Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  11. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  12. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  13. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  14. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  15. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland

Ukraine: 'Katholisch-Orthodoxe Beziehungen noch nie so gut wie heute'

15. Februar 2012 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Großerzbischof der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche: In einer Zeit der Unsicherheit wird den christlichen Kirchen hier ein großes Vertrauen entgegengebracht


Kiew (kath.net/KIN) Als "exzellent" hat das Oberhaupt der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk, das Verhältnis zwischen katholischer und orthodoxer Kirche in der Ukraine bezeichnet. Während eines Besuchs in der internationalen Zentrale des katholischen Hilfswerks "Kirche in Not" betonte er, noch nie seien die Beziehungen so gut gewesen wie heute. Den freundlichen und brüderlichen Kontakt zu pflegen liege ihm besonders am Herzen, erklärte Schewtschuk.

Die Ukraine hat über 45 Millionen Einwohner. Rund 75 Prozent gehören orthodoxen Kirchen an, die meisten davon der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche, die ein autonomer Teil der Russisch-Orthodoxen Kirche ist. 1991 entstand die Ukrainisch-orthodoxe Kirche des Kiewer Patriarchats, zwischen beiden Konfessionen gibt es Streit um Legitimität und Besitzansprüche. Die dritte orthodoxe Kirche des Landes ist die Ukrainische Autokephale Orthodoxe Kirche.


1596 entstand die unierte Ukrainisch Griechisch-Katholische Kirche, der rund 5,5 Millionen Gläubige angehören. Römisch-katholisch sind etwa 1,1 Million (vor allem Polen und Deutsche). Die Konflikte zwischen der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche und der Ukrainisch Griechisch-Katholische Kirche werden vom Moskauer Patriarchat als Ökumenehindernis betrachtet.

Die Ukraine blicke auf mehr als tausend Jahre Christentum zurück, wie Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk erklärt. Im vergangenen Jahrhundert habe sie jedoch eine Zeit des aggressiven Atheismus erlebt. Die besondere Aufgabe der christlichen Kirchen liege darin, "diese christlichen Wurzeln wieder zu entdecken und neue Wege zu finden, um in der Gesellschaft als Christen präsent zu sein", sagte Schewtschuk.

"In einer Zeit der Unsicherheit, in der sich in der Gesellschaft Prozesse abspielen, von denen viele das Gefühl haben, sie seien nicht mehr kontrollierbar, wird den christlichen Kirchen ein großes Vertrauen entgegengebracht", erläuterte der Großerzbischof. "Umfragen zufolge vertrauen mir mehr Menschen als dem Präsidenten."

Da die Kirche nicht vom Staat abhängig sei, könne sie "die Wahrheit sagen und eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielen". Dem Christentum komme eine wesentliche Rolle für die nationale Einheit der Ukraine zu. "Wir sind neutral, was die Politik betrifft, aber wir lehren die christliche Soziallehre, verkünden das Evangelium und verteidigen die Wehrlosen", erklärte Schewtschuk. Um dies in authentischer Weise tun zu können, liege eine der Prioritäten für die Kirche in einer guten Ausbildung der Priester.

Das Oberhaupt der mit Rom unierten ukrainischen griechisch-katholischen Kirche dankte "Kirche in Not" für die Hilfe, die das Hilfswerk seit Jahrzehnten in der Ukraine leistet. Besonders würdigte er den 2003 verstorbenen Gründer von "Kirche in Not", Pater Werenfried van Straaten. Er selber sei "eine Frucht der Arbeit und der Wohltätigkeit Pater Werenfrieds", da er nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion dank eines Stipendiums von "Kirche in Not" in Rom promovieren konnte und als Doktor der Theologie wieder in seine Heimat zurückkehrte. Dort habe er dann ebenfalls mit der Hilfe von "Kirche in Not" das Priesterseminar von Lemberg wiederaufgebaut. "Kirche in Not" unterstützt auch heute noch die Kirche in der Ukraine.

Kirche in Not Deutschland

Foto: © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SCHLEGL 15. Februar 2012 
 

ERFREULICH

Wenn sich die Beziehungen zwischen der ukrainisch-griechisch-katholischen Kirche und der orthodoxen Kirche der Ukraine jetzt besser gestalten, ist das sehr erfreulich. Das hat aber auch einen Hintergrund, nämlich den kirchenpolitischen Versuch des Patriarchats von Moskau, die Ukraine als \"kirchliches Territorium \"Moskaus hinzustellen, was Patriarch Alexej II, aber auch Patriarch Kyrill, mehrfach getan haben. Darum haben die Ukrainer Patriarch Bartholomäus v.Konstantinopel eingeladen, der dem Moskauer Patriarchat in dieser Sache eine ziemliche Abfuhr erteilt hat. Die Russen haben in der Geschichte der Ukraine genügend Unheil angerichtet, daher wollen sich auch die Orthodoxen von diesen distanzieren. Msgr. Franz Schlegl,rit.lat./rit.byz.ukr


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ukraine

  1. Nuntius in Kiew ermutigt zur Unterstützung der Ukrainer
  2. Ukraine: Sophienkathedrale als Leuchtturm der Hoffnung
  3. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  4. Ukrainische Katholiken erhalten katholische Kirche für 50 Jahre zurück
  5. Die menschenverachtenden Angriffe auf die Ukraine durch Russland gehen täglich weiter!
  6. Papst Leo XIV. plant Ukraine-Besuch!
  7. Friedensappell für Ukraine von Kardinal Woelki und Weihbischof Hrutsa aus Lwiw
  8. Bei Treffen mit Leo: Selenskyj lädt Papst in die Ukraine ein
  9. Kritische Analyse des US-Friedensplanes von Präsident Donald Trump
  10. Kiewer Erzbischof bei Osloer Friedensgebet: Ukraine durchlebt Kreuzweg






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  4. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  7. Schisma auf leisen Sohlen
  8. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  11. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  12. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  13. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  14. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  15. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz