Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  5. Die Krise des Bischofsamtes
  6. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  7. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  8. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  9. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  10. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  11. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  12. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  13. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  14. Der Realismus der Barmherzigkeit
  15. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung

Schul- und Klassensprecher: Kremsmünster ist kein Horrorkloster

21. März 2012 in Österreich, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Schüler des Stiftsgymnasiums üben Kritik an Berichterstattung zu den früheren Missbrauchsvorfällen im Stiftsinternat - Ausdruck 'Kremsmonster' ist 'extreme Beleidigung' - Heutiger, positiv erlebter Schulalltag in Kremsmünster bleibt unerwähnt


Linz (kath.net/KAP) Mit Kritik an der Medienberichterstattung über vergangene Gewalt- und Missbrauchsfälle im Stift Kremsmünster haben sich nun die derzeitigen Schüler des Stiftsgymnasiums zu Wort gemeldet.

Die Medienberichte zeichneten nicht die heutige Situation nach, betont Schulsprecher Matthäus Huber gemeinsam mit den Klassensprechern der Schule in einer Aussendung von Mittwoch.

"Laufend werden wir von Personen angesprochen, wer denn von uns misshandelt worden ist", kritisieren die Sprecher: "Wir fühlen uns auf falsche Weise zu sehr in die Medien gedrängt, obwohl unsere gegenwärtige Situation sich nicht von anderen Schulen unterscheidet."


Die Schüler beanstanden vor allem den Artikel im aktuellen Nachrichtenmagazin "Profil", in dem ausführlich aus dem Gerichtsakt der bekannten Vorfälle zitiert wird. Vor allem die im Bericht verwendeten Worte "Kremsmonster" und "Horrorkloster" empfände man "als extreme Beleidigung und nicht der Realität entsprechend". Verwunderlich sei, dass Medien "jetzt einfach über unsere Schule berichten, aber nicht konkret mit uns reden".

Innerhalb der Schüler bestehe Klarheit darüber, dass es sich bei den Gewalt- und Missbrauchsvorwürfen um "vergangene Dinge" handle. Personen außerhalb des Schulbetriebs allerdings würden diese auf die Gegenwart beziehen: "Das führt dazu, dass es uns peinlich vorkommt, den Namen der Schule unter Freunden zu erwähnen", so die Schüler.

Man empfinde dies als "totale Rufschädigung". Medien sollten auch darauf achten, "wie das Kloster und die Schule heute sind und wie mit den Vorwürfen umgegangen wird".

"Wir wollen keinesfalls leugnen, dass früher schreckliche Dinge vorgefallen sind. Aber unsere Eltern waren teilweise auch Schüler des Gymnasiums, und sie hätten uns nicht an die Schule geschickt, wenn sie ihre Schulzeit nicht positiv erlebt hätten", gibt Huber mit seinen Kollegen zu bedenken.

Als die Vorwürfe im Jahr 2010 bekannt geworden seien, sei es einer der ersten Schritte des Kloster gewesen, die derzeitigen Schüler zu informieren. Man habe diese Thematik auch "gemeinsam mit den Lehrern ausführlich behandelt". Es seien Evaluationen durchgeführt worden, jede Klasse habe sich einen Vertrauenslehrer aussuchen dürfen. "Weiters haben wir als neutrale Ansprechperson eine Schulpsychologin bekommen", heißt es in der Aussendung.

Copyright 2012 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: (c) www.stift-kremsmuenster.at



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  6. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  7. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  8. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  9. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  10. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Haltet das Fenster zur Unendlichkeit offen! Eine Gemeinschaft, die aus dem Evangelium lebt
  4. Der Realismus der Barmherzigkeit
  5. Mexiko: Gedenkfeier zum 100. Todestag der ersten Cristero-Märtyrer
  6. Babyboom auf einer US-Entbindungsstation: 17 Krankenschwestern erwarten zeitgleich Nachwuchs
  7. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  8. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung
  9. Die Krise des Bischofsamtes
  10. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  11. US-Regierung leitet 2 Milliarden Dollar an christliche Hilfsorganisationen um
  12. Slowakei und Polen planen gemeinsamen Johannes-Paul-II.-Pilgerweg
  13. „Wenn ich mich nicht täusche, gibt es in der Geschichte keine vergleichbare Institution“
  14. USA: Priester-Boom und Neueröffnung eines Philipp-Neri-Seminars in Kansas
  15. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz