.

Das Beten sei nie bloß etwas Individuelles: „Auch wenn ich im stillen Kämmerlein bete, ist durch das Beten die ganze lebendige Gemeinschaft der Glaubenden mit mir, beten wir immer miteinander, und von der Gemeinschaft lernen wir auch das Beten“.

„Wir nehmen im Beten Teil an der großen Symphonie der Beter überall auf der Erde, die ihr Lob zu Gott erheben“, so Benedikt XVI. abschließend. Der Papst rief dazu auf, während des ganzen Lebens zu versuchen, in dieses Offensein für Gott und damit in das Mitsein mit allen, die auf Gott hinschauen und von ihm leben wollen, zu lernen und so wahrhaft und in der Tiefe unseres Herzens und in der Höhe unseres Seins sagen zu können: „Abba, Vater“.


Katechese in deutscher Sprache




Katechese in italienischer Sprache mit Übersetzung




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Generalaudienz

  1. Liebst du mich? – Das Gespräch zwischen Jesus und Petrus
  2. Kohelet: die ungewisse Nacht des Sinns und der Dinge des Lebens
  3. Judit. Eine bewundernswerte Jugend, ein großzügiger Lebensabend.
  4. Noomi, das Bündnis zwischen den Generationen, das die Zukunft eröffnet
  5. Ehre deinen Vater und deine Mutter: Liebe zum gelebten Leben
  6. Der Osterfriede und Dostojewskis Legende vom Großinquisitor
  7. Treue gegenüber der Heimsuchung durch Gott für die kommende Generation
  8. Das Abschiednehmen und das Erbe: Erinnerung und Zeugnis
  9. Das Alter, eine Ressource für die unbeschwerte Jugend
  10. Die Langlebigkeit: Symbol und Chance







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  4. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  5. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  6. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  7. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"
  8. Der Kreuzweg mit Papst Leo
  9. Hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt
  10. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  11. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  12. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  13. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  14. Britisches Innenministerium stoppt Ermittlungen gegen legale Online-Posts
  15. Terror-Warnung zu Ostern: ISIS ruft zu Anschlägen auf Kirchen und Synagogen auf

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz