![]() |
Loginoder neu registrieren? |
|||||
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
| ||||||
SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-diskutiert
| ![]() Indien: Hindu-Extremisten verprügeln trauernde Christen3. Mai 2012 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen Ausschreitungen bei Beerdigung eines evangelischen Christen. Unter den Opfern waren die 60-jährigen Ganga Bhai und Suki Bhai sowie zwei etwa zehn Jahre alte Kinder. Gesetzeshüter weigerten sich zunächst, ein Protokoll aufzunehmen. Balgal (kath.net/idea) Hinduistische Extremisten haben mit Gewalt die Beerdigung eines evangelischen Christen verhindert. Sie verprügelten die Angehörigen, darunter auch Senioren und Kinder, teilweise bis zur Bewusstlosigkeit. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben des Informationsdienstes Compass Direct Ende April im Dorf Balgal (Bundesstaat Chhattisgarh). Am 20. April war der unter schwerem Asthma leidende 31-jährige Jaikant Pawar gestorben. Vor drei Jahren war der Hindu mit seiner Frau zum christlichen Glauben übergetreten. Als die etwa 40 Trauernden seinen Leichnam zum Friedhof bringen wollten, umstellten etwa 300 Hindu-Extremisten das Haus, bedrohten die Angehörigen und überschütteten sie mit Hohn und Spott über den Glauben an Jesus Christus. Augenzeugenberichten zufolge forderten sie die Christen mit Gewalt auf, den Toten durch Gebete zu Jesus aufzuerwecken. Dann verprügelten sie die Trauergemeinde. Unter den Opfern waren die 60-jährigen Ganga Bhai und Suki Bhai sowie zwei etwa zehn Jahre alte Kinder. Der Christ Pyaru Bihari sei 24 Stunden lang ohnmächtig gewesen. Um zwei Uhr nachts hätten die Hindus den Christen erlaubt, den Toten zu einer etwa zehn Kilometer entfernten Polizeistation im Ort Bande zu bringen. Zunächst hätten sich die Gesetzeshüter geweigert, ein Protokoll aufzunehmen. Erst nach Intervention der Indischen Evangelischen Allianz habe die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Bei Befragungen hätten Hindus die Christen beschuldigt, sie angegriffen zu haben. Behördenvertreter schlagen sich auf die Seite der Täter Immer wieder gehen in Indien hinduistische Extremisten gewalttätig gegen Christen vor. Die schlimmsten Ausschreitungen ereigneten sich 2008 im Bundesstaat Orissa. Dabei wurden nach kirchlichen Angaben 96 Christen umgebracht. Etwa 50.000 wurden aus mindestens 315 Dörfern vertrieben; 252 Kirchen, 4.640 Häuser und 13 Schulen zerstört. Bis heute stocken Wiederaufbau und Wiedergutmachung. Ein Volkstribunal stellte im vorigen Jahr fest, dass Behördenvertreter der Gewalt gegen Christen untätig zugeschaut oder sich vereinzelt auf die Seite der Täter geschlagen hätten. Der Bericht spricht von tiefer Sorge, dass die strafrechtliche Verfolgung unwirksam sei. Von den 1,2 Milliarden Einwohnern Indiens sind 82 Prozent Hindus, zwölf Prozent Muslime und mindestens drei Prozent Christen. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuIndien
| ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-gelesen
| |||
![]() | ||||||
© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz | ||||||