15 März 2012, 11:28
400 Jahre 'Barmherzige Madonna von El Cobre'
 
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Das kubanische Marienheiligtum, das Papst Benedikt XVI. auf seiner Lateinamerikareise besuchen wird, feiert aktuell die Wiederauffindung der Statue vor 400 Jahren.

El Cobre (kath.net/KAP) Papst Benedikt XVI. wird auf seiner bevorstehenden Reise nach Lateinamerika auch den kubanischen Marienwallfahrtsort „El Cobre“ besuchen. Dort feiert man dieses Jahr die Wiederauffindung der "Barmherzigen Jungfrau von El Cobre" vor 400 Jahren. Die Holzstatue wurde der Überlieferung nach im Jahr 1612 von Fischern entdeckt, die in der Bucht von Nipe in Seenot geraten waren. Eine Planke mit der Jungfrau samt Christuskind und der Aufschrift "Ich bin die Jungfrau der Barmherzigkeit" soll die Fischer damals vor dem Untergang bewahrt haben. Der Papst besucht El Cobre am 27. März

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Im Jahr 1916 wurde die "Virgen de la Caridad de Cobre" vom früheren Namenskollegen des jetzigen Papstes - von Benedikt XV. - zur Schutzpatronin des Landes erklärt. Als Symbol des Unabhängigkeitskampfes gegen die spanischen Kolonialherren verehren heute auch viele Nichtkatholiken die Statue.

1686 wurde in El Cobre rund 25 Kilometer nordwestlich von Santiago de Cuba ein erstes Heiligtum für die Barmherzige Jungfrau errichtet. Die heutige Wallfahrtskirche stammt aus dem Jahr 1927. Der Name "El Cobre" leitet sich von Kupferminen ("Cobre", Kupfer) her, die früher in der Region betrieben wurde. Das Marienheiligtum ist der bedeutendste Wallfahrtsort Kubas. Am Gedenktag der Barmherzigen Jungfrau, am 8. September, nehmen jedes Jahr mehrere Tausend Menschen an der Prozession mit der Marienstatue teil.

Benedikt XVI. feiert während seines Besuchs auf der Karibikinsel am 26. März in Santiago de Cuba eine Messe zum Gedenken an die Wiederauffindung der Marienfigur vor 400 Jahren. Am Tag darauf fährt er nach El Cobre.

Im Jänner 1998 hatte Johannes Paul II. in Santiago einen Gottesdienst zu Ehren der Schutzpatronin gefeiert. Die im Osten Kubas gelegene Stadt war ursprünglich die Hauptstadt der Insel. Bis heute gilt sie als kultureller Gegenpol zu Havanna, das im Westen liegt.

Unter den Votivgaben in der Wallfahrtskirche von El Cobre befindet sich ein goldener Guerilla-Kämpfer, der von Fidel Castros Mutter, Lina Ruz, gestiftet wurde, um ihren Sohn während seines Kampfes gegen den Diktator Fulgencio Battista zu beschützen. Castro begann
seinen ersten Revolutionsversuch 1953 von Santiago aus. Der Erzbischof von Santiago setzte sich damals für die Begnadigung des inhaftierten Revolutionärs ein.

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kathTube-Video: Our Lady of Charity of El Cobre




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