Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  3. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  7. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  8. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  9. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  10. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  11. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  12. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  13. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"

In Schröders Kabinett ist jeder zweite Minister evangelisch

19. Oktober 2002 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nur ein Katholik gehört der neuen rot-grünen Bundesregierung an: "Superminister" Clement


Berlin (kath.net/idea)
Die neue rot-grüne Bundesregierung wird protestantisch geprägt sein. Von den 14 Frauen und Männern, die am Kabinettstisch Platz nehmen, sind mindestens sieben evangelisch, einschließlich Bundeskanzler Gerhard Schröder. Nur der künftige Arbeits- und Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) ist Katholik. Konfessionslos sind drei Kabinettsmitglieder, und weitere drei machen keine Angaben über eine eventuelle Religionszugehörigkeit. Die profilierteste kirchliche Vergangenheit hat der künftige Minister für Verkehr, Bau und Aufbau Ost, Manfred Stolpe. Der Sozialdemokrat, der in diesem Jahr als brandenburgischer Ministerpräsident zurücktrat, stand von 1959 bis 1990 in Diensten der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg (Ost), zuletzt als Präsident des Konsistoriums. Vorwürfe, daß er in dieser Zeit auch als “IM Sekretär” für die Stasi tätig gewesen sei, hat der Kirchenjurist stets bestritten. Ebenfalls evangelisch im Kabinett Schröder sind Bildungsministerin Edelgard Bulmahn, Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, Familienministerin Renate Schmidt, Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczoreck-Zeul und Finanzminister Hans Eichel (alle SPD). Die künftige Justizministerin Brigitte Zypries (SPD), Umweltminister Jürgen Trittin und Verbraucherschutzministerin Renate Künast (beide Bündnis 90/Die Grünen) bezeichnen sich als konfessionslos. Künast legt nach Angaben ihres Ministeriums aber Wert auf den Zusatz, “evangelisch aufgewachsen und erzogen worden zu sein”. Über die Kirchenzugehörigkeit von Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) konnte das Ministerium am 17. Oktober gegenüber idea keine Angaben machen. Schon als Mitglieder der letzten Bundesregierung verweigerten Außenminister und Vizekanzler Joschka Fischer (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Innenminister Otto Schily (SPD) entsprechende Auskünfte. 1998 waren sechs Protestanten und vier Katholiken in die Bundesregierung gewählt worden. Vier Minister aus der “Anfangsformation” der später an acht Posten umgebildeten Bundesregierung waren konfessionslos oder gaben keine Auskunft.

Union: Für Rot-Grün spielen die Kirchen keine große Rolle mehr

Unterdessen hat die Union kritisiert, daß die neue Bundesregierung den Kirchen und Religionsgemeinschaften nur einen geringen Status in der Gesellschaftspolitik zubillige. Der Kirchenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hermann Kues, erklärte in einer Stellungnahme zur Koalitionsvereinbarung, zwar betonten SPD und Grüne, daß sie den Kontakt zu den Kirchen, den Juden und Muslimen pflegen wollten, sie sagten aber nicht, wie sie diese Institutionen einbeziehen wollten. “Die Werteorientierung ist bei der Koalition nachrangig geworden”, so Kues, der dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken angehört. Zum Beispiel spiele die Werteerziehung in der Bildung keine Rolle, und dem Religionsunterricht werde keine Bedeutung zugemessen. Dem Wert von Ehe und Familie und dem Lebensschutz fühle sich die Koalition gar nicht verpflichtet. Auf einer einzigen Seite würden in der Koalitionsvereinbarung die Probleme der Alten abgehandelt; andererseits propagiere man Kinderbetreuung ab der Geburt. Die Kirchen hätten Anlaß darüber nachzudenken, wo sie “ihre wirklichen Bündnispartner” hätten, meint Kues.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Politik

  1. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  2. Interne Grünen-Mail nach Berlin-Blackout: „NICHT Täter*innen/Ermittlungen in den Mittelpunkt ziehen“
  3. Das große CDU-Chaos ODER wenn ein angebliches Plagiat schlimmer als Abtreibung im 9. Monat ist!
  4. Erfolg für den Lebensschutz – Kein Geld für Planned Parenthood aus US-Bundesbudget
  5. US-Repräsentantenhaus untersucht möglichen Missbrauch von Steuergeld durch Planned Parenthood
  6. Transgender-Debatte: Grüne Politikerin El-Nagashi verlässt die Partei
  7. Sprecher des US-Repräsentantenhauses will Subventionen für Planned Parenthood streichen
  8. Gründer der ‚Catholics for Harris‘: US-Demokraten haben ein ‚wachsendes Problem mit Gott‘
  9. Wirtschaft, Grenzsicherheit, Kriminalität waren Wählern wichtiger als radikale Abtreibungspolitik
  10. Lebensschützerin Lila Rose: ‚Ich werde Trump wählen’







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  4. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  7. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  8. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  9. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  10. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  11. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  12. „Es ist verlockend aber zweifelhaft zu glauben, wir müssten mit den Moden der Welt Schritt halten“
  13. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen
  14. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  15. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz