Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  4. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  5. "Vaccine Amen"
  6. Spanien am moralischen Abgrund
  7. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  8. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  9. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  10. Die ÖVP - eine "Wählertäuschung"
  11. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  12. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  13. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  14. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  15. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“

Was die Schüllers vergessen

17. April 2012 in Kommentar, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Warum gibt es eigentlich keine Massenübertritte von Katholiken zu den Protestanten, die doch alles schon verwirklicht haben, was die Schüllers kritisieren? Ein Gastkommentar von Andreas Unterberger


Wien (kath.net/www.andreas-unterberger.at) Die sogenannten progressiven Linkspriester vergessen in ihrem Schlagzeilentaumel eines völlig: Die Gläubigen. Die wollen nämlich in ihrer Kirche Verlässlichkeit, Stabilität und Orientierung anstelle wilder Streitigkeiten und Richtungswechsel.

Jetzt ist in London wieder eine halbe anglikanische Pfarrgemeinde samt ihrem Pfarrer zur katholischen Kirche gewechselt. Die Begründung des Pfarrers: „In der Kirche von England weiß man von einer Synode zur anderen nicht mehr, was zu glauben ist. Was vor 30 Jahren klar war, ist es nicht mehr." Der Priester ist offenbar auch zu persönlichen Opfern für seine Überzeugung bereit: Er verliert durch den Wechsel zum Katholizismus jährliche Pensionsansprüche von umgerechnet rund 14.000 Euro, die ab 2013 fällig geworden wären.


Und diese Gemeinde ist kein Einzelfall: Schon im Vorjahr waren an die Tausend Anglikaner samt 60 Klerikern zur römischen Kirche gewechselt.

Was zu einigen Fragen führt: Hätten die "Ungehorsams"-Priester rund um den niederösterreichischen Pfarrer Schüller wirklich bei ihrem Kampf gegen Papst und Bischöfe so große Unterstützung der Gläubigen, wie die mit ihnen (und sicher nicht mit der Kirche) sympathisierenden Medien suggerieren: Warum gibt es dann keine Massenübertritte zu jenen protestantischen Kirchen, wo all das in den letzten Jahrzehnten eingeführt worden ist, was Herr Schüller so vehement fordert? Warum haben die so Schüllerschen Protestanten einen noch viel rascheren Verlust an Gläubigen als die Katholiken? Ist man wirklich progressiv, wenn man ganz auf die Wünsche der Gläubigen vergisst?

So nachvollziehbar einige Forderungen der "Ungehorsams"-Priester auch sind, so wahrscheinlich es auch ist, dass es noch in diesem Jahrhundert beispielsweise eine Lockerung des Zölibats geben wird, so klar ist doch, dass die Art ihres Auftretens der Kirche mehr schadet als nutzt. Viele Menschen schätzen ganz offensichtlich auch die ruhige Bedächtigkeit, durch die sich die Kirche von der ständig wechselnden politischen und medialen Aufgeregtheit unterscheidet.

Und jenseits aller theologischen Überlegungen und historischen Interpretationen sei auch noch die kühne Frage erlaubt: Wieweit ist man selber noch katholisch, wenn man so vehement Regeln bekämpft, die diese Kirche so lange geprägt haben, die also nicht unbedingt des Teufels sein dürften? Nützt Schüller da nicht einfach die Führungsschwäche seines Bischofs hemmungslos aus, um mediale Eitelkeiten zu befriedigen? Geht es vielleicht nur darum, dass man halt mehr Schlagzeilen bekommt, wenn man innerhalb der Kirche opponiert als außerhalb, wie es etwa ein Hans Küng erleben musste?


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  3. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  4. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  5. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  6. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  7. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  8. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  9. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  10. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“






Top-15

meist-gelesen

  1. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  2. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Spanien am moralischen Abgrund
  4. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  5. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  6. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  7. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  8. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  9. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  10. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  11. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  12. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  13. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  14. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  15. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz