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Papst fordert Ende von Gewalt und Blutvergießen in Syrien

12. Februar 2012 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Der Heilige Vater hat sich beim Angelus gegen die Ausgrenzung von Kranken aus der Gesellschaft gewandt.


Vatikanstadt (kath.net/KNA)
Papst Benedikt XVI. hat sich gegen die Ausgrenzung von Kranken aus der Gesellschaft gewandt. Anlässlich des Welttags des Kranken, der am Vortag begangen wurde, rief er bei seinem Angelus-Gebet am Sonntag zu Barmherzigkeit gegenüber den Mitmenschen auf. Er verwies auf das Beispiel Jesu, der die Kranken ins Leben und in die Gemeinschaft zurückgeführt hat. Für die Christen ergebe sich daraus der Auftrag, «Boten des Friedens und der Hoffnung für unsere Mitmenschen zu werden».

Trotz Schnee und Glätte waren mehrere Tausend Gläubige zum Mittagsgebet mit dem Papst auf den Petersplatz gekommen. «Am nächsten Sonntag hoffentlich ohne Schnee», rief Benedikt XVI. den Teilnehmern zum Abschluss zu. Das außergewöhnlich strenge Winterwetter hatte nach starken Schneefällen am Freitag und Samstag das öffentliche Leben in Rom, insbesondere die öffentlichen Verkehrsmittel, praktisch lahmgelegt.


Papst Benedikt XVI. hat beim Angelus auch die Konfliktparteien Syriens aufgefordert, die Gewalt und das Blutvergießen zu beenden und den Weg von Dialog, Versöhnung und Friedensbemühen einzuschlagen. In einem eindringlichen Appell forderte er am Sonntag auf dem Petersplatz die politische Führung Syriens auf, den legitimen Erwartungen der verschiedenen Gruppen ihrer Nation Rechnung zu tragen. Die internationale Gemeinschaft sei zunehmend besorgt über die Lage der Gesellschaft und der gesamten Region.

Er verfolge die dramatisch wachsende Gewalt in Syrien mit großer Sorge, sagte der Papst vor mehreren Tausend Gläubigen, die sich zum Angelus-Gebet auf dem Petersplatz versammelt hatten. «Ich gedenke im Gebet der Opfer, darunter etliche Kinder, sowie der Verletzten und aller, die unter den Konsequenzen des Konflikt leiden, der immer besorgniserregender wird».

In deutscher Sprache sagte der Heilige Vater: „Mit Freude grüße ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache. Im Evangelium des heutigen Sonntags haben wir gehört, wie Jesus mit den Worten „Werde rein!“ einen Aussätzigen heilt. Die Unreinheit isoliert den Kranken von den Menschen. Er wird sogar unfähig, Gottesdienst zu feiern, mit Gott in Beziehung zu treten. Christus führt den Kranken ins Leben und in die Gemeinschaft zurück. Er lädt auch uns ein, aus der Gemeinschaft mit ihm Boten des Friedens und der Hoffnung für unsere Mitmenschen zu werden. Der Herr segne euch und eure Familien!”




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