Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Was eine Messe wiegt
  11. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  12. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  13. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  14. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  15. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt

Eltern wollen Hexen und Harry Potter verbannen

29. März 2012 in Chronik, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sekten-Info NRW: Die Anfragen über „Fundamentalisten“ mehren sich. Zu Salafisten über Scientology bis zu unseriösen Lebenshilfeangebote wie Engelseminaren und Lichtarbeit in sektenähnlichen Gruppierungen wird um Rat gefragt.


Essen (kath.net/idea) Immer mehr Erzieher und Lehrer wenden sich an den Verein Sekten-Info NRW. Der Grund: Vor allem „christlich-fundamentalistische Eltern“ wollten Einfluss auf den Unterricht oder Kindergartenfeiern nehmen, sagte Geschäftsführerin Sabine Riede (Essen), auf Anfrage von idea. Hexen, Feen, Ostereier oder Zwerge sollten nach Meinung dieser Eltern, die oft auf Pfingstgemeinden stammten, aus dem Kindergarten verbannt werden. Sie wollten auch erreichen, dass Buchbesprechungen der Harry-Potter-Reihe aus dem Lehrplan gestrichen werden. „Wir raten dann den Erzieherinnen, alternative Angebote bereitzuhalten“, so Riede. Statt Ostereier könnten Blumenbilder entstehen. Sexualkunde und das Unterrichten der Evolutionstheorie von Charles Darwin (1809-1882) im Fach Biologie dürften aber nicht angetastet werden. Anhänger der biblischen Schöpfungslehre müssten sich auch mit anderen Meinungen auseinandersetzen.“


Bis zu 50.000 Euro fürs Handauflegen

Anfragen zu fundamentalistischen Gruppen, zu denen auch die islamisch-extremistischen Salafisten zählen, stehen bei Sekten-Info NRW mit insgesamt 127 an erster Stelle. Salafisten missionierten nach Erkenntnissen der Experten vor allem im Internet und weckten durch den Prediger und Konvertiten Pierre Vogel die Aufmerksamkeit von Jugendlichen. Nachdem der salafistische Verein „Einladung zum Paradies“ in Möchengladbach aufgelöst wurde, suche der Verein „Muslim aktiv“ (Münster) vermehrt Kontakt zur Bevölkerung. An zweiter Stelle der Anfragen stehe „Esoterik“. Unseriöse Lebenshilfeangebote wie Engelseminare und Lichtarbeit in sektenähnlichen Gruppierungen seien besonders gefragt. Die Sekten-Experten kritisieren die „fehlende Ausbildung“ und „mangelnde Kompetenz“ der Anbieter, die zu „erschreckenden Fehldiagnosen“ führten. Ebenso boome in Nordrhein-Westfalen der Markt der alternativen Heilmethoden, etwa bei Krebserkrankungen. Bei Heilungen durch Handauflegen oder Fluchbeseitigungen mit Ritualen entstünden Kosten von bis zu 50.000 Euro, so die Sekten-Info NRW. Sie begrüßt, dass die Evangelische Kirche im Rheinland ein Disziplinarverfahren gegen „Fernsehpfarrer“ Fliege eingeleitet hat. Im Jahresbericht 2011 des Vereins heißt es: „Jürgen Fliege hatte den Esoterik-Scharlatanen immer wieder ungeprüft eine Werbeplattform für ihre Ideen ermöglicht. Zum Schluss hatte er sogar sein eigenes Heilwasser angeboten.“

Scientologen missionieren in Sozialen Netzwerken

An dritter Stelle (112) standen Anfragen zur Organisation „Scientology“. Immer häufiger knüpften Scientologen über Soziale Netzwerke wie Facebook Kontakte zu Jugendlichen. Sie versuchten auch mit Tarnorganisationen wie „Jugend für Menschenrechte“ oder „Sag Nein zu Drogen - Sag ja zum Leben“ unter Heranwachsenden zu missionieren. Scientology habe auch Schulen gebeten, Gespräche mit Schülern im Unterricht zu ermöglichen oder Informationsmaterial verteilen zu dürfen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Sekte

  1. Weltuntergangsstimmung bei der „Letzten Generation“
  2. Ex-Mitarbeiterin: Scientology hat mich zur Abtreibung gezwungen
  3. Bremen: Zeugen Jehovas können Religionsunterricht geben
  4. Bei den Zeugen Jehovas wird das Geld knapp
  5. Das Ende der 'Maria Divine Mercy'
  6. Das Ende der 'Maria Divine Mercy' Mit wüsten Beschimpfungen
  7. Gericht verurteilt Mitglieder der 'Zwölf Stämme'
  8. Mormonen: Kirchengründer hatte bis zu 40 Frauen
  9. Verfassungsschutz: Scientology will Wirtschaft unterwandern
  10. Mormonen bauen Tempel - ohne Kaffee und Flüche







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell
  3. Polen – ein Beispiel des christlichen Humanismus
  4. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  5. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  6. Was auch immer Synodalität sein soll
  7. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  8. Europa „entseuchen“?
  9. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer
  10. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  11. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  12. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  13. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  14. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz